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Die dunkle Seite des Internet: Pornographie

Reden wir über das Schmuddelthema. Warum? Weil es auch immer wieder mal mein Schmuddelthema ist. Wie bei 60% der Männer. Und weit mehr in meiner Altersklasse. Also zwischen 30 und 40. Gerade auch bei denen, die für Gott arbeiten wollen. Warum drüber reden? Weil Jesus es anordnet und uns als Weg der Befreiung nahe legt: bringt die Sachen ans Licht (also in seine Gegenwart), dann kann es befreit und geheilt werden.

Nach vorsichtigen Schätzungen sind ein Fünftel der aufgerufenen (!) Seiten im Internet pornographisch. Das wäre in medizinischen Kategorien gedacht eine Epidemie. Wenn man denn Pornographie als krank bezeichnen und einordnen würde. Ist sie aber. Sie macht abhängig, degradiert Frauen und Männer, verdreht die Gottesebenbildlichkeit, ist Ausdruck einer tiefen Leibfeindlichkeit (!).
Vielleicht kommen wir hier ins Gespräch über die Gründe für den Bedarf nach Pornographie. Ich bin nicht prüde erzogen worden, habe kein verdorbenes Verhältnis zu meinem Körper und freue mich am Anblick einer schönen Frau. Und das ist auch gut so – denn so hat Gott uns erschaffen. Pornographie dagegen hat einen instrumentalen Charakter – sie steht eigentlich für etwas Anderes. Für den Abbau von Frust, von Aggression, von Langeweile, von Hilflosigkeit – letztlich: von einer mangelhaften Gottesbeziehung, in der es an Leidenschaft fehlt. Ich halte es mit einem Erziehungspsychologen, der einmal sagte: Wachstum und Reife entstehen am Aushalten von inneren und äußeren Spannungen. Das lernen Kinder immer weniger. Spannungsabbau – sprich: der leichte Weg der Befriedigung ist z.B. die Pornographie, aber auch die Esssucht u.a. – aber all diese Dinge halten uns infantil, binden uns und verhindern – christlich gesprochen – Vollmacht und Wachstum auf Jesus zu. Hilfsmittel? Bei mir sind das:

ein guter Internetfiltersafeeyes hat sich bei mir seit einem Jahr bestens bewährt – und läuft auch auf Mac. Die 40 Euro im Jahr sind bestens investiert, abgesehen davon, dass man mit dem Ding auch seine Kinder schützen kann… wer bereits die Anschaffung für sich verweigert, hat ein wirkliches Problem!

Offenheit – mit anderen Männern und der eigenen Partnerin (so vorhanden) darüber reden und diskutieren. Wer als Mann behauptet, noch nie innerlich eine Frau ausgezogen zu haben, der lügt sich was in die Tasche oder ist bereits in der Ewigkeit. accountability ist entscheidend – wie geht es dir bei der Pornographie? Die Frage von einem guten Freund oder Mentor ist wichtig!

Seelsorge – darüber reden und durchschauen, wozu die Pornographie bei MIR dient. Pornographie ist immer instrumental!

Bloss keine Fixierung! – denn dann wird das Thema zum Hauptthema. Sünde gehört aber besiegt bzw. ist eigentlich schon besiegt und der Sieg gehört gelebt! Zentrum sind aber Gnade und Jesus.

Es ist an der Zeit, das Thema anzusprechen. Denn es wütet in der Dunkelheit – und nicht zuletzt verdirbt Pornographiesucht wirklich erfüllenden und leidenschaftlichen Sex mit der eigenen Frau. Ich „investiere“ an andere Stelle – was meiner Frau aber eigentlich zusteht. Reden wir darüber.

  1. 5 Februar, 2008 um 4:35 | #1

    vielleicht hilft ja auch das tolle vorratsdatenspeichergesetz. paranoiker in der regierung wissen, was du dir anschaust.

  2. wegbegleiter
    5 Februar, 2008 um 7:28 | #2

    Die Paranoiker in der Regierung machen das ja selbst – denn die schlimmsten Feinde der Elche waren selber welche – und manchmal sind sie es noch. Projektion ist ja eine feine Angelegenheit…;-)

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