Einfache Definition zum guten Merken und auf sich selbst anwenden: Demut heisst – mein Denken auf der einen Seite und mein Reden und Handeln auf der anderen Seite sind deckungsgleich. Ich gebe also nicht vor, andere Dinge zu denken, als ich das in Wirklichkeit tue. Klafft beides auseinander, teile ich mich innerlich auf in (zunehmend verdrängte) Realität und Idealbild und ab einem gewissen Punkt wird das: Heuchelei. Diese erkennt man allerdings selbst nur schwer, gerade dann nicht, wenn man von sich selbst sehr überzeugt ist – man benötigt liebe Freunde, die den Finger in die Wunde legen dürfen. Testfrage: Stehe ich auch nach außen zu dem, was in mir vorgeht? Auch zu den Abgründen? Bei sich sein und bleiben, das ist die Kunst der Demut, die auf lateinisch humilitas heisst, unser Humus kommt daher und daher kann Demut auch folgerichtig umschrieben werden als: sich zur Erde halten, auf dem Boden bleiben, bei sich selbst und seiner eigenen Erdhaftigkeit bleiben und sie transparent leben. Somit ist echte Authentizität nur möglich in der Demut – bzw. eigentlich sind beide semantisch deckungsgleich und das In-Wort ist nur die Neufassung eines alten, schönen, aber verbogenen Begriffs.
Ganz ungeheuchelt: ab Montag freue ich mich auf 4 Tage Urlaub mit der Familie. Kraft tanken. Lachen und Toben. Aber auch Wunden und innere Trauer verarbeiten und bei Gott abladen. Bis bald!

Hi Christof,
ihr seid zwar zum dem Zeitpunkt dieses Kommentars schon in Urlaub, aber ich wünsche Euch trotzdem alles Gute, eine schöne Familienzeit, Ruhe und Gottesbegegnung!
Homeric says : I absolutely agree with this !
Hi homeric and welcome to my blog! Greetings to the UK, the country I love and travelled lots of times. Und woher sprichst du so gut Deutsch?
[...] für den Demuts-Award 2008. Nett von dir. Wenn man Demut richtig versteht, aber dazu habe ich an dieser Stelle ja schon was gesagt. Soll ich weitere Blogger nominieren? Mmmh, es verbietet mir meine Demut, über [...]