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Archiv für Dezember 2007

Licht-Power für das Leben!

31 Dezember, 2007 wegbegleiter 2 Kommentare

Sitze gerade am Schreibtisch und schaue aus der zweiten Etage in die typisch dunstige, schneelose, rheinische Winterlandschaft. Hübsch, aber auch ein wenig deprimierend, wenn man dazu denn neigt. Und das tu ich nun mal.

Also wird sie wieder für die nächsten Monate ausgepackt, die Lichtlampe. 2 Stunden jeden Tag volle Lotte Lux in die Augen beim Arbeiten. Wie gut das tut! Als ich diese Lampe (Achtung: so genannte Wohlfühllampen wirken nicht!! Tipps gerne auf Anfrage) vor zwei Jahren gekauft habe, habe ich es bei der ersten Sitzung zeitlich übertrieben und dann kribbelte der ganze Körper und ich fühlte mich wie auf Drogen (nun werden gestrenge Wächter meines Blogs – ja, die gibt es! – mutmaßen, ich hätte schon mal Drogen ausprobiert und ich muss den Wächtern sagen: ich werde es nicht dementieren. Aber auch nicht bestätigen. Dieser Gedanke sagt nämlich mehr über den Denker als über das Objekt des Denkens aus…). Doch zurück zum Thema.

Licht tut gut! Dem Körper und der Seele. Dazu noch das Licht der Welt, dass nicht zufällig, wenn auch historisch unkorrekt, in die dunkle Jahreszeit gekommen ist. Und noch mal dazu die vielleicht erst einmal etwas rätselhafte Aussage der Bibel, wie wichtig das Auge für den Menschen ist, ob es klar ist und worauf es schaut. Aber so ist es: schaue ich ins Licht, wird in mir Licht. Schaue ich auf das Dunkle in mir, in meiner Arbeit, in meiner Umgebung, dann werde ich auch Dunkel und es zieht mich herunter. Also: Licht auf allen Ebenen anknipsen! Genießen! Auftanken! Licht werden!

Das größte Hindernis für das Zusammenleben

27 Dezember, 2007 wegbegleiter Kommentieren

Immer wieder fällt mir bei Konflikten in der Gemeinde, aber auch im privaten Bereich, auch in der eigene Ehe eins auf: Stolz ist die Hauptursache für Konflikte und vor allem für deren Weiterbestehen. Kommt man miteinander ins Gespräch (ja, wenn es denn schon so ist!), dann kann eigentlich bei aller vielleicht notwendigen Diskussion von Fragen auf der Sachebene letztlich nur eins helfen: sich die Hand zu reichen, sich zu vergeben (nicht zu vergessen! Das ist eine andere Schiene!), willentlich einen Schlussstrich zu ziehen und dem anderen zu sagen: ich mache Fehler, du machst Fehler, wir sind begnadigte Sünder und leben von der Gnade, die vergibt, auch wenn wir es nicht erkennen. Und das alles nicht als theoretisches Konzept, sondern konkret: ich habe an dieser Stelle gefehlt. Wo ein Konfliktpartner das nicht kann – scheitert jedes Gespräch.

Letztlich steckt das Problem aber noch tiefer – denn hinter der mangelnden Fähigkeit zu sagen: ich habe mich geirrt, ich habe dir gegenüber einen Fehler gemacht steckt eigentlich Gottlosigkeit. Scott Peck hat einmal weise gesagt: das Problem für die Gott ist nicht die Sünde (für die ist er in Jesus Christus gestorben), das Problem ist das Verbergen der Sünde.  Wer nun vor anderen seine konkrete Sünde verbergen muss, offenbart damit einen geistlichen Notstand. Und noch weiter: er (meistens ist es ein Er) bedroht aktiv seinen Glauben. Denn Jesus selbst sagt: wenn ihr nicht vergebt, wird euch auch nicht vergeben werden. Reden wir uns dieses Wort nicht klein!

Letztlich steckt hinter diesem Stolz aber noch ein zweites: ein mangelndes Wissen von der eigenen Identität bei Gott.  Oder anders gesagt: Minderwertigkeitskomplexe. Da bricht es in der Tat mehr als einen Zacken aus der Krone, wenn man eingestehen müsste: ja, ich habe gegen dich gesündigt. Da bricht die Welt zusammen, vor allem die Scheinwelt, die man von sich selbst aufgebaut hat.

Das sind so die Erkenntnisse, wenn ich in mein eigenes Herz schaue und ich bin dankbar, dass mich Gott vergeben gelehrt hat – auch wenn ich noch manchmal blutiger Anfänger bin. Mir ist bange um die Christen, die nicht vergeben können. Sie verletzen sich selbst und – schlimmer noch – sie verletzen andere Menschen, manchmal ganze Gemeinden. Und keiner kann ihnen helfen außer Gott selbst, der das harte, aber gleichzeitig so kleine, verletzte Herz erreicht.

Hinter Weihnachten steckt ein kluger Kopf

22 Dezember, 2007 wegbegleiter Kommentieren

greser2.jpgHeute morgen war wieder mal in der F.A.Z. eine herrliche Karikatur von Greser und Lenz zum Thema Weihnachten. Und so mögen Joseph und Maria ja gedacht haben: was wird aus dem jungen mal werden, der ist ja irgendwie nicht „normal“. Wie gut. Aber: steckt hinter Weihnachten ein „kluger Kopf“ (wie die FAZ Werbung immer suggeriert)? Es ist eine seltsame Häufung von Konflikten jedes Jahr zu Weihnachten zu beobachten. In der Gemeinde wird pauschal per mail um sich geschossen, ohne die Gegenseite auch nur zu hören und „Informationen“ abzusichern; das wiederum schwächt viele Menschen in der Gemeinde und macht sie traurig; Familien bekommen Krach miteinander und zerstreiten sich; die Jahresendarbeit sorgt dafür, dass man so richtig ausgelaugt ist zum frohen Fest – und so weiter in der Liste. Der Teufel arbeitet also gut daran, dass Weihnachten nicht froh wird. Wenn der Teufel aber arbeitet – dann hat er einen Grund dazu. Und dann ist Weihnachten eigentlich ein gefährliches, ein starkes Fest mit einem starken Heiland, der als Sohn Gottes die Welt betritt. So kann man nur sagen: Ja, da steckt ein kluger Kopf hinter – und ein unangepasster, gerechter, wahrhaftiger, aber in all dem liebevoller und sanftmütiger. Möge dir – egal wo du stehst – Weihnachten doch noch davon eine Ahnung geben!

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Windows Vista und die Überwachung des Nutzers…

19 Dezember, 2007 wegbegleiter 7 Kommentare

Mal wieder etwas off topic, aber ich kann weder mein Interesse an gesellschaftlich bedenklichen Entwicklungen, noch an Computern vollkommen leugnen…;-)

Denn: eigentlich klingt ja Service Pack nett. Aber im aktuellen Service Pack hat Windows den neuen Verschlüsselungsstandard der NSA (National security agency) eingebaut, der vom Nutzer weder aktiviert oder deaktiviert werden kann, sehr wohl aber durch ein Programm aus der Ferne oder unmerklich durch ein weiteres update. Die NSA ist die größte und finanziell am besten ausgestattete Sicherheitsbehörde der Welt, die vor allem ein Ziel hat: die Überwachung der Kommunikation. Die NSA hat übrigens auch für die „Sicherheit“ von LINUX gesorgt. All das muss nichts heißen, läuft teilweise auch unter dem Stichwort Systemsicherheit, kann aber natürlich auch prächtig ausgenutzt werden zur kompletten Überwachung des Nutzers und seiner Daten.

Bin doch froh, mit dem recht transparenten UNIX System meines Macs (noch) auf der sicheren Seite zu sein… Kinder, lasst die Finger von Vista!! (Nicht nur deswegen – das Ding ist ein sicherheitstechnischer (und nicht nur da) Rückschritt!! Abgesehen davon, dass es gnadenlos Mac-Ideen kopiert)

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Durchgeknallte Dispensationalisten – oder: Kühezüchten für Christen

18 Dezember, 2007 wegbegleiter 3 Kommentare

Christus kommt – Advent! Wer ist das Zentrum der Schrift und damit auch der Schriftauslegung? Christus. Was sagt das über Prophezeiungen des AT aus? Sie sind von Christus her zu verstehen, zu korrigieren, in ihm als erfüllt zu betrachten. Nicht alle, aber viele. Was passiert dagegen, wenn man die Bibel flächig liest und allen Aussagen die selbe dogmatische Gewichtung gibt? Dazu hat die Frankfurter Allg. Sonntagszeitung (FAS) einen schönen Artikel im Hauptteil gehabt am 16.12. – amerikanische evangelikale Christen, die eine prämilleniaristischen Dispensationalismus pflegen, wollen den Tempel wieder aufbauen (denn vorher kommt Christus nicht wieder), sie züchten alte Kuhsorten wieder (denn auch die werden ja in der Offenbarung erwähnt), sprechen palästinensischen Christen ihr Christsein ab – denn sonst müssten diese ja Israel lieben und auf ihr Land verzichten, diese Christen wollen Israel in den alten Grenzen notfalls militärisch wieder herstellen (dabei kennt allein das AT mindestens drei verschiedene Grenzziehungen).
Bei uns findet man diese Theologie vor allem in Teilen der Brüderbewegung und mit Verlaub – sie lässt mich Grausen, um nicht drastischere Begriffe zu verwenden. Aus ihr spricht sicherlich ernster Glaube, den möchte ich niemandem absprechen – aber ein vollkommenes Unverständnis des Charakters der Heiligen Schrift und ihrer Auslegung. Schief wird es immer dann, gesetzlich, menschenverachtend – wenn Christus und seine Gnade nicht mehr im Mittelpunkt stehen, sondern die Schrift in ihrer Ganzheit. Aber die Schrift ist der Geist gehauchte Wegweiser zu Christus, aber nicht Christus selbst. Wenn ich aber Christus im Mittelpunkt habe, dann kann ich oben genannte Dinge nicht mehr glauben und leben. Christus kommt – Advent!

Stille Nacht…

17 Dezember, 2007 wegbegleiter Kommentieren

…ist das für Pastoren selten. Dieses Jahr ist besonders ungünstig, weil vor Heiligabend noch Sonntag ist, sprich: 5 Predigten in 8 Tagen. Wenn es also auf diesem Blog etwas ruhiger wird in den nächsten Tagen, dann liegt das nicht an meinem Desinteresse, sondern schlicht daran, dass ich (nicht nur) an Predigten arbeite. Und ich freue mich über Gebet, denn ich bin körperlich ausgelaugt, erschöpft (und deswegen seltsam traurig) und auch innerlich angefochten. Ich würde gerne dieses Jahr auch eine frohe Weihnacht erleben…

Falsche Propheten – Gottes Wort als Hammer

13 Dezember, 2007 wegbegleiter 3 Kommentare

Ist mein Wort nicht wie ein Feuer, spricht der Herr, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmeißt? (Jeremia 23,29)

Das lese ich heute in der Tageslosung  und denke erst einmal: Wow! Was für ein mächtiger Vers. Jeremia 23 ist eine einzige Tirade Gottes gegen die falschen Propheten, die falsche, vorgetäuschte oder harmlose Prophetien weitergeben. Lügenpropheten nennt Gott sie und dabei meinen sie es gar nicht immer böse… meine Frage heute morgen ist: warum ist dieses Wort so oft in unseren Breiten nicht mehr so Hammermäßig, wie Gott es in diesem Vers beschreibt? Warum bleibt es so kraftlos? Es kann nicht am Wort liegen, also liegt es in unserem Herzen begraben. Was blockiert die Kraft Gottes in seinem Wort?

Und: wir sollten vorsichtig mit Prophetien sein. Ich halte viel von dieser Gabe, wenn sie richtig eingesetzt wird, aber Gott versteht keinen Spaß mit leichtfertiger Prophetie. Und ich habe das leider erlebt: da prophezeit ein Pfingstpastor einer Frau mit Krebs: du wirst nicht sterben! Und sie stirbt dennoch. Der Pastor ist noch heute im Dienst – im AT wäre er gesteinigt worden, denn der Prophet beweist sich an der Erfüllung seiner Prophetie. Oder Christian Rust mit seinen großen Prophezeiungen zur deutschen Zukunft… mmh, was machen wir mit solchen Menschen? Oder besser: wie gehen sie selbst damit um?

Nun hat sich das Bild von Prophetie mit dem NT auch gewandelt, Gott sei Dank! Fehler machen ist nun erlaubt. Aber ich wünsche mir mehr Demut, Vorsicht und Einsicht in manchen Kreisen mit der Prophetie.

Doch vermute ich eins: wahrhaftige Prophetie und das selbst getroffen sein vom Wort Gottes wie mit einem Hammer – das gehört zusammen. Ich betrauere den Mangel an beidem!

Überwachung oder: nicht nur Gott sieht alles!

11 Dezember, 2007 wegbegleiter 4 Kommentare

Anzahl der 2006 überwachten Telefonate, Briefe und Faxe: 460.000
Anzahl noch 2004: 18.000

Oder: heute in der F.A.Z. der verstörende Artikel in „Technik&Motor“ über die dumme Angewohnheit von google mail, sämtliche Mails sämtlicher Kunden automatisch mit zu lesen und so Werbung und anderes maßgeschneidert auf den Kunden zuzuschneiden. Und der Autor fragt sich nicht ganz zu Unrecht: wollen die die Weltherrschaft oder was soll das?

Nein, die Weltherrschaft vielleicht nicht, aber die Überwachung des Bürgers ist ein wichtiges Puzzlestück dazu und wenn wir an Weltherrschaft und die Offenbarung denken… dann kommt einem nicht nur irgendwie der Antichrist in den Sinn und man wird vielleicht etwas kritischer gegen noch mehr Biometrie und Überwachung.

Noch was Nettes zum Abschluss: Otto Schily hat als Innenminister seinerzeit die Einführung des biometrischen Reisepasses durchgesetzt, sprich: Fingerabdrücke etc werden auf dem Reisepass gespeichert. Bald auch auf dem Personalausweis.  Will Schäuble. Nachdem Schily abgewählt worden ist, wurde er wenige Wochen später Mitglied des Aufsichtsrats… …in dem Biometrie-Unternehmen, dass die Bundesdruckerei mit dem technischen know how für diesen Riesenauftrag ausstattet (so letztens Report München).

Tja – und was schließen wir daraus? Gott sieht alles, und das ist gut so, denn er ist gut und gerecht. Der Rest sollte sich raushalten und den Bürger und die Bürgerrechte in Ruhe lassen. Denn wo Menschen handeln, handeln Sünder und was Sünder mit sensiblen Daten machen können… daran will ich lieber nicht denken.

Eine wirksame Strategie des Teufels

10 Dezember, 2007 wegbegleiter Kommentieren

Ich liege im Dämmerlicht im Bett, neben mir meine Frau Isa, zwischen uns Merle, die mal wieder ihre Alpträume hat und sich dann ängstlich aufschreiend in das T-Shirt von Isa verkrallt, als wolle sie sagen: bitte, geh nicht weg. Genau das musste sie auf Intensiv erleben, als sie langsam aufwachte aus dem künstlichen Koma und mit ihren Schmerzen vom Valium-Entzug fertig werden musste – nachts blieb sie damit allein und schrie – stundenlang, ohne dass dauernd die Nachtschwester trösten konnte. Bis endlich die Verlegung in ein normales Zimmer Mutter und Tochter wieder zusammen brachte. Ich schaue mit das an, streichele über den kleinen warmen Kopf und muss selbst ein wenig weinen. Wie zerbrechlich ist ein solches Kind, wie zart, wie bedürftig. Und langsam heilen auch die inneren Wunden und jede Menge Baby-Zufriedenheit und Lächeln macht sich breit…

Warum ich das erzähle? Weil parallel jede Woche zwei Kinder zu Tode gequält werden. 2 Babies dort, 5 dort – die Medien sind voll damit und dennoch erfassen sie nur die obersten Grausamkeiten. Kleinkinder, die verhungern, ein Baby, das mit über 100 Knochenbrüchen schließlich an den Schmerzen krepiert. Hilflose Politiker angesichts einer Bevölkerung, die orientierungslos vor sich hin dümpelt. Wo falsche Ideologien, fehlende Orientierung an einer höheren – auch moralischen – Instanz, also Gott, wo unglaubliche soziale Armut und Verwilderung sich breit machen. Wenn man selbst Vater ist und einen so kleinen Wurm in den Armen hält und gerade dann, wenn der kleine Wurm – so wie unsere Merle – auf ganz besondere Weise zu einem Gottesgeschenk geworden ist durch die schwere OP – dann kann man das alles nur mit großen Schmerzen sehen und hören. Es macht wütend, hilflos, traurig – aber nicht wütend auf diese Eltern, denn obwohl sie Täter sind und verantwortlich – sie sind oft alleingelassene Kreaturen, die das ausleben, was in uns allen steckt, wenn es nicht von Gott geheilt und vergeben wird. Ich begegne diesen Eltern mit Unverständnis und ich würde sie gerne schütteln, ich verstehe sie nicht und wünsche mir eine gerechte Strafe, viel mehr wünsche ich mir aber, dass die Gesellschaft und gerade wir Christen Verantwortung übernehmen.

Und hier schlägt die wirksame Strategie des Teufels zu: wir Christen sind so oft mit uns selbst beschäftigt und mit unsinnigen, kleinen Querelen in der Gemeinde und der Christenheit, die so viel Kraft und Freude kosten (und vor denen Paulus schon warnt). Und in Freikirchen gilt: hey, wir haben zwar keinen Papst, dafür aber in jeder Gemeinde 2 oder 5 oder 7 Päpste, die sich für unfehlbar halten. Die wichtig sein wollen, die nicht dienen, sondern richtig bedient werden wollen (wehe, man macht nicht alles richtig!). Und so fetzen wir uns um nebensächliche Themen, die mit den Dingen, die die verlorenen Menschen da draußen beschäftigen: NICHTS zu tun haben. Und oft genug sind das auch die Themen, die Christen stillschweigend mit sich herumtragen: wie kann meine Ehe besser gelingen, warum passiert so etwas wie mit den 5 Babies und wie kriege ich das selbst hin mit der Erziehung? Warum kämpfe ich so sehr mit sexuellen Versuchungen? Wie kann ich in meinem Beruf bestehen, ohne auszubrennen?

Wie viel reden wir dagegen über: Kleinigkeiten im Vergleich dazu. Manchmal können auch Kleinigkeiten wichtig sein (wie bauen wir Gemeinde, was sind die richtigen Modelle für die Zukunft etc…), aber sie sollen nur dem großen ganzen dienen und es darf eben kein Selbstläufer werden.

Die Lösung? Ein dienendes Herz, das die Probleme der Menschen (auch der Christen!) adressiert und vom Glauben her beleuchtet. Das anpackt und hilft bei den unterschwelligen Fragen, die manchmal quälen. Die Verweigerung, sich an den Kleinigkeiten aufzureiben. Der gemeinsame Wille, eine gemeinsame Vision vom Reich Gottes im Blick zu halten und nicht die kleinen Füchse hineinzulassen, die den Weinberg (Gemeinde) zerstören wollen. Radikale Ausrichtung auf die Liebe zu Gott, zum Nächsten und zum Salz- und Lichtsein in dieser Welt. Das wünsche ich mir, wenn ich über den kleinen Kopf von Merle streichele, die sich entspannt, während ich davon träume, dass wir (ja auch ich!) weniger Forderungen an andere haben und an Gemeinde und an Leitung und an was auch immer, sondern endlich kapieren: alle Christen sind Gemeinde und haben Verantwortung. Nehmen wir sie nicht wahr, sündigen wir. Werde wesentlich.