Merle geht es schlecht

27 08 2007

Hallo ihr lieben Leser,

Merle hat jetzt doch einen schweren Herzfehler – ihr fehlt auch noch eine Herzklappe und damit rutscht die Operation in die schwerste Kategorie und wird immer wieder Nachoperationen nach sich ziehen alle paar Jahre. Zudem geht meine Frau Isa heute nachmittag bereits stationär ins Klinikum und wird dort auch die nächsten 6-8 Wochen bleiben müssen, auf unseren Ältesten Ole und mich wartet also eine harte Zeit auch organisatorisch und vor allem psychisch und seelisch. Ich weiß noch nicht, wo und wie mir der Kopf steht, aber es wird sich alles regeln – hoffe ich. Im Augenblick schwanke ich zwischen Tränen und Angst und Zuversicht. Aber genau darin kann mir vielleicht Jesus begegnen? Die Mortalitätsquote rutscht somit auf 10% hoch – wir haben Merle aus Gottes Hand empfangen, wir können sie nur Tag für Tag wieder aus dieser guten Hand nehmen. Wenn auch mein Vaterherz sich eher fragt: ist er wirklich gut? Wie gut, dass Jesus sich diese Frage auch am Kreuz gestellt hat. Betet für uns als Familie – hinterlasst eure Kommentare, sie geben uns Kraft.


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7 Antworten

27 08 2007
myriel

Ja, ich habe zu meiner Familie auch Freunde als Mitbeter gewonnen. Wir denken viel an Euch 4, und bitten Gott um seine Gnade und Hilfe! Fühlt Euch gehalten und umarmt! myriel

27 08 2007
Arne

Hey ich kenn dich zwar nicht persönlich,
ich bete aber, dass Gott euch Kraft und Beistand ist und dass er Merle gesund macht.

27 08 2007
mona lisa

Manchmal fehlen mir die eigenen Worte, dann greife ich auf Worte, Texte anderer zurück:

Gott, der dich wahrnimmt,
lasse zu deiner Erfahrung werden,
was er dir zugesagt hat:
Bei dir zu sein
in Angst und Unsicherheit,
zu dir zu stehen
in Ausweglosigkeit und Verlassenheit,
dich zu trösten,
wenn du bekümmert bist,
deine Bedürftigkeit
zu Herzen zu nehmen,
was immer auf dir lastet.

Er schenke dir,
was du dir selbst
nicht geben kannst:
Wachsendes Vertrauen
mitten in den Widersprüchen
dieses Lebens.

aus: Antje Sabine Naegli, Ich spanne die Flügel des Vertrauens aus, S.12
Dieses Heftchen habe ich in meinem Urlaub auf Langeoog in einer der dortigen Kirchen gefunden.

27 08 2007
SW

Lieber Christof,

ich kann Deine Zweifel an “Gottes guter Hand” gut verstehen, wo die Nachrichten für Euch doch täglich schlechter wurden. Und ich habe mich heute ebenfalls gefragt was Gott uns an den Ereignissen zeigen möchte. Aber mich ermutigt auch, dass Du an Gottes eigenen Vaterschmerz und Jesu Leiden denkst. Ich denke viel an Euch und Psalm 92,16 aus meinem kürzlichen Zeugnis. Ich bete, dass unsere Zuversicht weiter wachsen wird.
Liebe Grüße
Sandra

28 08 2007
Königstochter

Ich bin selber Mutter von zwei zarten Wildlingen – mir hilft es, mir immer wieder klarzumachen, dass Gottes Liebe zu “meinen” Kindern (eigentlich sind es ja eher Seine Menschen) zwar von der Qualität der Mutterliebe gleicht, aber unvergleichlich stärker ist.
Er liebt sie noch viel, viel mehr als ich und wird Ihnen niemals etwas Böses (Schlechtes, Schmerzhaftes, …) wünschen oder tun! Und das gilt auch für Deine kleine Amsel…

28 08 2007
mona lisa

Still und unsichtbar
stehen sie am Wegesrand.
Sie retten dich durch die dunklen Täler
deines Lebens hindurch
und lassen dir auch in teifster Nacht
einen Stern am Himmel aufleuchten.
Sie weiten die Enge deiner Angst
hin zu helleren Räumen,
in denen Freude keimen
und Zuversicht wachsen kann.
Still und unsichtbar geben sie dir Geleit;
Lichtbogen einer unsichtbaren Welt:
die Engel.

(Christa Spilling-Nöker, Komm mein Engel, komm, S. 7)
Mögen euch solche Lichtwesen als göttliche Begleiter zur Seite stehen.

28 08 2007
Bento

Hallo – bin über Storch´s blog hier gelandet und habe eigentlich keine Worte für Dich und Euch, bin aber in einer ziemlich ähnlichen Situation seit langem – mit 11 Jahren wurde ein Klappenfehler bei unserer Tochter festgestellt und der muss nun wohl auch operiert werden (sie ist jetzt 30 und hat 3 Kinder)… das ist eine Hammerprüfung. Da ich schon mein halbes Leben mit diesem Thema verbringe (mal weniger – jetzt wieder sehr), könnte uns villt. beiden ein Austausch was bringen – wenn Du magst.
Gruss und Segen

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