Bento zu Gast - eine Überraschung an einem ganz normalen Sonntag

19 08 2008

Einfach nett: man beginnt zu predigen und erblickt plötzlich ein grinsendes Gesicht im lauschenden Gemeindevolk, das man irgendwie kennt, aber doch nicht so richtig… sehr irritierend. Hinterher: natürlich, es ist Bento, der Portugiese, einer meiner feinen Blog-Bekanntschaften. Einfach so vorbei gekommen auf seinem Deutschlandtrip, dann noch zusammen spontan Mittag gegessen und Espresso geschlürft und dabei gute Gespräche gehabt. DAS drückt aus, was Reich Gottes auf persönlicher Ebene ausmacht: weltweit sind wir vernetzt durch den Heiligen Geist und egal, wo wir aufeinander treffen: die innere Verbindung ist da. Faszinierend. Beglückend. Unkompliziert. Schön, dass du da warst!





Erschrecken vor Gott?

16 08 2008

Mmmh. Morgen predige ich über Hananias und Saphira (Apg 5,1ff), eine der wohl härtesten Geschichten des Neuen Testaments. Die Reaktion der jungen Gemeinde war: Erschrecken. Ehrfurcht. Stille. Schweigen. Auch so zeigt sich Gott! Jede Sünde wird vergeben, aber Heuchelei und Scheinheiligkeit leugnet das Kreuz. Und das führt in den Tod. Auch heute noch - zumindest geistlich. Gott haut drauf und macht deutlich: meine Gemeinde (zum ersten Mal im NT wird sie hier ekklesia genannt) ist unendlich wertvoll und kein Raum für Heuchelei und frommes (vorgespieltes) Leistungsdenken.

Und wie sehen wir Gott? Bei allem Evangelium, bei aller Gnade: ist er unser Westentaschengott? Unser Lebensaufbauer und -erfüller? Hat er uns im Griff oder wir ihn? Ich glaube: ein so heiliges Erschrecken (das selbst ein Lobpreislied im Mund ersterben lässt) ist echte Anbetung und Würdigung dessen, was Gott ist. Und vor dieser Folie strahlt die Liebe und Gnade des Vaters umso heller auf… müssen wir dieses Erschrecken, Erstaunen und Verstummen neu erlernen? Um so in die Liebe hinein zu wachsen?





Teures Benzin - billige Esel…

16 06 2008

Abgesehen davon, dass es in den USA mittlerweile Gebetsgemeinschaften an Tanksäulen gibt, um den Benzinpreis herunterzubeten (ob diese Tanksäulen als Folge des Gebets nun nach vorne oder hinten umfallen oder die Gallonenanzeige beginnt zu zittern, ist nicht überliefert) - heute berichtet die Frankfurter Allg. Sonntagszeitung (F.A.S.) von tragischen Seiteneffekten der hohen Benzinpreise. Der Eselpreis (als Zugmaschine für den Acker) ist in Folge der explodierenden Rohölpreise in der Türkei massiv nach oben gegangen - von 26 Euro für einen Esel auf 180 Euro.

Nennt mich sentimental: mich hat das irgendwie traurig gemacht (genau wie die 4 Euro für einen Hamster oder die 50 Cent für einen Goldfisch in Zoohandlungen). 26 Euro - das ist zweimal die Komplettreinigung mit allem pipapo fürs Auto in der Waschstraße hier in Eschweiler. Und dafür ein Tier? Ein Esel? Irgendwie sind die Maßstäbe aus den Fugen geraten und Nebensächliches ist zentral geworden und Natürliches und Normales nebensächlich und billig. Aber immerhin kostet der Esel nun so viel wie eine Spielekonsole… eine kleine…





Verletzbar sein in einer harten Welt?!

10 06 2008

Liebe heisst, verletzlich sein. Liebe irgend etwas, und es wird dir bestimmt zu Herzen gehen oder gar das Herz brechen. Wenn du ganz sicher sein willst, dass deinem Herzen nichts zustösst, darfst du es nie verschenken, nicht einmal an ein Tier. Umgib dein Herz sorgfältig mit Hobbys und kleinen Genüssen; meide alle Verwicklungen; verschliesse es sicher im Schrein oder Sarg deiner Selbstsucht. Aber in diesem Schrein - sicher, dunkel, reglos, luftlos - verändert sich das Herz. Es bricht nicht; es wird unzerbrechlich, undurchdringlich, unerlösbar. Es gibt nur einen Ort ausser dem Himmel, wo wir vor allen Gefahren und Wirrungen der Liebe vollkommen sicher sind: die Hölle. (C.S. Lewis 1898-1963)

Wer sein Herz schützt, erreicht da Gegenteil. Er (oder sie) glaubt den Himmel zu haben (weil vermeintlich sicher und geschützt), bevölkert aber die Hölle. Aus schlechten Erfahrungen oder schiefer Erziehung wird das Herz verborgen, werden Gefühle unterdrückt, wird Liebe nur dosiert oder funktionalisiert abgegeben. Wie tragisch, dass wir dabei an einen Gott glauben, der sich bis zum Exzess verletzbar gemacht hat, der sich bis zum Abwinken verschenkt hat und sich bewusst hat verletzen lassen. Stehen wir über dem Meister? Warum sichern wir uns, wo er losgelassen hat? Wie kann man das leben in einer harten Gesellschaft, ohne kaputt zu gehen? Und: ist kaputt gehen an der Härte der Menschen nicht eigentlich Schicksal eines lebendigen Christen? Haben wir eine Gewährleistung auf Unversehrtheit bis zum Lebensende? Hatte Jesus das? Was denkst du?





Auf Wunsch einiger Leser…

10 05 2008

…ist die Optik des Blogs nun wieder heller. Will ja nicht, dass von der düsteren Gestaltung des letzten Entwurfs auf meinen Geisteszustand geschlossen wird… obwohl ich sie elegant fand… (aber www.christoflenzen.de bleibt jetzt so, basta! :-))





And the winner is….

10 04 2008

andichrist! Genau. Glückwunsch und Tusch! Und das trotz Mitleidsmasche…;-) Dann lass mal über’s Kontaktformular deine Adresse rüberwachsen, dann gehört das gute Stück in einer Woche dir. Und wenn du was drüber schreibst - umso netter. Allen anderen muss ich leider die nächste Buchhandlung anbefehlen - immerhin hat die Eschweiler Zeitung das Werk nett gewürdigt - ein wirklich netter Artikel…;-) 





36 Stunden geschafft

5 09 2007

Also: Merle stabilisiert sich weiter. Sauerstoffzufuhr konnte ein wenig herunter gesetzt werden, leider hat sie immer noch viel Wasser im Körper und wirkt dadurch aufgebläht - wir marschieren am Rande eine Punktierung, die aber auch nicht problematisch wäre. Generell ist sie noch sehr streßempfindlich, weiterhin sind Berührungen, lautes Reden oder Geräusche in ihrer Nähe nicht erlaubt, das kann sie dann wieder um Stunden zurückwerfen. Der behandelnde Arzt hat das Herzchen per Ultraschall kontrolliert und alles läuft dort zumindest rund. Heute abend wird sie wahrscheinlich zum ersten Mal über Magensonde etwas Muttermilch bekommen und zusätzlich wird die Wunddrainage entfernt. Wie meinte der Arzt: sie ist noch nicht über den Berg, aber auf gutem Wege.

Wir sind weiterhin ruhig und gelassen. Gott ist groß. Er hat seinen Weg und Plan mit Merle. Kaum vorstellbar, dass die Kleine in 2-3 Wochen hier schon wieder fröhlich im Bettchen liegt. Aber es kann eben auch noch länger dauern - keiner weiß das im Augenblick.  Morgen mehr…





Operation gelungen!

3 09 2007

Heute um 17.30 Uhr kam die Nachricht per Handy: die Operation ist gelungen. Mehr Details morgen. Nun wird die Kleine wieder langsam aufgewärmt, nachdem sie herunter gekühlt worden war und es gilt, die nächsten 3 kritischen Tage im Gebet zu begleiten - wenn sie diese gut überstanden hat, dann sind wir durch. Isa und ich haben uns beide heute sehr ruhig und gelassen gefühlt - wie gut zu wissen, dass Gott die letzte Person ist, die alles in ihren Händen hält. Während wir andere Eltern beobachten mussten auf Intensiv, die vollkommen haltlos ihren Gefühlen überlassen waren, konnten wir uns vertrauensvoll auf den Herrn stützen und das tut gut. Trotzdem blieb es nicht ohne Tränen. Die Vorstellung, dass ein so kleines Wesen so behandelt wird, ist einfach grausam und schmerzhaft. Aber manchmal ist eben Schmerz der einzige Weg zur Heilung - körperlich wie geistlich. Danke für die Gebete - bleibt dran!





Kleine Pause… wenig Kraft…

18 08 2007

Kleine Pause auf diesem Blog - aber nur wenige Tage. Unser zweites Kind ist in den nächsten Tagen im Anmarsch und unsere Gemeinde kämpft sich mal wieder durch eine Leitungskreiswahl - dabei verliere ich fast alle Kraft, die ich habe. Das wäre auch mal ein Thema: geistliches und politisches Denken bei solchen Wahlen. Es ist schlimm, wie wenig Reich Gottes manchmal in solchen eigentlich schönen und konstruktiven Dingen wie Leitungskreiswahlen stattfindet. Bitte betet für mich, wenn ihr das lest.