Kopfschütteln über god’s own country…

25 08 2008

Saß heute morgen im Auto auf dem Weg zum Pulmologen (bitte nachschlagen…;-), als in WDR2 eine längere Reportage über die neuen Einreisebestimmungen in die USA mein Kopfschütteln hervorrief. Zitat aus dem Beschluss des Kongresses, der nun umgesetzt wird: Einreisende geben bei Betreten amerikanischen Gebiets ihre Privatsphäre auf. Laptops, Palms werden eingezogen, kontrolliert und pauschal sämtliche Daten kopiert - inklusive vertraulicher und privater Daten wie Bankdaten, Schriftverkehre etc. Erscheint dem untersuchenden Beamten ein Passwort verdächtig oder werden Verschlüsselungstechnologien entdeckt, so kann das Laptop ohne Vorwarnung eingezogen und durch Verwendung einer speziellen Säure vernichtet werden. Der Einreisende kann während der Untersuchung, die Stunden dauern kann, ohne konkrete Verdachtsmomente festgehalten und verhört werden. 

Ähem. Mal so ne Frage. Wie kommt es eigentlich, dass das “Vorzeigeland” der Christen immer mehr den Kontrollzwang und das Machtgehabe des Antichristen entwickelt? Mich macht so was wütend - weil Amerika ein wunderschönes Land voller toller Ideen und Menschen ist. Freiheit wird aber zunehmend die von konservativen think tanks und Lobbyisten diktierte und beschnittene Freiheit. Amerikanische Geschäftsleute klagen nun gegen das neue Gesetz. Machen christliche Gemeinden dort auch den Mund auf? Wenn sie in die Bibel schauen und einfach mal vergleichen…? Weiß das jemand?





Vom Segen der Gemeinschaft!?

13 08 2008

“Es wird leicht vergessen, dass die Gemeinschaft der Christen ein Gnadengeschenk aus dem Reich Gottes ist, das uns täglich genommen werden kann. Darum, wer bis zur Stunde ein gemeinsames christliches Leben mit anderen Christen führen darf, der preise Gottes Gnade aus tiefstem Herzen!” (Dietrich Bonhoeffer)

Eine komische Zeit ist das, wo eine solche Aussage schon fast anstößig zu sein scheint. Immer wieder liest man es in den Blogosphäre hier und dort: verbindliche Gemeinde sei nicht so wichtig (setze wahlweise Gemeinschaft, Bewegung oder Kirche ein). Individualismus macht sich auch in christlichen Reihen breit. Bis hin in Freikirchen hört man Stimmen, die sagen: ach, Gemeinde ist für mich zweitrangig, ich lebe meinen Glauben vor allem für mich. Oder: Abendmahl ist eine Sache zwischen mir und Gott (was de facto einer Leugnung des Leibes Christi gleich kommt). Oder: ach, ich springe mal zu dieser mal zu jener Gemeinde, was mir halt gerade gut tut (und was ist, wenn Gott gerade mal nicht meinen Bauch pinseln will, sondern krass hinterfragen?). Oder: diese Gemeinde betont mir zu sehr die Liebe Gottes, wir wechseln in die neue, geile city church, die betonen mehr die Vollmacht (wobei doch Vollmacht ohne Liebe immer in Despotismus und Wichtigtuerei endet).

Mich verwirren diese Stimmen, sie machen mich wütend und traurig zugleich, denn so spalten wir den Leib permanent weiter. Und schwächen ihn. Der Zersplitterung der Gesellschaft droht die Zersplitterung der Denominationen zu folgen (nach amerikanischem Vorbild, wo sich Gemeinden teilweise nur in einer theologischen Frage dritten Ranges unterscheiden, aber gerade deswegen dringend einen eigenen Laden aufmachen müssen). 

Was steht wohl dahinter? Ich will ja gar nicht den Frust und die Verletzungen leugnen, die Gemeinden auch bewirken können! Und es gibt sehr wohl gute Gründe, eine Gemeinde oder Kirche zu verlassen (Machtmissbrauch, theologische Schieflagen und Liberalismus in erstrangigen Fragen, Heuchelei, mangelnde Bereitschaft zur Reformation), aber wird heute nicht zu schnell gezappt? Weg mit der einen Gemeinde, hin zur nächsten? Oder gleich unverbindlich frei schwebend bleiben? Ich pflege keinen Kulturpessimismus - ich vermute schlicht ein geistliches Problem dahinter: mangelnde Demut und Selbsteinsicht, zu wenig innere Weite, fehlende Bereitschaft zur Integration von Bestandteilen, die nicht die eigenen sind. Fallen dir noch Gründe ein? Es wäre wichtig, einen geistlichen Gegenpol zu setzen, denn es gibt keinen Glauben außerhalb des (ja, auch sichtbaren!) Leibes Christi.





Die Tränen eines Sohnes - und unsere Tränen?

15 07 2008

Krieg ist grausam, meist sinnlos und immer unmenschlich. Ist er manchmal notwendig? Darüber kann man trefflich streiten, aber jeder Krieg, selbst der, der Diktatoren beseitigt, hinterlässt dafür wieder Tausende von Opfern, nicht mit gerechnet die, deren Seelen verwundet, ja traumatisiert sind. Ein gutes Mittel, mit Krieg umzugehen, das wissen Kriegspsychologen, ist den Krieg zu versachlichen und den Feind zu entmenschlichen. Ich sage: Ein gutes Mittel, um den Krieg spürbar zu machen ist, die Gefühle sichtbar zu machen. Hier ein Nachrichtenvideo von einem GI, der nach 7 Monaten Irak zurück darf und seinen Sohn in der Schule überrascht. Wenn man von der Abgeschmacktheit absieht, so etwas zu filmen und einem Millionenpublikum vorzuführen, so rührt diese Szene doch zu Tränen und macht deutlich, wie sehr Kinder leiden können, wenn sie keinen Vater haben (eine Option, die manche Väter ja auch noch freiwillig in Kauf nehmen und mit stolz geschwellter Brust 70 Stunden die Woche arbeiten).

Aber ich schlage für mich im Herzen die geistliche Brücke, denn irgendwie hat das was vom verlorenen Sohn, wenn auch umgekehrt. Die Tränen der Erleichterung, den Vater wieder in die Arme schließen zu können. Ihn zu spüren, zu riechen, zu drücken… möge unser Zulaufen auf den himmlischen Papa auch so unser Herz erreichen dürfen, gerade wenn wir nach einer Strecke der geistlichen Distanz IHN wieder im Türrahmen sehen…





Wie würdest du leben?

10 07 2008

Letzte Woche bei einem gemütlichen Fernsehabend (was im Augenblick entweder CSI Vegas (alte verpasste Folgen) oder 24 (neu!) heisst, Dr. House macht ja Pause…:-( - und das sind so die drei Sendungen pro Woche, die wir außer den Nachrichten sehen - naja, und im Augenblick natürlich Kalkofe). Ein Werbeblock wird wieder mal fröhlich per Festplatte übersprungen und wir hüpfen aus Versehen in eine Vorankündigung einer neuen Mysteryserie und dann der Hammerabschlußspruch: Wie würdest du leben, wenn du unendlich leben könntest? Keine Ahnung mehr, was das für eine Serie sein sollte, aber die Frage hat mich getroffen - hey, da kommen doch die Fernsehmacher auf echt gute Fragen (im Privaten muss man ja sagen: wahrscheinlich ohne es zu ahnen)!! Und ich werde das Gefühl nicht los, dass die Beantwortung dieser Frage, die ja nun für Christen Realität ist, unser Leben entscheidend beeinflusst und korrigiert. Also, du da: wie würdest du leben, sag doch mal!





downsize your life - das Leben vereinfachen und den Glauben stärken

8 07 2008

Über peregrinatio-Peter kommt heute ein wirklich herausforderndes Zitat aus einem Buch, das er gerade liest…:

Wenn wir in der Kirche wirklich zusammen Gottes Familie sind, dann wirkt sich die Entscheidung eines Paares, ein Ferienhaus zu kaufen, auf ihre Beziehung zu der alleinerziehenden Mutter in der Gemeinde aus, die zwei Jobs verrichtet, um die Miete zu zahlen und Essen auf den Tisch zu stellen. Es ist schwer vorstellbar, wie sie eine ehrliche Beziehung zu einander haben können, selbst wenn sie zu derselben Gemeinde gehören.

Puh, starker Tobak. Und dennoch ganz biblisch konform, sofern es sich um echte Not handelt und nicht um Herumliegen in der sozialen Hängematte. Man lese mal Apostelgeschichte 4, 32ff:

32 Alle in der Gemeinde waren ein Herz und eine Seele. Niemand betrachtete sein Eigentum als privaten Besitz, sondern alles gehörte ihnen gemeinsam. 33 Mit großer Überzeugungskraft berichteten die Apostel von der Auferstehung Jesu, und alle erlebten Gottes Güte. 34 Keinem in der Gemeinde fehlte etwas; denn wer Häuser oder Äcker besaß, verkaufte seinen Besitz 35 und übergab das Geld den Aposteln. Die verteilten es an die Bedürftigen.

Wie gesagt: starker Tobak, der mich immer wieder hinterfragt. Sorgen wir in der Gemeinde für einen gewissen Ausgleich? Gerade in Zeiten schrumpfender Sozialsysteme? Oder um es mit Haggai zu sagen: leben wir in feinen Häusern, während der Tempel Gottes in Trümmern liegt? Sind wir bereit, eine Nummer kleiner zu leben, wenn es dem Reich Gottes und den Bedürftigen in ihm hilft? Mir fällt immer wieder auf, wie viel Krempel man sich so anschafft. Gerade Kinder laufen aus Gruppendruck mit unheimlich viel Zeugs herum, dass nach wenigen Wochen out ist und entsorgt wird… aber sind Erwachsene immer besser?

Unsere Regel als Familie ist zunehmend geworden: (1) lieber wenig in guter Qualität kaufen und da dann teurer eine Nummer kleiner (Nachhaltigkeit) und (2): bei jedem Kauf eine Verzögerung einbauen und zwar: je teurer, desto länger (Das hat zur Folge, dass ich mir eine neue Digitalkamera, die ich ersehne, erst ein halbes Jahr später kaufe, um wirklich zu wissen, ob ich sie brauche). Und (3): bei jedem Kauf außerhalb des normalen Budgets fragen: brauche ich das wirklich? Brauche ich es auch noch in 2 Jahren? In 10 Jahren? Vielleicht hilft das ja, sensibel zu werden…





Cola und Kokain - Glaube und leere Versprechen

4 07 2008

Warum ist Cola so beliebt? Seien wir ehrlich: nicht wegen des Geschmacks. Schmeckt nicht schlecht, aber sooo einen Erfolg rechtfertigt die Brause doch wohl nicht allein durch den Geschmack?! Nun: die Mischung aus extrem viel Zucker und Koffein macht es. Das gute Gefühl. Die erste Rezeptur des Erfrischungsgetränks Coca-Cola enthielt bis 1906 sogar einen Extrakt aus Cocablättern (und erhielt so seinen Namen), so dass ein Liter Coca Cola rund 250 Milligramm Kokain enthielt. Dann häuften sich die Todesfälle und der Zusatzstoff wurde entfernt. Nun möchte man Cola keine Absicht unterstellen (Kokain galt bis 1926 offiziell als nicht schädigend) - aber so eine Munterbrause verkauft sich natürlich! Kundenbindung at it’s best…;-)

Bogen zum Glauben: auch da kann ich mich - wenn man sich mal in der freikirchlichen Szene evangelikaler und charismatischer Provenienz umguckt - nicht des Eindrucks erwehren, dass hier mit Speck Mäuse gefangen wird. Wenn sie denn noch gefangen werden, in deutschen Landeskirchen diskutiert man lieber darüber, ob denn der Sühnegedanke überhaupt noch tragbar ist für den modernen Menschen … (dazu an anderer Stelle mehr). Viele Versprechen werden gemacht, der Glaube wird marktwirtschaftlich und funktional aufgeladen (was bringt mir denn Jesus?).

Dumm nur, dass es gar nicht zuerst um das menschliche Wohlgefühl geht… es geht gar nicht so sehr darum, ob ich mich plötzlich viel besser fühle, weil mich Jesus befreit hat! Das mag sogar sein, aber die Fakten dahinter sind entscheidend: Versöhnung ist geschehen, Adoption, Kindschaft, Heiligung. Gefühle? Ertrag für den Alltag? Erst mal nebensächlich.

Und dann warnt Jesus davor, für einen Menschen allzu schnell den Bogen zum Reich Gottes zu schlagen. Nein, wir sollten über die Nebenwirkungen des Glaubens aufklären: Sterben des falschen Ichs, eventuelle Verfolgung, Leiden für Jesus wegen Spott und Hohn, Verantwortung für den Bau des Reiches Gottes, Hingabe an einen unsichtbaren (wenn auch erfahrbaren) Gott… mmhm… das sollten wir den Menschen sagen… und das verursacht bei mir immer noch Magengrummeln, wenn ich Bekehrungsaufrufe bei Evangelisationen erlebe… hat man den Leutchen gesagt, was auf sie zukommt? Hat man ihnen die Konsequenzen vor Augen geführt? Zu Jesu Zeiten waren die recht klar und deutlich. Heute sind sie verschüttet. Umso wichtiger, dass wir zur radikalen Nachfolge aufrufen und die Gnade nicht zu billig unters Volk werfen. Dieses wird sie dann - zu Recht -mit Füßen treten. Denn billige Gnade, das ist keine Gnade mehr.





pablik vjuing - und die Veränderung von Wortinhalten

30 06 2008

Nu isse vorbei - die EM2008 und endlich verschwinden die vielen unsäglichen Fahnen aus den Autofenstern und sausen einem nicht mehr als Geschosse Richtung Windschutzscheibe auf der Autobahn (weil eben nur bis Tempo 80 ausgelegt).

Apropos: public viewing war ja wieder mal das Stichwort diese EM. Aber wo kommt das eigentlich her? Der englische Begriff kommt ursprünglich (bis vor ein paar Jahren zumindest) von der Aufbahrung eines Leichnams zur letzten Betrachtung der Trauernden und Kondolierenden (F.A.Z./30.6.2008). Nun könnte man sagen: die deutsche Mannschaft hat gestern auch ziemlich tot gespielt… aber nein: dieses Wort hat einfach innerhalb von wenigen Jahren eine komplett neue Sinnfüllung erhalten. Spannend. Und lehrreich für Christen.

Bei meinem “Casting” beim WDR haben wir auch eine nette Menge an Medientheorie bezüglich Vermittlung geistlicher Inhalte bekommen und die geistlichen Unworte im Radio erfahren: Gnade, Buße, Sühne, Reich Gottes… all diese Begriffe werden einfach nicht mehr oder eben schief gefüllt vom Normalhörer einer Radiosendung vor dem ersten Kaffee. Also: striktes Verbot. Gut, Sühne sowieso, denn da (die Medienstelle gehört zur Rheinische Landeskirche) tobt auch gerade die Diskussion um die Haltbarkeit der Sühnetheologie (grmpf). Aber auch sonst: wie finden wir neue Worte für bekannte Begriffe, ohne sie zu verwässern oder zu vereinseitigen? In Gemeinde haben wir da einen Bildungsauftrag, dass solche Begrifflichkeiten erklärt und so erhalten bleiben. Aber gegenüber Entkirchlichten? Was hast du für Vorschläge für Umschreibungen für bekannte dogmatische Begriffe des christlichen Glaubens? 





Warum nur?

15 05 2008

“Gott spricht zu uns. Wir spüren, wie diese Begegnung mit Gott Kreise in unserem Leben zieht - wie auf einem ruhigen See. Doch die Welt wirft gedankenlos Steine in unser Leben, die diese Bewegung zerstören. Und wir lassen es zu. Als Folge verlieren wir die Vision, die Gott uns für diese Welt und für unsere Rolle darin geben kann. Zu rasch und oft ohne uns zu wehren, machen wir statt Geschichte lieber Geld, tauschen Leben gegen Beruf, leben für das Wochenende statt für Gott. Wir verzichten um des Erfolgs willen auf Sinn und Bedeutung und machen Jagd nach Oberflächlichkeiten wie akademische Würden, Haus, Wagen, Aktienportfolio, statt im Großen zu leben. Wir werden gerettet, aber nicht gepackt; erlöst, aber ohne Drang.” (James Emery White, Hart gegen den Wind, R. Brockhaus Verlag, Seite 10)

Warum nur machen wir nicht ernst? Was steht uns im Wege? Mutmaßungen: Wir haben schiefe Bilder von Gott, vom Leben, von uns selbst. Wir müssen weniger machen, mehr loslassen. Wenige ich, mehr wir. Weniger wir, mehr Gott. Zeit auskaufen. Ernst machen. Und dabei spielerisch bleiben - denn das Leben ist eine Choreographie, eine Liturgie (=heiliges Spiel) Gottes. Was denkst du?





Mediale Verwirrung bzgl. Myanmar (Burma)

13 05 2008

Medien sind Macht. Und Berichterstattung ist nie neutral - alles andere zu glauben, wäre Illusion. Bereits die Auswahl der Bilder und die Betonung der Worte setzt Schwerpunkte. Aber was geschieht im Augenblick in Myanmar? Bento hat auf seinen Freund Oliver hingewiesen, der in Myanmar lebt und arbeitet und von dort Lageberichte gibt.

Irritierend: seiner Aussage nach dürfen internationale Hilfsorganisationen frei arbeiten… ein lokaler UN-Mitarbeiter sagt bitter (frei zitiert): im Sudan dürfen Hilfsorganisationen seit Jahren nicht einreisen und kein Schwein interessiert das, dort krepieren die Menschen massenhaft - warum wird im Fall Myanmar (wo das Einreiseverbot nicht mal stimmt) schon mit militärischen Interventionen gedroht? Nun: vermutlich, weil man diese plant oder praktisch fände, sprich: weil sie gelegen kämen, während Sudan einfach die strategische Wichtigkeit von Legoland hat…

Und in der Nachrichten wird weiter fröhlich von den bösen Machthabern in Myanmar berichtet. Nun: auch Oliver wird nicht neutral sein, aber wenn seine Berichte nur zu 10% wahr sind, werden wir hier nicht korrekt informiert… 





Rechte Gesinnung…

9 05 2008

Heute auf dem Weg vom Training auf der Rückfahrt, A4, Höhe RH Aachener Land. Ich überhole einen Schwerlaster - nix Besonderes, einer von vielen, eingekeilt zwischen Schweden, Türken, Holländern, die auch Richtung Osten düsen. Auch nix Besonderes. Doch dann die Aufschrift auf dem Laster, hinten drauf, ein Meter groß:

In diesem Führerhaus sitzt ein deutsches Herz

Mir wurde spontan schlecht bei diesem Anblick, mühevoll konnte ich mich davon abhalten, in meinen Fußraum zu erbrechen - nun: vorangetrieben wurde der kleine Führer von einem undeutschen Scania LKW, aber sei’s drum, es gibt noch rechte Gesinnung im Zeitalter der Globalisierung. Tausende werden diesen Aufkleber jeden Tag sehen (müssen). Und dazu noch die äußerst gelungene Wortspielerei Führerhaus! Harhar.

Wie gut, dass Gott anders denkt und handelt, denn: er hat ein zerschlagenes Herz lieb, weil es sich formen und durch seine Liebe prägen lässt. Das harte Herz dagegen wird ohne gnadenvolle Begegnung mit dem Herrn und Richter dieser Welt dermaleinst in der Hölle schlagen müssen. Und ob es in der Hitze der Wahrheit braune oder rote Wölkchen absondert, ob es deutsch oder was auch immer ist - es spielt keine Rolle, es muss zerbrochen sein, um Heil zu erfahren. 

Herr, schütze uns und schütze mich vor jeder Form von Ausgrenzung und Rassismus. Fange dabei in meinem Herz an und zeige mir den Weg, der Liebe und Wahrheit vereint. Verhindere in mir den Richtergeist und die watteweiche Toleranz. Hilf mir in deine Spur.