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Archiv für die Kategorie ‘Uncategorized’

Erfrischend: Baden im lebendigen Wasser

10 September, 2009 wegbegleiter 11 Kommentare

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Das Foto musste ich einfach mit dir teilen! Es ist für mich ein Sinnbild des Lebens, des Glaubens, des Genießens im lebendigen Wasser! Welches Wasser meine ich? Jesus selbst bezeichnet sich so im Gespräch mit der Frau am Jakobsbrunnen (Johannes 4)! Diese Bezeichnung hat etwas zutiefst Geheimnisvolles um nicht zu sagen: Mystisches! Das lebendige Wasser aufnehmen, um nie wieder Durst nach Leben zu haben! Wie kann das aussehen?

Ihn, Jesus, genießen. Ihn als Herrn annehmen. Sich mit ihm umgeben und seine Gegenwart wahrnehmen. Seine wunderbaren Worte verinnerlichen. Seiner Wegbegleitung nachspüren – mitten im Alltag. Durch ihn hindurch dem Papa Gott begegnen, der trotz seiner Allmacht ganz nah und zärtlich ist. Aber auch die Kraft erleben – denn Wasser hat Kraft! Wasser kann auch wegschwemmen und zerstören, was sich ihm in den Weg stellt. Wasser reinigt und spült durch! Das ist zuerst kein Genuss – aber dennoch wichtig. Los leg los – spring! Mit allen Sinnen!

Das großartige Foto ist von diesem Fotographen!

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Leben, Sterben, Ewigkeit: ein richtig schicker (Kino-)Trailer

19 August, 2009 wegbegleiter 13 Kommentare

Schön, wenn man begabte Leute in der Gemeinde hat. Daniel Damrau ist so einer. Der kann Graphik und Film… und ist kreativ dazu. Dieser Trailer für unsere Themenevangelisation „Leben – Sterben – Ewigkeit“ ist von ihm und er lohnt sich. Er zeigt, was man mit einem Mac, den entsprechenden Programmen und viel Kreativität sogar im Kontext einer relativ kleinen Gemeinde alles so machen kann…

So wie’s aussieht, wird dieser Trailer auch im hiesigen Kino ausgestrahlt… wie findet ihr das Ding? Auch so schick wie ich? Ich war sogar ziemlich emotional bewegt… nun muss er nur noch weite Verbreitung finden! Denn die Themen haben es ja in sich – vielleicht weist du mal drauf hin?

Erstaunlich: Ist Weinen ein Tabu?

14 August, 2009 wegbegleiter 47 Kommentare

Widmen wir uns einem erstaunlichen Tabuthema.

Wenn man mal in die Hitliste der Artikel schaut, die auf diesem Blog veröffentlicht werden, dann ist erstaunlich, dass manche Artikel auch nach längerer Zeit immer noch täglich entdeckt und angesteuert werden. Am erstaunlichsten bei diesem Artikel über das Weinen… – der übrigens auch in ganz NRW nach seiner Ausstrahlung die meisten Rückmeldungen in meine Richtung ergeben hat…. mails, Briefe… – warum ist dieses Thema so brennend?

Warum? Weil viel versteckt geweint wird. Weil Weinen unterdrückt wird. Weil Tränen nach innen gehen. Ich weiss nicht, wie oft ich schon in der Gemeinde hinter vorgehaltener Hand von Männlein wie Weiblein den Satz gehört habe: „In dem Gottesdienst hätte ich weinen können, so sehr hat mich das berührt!“hätte können – habe aber nicht! Wenn ich dann nachfrage: warum hast du es nicht getan? Kommt die Antwort: Tja...

Woran liegt es? An Christen, die einem verkaufen wollen, dass alles immer erfolgreich und happy-clappy ist im Leben mit Gott und damit einer Menschen quälenden Irrlehre aufsitzen? Dass man sich schon nicht mehr traut, zu weinen und sich am Glauben oder am Leben oder an Gott schmerzhaft zu reiben? An alten seltsamen Prägungen, die einem Scham vermitteln, Scham gegenüber dem Nächsten? Am „alles im Griff haben müssen und sich nicht trauen, Schmerz zu zeigen, wenn nicht?“ – gegenüber den Glaubenshelden in der eigenen Gemeinde?

Ich weiß es nicht, ich weine viel und so ist es halt, ich finde Tränen zumeist ehrlich und schön. Nicht alle können damit umgehen, lustigerweise gerade Frauen manchmal nicht… Aber es ist ein Phänomen, die versteckten Tränen… was denkst du?

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Reflex: Die Versuchungen, das Kitzeln am Fuß und unsere Sünde.

12 August, 2009 wegbegleiter 19 Kommentare

2424777670_d3296b9cf3Tobe mit meinem Sohnemann Ole auf dem Bett herum. Ist so unser Abendritual. Heisst im Vater-Sohn-Jargon „Schwimmen“. Weil es in einer Zeit entstanden ist, als die Bettwäsche zufällig gerade blau war. Ich schweife ab.

Kitzeln gehört dazu. Schnappe mir einen Fuß von Ole und tu nur so, als ob ich ihn kitzele. Stattdessen bewegen sich meine Finger einen Zentimeter über der Fußsohle und berühren ihn gar nicht. Die Reaktion aber ist identisch. Er schmeisst sich weg vor Lachen. Dieser Versuch tut es auch ganzkörpermäßig. Ohne ihn zu berühren mache ich schwebende Krabbelbewegungen und er schmeisst sich weg… wie ein … Kitzelreflex.

Ich wusste ziemlich sofort, als ich das fasziniert beobachtete, dass das eine wichtige Metapher sein kann für unser geistliches Lebens. Zum Beispiel für Versuchungen. Eigentlich haben sie längst nicht mehr die Macht über uns, weil Kinder Gottes keine Sklaven der Sünde mehr sind! Ja, wir können sogar – theoretisch – jede Erprobung, jede Versuchung bestehen (1.Kor 10,13). Zusätzlich erreicht die Versuchung gar nicht mehr unser Innerstes, den Geist – der ist ganz und gar aus Gnade geschenkter (Begegnungs-) Raum Gottes und kann nicht verletzt oder versucht werden…

Kurz: Versuchungen sind kein Betriebsunfall des Lebens und ohne Wissen Gottes geschehen, sondern sind an Gott vorbei gegangen und sollen uns lehren und stark machen, reifen lassen…

Aber reflexartig reagieren wir trotzdem immer noch auf die Versuchung nach alter Art… und gebären Sünde. Und ähnlich wie mein Sohn genießen wir das immer noch ein bisschen?! Auch wenn parallel ein anderes Gefühl da ist: ich wäre gerne frei! Wie kann dieser Reflex unterbrochen werden? Durch Buße. Durch Kämpfen aus dem Geist und nicht aus dem eigenen Willen und der eigenen Disziplin. Der Geist soll zunehmend die alten Spuren neu prägen… Es muss quasi eine De-Sensibilisierung stattfinden, der Reflex muss unterbrochen werden… wie? Was denkst du dazu?

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Alle 4 Monate neu: unsere Tochter Merle wird untersucht

28 Mai, 2009 wegbegleiter 9 Kommentare

Heute morgen war es wieder soweit: unsere kleine Merle ist wieder untersucht worden im Aachener Klinikum, nachdem sie vor knapp 2 Jahren mit einem sehr schweren Herzfehler geboren wurde und eine lange und schwere Zeit im Klinikum hatte. Die Geschichte dieser Zeit kann man auf diesem Blog noch nachlesen…

Ergebnis heute morgen: die Werte haben sich nicht verschlechtert, ja, sind sogar besser geworden. Ungewöhnlich, aber schön. Uns und Merle wird Zeit geschenkt bis zur nächsten OP und wer weiss…. Danke für das Beten und dran denken!

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Mitdiskutieren: Buße richtig verstehen

27 April, 2009 wegbegleiter 39 Kommentare

Buße also – unangenehmes Thema für viele. Schade eigentlich – Julius Schniewind spricht ja von der „Freude der Buße“. Aber wie viel Buße ist notwendig und was ist theologisch fundiert bzw. nur kirchengeschichtlich bedingt in unserer Sichtweise der Umkehr?

Lese gerade in einem Buch von Andrew Wommack. Wommack gehört zu der theologischen Richtung (Wort-des-Glaubens-Bewegung), die sehr stark den Glauben an die neue Identität in Christus vertritt und so Heilung, Wohlstand, Befreiung etc. nahe legt. Ich empfinde schon seit geraumer Zeit diese theologische Richtung in manchen Punkten als durchaus hilfreich und auch biblisch verankert, aber wie immer, wenn alles in ein System passen muss, wird es gefährlich. Stichwort Buße und Umkehr. Hier wird behauptet: das sei quasi nicht mehr nötig, denn es ist in Christus alles vergeben, alles geschenkt, alles getan, was Gott getan haben kann. Ich muss es nur ergreifen. Und so folgt ein schönes Zitat, das mich aufgerüttelt hat:

„und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben haben unseren Schuldnern“ (Matthäus 6,12) – Es ist offensichtlich, dass dies kein Gebet aus dem neuen Bund ist. Deine Sünden sind dir bereits vergeben worden. Du musst sie nicht mehr dauernd bekennen und beten: Vergib uns unsere Sünden. Sobald du geglaubt und den Herrn empfangen hast, sind deine Sünden vergeben…

Zitat Ende. Mmmhm. Abgesehen davon, dass ich denke, man muss die grundlegende Buße in der initialen Hinwendung zu Gott von der Buße in der Heiligung (und selbst die ist ja Gnade!) unterscheiden -was macht Wommack mit 1.Johannes 1,8.9: Wenn wir behaupten, sündlos zu sein, betrügen wir uns selbst. Dann ist kein Fünkchen Wahrheit in uns. 9 Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, dann erfüllt Gott seine Zusage treu und gerecht: Er wird unsere Sünden vergeben und uns von allem Bösen reinigen“? Johannes geht es sicherlich um den Prozess der Heiligung und beschreibt dennoch, dass Gott immer noch vergibt! Präsens! Warum, wenn doch alles vergeben ist? Hier scheint das System der „Wort-des-Glaubens“-Bewegung zu versagen. Wie alle Systeme – weil Gott sich meines Erachtens nicht in Systeme pressen lässt.

Ich bleibe dabei – möchte dies aber hier gerne diskutieren, um auch meine Meinung zu hinterfragen und zu schärfenWüstenzeiten sind wichtig, damit wir neu gereinigt und ausgerichtet werden, Buße und Umkehr sind heilsam und hilfreich (weil sie unsere Leitung zu Gott freihalten), das Vater-Unser gehört auch in den neuen Bund, denn durch die Verschriftung in der Bibel ist es ja auch an die nachösterliche Gemeinde gerichtet (wobei ich Wommack zustimme: es geht um die Inhalte, nicht um den exakten Wortlaut). Generell kann uns die Wort-des-Glaubens-Bewegung einiges Gutes beibringen, aber sie schießt hier und da (nach meinem Erkenntnisstand) kräftig über das Ziel hinaus. Und welche Bewegung tut das nicht? Zitat wikipedia: „…nur eine sehr geringe Bandbreite der menschlichen Erfahrung hat Platz in dieser Theologie. Leid (in mancher Rhetorik auch Mitleid), Zweifel, Scheitern und andere Unannehmlichkeiten sind Teile des Lebens, die es zu ignorieren gilt.“

Und damit komme ich nicht zurecht. Denn ich zweifle immer wieder mal, kenne auch Leid in meinem Leben und möchte dieses nicht triumphalistisch verbrämen. Bahn frei zur Diskussion.

Feines Zitat – diesmal: Jim Elliot (1927-1956)

1 April, 2009 wegbegleiter 1 Kommentar

„Menschen, die das geben, was sie nicht behalten können, um etwas zu gewinnen, was sie nicht wieder verlieren können, sind wohl kaum töricht!“

Spricht der Missionar Jim Elliot, der in Ecuador die frohe Botschaft weitergeben wollte, worauf er durch den Stamm der Huaorani-Indianer getötet wurde (die sich im Nachlauf scharenweise zum Glauben wendeten). Eine faszinierende Lebensgeschichte und weit entfernt von allen dummen Missionars-Klischees mit Zwangschristianisierung etc… (die kommen meist sofort nach den Kreuzzügen als Argument gegen den Glauben).

Wie klar und deutlich. Wie brennend für die beste Botschaft der Welt. Wie selbstvergessen, hingegeben… macht mich nachdenklich – dich auch?

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3 Tage Blogpause

19 Februar, 2009 wegbegleiter 12 Kommentare

Nur zur Warnung: ab Donnerstagabend werden hier drei Tage keine Kommentare freigeschaltet, geschweige denn neue posts geschrieben..;-). Mich zieht es nach Dunkeldeutschland Bayern bzw. nach München (was ja nicht dasselbe ist), zum Gemeindeaufbautag des südbayrischen Kreises FeG. Da geht es um leidenschaftliche Spiritualität und um das Erfahren von Gottes Nähe als Einsamer und als Gemeinsamer (was für den Insider unschwer als Bonhoeffer-Zitat zu erkennen ist). 

Momentan graut mir davor, weil

  • ich mich auf die Deutsche Bahn verlassen muss und ich letztes Mal stundenlang stehen durfte, obwohl ich Plätze reserviert hatte (es gab meinen Waggon gar nicht…)
  • ich hier mit Husten, Schwindel und Übelkeit sitze und nicht weiß, woher ich die Kraft nehmen soll

Andererseits freue ich mich wie Schneekönig, weil

  • ich zwei Vorträge über ein Thema halten darf, dass ich liebe und für das ich brenne
  • ich gespannt bin auf die Menschen des Aufbautages, von denen ich auch Impulse und Ideen erhoffe… ich halte meine Vorträge ja nicht als allwissender Guru…
  • ich einen lieben Freund und Kollegen wieder sehe, Karsten Wagner aus der FeG FFB
  • ich endlich mal Hans Hornisch persönlich kennen lerne und nicht nur über mein Blog und mail
  • auch Ingo von der Brockenstube reinschneien wollte

Bitte betet für Gesundheit und Kraft, im Augenblick fühle ich mich schauderhaft…

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Befreiende Vollmacht: die Wahrheit aussprechen

2 Februar, 2009 wegbegleiter 11 Kommentare

Letzte Woche, es kam eine belastende mail herein, die mich beschäftigte und ich hatte mal wieder den Fehler gemacht, vor dem Schlafen noch ein wenig zu surfen (was genauso wie Fernsehen vor dem Schlafen der seelischen Gesundheit und dem Abschalten-Können nicht zuträglich ist). Also lag ich da im Bett und es kreiste. Und gebar nichts… Die Person, die die mail geschrieben hatte, füllte meinen Kopf, meine Gedanken, löste Gefühle aus… von Einschlafen natürlich keine Spur. Doch wie habe ich letztens selbst gepredigt? Die Wahrheit macht frei, so hat es Jesus gesagt (Johannes 8,31-33 – ha, eine Quellenangabe!). Und wir haben Vollmacht, nicht nur passiv zu beten, sondern im Namen Jesu zu gebieten und die Wahrheit auszusprechen.

Also los: „Herr, in deinem Namen und deiner Vollmacht banne ich alle Gedanken, die mich beschäftigen und mich gefangen nehmen und werfe sie aus meinem Herzen heraus. Du sollst der einzige Inhalt meines Herzens, meiner Gedanken sein, um dich soll ich kreisen, um niemanden sonst! Ich gebe keinem anderen Menschen, keiner anderen Sache das Recht, mich zu bestimmen, denn nur du bestimmst mich.“ Gebet zu Ende. Ganz ruhig, sachlich… und Frieden machte sich breit. Stille und innere Gelassenheit und die Kraft war wieder da, die Lähmung gewichen.

Neumodisches Krams? Nö. Im NT finden wir das Gebieten immer wieder als Form des Gebets. Es ist ein Aussprechen der Wahrheit. Anderen (Dämonen, Krankheiten, Blockaden, Sünden) und sich selbst. Denn dieses Aussprechen hat Macht, zu verändern. Andere Stimmen und Wortlaute haben sich ja längst in uns breit gemacht und haben uns manchmal falsch geprägt. Diesen inneren Einreden müssen wahrhaftige Einreden entgegengesetzt werden, denn die Wahrheit macht frei. Anselm Grün greift das in seinem Büchlein „Einreden“ eindrucksvoll auf (überhaupt sind die Kloster-Kleinschriften die eigentlich lesenswerten Bücher von ihm, ansonsten, räusper, findet sich auch manch mediokres… meine unmaßgebliche Meinung). Und noch früher in der Kirchengeschichte, der syrische Mönch Evagrios Pontikos, der zu meinen Lieblingen gehört, einer der ersten so genannten Wüstenväter (300-Blumenkohl nach Christus). Er beschreibt in seinem „antirrhetikon„, wie man biblische Wahrheiten gegen Lieblingssünden setzen kann. Sehr lehrreich.

Also: Gebet ist nicht passives Gebettel, es ist beten und reden und leben in der Wahrheit in der Beziehung zum Wort selbst, zu Christus. Dazu ist uns Vollmacht gegeben. Leg los!

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Dankbar: wenn Nebel Gottes Angesicht gnädig verhüllt

27 Januar, 2009 wegbegleiter 6 Kommentare

dsc00324Ich schaue aus dem Fenster meines Arbeitszimmers und sehe direkt in die Sonne hinein. Der Nebel schirmt sie gerade so weit ab, dass ich direkt hinein schauen kann, was für ein seltenes Vergnügen! Seltsam monochrom und unscharf mutet die Atmosphäre an, auf eine heitere Weise gelassen und still. Und ich denke an Gott – dass man ihn auch nicht direkt sehen kann, ohne zu vergehen, so hell ist sein Licht, so groß seine Schönheit, so unglaublich seine Macht und Ausstrahlung. Eines Tages wird er Sonne sein über unserer erneuerten Welt. Eines Tages sehen wir ihn von Angesicht zu Angesicht – wie es so schön altmodisch heisst. Bis dahin könnten wir es nicht ertragen.

Und dennoch nähert er sich behutsam und geduldig und auf äußerst kreative Weise. In seinem Sohn kommt er uns nahe. In seinem Geist wohnt er in jedem, der seinem Sohn vertraut. In Visionen und Bildern nähert er sich den Seinen – so wie Paulus (heute in der Tageslosung Apostelgeschichte 18,9: Der Herr aber sagte nachts in einer Vision zu Paulus: Fürchte dich nicht! Rede nur, schweige nicht!) Gott findet in seiner unglaublichen Liebe zu allen Menschen ebenso unglaubliche Wege, den Menschen nahe zu kommen, ohne sie zu zerstören. Er vernebelt sich gnädig, damit wir ihn sehen können. Wie groß ist diese Liebe zu seinen seltsam verkrümmten Geschöpfen, die dennoch kaum niedriger als ER geschaffen sind und berufen sind, zu regieren, zu gestalten, zu lieben und zu verändern. In seinem Namen. Wie groß ist die Liebe – und ich sinke dankbar auf die Knie. Wieder wird alles in Nebel getaucht. Diesmal durch Tränen.

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