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	<title>Wegbegleiter - Fährtensucher - Wellenreiter</title>
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	<description>In den Fußspuren des Rabbis - Gemeinsam unterwegs mit Christof Lenzen</description>
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		<title>Wegbegleiter - Fährtensucher - Wellenreiter</title>
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		<title>Von der Sklaverei der Zeit &#8211; und der Gelassenheit der Ewigkeit (Aktueller Artikel aus &#8222;Christseinheute&#8220;)</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 07:57:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wegbegleiter</dc:creator>
				<category><![CDATA[geistliches Leben]]></category>
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		<description><![CDATA[„This is your life and it‘s ending one minute at a time!“ &#8211; „Dies ist dein Leben. Und es verrinnt mit jeder Minute!“ (aus dem Film „Fight Club“) Ich habe es gerade ziemlich satt. Es ist Mitte November, ich sitze am Schreibtisch und plötzlich schnurrt das letzte Jahr auf einen winzigen Punkt zusammen. Wie gestern &#8230; <a class="more-link" href="http://wegbegleiter.wordpress.com/2012/01/09/von-der-sklaverei-der-zeit-und-der-gelassenheit-der-ewigkeit-aktueller-artikel-aus-christseinheute/">Weiterlesen&#160;<span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wegbegleiter.wordpress.com&amp;blog=1298518&amp;post=2433&amp;subd=wegbegleiter&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><em><strong><span style="color:#800080;">„This is your life and it‘s ending one minute at a time!“ &#8211; „Dies ist dein Leben. Und es verrinnt mit jeder Minute!“ (aus dem Film „Fight Club“)</span></strong></em></p></blockquote>
<p><a href="http://wegbegleiter.files.wordpress.com/2012/01/schredder.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-2445" title="Schredder" src="http://wegbegleiter.files.wordpress.com/2012/01/schredder.jpg?w=171&#038;h=300" alt="" width="171" height="300" /></a>Ich habe es gerade ziemlich satt. Es ist Mitte November, ich sitze am Schreibtisch und plötzlich schnurrt das letzte Jahr auf einen winzigen Punkt zusammen. Wie gestern erscheinen mir vergangene Ereignisse, zum Beispiel meine Kur im November 2010, eine Taufe im Frühjahr dieses Jahres. 2011 &#8211; war da was? Ja, unheimlich viel. Aber die Zeit ist verflogen wie im Rausch &#8211; und jedes Jahr scheint sich dieser Eindruck zu verfestigen, ja, zu beschleunigen. Unbarmherzig rast die Zeit vorbei, der Grube entgegen.</p>
<p>Ich schaue weiter. Auf die Jahreswende. Wie wird 2012, was soll ich mir vornehmen, was planen, was offen lassen? Der Zeitplan füllt sich, die Frage kommt hoch: Was soll ich tun? Was soll ich lassen? Bei einer begrenzten Lebenszeit eine berechtigte Frage. Sollen wir nicht „die Zeit gut auskaufen“? Effektiv nutzen? Frust macht sich breit. Ich fühle mich getrieben. Das nächste Jahr wird spannend – doch nicht auch wieder genauso schnell, gefüllt, getrieben?</p>
<p><strong><span style="color:#800080;">Carpe Diem</span></strong>, das heißt auf lateinisch: Pflücke den Tag. Ganz Mutige sagen dazu: Carpe diem et noctem – und nehmen so die Nacht noch dazu. Und das klingt so gut. Intensiv leben, gegenwärtig, gefüllt, leidenschaftlich. Auch der Satz, der über diesem Artikel steht, passt dazu. Du hast nur ein Leben – lebe es intensiv, vertrödele nicht die Zeit, lass dich nicht verbiegen und fremdbestimmen. Lebe! Da ist ja auch etwas Wahres dran. Aber es macht gleichzeitig Leistungsdruck. Lebe richtig, mit der richtigen Haltung, sei intensiv in deinen Erfahrungen, koste alles aus!</p>
<p>Was ist in einem solchen Lebensmodell mit Muße? Langeweile? Leerstellen im Leben? Und bei uns Christen? Ist es da besser? Wenn bereits jetzt die Gemeindeagenda von 2013 gefüllt wird. Mitarbeiter müde werden und sich Auszeiten nehmen müssen? Wenn &#8211; mal ganz selbstkritisch gefragt – ich als Pastor nicht unter 60 Stunden weg komme? Wenn Stille, Einkehr, Fokussierung auf eine „zweckfreie“ Beschäftigung wie Beten und Bibellesen fast schon zur Zumutung wird. Zum Luxus. Den man dann doch nicht so recht genießen kann, weil die inneren Uhren schneller ticken, es verlernt haben, in der globalisierten Dauer-Erreichbarkeit inne zu halten&#8230;</p>
<blockquote><p><strong><span style="color:#800080;">Anhalten&#8230;</span></strong></p>
<p><strong><span style="color:#800080;">Stop.</span></strong></p>
<p><strong><span style="color:#800080;">Lesen Sie jetzt nicht schnell weiter.</span></strong></p>
<p><strong><span style="color:#800080;">Abbremsen. Langsamer Werden. Anhalten. Stille.</span></strong></p></blockquote>
<p>Halten Sie bitte inne und reflektieren Sie ihr Leben in Bezug auf diese Eindrücke. Sind Sie getrieben oder berufen? Gestaltet das Leben Sie oder gestalten Sie das Leben? Kennen Sie Druck, Enge, das Diktat des Effzienzdenkens in Ihrem Leben? Wie fühlt sich das an? Macht Sie das zufrieden?</p>
<p>Lesen Sie diese Fragen und dann nehmen Sie wahr. Horchen hinein in das Herz, die Seele, den Körper. Sprechen Sie mit Jesus darüber.</p>
<p>Und dann zum zweiten Mal: stop!</p>
<p>So muss es nicht weiter gehen. Gott bietet eine echte Alternative an. Aber diese Alternative ist nicht leicht zu leben. Und doch ist Umdenken und Um-leben möglich. Wir müssten nur biblischer werden.</p>
<h3><span style="color:#000000;"><strong>Chronische Zeiterfahrung</strong></span></h3>
<p>Die Bibel kennt <strong><span style="color:#800080;">drei verschiedene Zeitbegriffe</span></strong> und greift diese mit den griechischen Worten „chronos“, „kairos“ und „aion“ auf. Begriffe, die aus der griechischen Mythologie stammen.</p>
<p>Da ist <strong><span style="color:#800080;">chronos</span></strong>. Der Namenspate ist der griechische Gott Chronos, er gilt als der unbarmherzige Vater der Zeit, mit einer Sichel ausgestattet. Er ist der Sohn von Himmel (uranos) und Erde (gaia). Diese drei lebten in ständiger Rivalität miteinander. Gaia hatte schließlich ihrem Sohn Chronos die Sichel gegeben, damit er seinen Vater damit kastriere. Seitdem fürchtet auch Chronos seine eigenen Nachkommen &#8211; und um einem ähnlichen Schicksal wie sein Vater Uranos zu entgehen, verschlang er vorsichtshalber seine Kinder. Chronos steht in diesem Mythos für die messbare Zeit, die in einem gleichförmigen, linearen Rhythmus verläuft und der eine zerstörerische, auffressende Qualität zukommt. „Chronisch“ hat für uns deutlich den Klang des Unentrinnbaren, Bedrohlichen.</p>
<p>Chronos. Das ist unsere Zeit. Die uns versklavt. Verena Kast bezeichnet den heutigen gesellschaftlichen Umgang mit Zeit als „submanisch“. Das klingt nicht nur ein bisschen krank – das ist es. 19-Stunden-Tage, ständiges Bäume ausreißen, gut drauf sein, Zeit füllen, etwas schaffen, vollbringen, Tag für Tag … das ist die Zeitvorstellung unserer Gesellschaft, und so kann man Karriere machen.</p>
<p>Es fällt nicht schwer, das <strong><span style="color:#800080;">biblische Gegenmodell</span></strong> zu sehen. Jesus, der nicht in dieser Linearität aufgeht, sondern rhythmisch lebt. Hart arbeitet, sich an Menschen hingibt, um sich dann auf langen Wanderungen, Mahlgemeinschaften, Feiern oder bei Rückzug in die Einsamkeit zu erholen. Dort ist der Mittelpunkt. In Begegnungen mit dem Vater und mit seinen Jüngern. Diese dienen nicht der notwendigen Erholung, sondern bilden die Basis, das Rückgrat, das Eigentliche. Jesus vermittelt uns deutlich das Bild, dass Glaube und Nachfolge Jesu nicht die Tankstelle des sonstigen Lebens ist (das wäre Religion) – sondern das Auto, in dem wir fahren. Das Land, das wir erfahren. Das Ziel, das wir ansteuern. Das ist die frohe Botschaft, dass Religion mit Jesus Christus endet und mitten im Alltag Nachfolge und Gotteserfahrung möglich werden.</p>
<p>Jesus lebt im chronos – und trotzdem bricht er ihn systematisch. Er kommt bewusst zu spät (nach herkömmlichen chronos-Vorstellungen), um dem sterbenskranken Lazarus zu helfen. Er bestimmt sehr bewusst, wann die Zeit gekommen ist, um zu wirken und weist (z.B. gegenüber seiner Mutter) jede Form von chronos-Druck zurück! Wenn die Häscher versuchen, Jesus zu erwischen und meinen, seine Zeit sei gekommen – so gilt das für Jesus noch lange nicht. Er geht durch sie hindurch in einer fast schon provozierenden Gelassenheit. Jesus geht nicht in seiner Zeit auf, sondern gestaltet sie auf ungewöhnliche Weise. Geprägt von Rhythmen, von ewigen Zielen, von göttlichen Momenten, an denen etwas einfach „dran“ ist. Und damit kommt „kairos“ in den Blick…</p>
<h3><strong><span style="color:#000000;">Kairos – die erfüllte Zeit und der richtige Augenblick</span></strong></h3>
<p>Den Gott Kairos stellte man sich als jungen Menschen vor, mit Stirnlocke und kurz geschorenem Hinterkopf. So huscht er an den Menschen vorbei, aber manchen ist es möglich, ihn am Schopf zu packen. Das geht aber nur, wenn man ihn kommen sieht. Er ist der Gott des rechten Augenblicks, der Zeitwende. Bei Jesus wird dieser Begriff noch anders gefüllt: als göttlicher Zeitpunkt, rechte Zeit, erfüllte Zeit. „Als die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn“ (Galater 4,4) – der kairos steht über dem Leben Jesu. Wenn wir also diesem Jesus nachfolgen wollen, sollte der Begriff des kairos mehr in unseren Lebensmittelpunkt rücken und von dort her das Leben prägen.</p>
<p>Jesus redet, was er beim Vater sieht (Johannes 8,38). Er tut, was er seinen Vater tun sieht (Johannes 5,19). Jesus lebt im kairos – sein Leben besteht aus heiligen Rhythmen, es ist erfüllt von kleinen und großen göttlichen, erfüllten Momenten. Jesu Verbindung zum Vater ist so eng, dass er ihn handeln sieht und in dieses Werk nur noch einzustimmen braucht. Nicht anders ist es bei uns. Die guten Werke, die wir tun sollen (täglich, stündlich) sind bereits vorbereitet, damit wir sie ausfüllen und ausführen (Epheser 2,10). Das ist keine Möglichkeit – es ist die Bestimmung jedes Kindes Gottes, denn wir sind immerhin „sein Werk“! Dazu bestimmt!</p>
<p><strong><span style="color:#800080;">Ich atme auf, wenn ich Jesus beobachte</span></strong> und davon träume, wie ein Leben aussähe, dass nicht getrieben ist von Chronizität, sondern von den göttlichen, erfüllten Zeitpunkten im Kleinen wie im Großen. Das mag sich erst bedrohlich anfühlen, denn das Leben im chronos verspricht vermeintliche Kontrolle, Effizienz, Leistung. Dagegen erscheint kairos nicht machbar, nicht verfügbar, man kann den Moment nicht festhalten &#8211; nur entdecken, leben und hinterher hoffentlich feiern und genießen. Denn nichts ist erfüllender für einen Menschen, als das zu tun, was Gott vorbereitet hat. Und damit sind, wenn ich Jesus beobachte, gar nicht nur die großen Werke gemeint, die großen Reden und Wunder. Jesu Alltag ist geradezu aufgeladen, er flimmert in der Hitze der kairos-Momente! Ob er einer Frau am Jakobsbrunnen begegnet – kairos-Moment! Ob er einen auf dem Baum sitzenden Zöllner in all den Menschenmassen wahrnimmt und ihn herauspickt – kairos-Moment!</p>
<p>Doch wie kann das gelingen, aus dem chronos zwar nicht auszusteigen (das erlaubt unsere Welt nur bedingt und wir sind auf lineare Abläufe praktisch angewiesen!), aber durch den Fokus auf den kairos im Alltag eine ganz andere Sicht, ja, eine andere Lebensqualität zu bekommen?</p>
<h3><strong><span style="color:#000000;">Wege zum kairos</span></strong></h3>
<p>Paulus irrt durch Kleinasien. Nicht weil er verwirrt ist – sondern weil er auf den kairos-Moment wartet. Er wartet aber nicht auf dem Sofa mit der Chipstüte auf dem Bauch, er bleibt in Bewegung. Harrend. Das ist der biblische Begriff. Aktives, dynamisches Warten auf den Moment Gottes. Wer kairos (er-)leben möchte, kommt um Geduld nicht herum. Dabei ist dies eine innere Haltung, eine gespannte Aufmerksamkeit des Herzens. Das ständige Gebet „Herr, zeige mir deinen Moment, deinen Willen, deinen Weg!“. Das Hinhören auf die Antwort.</p>
<p>Eng verbunden mit dieser <strong><span style="color:#800080;">harrenden Haltung</span></strong>, die den modernen, vom Multitasking geschredderten Menschen vor eine echte, abenteuerliche Herausforderung stellt, ist das Hören auf den Geist. Paulus folgt dem Drängen und Hindern des Geistes. Tag für Tag. Im Gebet und immer mehr auch alltäglich als Grundrauschen auf Gott zu hören, seinen Geist, dieses leise Sprechen wahrzunehmen – das ist die notwendige Übung und leider in weiten Teilen der Christenheit kaum praktiziert. Gut, es gibt Highlights – aber das Hören auf den Geist als alltägliche Normalität? Da müssen wir hin, wenn wir Gott sehen wollen, was er tut, damit wir es tun. Wie Jesus. Ihm folgen wir nach. Darunter sollten wir es nicht machen.</p>
<p>Still werden. Spannungen aushalten. Harren. Den gegenwärtigen Moment wahrnehmen. Die Umstände, die Menschen. Den Geist. Hören, wahrnehmen lernen. Und schließlich: gehorchen. Eigene Pläne über Bord werfen und Gottes kairos-Momente ausfüllen. So wird der kairos Raum gewinnen in unserem Leben. Ganz gegenwärtig leben, wachsam für das, was Gott gerade „jetzt“ machen will.</p>
<p>Machen können wir das nicht. Nur die Welle können wir kommen sehen lernen und dann reiten. Wenn wir das mehr und mehr lernen, wenn wir im Leben von den kairos-Momenten bestimmt werden, dann wird die Zeit rhythmisch, verlangsamt sich, beschleunigt sich, wird zweckdienlich, zweckfrei, spielerisch, ernst, anstrengend, leicht … alles nach Gottes Willen. Wir, seine Kinder, dürfen uns diesem göttlichen Strom hingeben. Unsere Aufgabe ist nur: Raum schaffen, damit kairos dominanter werden kann im privaten wie im gemeindlichen Leben.</p>
<h3><strong><span style="color:#000000;">Die Klammer fällt weg: Die Ewigkeit, aion, im Herzen</span></strong></h3>
<p>Wenn wir mit kairos-Momenten als Zentrum unser Leben gestalten, tun wir damit nichts anderes als das, was wir auch in der Ewigkeit tun werden. Gottes Willen ausfüllen. Er wird uns nicht überfordern, nicht auslaugen und es gibt keine größere „Effzienz“ als die Erfüllung von Gottes Willen. Auch wenn es gerade überhaupt nicht effzient nach menschlichen Maßstäben scheint, was man da tut oder eben nicht tut. Aber muss man nicht etwas schaffen? Erledigen? Machen? Für Gott? Sollten wir ihm nicht möglichst ähnlich werden zu Lebzeiten?</p>
<p>Das sind ehrenwerte Sehnsüchte – die doch unserem Leistungsdenken entspringen können und vor allem, mehr als uns lieb sein kann, einem Denken in der Christenheit, das die Ewigkeit vergessen hat. Das „carpe diem“, das Hineinquetschen von intensiven Erfahrungen in die begrenzte Zeit, hat seine Ursache ja vor allemin dem engen Korsett um unser Leben, das von Geburt auf der einen und Tod auf der anderen Seite festgezurrt wird. Das ist der eng begrenzte Zeitraum, der den meisten Menschen die Luft und die Freiheit zum Leben abschnürt und die Notwendigkeit erzeugt, möglichst viel in diesen Zeitraum hineinzupressen. Wenn wir aber nun Jesus Christus nachfolgen, der vor aller Zeit war, und der in alle Zeit sein wird, dann hat das Konsequenzen!</p>
<p>Wir Menschen sind dazu bestimmt, mit der Ewigkeit im Herzen gelassen zu leben. Gott hat diese Sehnsucht, hat die Ewigkeit selbst in unser Herz gelegt (Prediger 3,10). Wer diese Ewigkeit nicht lebt, lebt nicht schöpfungsgemäß und brennt aus. Die unbarmherzige Klammer aus Geburt und Tod erzeugt einen dauerhaften Druck. Lösen wir diese Klammer, können wir aufatmen und den Mut finden, zu warten, zu harren, nicht alles zu machen und erreichen zu wollen.</p>
<p>Aus der Arbeitswelt kennt man diesen Effekt: Zwinge einen Arbeitnehmer zu längeren Arbeitszeiten, erhöhe den Druck – wird er deswegen effektiver arbeiten? Mehr schaffen? Das ist eine Illusion. Und wenn er kurzfristig mehr schafft, wird sich das langfristig rächen. Nicht anders ist es im Leben. Nimm den Druck, löse die Fesseln des Todes, atme auf. Und wo nun vermeintlich Schlendrian entstehen könnte („Ist ja eh bald Ewigkeit“), da entsteht der Freiraum, das zu tun, was wichtig ist und nicht das, was man machen „muss“ und was dringend ist! Mit Mut zur Lücke. Zur Muße.</p>
<p>Wie kann man in eine innere Haltung der Ewigkeit hineinwachsen? Zuerst: Sie ist ja bereits in unser Herz gelegt. Ewigkeit ist Realität, und nach jüdischem Verständnis beginnt sie nicht erst nach dem Tod, sondern hier und jetzt (genau wie die Hölle). Wir leben zwar in der Welt, aber sind nicht von ihr – wir sind bereits Bewohner und Mitgestalter des Reiches Gottes. Es gilt also etwas zu verlernen – den Wunsch, möglichst viel machen zu wollen, und etwas zu erlernen – der Ewigkeit Raum zu geben. Mir hilft dabei regelmäßig eine Frage: „Was hat diese Sache, dieses Problem für eine Bedeutung im Licht der Ewigkeit? In 10 Jahren? In 100 Jahren?“ Das relativiert manches. Und dann kann man sich immer noch dafür entscheiden, aber diesmal aus freien Stücken.</p>
<p>Letztlich wird die Ewigkeit in uns Raum gewinnen, wenn wir auf den schauen, der dort ist und doch genauso hier und jetzt bei dir und neben dir: Jesus Christus. Wer ihm nachfolgt und nicht nur theoretisch glaubt, sondern praktisch vertraut – der wächst hinein in dieses fruchtbare Spannungsfeld aus chronos, kairos und aion. Getragen, gelassen und göttlich effzient. <strong><span style="color:#800080;">Das wünsche ich mir für 2012</span></strong>.</p>
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		<title>Scham-los leben durch Gottes Gnade (Teil 5 der Serie: Nicht am Ar&#8230; vorbei, sondern direkt ins Herz hinein!)</title>
		<link>http://wegbegleiter.wordpress.com/2011/12/29/scham-los-leben-durch-gottes-gnade-teil-5-der-serie-nicht-am-ar-vorbei-sondern-direkt-ins-herz-hinein/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Dec 2011 21:56:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wegbegleiter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Scham, besser Schamgefühl ist etwas Gutes und Natürliches. Sie zeigt an: es ist etwas schief gelaufen. Ich habe bestimmten Normen und Gesetzen nicht entsprochen. Wie gut, dass wir das merken und nicht schamlos unser Ding machen (heute häufig: das Gesetz bin ich!). Aber ein paar Dinge fallen auf&#8230; (Einschub für alle Neueinsteiger: Diese Reihe (die &#8230; <a class="more-link" href="http://wegbegleiter.wordpress.com/2011/12/29/scham-los-leben-durch-gottes-gnade-teil-5-der-serie-nicht-am-ar-vorbei-sondern-direkt-ins-herz-hinein/">Weiterlesen&#160;<span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wegbegleiter.wordpress.com&amp;blog=1298518&amp;post=2413&amp;subd=wegbegleiter&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="color:#800080;"><a href="http://wegbegleiter.files.wordpress.com/2011/12/scham.jpg"><img class="alignright  wp-image-2426" title="scham" src="http://wegbegleiter.files.wordpress.com/2011/12/scham.jpg?w=240&#038;h=179" alt="" width="240" height="179" /></a>Scham</span></strong>, besser Schamgefühl ist etwas <strong><span style="color:#800080;">Gutes und Natürliches</span></strong>. Sie zeigt an: es ist etwas schief gelaufen. Ich habe bestimmten Normen und Gesetzen nicht entsprochen. Wie gut, dass wir das merken und nicht <strong><span style="color:#800080;">schamlos</span></strong> unser Ding machen (heute häufig: das Gesetz bin ich!). Aber ein paar Dinge fallen auf&#8230;</p>
<p><span style="color:#800080;"><em>(Einschub für alle Neueinsteiger: Diese Reihe (<a href="http://wegbegleiter.wordpress.com/2011/11/30/nicht-am-ar-vorbei-sondern-direkt-ins-herz-hinein-wie-uns-das-evangelium-wieder-beruhren-kann1/" target="_blank">die hier startet</a>) will frommes Verhalten hinterfragen. Allzu oft ist das Evangelium nicht ins Herz gegangen, hat nicht die verletzten und wunden bzw. sündigen Wurzeln des Seins erreicht. Die Folge: Frommes Verhalten, das nach außen gut aussieht, dessen Motivation aber von Angst, Konformismus und Gruppendynamik geprägt ist. Gott ist das ein Gräuel. Er will geistliches Leben, das übernatürlich Freude, ja Spaß (pfui!) macht, in die tiefe Beziehung zu Gott führt und seine Kraft aus dem Heiligen Geist und aus einem zunehmend vom Geist geprägten und geheilten Wurzelwerk geprägt ist. Das dahinter stehende biblische Bild ist das des Baumes, der seine Wurzeln an der richtigen Quelle hat und immerzu Frucht trägt. Dessen Blätter nicht verwelken. Danach sehne ich mich. Das treibt mich um! SCHAM ist eine solche verletzte und faule Wurzel, die unser Glaubensleben verseucht&#8230;)</em></span></p>
<ul>
<li>Scham war ursprünglich <strong><span style="color:#800080;">nicht</span></strong> vorgesehen zwischen Gott und Mensch. Adam und Eva hatten weder vor Gott noch voreinander Schamgefühle. Erst die Sünde &#8211; die Trennung von Gott erzeugte Scham. Wenn also Christus den Frieden zwischen Gott und Mensch wieder herstellt &#8211; was <strong><span style="color:#800080;">bedeutet das konkret</span></strong>?</li>
<li>Es gibt eine <strong><span style="color:#800080;">überdrehte und überempfindliche</span></strong> Scham, die unser Leben <strong><span style="color:#800080;">blockiert</span></strong>. Normen, die uns aufgepropft worden sind, die aber letztlich antichristlich sind! Man schämt sich: Schwäche zu zeigen, zu versagen, depressiv zu sein, anders zu sein, aus dem Rahmen zu fallen. Sind das wünschenswerte Normen und ist diese Scham göttlich? Nein &#8211; sie ist <strong><span style="color:#800080;">teuflisch</span></strong> und knebelt den Menschen!</li>
<li>Es gibt sogar eine Form von Christentum, die die Scham nutzt, um Menschen <strong><span style="color:#800080;">klein zu halten</span></strong> und zu versklaven. Da wird frommer Druck ausgeübt. Scham erzeugt…</li>
<li>Gott möchte uns zu einem im besten Sinne schamlosen, also kindlich gelassenen Leben verhelfen… das ist die Freiheit des Christenmenschen! Liebe Gott über alles und deinen nächsten wie dich selbst &#8211; und der Rest ergibt sich&#8230; (das <strong><span style="color:#800080;">EINE</span></strong> Gebot Jesu&#8230;)</li>
<li>Wie viele Menschen schämen sich wegen Versagen, wegen starker Gefühle, wegen Verletzungen, wegen sozialer Normen (das macht man so im Dorf, in der Familie)… beobachten wir Jesus &#8211; kennt er nur eine Norm: <strong><span style="color:#800080;">Gott. Seinen Vater! DAS ist Freiheit</span></strong>.</li>
</ul>
<p>Ich bin der Überzeugung, dass die Freiheit in Jesus<strong><span style="color:#800080;"> zur inneren Freiheit gegenüber Menschen</span></strong> führt. Der Apostel Paulus geht sogar soweit, dass er nicht mal mehr sich selbst verurteilt, geschweige denn sich von anderen Menschen verurteilen lässt. Er <strong><span style="color:#800080;">verweigert sich inneren und äußeren Stimmen</span></strong> bis auf eine: Jesus selbst (1. Korinther 4,1-5). Im Angesicht Gottes wird jede falsche Scham verstummen:</p>
<blockquote><p>Psalm 34,5-7: Ich suchte die Nähe des Herrn – und er hat mir geantwortet: Er rettete mich aus aller Angst. <strong><span style="color:#800080;">Alle, die zu ihm aufschauen, werden strahlen vor Freude! Nie werden sie beschämt sein</span></strong>. Als es mir schlecht ging, rief ich zum Herrn. Er hörte mich und befreite mich aus aller Not.</p></blockquote>
<p>Was also praktisch tun?</p>
<ul>
<li><strong><span style="color:#800080;">Verweigere</span></strong> dich dem Druck schamerzeugender Normen, die nicht biblisch fundiert sind (und pass bei den biblischen auf, dass sie nicht dem Gesetz entspringen, sondern der Gnade).</li>
<li>Verweigere dich <strong><span style="color:#800080;">inneren Anklägern</span></strong>.</li>
<li><strong><span style="color:#800080;">Schaue auf Gott</span></strong>. Immer und überall als innere Haltung.</li>
<li>Suche dir einen <strong><span style="color:#800080;">seelsorgerischen</span></strong> Begleiter, der alte Scham-Bindungen mit dir zusammen ans Kreuz bringt und löst.</li>
<li>Werde <strong><span style="color:#800080;">radikal offen und transparent</span></strong>. Nicht vor allen Menschen. Fang klein an. Weite dann den Personenkreis aus, vor dem du offen zu Dingen stehst und dich ein Stück verletzlich machst.</li>
<li>Lass dich nicht von diesem Artikel zwingen, irgendetwas <strong><span style="color:#800080;">leisten zu müssen bezüglch Offenheit</span></strong>. Ich will keine<strong><span style="color:#800080;"> neue Scham</span></strong> erzeugen, wenn du diesen Worten nicht folgst. Folge Jesus Christus. Öffne dein Herz. Schaue auf ihn und nicht auf Menschenmeinung. Auch nicht auf meine. Prüfe diesen Artikel.</li>
</ul>
<p><strong><span style="color:#800080;">Gott wurde Mensch. Mach es ihm nach. Sei DU! Vor Gott und den Menschen. </span></strong></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/wegbegleiter.wordpress.com/2413/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/wegbegleiter.wordpress.com/2413/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/wegbegleiter.wordpress.com/2413/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/wegbegleiter.wordpress.com/2413/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/wegbegleiter.wordpress.com/2413/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/wegbegleiter.wordpress.com/2413/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/wegbegleiter.wordpress.com/2413/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/wegbegleiter.wordpress.com/2413/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/wegbegleiter.wordpress.com/2413/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/wegbegleiter.wordpress.com/2413/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/wegbegleiter.wordpress.com/2413/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/wegbegleiter.wordpress.com/2413/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/wegbegleiter.wordpress.com/2413/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/wegbegleiter.wordpress.com/2413/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wegbegleiter.wordpress.com&amp;blog=1298518&amp;post=2413&amp;subd=wegbegleiter&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Schwach sein erlaubt! Kämpfen auch! (TEIL 4 DER SERIE „NICHT AM AR… VORBEI, SONDERN DIREKT INS HERZ HINEIN)</title>
		<link>http://wegbegleiter.wordpress.com/2011/12/06/schwach-sein-erlaubt-kampfen-auch-teil-4-der-serie-%e2%80%9enicht-am-ar-vorbei-sondern-direkt-ins-herz-hinein/</link>
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		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 11:46:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wegbegleiter</dc:creator>
				<category><![CDATA[geistliches Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Warum sind wir dem Evangelium gegenüber so abgebrüht? Seit dem ersten Teil dieser Serie haben wir das erkundet und festgestellt, dass der Glaube auch die Wurzeln, unser Herz erreichen und transformieren muss &#8211; und das selten genug tut. Nachlegen kann da wahrscheinlich jeder Christ&#8230; Mit dem Bild des Baumes, der Wurzelprobleme (die den Herzensglauben verhindern) &#8230; <a class="more-link" href="http://wegbegleiter.wordpress.com/2011/12/06/schwach-sein-erlaubt-kampfen-auch-teil-4-der-serie-%e2%80%9enicht-am-ar-vorbei-sondern-direkt-ins-herz-hinein/">Weiterlesen&#160;<span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wegbegleiter.wordpress.com&amp;blog=1298518&amp;post=2407&amp;subd=wegbegleiter&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="color:#800080;"><a href="http://wegbegleiter.files.wordpress.com/2011/12/grins.jpg"><img class="alignright  wp-image-2410" title="grins" src="http://wegbegleiter.files.wordpress.com/2011/12/grins.jpg?w=240&#038;h=159" alt="" width="240" height="159" /></a>Warum sind wir dem Evangelium gegenüber so abgebrüht?</span></strong> Seit dem <a href="http://wegbegleiter.wordpress.com/2011/11/30/nicht-am-ar-vorbei-sondern-direkt-ins-herz-hinein-wie-uns-das-evangelium-wieder-beruhren-kann1/" target="_blank">ersten Teil dieser Serie</a> haben wir das erkundet und festgestellt, dass der Glaube auch die Wurzeln, unser Herz erreichen und transformieren muss &#8211; und das <strong><span style="color:#800080;">selten genug tut</span></strong>. Nachlegen kann da wahrscheinlich jeder Christ&#8230;</p>
<p>Mit dem Bild des Baumes, der <strong><span style="color:#800080;">Wurzelprobleme</span></strong> (<em>die den Herzensglauben verhindern</em>) und der <strong><span style="color:#800080;">verdrehten geistlichen Lebensweise</span></strong> (<em>die sich aus den Wurzelproblemen speist, aber trotzdem sehr fromm aussehen kann&#8230;</em>) sind wir dem Geheimnis näher gekommen, warum wir alles so &#8222;normal&#8220; finden und uns das Staunen abhanden gekommen ist. Die geistlichen Blätter nehmen das Evangelium nur unzureichend auf, die ungeheiligten Wurzeln verhindern die Nährstoffaufnahme durch den Boden des Heiligen Geistes&#8230; Stillstand bzw. sehr begrenzte Aufnahme von allen Seiten&#8230; anstatt <strong><span style="color:#800080;">überquellende Kraft und immergrüne Blätter und Frucht, die wie von selbst entsteht&#8230;</span></strong></p>
<p>Ich möchte in diesem Intermezzo kurz auf die Frage eingehen: Bedeutet denn Glaube, der durchs Herz geht, dass es mir <strong><span style="color:#800080;">immer gut gehen muss</span></strong>? Immer währende Freude? Letzteres JA! Eindeutig. Sonst würde uns Paulus nicht dazu auffordern. ABER. Großes Aber: wie <strong><span style="color:#800080;">definiert</span></strong> man diese Freude?</p>
<p>Freude, die von innen kommt, stammt aus dem Herzen Gottes, entspringt im Heiligen Geist und ist von den Umständen unabhängig. Sprich: <strong><span style="color:#800080;">Mitten im Leid, mitten im Kampf, mitten in schwierigen Umständen</span></strong> ist eine tiefe Geborgenheit und Freude in Jesus Christus erfahrbar.</p>
<p>In einer <strong><span style="color:#800080;">hedonistischen</span></strong> Welt wird daraus schnell der Kurzschluss gefolgert: Immer währende Freude, erfüllt sein von Gott &#8211; das bedeutet doch, dass es mir immer gut geht, dass mein Leben gelingt, alles gesegnet ist (nach meinen Vorstellungen selbstverständlich). Das ist ein Irrtum. Ein individualistischer Kurzschluss! Die meisten Christen, die andere mit ihrem tiefen Glauben inspiriert haben &#8211; waren auf der anderen Seite <strong><span style="color:#800080;">geschlagene, gebeutelte, leidende Kinder Gottes</span></strong>. Und trotzdem &#8222;<strong><span style="color:#800080;">siegreich</span></strong>&#8220; und voller <strong><span style="color:#800080;">Freude</span></strong>.</p>
<p><a href="http://wegbegleiter.files.wordpress.com/2011/12/bildschirmfoto-2011-12-01-um-09-20-24.jpg"><img class="alignleft  wp-image-2397" title="Bildschirmfoto 2011-12-01 um 09.20.24" src="http://wegbegleiter.files.wordpress.com/2011/12/bildschirmfoto-2011-12-01-um-09-20-24.jpg?w=177&#038;h=240" alt="" width="177" height="240" /></a>Die Begründung dafür findet sich im <strong><span style="color:#800080;">Herzen Gottes</span></strong>. Wir durchleiden Situationen, Seelenkämpfe, Krankheiten &#8211; was auch immer &#8211; um sie an Gottes Hand zu bestehen und dann anderen <strong><span style="color:#800080;">genau an diesem Ort Hilfe und Beistand</span></strong> zu sein <em><span style="color:#800080;">(</span><span style="color:#800080;">2.Kor 1,4: Auch wenn ich viel durchstehen muss, gibt er mir immer wieder Mut. Darum kann ich auch anderen Mut machen, die Ähnliches durchstehen müssen. Ich kann sie trösten und ermutigen, so wie Gott mich selbst getröstet und ermutigt hat</span><span style="color:#800080;">)</span></em>. Gott hat immer den ganzen Leib im Blick. Er macht uns nicht zu geheilten, stets lächelnden <strong><span style="color:#800080;">Übermenschen</span></strong> &#8211; sondern genau wie Jesus selbst &#8211; gehen wir in die Tiefe, erleben DORT Gott und Gottes Eingreifen und Nähe und können dann mit dieser Erfahrung anderen nahe sein, die dasselbe erleben.</p>
<p>Genau wie Gott Mensch geworden ist, um in allem versucht zu werden, um alle Schwachheiten zu verstehen, um uns zu begegnen, egal wie tief wir sind &#8211; <strong><span style="color:#800080;">genauso gilt dieser Auftrag auch uns</span></strong>. Und das finde ich immens tröstlich. <em><span style="color:#800080;">&#8222;Wie der Vater mich gesendet hat &#8211; so sende ich euch!&#8220; (Joh 20,22)</span></em>. Wir stehen nicht über unserem Herrn. Es geht nicht um Leidverliebtheit &#8211; aber das, was uns Gott zumutet, soll dazu dienen, es zu durchleben und zu bestehen und dann anderen hilfreich zu sein und zu dienen. Jesus hat es gemacht. <strong><span style="color:#800080;">Wir sollen es machen.</span></strong></p>
<p>Und IN all dem ist: Freude, Begeisterung, Jubel. Manchmal<strong><span style="color:#800080;"> mitten im Leid</span></strong>. In der Welt &#8211; aber nicht in ihr beheimatet &#8211; Leben im Riss &#8211; Spannungsfelder. Da will uns Gott. Da <strong><span style="color:#800080;">tanzen wir auf der Fontäne</span></strong>. Da ist es anstrengend &#8211; aber da ist es auch unglaublich dynamisch.</p>
<p>Wir sollen nicht zu verwöhnten Prinzen und Prinzessinnen werden &#8211; wir sind <strong><span style="color:#800080;">Königskinder, die auf Augenhöhe mit den Leidenden dieser Welt den Weg zu Gott weisen</span></strong>.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/wegbegleiter.wordpress.com/2407/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/wegbegleiter.wordpress.com/2407/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/wegbegleiter.wordpress.com/2407/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/wegbegleiter.wordpress.com/2407/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/wegbegleiter.wordpress.com/2407/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/wegbegleiter.wordpress.com/2407/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/wegbegleiter.wordpress.com/2407/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/wegbegleiter.wordpress.com/2407/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/wegbegleiter.wordpress.com/2407/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/wegbegleiter.wordpress.com/2407/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/wegbegleiter.wordpress.com/2407/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/wegbegleiter.wordpress.com/2407/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/wegbegleiter.wordpress.com/2407/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/wegbegleiter.wordpress.com/2407/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wegbegleiter.wordpress.com&amp;blog=1298518&amp;post=2407&amp;subd=wegbegleiter&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Warum lauwarm keine Option für einen Christen ist (Teil 3 der Serie &#8222;Nicht am Ar&#8230; vorbei, sondern direkt ins Herz hinein)</title>
		<link>http://wegbegleiter.wordpress.com/2011/12/02/warum-lauwarm-keine-option-fur-einen-christen-ist-teil-3-der-serie-nicht-am-ar-vorbei-sondern-direkt-ins-herz-hinein/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Dec 2011 09:17:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wegbegleiter</dc:creator>
				<category><![CDATA[geistliches Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>

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		<description><![CDATA[(Lustig und hochspannend, wie sich ein solches Thema entwickelt&#8230; work in progress&#8230; &#8211; also&#8230;) Wir haben festgestellt, dass wir allzu oft der frohen(!) Botschaft gar nicht allzu froh gegenüberstehen, sondern kalt. Abgebrüht. Nüchtern. Und dass da etwas nicht stimmt. Am Beispiel von Gebet und Leistungsdenken wurde klar: Es gibt eine Form des Glaubens, die das &#8230; <a class="more-link" href="http://wegbegleiter.wordpress.com/2011/12/02/warum-lauwarm-keine-option-fur-einen-christen-ist-teil-3-der-serie-nicht-am-ar-vorbei-sondern-direkt-ins-herz-hinein/">Weiterlesen&#160;<span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wegbegleiter.wordpress.com&amp;blog=1298518&amp;post=2402&amp;subd=wegbegleiter&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><span style="color:#800080;">(Lustig und hochspannend, wie sich ein solches Thema entwickelt&#8230; work in progress&#8230; <img src='http://s1.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  &#8211; also&#8230;)</span></em></p>
<p><a href="http://wegbegleiter.files.wordpress.com/2011/12/baumdesglaubens.jpg"><img class="alignright  wp-image-2403" title="BaumdesGlaubens" src="http://wegbegleiter.files.wordpress.com/2011/12/baumdesglaubens.jpg?w=177&#038;h=240" alt="" width="177" height="240" /></a>Wir haben festgestellt, dass wir allzu oft der <a href="http://wegbegleiter.wordpress.com/2011/11/21/warum-nur-sind-wir-so-scheis-abgebruht-gegenuber-dem-evangelium/" target="_blank">frohen(!) Botschaft <strong><span style="color:#800080;">gar nicht allzu froh</span></strong> gegenüberstehen</a>, sondern kalt. Abgebrüht. Nüchtern. Und dass da etwas nicht stimmt. Am <a href="http://wegbegleiter.wordpress.com/2011/11/30/nicht-am-ar-vorbei-sondern-direkt-ins-herz-hinein-wie-uns-das-evangelium-wieder-beruhren-kann1/" target="_blank">Beispiel von <strong><span style="color:#800080;">Gebet und Leistungsdenken</span></strong></a> wurde klar: Es gibt eine Form des Glaubens, die das Herz nicht erreicht und transformiert. Das Ergebnis ist mehr oder weniger eine &#8222;Glaubenssimulation&#8220;.</p>
<p>Gott verlangt <strong><span style="color:#800080;">keinen &#8222;perfekten&#8220; Glauben</span></strong> &#8211; aber wir verpassen das Schönste: Dass uns der Glaube berührt, verwandelt, begeistert&#8230; &#8211; haben wir allerdings einen <a href="http://wegbegleiter.wordpress.com/2011/12/01/nicht-am-ar-vorbei-sondern-direkt-ins-herz-hinein-teil-2-der-baum-des-glaubens/" target="_blank"><strong><span style="color:#800080;">&#8222;Baum des Glaubens&#8220;</span></strong>, dessen Wurzeln nie erreicht wurden</a>, dann ist das kein Wunder&#8230; dann ist Glaube anstrengend, mühsam&#8230; letztlich: eine Religion, auf die man gut verzichten kann&#8230;</p>
<p>Aber <strong><span style="color:#800080;">muss</span></strong> das wirklich sein? Diese&#8230; Begeisterung? Ist das nicht alles zu&#8230; extrem? Sorry &#8211; es muss sein!</p>
<ul>
<li>Die Botschaft von Kreuz und Auferstehung ist <strong><span style="color:#800080;">radikal und trennt</span></strong>. Für die einen ist es Freude, Jubel und Freiheit, sie ist <strong><span style="color:#800080;">Dynamit</span></strong> (so wörtlich übersetzt!) &#8211; für die anderen ist es ein <strong><span style="color:#800080;">riesiger Blödsinn und ein Ärgernis</span></strong>, so sagt es Paulus (1.Kor 1,18ff).</li>
<li>Jesus ist entweder der <strong><span style="color:#800080;">Stolperstein</span></strong>, den man verflucht, der verworfen wird&#8230; oder der <strong><span style="color:#800080;">Eckstein</span></strong>, der alles zusammenhält&#8230;(Mt 21,42)</li>
<li>C.S. Lewis betont, dass Jesus entweder Gottes Sohn selbst ist.. oder ein riesiger Scharlatan&#8230; eine Option <strong><span style="color:#800080;">dazwischen gibt es nicht</span></strong>. Wenn er aber der Messias ist und man dieses &#8222;be-greift&#8220; &#8211; dann kann das nicht lauwarm oder kalt lassen&#8230;</li>
<li>die Apostel jedenfalls können gar nicht anders, als davon weiter erzählen. Ihnen läuft ihr Herz über&#8230; und wovon das Herz voll ist, davon muss man reden (Mt 12,34). Wenn wir <span style="color:#800080;"><strong>lauwarm</strong></span> sind&#8230; keine lebendige Begeisterung kennen&#8230; dass sagt das etwas <strong><span style="color:#800080;">über das Herz</span></strong> aus&#8230; da sind die Wurzeln nie erreicht worden&#8230;</li>
</ul>
<p>So erleben wir beides: <strong><span style="color:#800080;">Menschen, die begeistert sind und das Evangelium aufnehmen &#8211; Menschen die gleichgültig sind und mit den Schultern zucken</span></strong>&#8230;(Areopag; die Menschen nach der Bergpredigt, die sich abwenden&#8230;)</p>
<p>Selbst <strong><span style="color:#800080;">körperliche Heilung</span></strong> löst nicht automatisch Begeisterung aus, Wunder erzeugen keinen Glauben, das verstandesmäßige Durchdringen auch nicht&#8230; Gottes Wort ist keine Magie, sonst könnte man mit einem großen Megafon das Evangelium über Deutschland verkünden und die Christen würden von den Bäumen fallen&#8230;</p>
<p>Den Unterschied macht das <strong><span style="color:#800080;">bereitete, das offene Herz</span></strong>&#8230; (deswegen sind Menschen in Schlüsselsituationen, Grenzsituation und in Not bereiter, die frohe Botschaft zu hören&#8230;)</p>
<p>Aber bei <strong><span style="color:#800080;">Christen</span></strong>? Du bist jetzt gemeint, wenn du dich zu Jesus Christus hältst&#8230;. da sollte das Herz erreicht sein, Berührung, Offenheit, Begeisterung immer spürbarer im Leben werden. Eine Freude, die von innen kommt und die keiner nehmen kann, selbst Gefangenschaft nicht. Davon spricht Paulus, das ist: der <span style="color:#800080;"><strong>Maßstab</strong></span>.</p>
<p>Lauwarm sein ist <strong><span style="color:#800080;">keine</span></strong> Option. Und es ist gefährlich. Das macht das Sendschreiben an Laodizea deutlich, das oft falsch ausgelegt wird. Denn es geht nicht ums heiß sein für Jesus &#8211; es geht um etwas viel Gefährlicheres&#8230;</p>
<blockquote><p><strong><span style="color:#800080;">Ich weiß, wie du lebst und was du tust; ich weiß, dass du weder kalt noch warm bist. Wenn du doch das eine oder das andere wärst! Aber weil du weder warm noch kalt bist, sondern lauwarm, werde ich dich aus meinem Mund ausspucken. (Offenbarung 4, 15f)</span></strong></p></blockquote>
<p>Laodizea hatte mit einem bedeutenden Mangel zu kämpfen: seine <strong><span style="color:#800080;">Wasserversorgung</span></strong>. Die Stadt wurde über ein 10 km langes Aquädukt mit Wasser aus dem Süden versorgt. Das Wasser stammte entweder von Thermalquellen und kühlte bei seiner Beförderung auf lauwarm ab oder kam von einer kühlen Quelle und wurde im Aquädukt warm. Die Einwohner hatten wohl überwiegend laumwarmes Wasser zu trinken. Bäh!!!! Das „heiße“ Wasser war vermutlich eine Anspielung auf auf die berühmten Thermalbädern von Hierapolis, die ca. 10 km nördlich von Laodizea lagen. Mit dem Wort „kalt“ mag das kühle Wasser zu Kolossä gemeint haben, nur 16 km östlich von Laodizea&#8230;</p>
<p><strong><span style="color:#800080;">Es geht also nicht darum, heiß zu sein</span></strong>&#8230; es geht darum, nah an der Quelle zu sein! Und lauwarm zu sein, das bedeutet: <strong><span style="color:#800080;">du hast dich von der Quelle entfernt</span></strong>!!</p>
<p>Das ist hochgefährlich. Wenn du also abgebrüht und ungerührt als Christ durch die Gegend stapfst &#8211; dann kann dich das nicht ruhig lassen!!!!</p>
<p><span style="color:#800080;"><strong>Ich wünsche dir eine heilige Unruhe!</strong></span></p>
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			<media:title type="html">BaumdesGlaubens</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Nicht am Ar&#8230; vorbei, sondern direkt ins Herz hinein (Teil 2: Der Baum des Glaubens)</title>
		<link>http://wegbegleiter.wordpress.com/2011/12/01/nicht-am-ar-vorbei-sondern-direkt-ins-herz-hinein-teil-2-der-baum-des-glaubens/</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 08:22:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wegbegleiter</dc:creator>
				<category><![CDATA[geistliches Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>

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		<description><![CDATA[(Teil 1 findet sich hier) Ich hatte gestern vom Baum des Glaubens geschrieben, dessen faule Wurzeln und verkümmerte Blätter dafür sorgen, dass wir die frohe Botschaft nicht mehr wirklich aufnehmen können. Wir hören sie, sie berührt unser Gehirn &#8211; aber sie geht nicht tiefer. Sie verändert nicht wirklich. Am Beispiel von Gebet und Leistungsdenken wurde &#8230; <a class="more-link" href="http://wegbegleiter.wordpress.com/2011/12/01/nicht-am-ar-vorbei-sondern-direkt-ins-herz-hinein-teil-2-der-baum-des-glaubens/">Weiterlesen&#160;<span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wegbegleiter.wordpress.com&amp;blog=1298518&amp;post=2395&amp;subd=wegbegleiter&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><span style="color:#800080;"><a href="http://wegbegleiter.wordpress.com/2011/11/30/nicht-am-ar-vorbei-sondern-direkt-ins-herz-hinein-wie-uns-das-evangelium-wieder-beruhren-kann1/" target="_blank">(Teil 1 findet sich hier)</a></span></em></p>
<p>Ich hatte gestern vom <strong><span style="color:#800080;">Baum des Glaubens</span></strong> geschrieben, dessen <strong><span style="color:#800080;">faule Wurzeln und verkümmerte Blätter</span></strong> dafür sorgen, dass wir die frohe Botschaft nicht mehr wirklich aufnehmen können. Wir hören sie, sie berührt unser Gehirn &#8211; aber sie geht nicht <strong><span style="color:#800080;">tiefer</span></strong>. Sie verändert nicht wirklich. Am Beispiel von Gebet und Leistungsdenken wurde dieses Bild durchgespielt&#8230;</p>
<p>Heute mehr zum Baum. Dieser ist ein <strong><span style="color:#800080;">biblisches Symbol voller Kraft für ein ertragreiches und ein im Sinne Gottes erfolgreiches Lebens</span></strong> als Kind Gottes. Die Wurzeln bekommen frisches Wasser durch den Heiligen Geist, ihre Blätter sind saftig und grün und sie tragen permanent reiche Frucht:</p>
<blockquote><p><strong><span style="color:#800080;">An beiden Ufern des Flusses wachsen alle Arten von Obstbäumen. Ihre Blätter verwelken nie, und sie tragen für immer reiche Frucht. Denn der Fluss, der ihren Wurzeln Wasser gibt, kommt aus dem Heiligtum. (Hesekiel 47,12)</span></strong></p></blockquote>
<p>Und das großartige ist: Gesunde Bäume überstehen Stürme, denn sie sind biegsam und elastisch, also nicht starr &#8211; sie tragen <strong><span style="color:#800080;">wie von selbst Frucht</span></strong> und müssen diese nicht krampfhaft produzieren&#8230;</p>
<p><strong><span style="color:#800080;">Klassische Verkündigung der frohen Botschaft erreicht oft nur die Blätter eines Menschen</span></strong>. Dieser kehrt vermeintlich um zu Jesus und nun beginnt allzu oft nur eine <strong><span style="color:#800080;">Glaubenssimulation</span></strong>. Es wird gebetet, Pflichten erfüllt, in eine Gemeinde gegangen&#8230; aber es ist mühsam, anstrengend, manchmal auch schön, aber das ist Tagesform. Ist DAS nun erfülltes Christsein? Nein! Denn es spielt sich an den Blättern ab, erreicht aber selten den Alltag und transformiert diesen&#8230; warum?</p>
<p><strong><span style="color:#800080;">Weil das Herz nicht erreicht wurde</span></strong>. Eine soziale Gestalt wie eine Gesellschaft oder ein Milieu, aber auch der einzelne Mensch verändert sich von den Wurzeln, <strong><span style="color:#800080;">vom Herzen hin nach außen</span></strong>. Deswegen ist eine Verkündigung ohne persönliche Beziehung, ohne ein geöffnetes Herz allzu oft&#8230; wenig hilfreich. So erleben wir in Afrika, dass Menschen, wenn sie zum Glauben kommen, trotzdem im Falle einer Krankheit reflexartig zum <strong><span style="color:#800080;">Medizinmann</span></strong> laufen &#8211; das Herz war unerreicht. Und im Westen kommen Menschen zum Glauben &#8211; aber der <strong><span style="color:#800080;">Alltag verändert sich überhaupt nicht</span></strong>. Dasselbe Neid- und Konsumverhalten, unreflektiert, angepasst&#8230; Weil sich die Werte nicht verändern. Das <strong><span style="color:#800080;">Herz nicht berührt</span></strong> wird.</p>
<p>Es geht also um eine <strong><span style="color:#800080;">Nachreifung</span></strong>. Wahrscheinlich bei jedem Christen mehr oder weniger&#8230; Damit der <strong><span style="color:#800080;">Glaube auch die Seele heiligt, das Herz verändert und so durch die geheiligten, transformierten Wurzeln auch die Praxis anders werden kann</span></strong>&#8230; deswegen gilt es, an die Wurzeln zu gehen &#8211; denn diese bestimmen auch die Äußerungen des Glaubens. Ein Gebet, das auf einem falschen Gottesbild, einem Leistungsdenken und auf Scham basiert &#8211; wird <strong><span style="color:#800080;">nicht die Ebene der Intimität</span></strong> bieten können, die uns verändert&#8230;</p>
<p>Deswegen zum Schluß für heute &#8211; <strong><span style="color:#800080;">der Baum des Glaubens</span></strong>. Und wie er NICHT kraftvoll lebt. Darum wird es in den nächsten Einheiten gehen -dass diese Probleme im wahrsten Sinne des Wortes an der Wurzel gepackt werden&#8230; damit Luft und Licht und Leben hinein kann&#8230; und der Glaube den GANZEN Menschen erreicht&#8230;</p>
<p><a href="http://wegbegleiter.files.wordpress.com/2011/12/bildschirmfoto-2011-12-01-um-09-20-24.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2397" title="Bildschirmfoto 2011-12-01 um 09.20.24" src="http://wegbegleiter.files.wordpress.com/2011/12/bildschirmfoto-2011-12-01-um-09-20-24.jpg?w=640" alt=""   /></a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/wegbegleiter.wordpress.com/2395/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/wegbegleiter.wordpress.com/2395/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/wegbegleiter.wordpress.com/2395/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/wegbegleiter.wordpress.com/2395/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/wegbegleiter.wordpress.com/2395/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/wegbegleiter.wordpress.com/2395/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/wegbegleiter.wordpress.com/2395/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/wegbegleiter.wordpress.com/2395/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/wegbegleiter.wordpress.com/2395/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/wegbegleiter.wordpress.com/2395/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/wegbegleiter.wordpress.com/2395/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/wegbegleiter.wordpress.com/2395/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/wegbegleiter.wordpress.com/2395/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/wegbegleiter.wordpress.com/2395/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wegbegleiter.wordpress.com&amp;blog=1298518&amp;post=2395&amp;subd=wegbegleiter&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Nicht am Ar&#8230; vorbei, sondern direkt ins Herz hinein. Wie uns das Evangelium wieder berühren kann (Teil 1)</title>
		<link>http://wegbegleiter.wordpress.com/2011/11/30/nicht-am-ar-vorbei-sondern-direkt-ins-herz-hinein-wie-uns-das-evangelium-wieder-beruhren-kann1/</link>
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		<pubDate>Wed, 30 Nov 2011 09:19:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wegbegleiter</dc:creator>
				<category><![CDATA[geistliches Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Seelsorge]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Evangelium berührt uns nicht mehr. Das beschäftigt mich &#8211; und meine Wut und Trauer darüber habe ich in diesem Artikel ausgerückt. Nun geht es an die Analyse und den Weg heraus aus der Apathie&#8230; hinein in das Abenteuerland des Glaubens, das uns leidenschaftlich mitreißt und zu Tränen rührt&#8230; Ich möchte an den kommenden Tagen &#8230; <a class="more-link" href="http://wegbegleiter.wordpress.com/2011/11/30/nicht-am-ar-vorbei-sondern-direkt-ins-herz-hinein-wie-uns-das-evangelium-wieder-beruhren-kann1/">Weiterlesen&#160;<span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wegbegleiter.wordpress.com&amp;blog=1298518&amp;post=2375&amp;subd=wegbegleiter&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="color:#800080;"><a href="http://wegbegleiter.files.wordpress.com/2011/11/baum1.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-2388" title="baum1" src="http://wegbegleiter.files.wordpress.com/2011/11/baum1.jpg?w=224&#038;h=300" alt="" width="224" height="300" /></a>Das Evangelium berührt uns nicht mehr</span></strong>. Das beschäftigt mich &#8211; und meine Wut und Trauer darüber habe ich in <a href="http://wegbegleiter.wordpress.com/2011/11/21/warum-nur-sind-wir-so-scheis-abgebruht-gegenuber-dem-evangelium/" target="_blank">diesem Artikel</a> ausgerückt. Nun geht es an die Analyse und den Weg heraus aus der Apathie&#8230; hinein in das <strong><span style="color:#800080;">Abenteuerland des Glaubens</span></strong>, das uns leidenschaftlich mitreißt und zu Tränen rührt&#8230;</p>
<p>Ich möchte an den kommenden Tagen je <strong><span style="color:#800080;">eine Ursache für Abgebrühtheit</span></strong> untersuchen und den heilsamen <strong><span style="color:#800080;">Gegenpol</span></strong> beschreiben. So entsteht eine Spiritualität des Berührtwerdens. Des weichen Herzens. Der echten (nicht vermeintlichen) Stärke&#8230; dabei kann man genau das nicht machen! Aber man kann den <strong><span style="color:#800080;">Boden bereiten, Blockaden aus dem Wege räumen, sich empfangsbereit machen</span></strong>&#8230; die Berührung &#8211; schenkt Gott.</p>
<p>Wenn uns das Evangelium erreichen soll, so müssen wir bei den <strong><span style="color:#800080;">Blättern des Glaubens</span></strong> anfangen. Und zu den <strong><span style="color:#800080;">Wurzeln</span></strong> vorstoßen. Beides ist notwendig. Licht über die Blätter aufnehmen &#8211; Nährstoffe aus dem Boden aufsaugen. Nur <strong><span style="color:#800080;">so geschieht Wachstum</span></strong> &#8211; aber genauso wird es auch verhindert, wenn z.B. die Blätter eingerollt sind, krank und befallen sind, abgefallen gar&#8230; wenn die Wurzeln faul sind&#8230; ich greife dabei zuerst ein Thema auf, das ich bereits im letzten Blog-Post angefangen hatte&#8230; <strong><span style="color:#800080;">Gebet</span></strong>. (Das Baum-Bild werde ich beim nächsten Post vertiefen&#8230;)</p>
<p><span style="text-decoration:underline;"><strong><span style="color:#800080;text-decoration:underline;">1) Gebet, pervertiert als fromme Leistung &#8212; Gebet als SEIN, als heilsame Haltung</span></strong></span></p>
<p>Gebet ist so ein <strong><span style="color:#800080;">Blatt</span></strong>, das die strahlende, helle Wärme des Evangeliums empfängt. Es ist vermeintlich eine Tat &#8211; ich bete &#8211; ich entscheide mich zu beten. Ich tue etwas. Doch genau da ist das <strong><span style="color:#800080;">Mißverständnis</span></strong>. Und das wird durch das <strong><span style="color:#800080;">funktionale Denken</span></strong> des Westens gestützt. Leiste(!) Fürbitte, Dankopfer, Anbetung! Gebetskampf(!). Die Pflicht(!) des Gebets. Investiere(!) ins Gebet! Solche Aufforderungen kommen gut an im preußisch geprägten Deutschland! Und sie <strong><span style="color:#800080;">nähren unseren Stolz</span></strong>, denn dann können wir ja etwas <strong><span style="color:#800080;">machen</span></strong>!</p>
<p>Das ist die <strong><span style="color:#800080;">Sprache des Leistungsdenkens</span></strong>. Das ist eine faule Wurzel des Baumes. Das kennen wir, daraus springen wir an. Aber es ist der <strong><span style="color:#800080;">Tod</span></strong> des Gebets.</p>
<p>Es gibt <strong><span style="color:#800080;">keinen Zwang, kein &#8222;Muss&#8220;</span></strong>, kein &#8222;leisten&#8220; im Gebet. Wenn ich einen Abend mit einem Freund verbringen &#8222;<strong><span style="color:#800080;">muss</span></strong>&#8220; &#8211; dann ist bereits das Kind in den Brunnen gefallen. Es mag ein Kampf sein, sich den Abend zu frei zu nehmen (siehe geistlicher Kampf ums Gebet), aber die <strong><span style="color:#800080;">Sehnsucht nach Begegnung</span></strong> ist da und entscheidend!</p>
<p><strong><span style="color:#800080;">Gebet ist zweckfreier, aber wahrlich nicht sinnloser Raum</span></strong>! Es ist Ausdruck der Liebe zwischen Vater und Kind. Immer. Zuerst. Und dann&#8230; dürfen wir hören, bitten, loben, preisen&#8230; Wenn aber das <strong><span style="color:#800080;">richtige hören, bitten, loben, preisen zur Voraussetzung</span></strong> für die Begegnung wird &#8211; dann wird es schief.</p>
<p>Leistungsdenken ist immer, immer, immer der Tod des Evangeliums. Es durchtrennt die Wurzel der unbedingten Gnade und des Angenommenseins ohne jede Leistung. <span style="color:#800080;"><em>Selbst die Heiligung ist nicht unsere Leistung &#8211; aber das ist ein eigenes Thema&#8230;</em></span></p>
<p>Als Jesus das Vaterunser vermittelte, dann wollte er es nicht nachgeplappert wissen, dann gab er uns ein großes, weites Bild des Gebets. Was alles sein kann im Gebet. Und es fängt an mit:<strong><span style="color:#800080;"> Papa! Vater! Mit der Intimität, der Existenz, dem Sein als Gotteskind im Verhältnis zum Vater</span></strong>. Da fängt es an und wenn es da nicht anfängt, dann ist es falsch eingetütet! Dann geht es weiter mit Phantasie, mit Träumen, mit Sehnsucht nach seinem Reich, dass es in meinem Leben Raum gewinnt und im Leben um mich herum in dieser Welt&#8230; und <strong><span style="color:#800080;">irgendwann</span></strong> geht es dann auch um Bitten&#8230;</p>
<p><strong><span style="color:#800080;">Gebet ist immer zuerst Sein und innere Herzenshaltung</span></strong>. Still werden in Gott. Ruhen in ihm. Gefüllt werden. Lieben und sich lieben lassen. Wenn du diesen Zustand, diesen Teils des Gebets nicht erleben kannst, dann <strong><span style="color:#800080;">verweigere dich dem Rest</span></strong>. Hör auf, fromme Leistungen ins Gebet zu bringen. Es ist &#8211; ich sage das in aller Radikalität &#8211; <strong><span style="color:#800080;">unsinnig</span></strong>. Eine funktionale leistungsbezogene Form des Gebets macht nur eins: Es <strong><span style="color:#800080;">immunisiert</span></strong> dich gegen das Gebet, so wie Gott es sich ersehnt.</p>
<p>Strecke dich aus nach der Beziehung, nach dem Herzen Gottes. Dabei kann es nicht darum gehen, Gott als <strong><span style="color:#800080;">fluffigweiche Wellness für die Seele</span></strong> zu missbrauchen &#8211; es geht um eine echte, leidenschaftliche, manchmal schmerzhafte, aber immer dynamische Beziehung zum Vater, zum Schöpfer des Universums. Das ist kein Bauchkraulen &#8211; kann es aber durchaus auch mal sein. <strong><span style="color:#800080;">Aber es ist: SEIN &#8211; nicht TUN</span></strong>. Verweigere dich dem Leistungsdenken im Gebet. Suche die Gegenwart Gottes. Bitte IHN um brennende Sehnsucht nach Begegnung mit IHM&#8230;</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/wegbegleiter.wordpress.com/2375/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/wegbegleiter.wordpress.com/2375/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/wegbegleiter.wordpress.com/2375/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/wegbegleiter.wordpress.com/2375/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/wegbegleiter.wordpress.com/2375/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/wegbegleiter.wordpress.com/2375/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/wegbegleiter.wordpress.com/2375/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/wegbegleiter.wordpress.com/2375/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/wegbegleiter.wordpress.com/2375/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/wegbegleiter.wordpress.com/2375/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/wegbegleiter.wordpress.com/2375/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/wegbegleiter.wordpress.com/2375/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/wegbegleiter.wordpress.com/2375/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/wegbegleiter.wordpress.com/2375/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wegbegleiter.wordpress.com&amp;blog=1298518&amp;post=2375&amp;subd=wegbegleiter&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Warum Gebet unsere Begegnung mit Gott verhindern kann! Wie sie dennoch gelingt&#8230;</title>
		<link>http://wegbegleiter.wordpress.com/2011/11/23/warum-gebet-unsere-begegnung-mit-gott-verhindern-kann-wie-sie-dennoch-gelingt/</link>
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		<pubDate>Wed, 23 Nov 2011 08:00:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wegbegleiter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gebet]]></category>
		<category><![CDATA[geistliches Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Heiligung]]></category>
		<category><![CDATA[Veränderung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://wegbegleiter.wordpress.com/?p=2352</guid>
		<description><![CDATA[Was ist Gebet? Da der Kern der christlichen Existenz zuerst und immer das &#8222;Kind&#8220; Gottes und der &#8222;Freund&#8220; des Sohnes ist und nicht der &#8222;Arbeiter und Befehlsausführer Gottes&#8220; &#8211; ist Gebet nichts anderes als die lebensverändernde, intime und dialogische Begegnung zwischen nacktem Gott und nacktem Menschen. Das heisst: Der Mensch, wie er ist &#8211; also &#8230; <a class="more-link" href="http://wegbegleiter.wordpress.com/2011/11/23/warum-gebet-unsere-begegnung-mit-gott-verhindern-kann-wie-sie-dennoch-gelingt/">Weiterlesen&#160;<span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wegbegleiter.wordpress.com&amp;blog=1298518&amp;post=2352&amp;subd=wegbegleiter&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a href="http://www.flickr.com/photos/77834847@N00/306506409"><img class="zemanta-img-inserted zemanta-img-configured" title="Prayer Space.JPG" src="http://farm1.static.flickr.com/100/306506409_368d7e3549_m.jpg" alt="Prayer Space.JPG" width="240" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Image by bhsher via Flickr</p></div>
<p><strong><span style="color:#800080;">Was ist Gebet?</span></strong> Da der Kern der christlichen Existenz zuerst und immer das &#8222;Kind&#8220; Gottes und der &#8222;Freund&#8220; des Sohnes ist und nicht der &#8222;Arbeiter und Befehlsausführer Gottes&#8220; &#8211; ist Gebet nichts anderes als die <strong><span style="color:#800080;">lebensverändernde, intime und dialogische Begegnung zwischen nacktem Gott und nacktem Menschen</span></strong>.</p>
<p>Das heisst: <strong><span style="color:#800080;">Der Mensch, wie er ist</span></strong> &#8211; also du &#8211; nackt, ohne Fassaden und Show, mit den dunklen Stellen und Zweifeln und Nöten &#8211; tritt vor Gott, der ebenfalls nackt ist &#8211; weil <strong><span style="color:#800080;">ohne verzerrende Gottesbilder</span></strong>. Veränderung geschieht immer in der <strong><span style="color:#800080;">Realität</span></strong>, deswegen sind Idealbilder von einem selbst und Gottesbilder so gefährlich. Wir werden die <strong><span style="color:#800080;">100% &#8222;Nacktheit&#8220; nie erreichen</span></strong> &#8211; dass sie aber wünschenswert ist, das sollte klar sein.</p>
<p><strong><span style="color:#800080;">Warum sollte auch ein Mensch, der so gar nicht existiert, einem Gott begegnen, der anders ist?</span></strong> Also.</p>
<p>Dazu: <strong><span style="color:#800080;">dialogisch</span></strong> &#8211; d.h. Gott antwortet und ist mit seinem Kind im Gespräch. Gebet ist kein Monolog. Dazu: <strong><span style="color:#800080;">intim</span></strong>. Gebet ist <strong><span style="color:#800080;">niemals</span></strong> Pflichterfüllung und entsteht aus Leistungsdruck. Wenn du es so pflegst: <strong><span style="color:#800080;">Lass es lieber!</span></strong> Das kann einmal gut sein, vielleicht auch zweimal. Wenn das aber zur <strong><span style="color:#800080;">Dauerhaltung</span></strong> wird &#8211; dann <strong><span style="color:#800080;">implodiert</span></strong> der Glaube, denn Leistungsdenken ist dem Evangelium entgegen gerichtet&#8230;</p>
<p>Wenn Gebet das ist &#8211; dann ist es etwas, was der <strong><span style="color:#800080;">Geist, der neue Mensch sich sehnlichst wünscht</span></strong>! Was aber gleichzeitig vom <strong><span style="color:#800080;">alten Menschen, vom Fleisch gefürchtet wird</span></strong>! Deswegen gibt es einen <strong><span style="color:#800080;">Kampf</span></strong> um ehrliches, intimes Gebet. Und die <strong><span style="color:#800080;">fieseste</span></strong> Variante, diesem Gebet zu entkommen, ist fromm. Wie immer. <strong><span style="color:#800080;">Gebet selbst</span></strong>.</p>
<ul>
<li>Man kann aufopferungsvoll für <strong><span style="color:#800080;">Missionare</span></strong> in Mubungu beten &#8211; und der nackten Begegnung mit Gott damit entgehen!</li>
<li>Man kann <strong><span style="color:#800080;">Fürbittenlisten</span></strong> abarbeiten &#8211; und doch niemals selbst sich einfach dem Vater hinhalten.</li>
<li>Man kann jahrelang in den <strong><span style="color:#800080;">Gottesdienst</span></strong> gehen &#8211; und doch sich nie vom Vater dienen lassen.</li>
<li>Man kann prächtig von Sünde und Gnade als <strong><span style="color:#800080;">Konzepte</span></strong> reden &#8211; und sie doch nie aufs Detail des Lebens anwenden. Der Teufel steckt aber im Detail!</li>
</ul>
<p>Der <strong><span style="color:#800080;">Antichrist ist ein frommer Mann mit kleinen, fiesen und entscheidenden Akzentverschiebungen</span></strong>! Das macht ihn so gefährlich. Überprüfen wir doch unser Glaubensleben darauf, wo wir es pflegen, um dem <strong><span style="color:#800080;">Eigentlichen</span></strong> zu entgehen&#8230;</p>
<p>Der intimen Stille vor Gott, in die hinein ein <strong><span style="color:#800080;">heilsames</span></strong>, aber vielleicht auch schmerzhaftes Gespräch mit ihm beginnen kann&#8230;</p>
<p><em>(Und weil das so ist, leite ich ab Donnerstag eine Einkehrzeit im <a href="http://forggenhof.feg.de/" target="_blank">Forggenhof</a>. Spontananmeldungen sind noch möglich! Dieses Blog wird daher bis Montag schweigen&#8230; <img src='http://s1.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  )</em></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/wegbegleiter.wordpress.com/2352/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/wegbegleiter.wordpress.com/2352/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/wegbegleiter.wordpress.com/2352/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/wegbegleiter.wordpress.com/2352/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/wegbegleiter.wordpress.com/2352/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/wegbegleiter.wordpress.com/2352/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/wegbegleiter.wordpress.com/2352/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/wegbegleiter.wordpress.com/2352/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/wegbegleiter.wordpress.com/2352/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/wegbegleiter.wordpress.com/2352/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/wegbegleiter.wordpress.com/2352/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/wegbegleiter.wordpress.com/2352/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/wegbegleiter.wordpress.com/2352/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/wegbegleiter.wordpress.com/2352/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wegbegleiter.wordpress.com&amp;blog=1298518&amp;post=2352&amp;subd=wegbegleiter&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">wegbegleiter</media:title>
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			<media:title type="html">Prayer Space.JPG</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Umgang mit starken Gefühlen: Wohin mit dem Zorn, wenn Menschen an mir schuldig werden?</title>
		<link>http://wegbegleiter.wordpress.com/2011/11/22/umgang-mit-starken-gefuhlen-wohin-mit-dem-zorn-wenn-menschen-an-mir-schuldig-werden/</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Nov 2011 08:55:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wegbegleiter</dc:creator>
				<category><![CDATA[geistliches Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Seelsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühl]]></category>
		<category><![CDATA[Unrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Vergebung]]></category>
		<category><![CDATA[Zorn]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass Gefühle zum Leben dazu gehören und nicht weniger wert sind als der Verstand &#8211; das habe ich hier schon ausgeführt und das ist urbiblisch. Aber wie läuft das praktisch ab, wenn starke, &#8222;negative&#8220; Gefühle mich bestürmen? Jemand hat mich verletzt, war fies und ungerecht, ich bin ausgegrenzt worden, was auch immer&#8230; dass da Zorn &#8230; <a class="more-link" href="http://wegbegleiter.wordpress.com/2011/11/22/umgang-mit-starken-gefuhlen-wohin-mit-dem-zorn-wenn-menschen-an-mir-schuldig-werden/">Weiterlesen&#160;<span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wegbegleiter.wordpress.com&amp;blog=1298518&amp;post=2348&amp;subd=wegbegleiter&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignright" style="width: 253px"><a href="http://commons.wikipedia.org/wiki/File:Sword_of_Anger.jpg"><img class="zemanta-img-inserted zemanta-img-configured " title="Port-8" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/c/cf/Sword_of_Anger.jpg/300px-Sword_of_Anger.jpg" alt="Port-8" width="243" height="243" /></a><p class="wp-caption-text">Image via Wikipedia</p></div>
<p>Dass <strong><span style="color:#800080;">Gefühle zum Leben dazu gehören</span></strong> und <strong><span style="color:#800080;">nicht</span></strong> weniger wert sind als der Verstand &#8211; das habe ich hier schon ausgeführt und das ist urbiblisch. Aber wie läuft das praktisch ab, wenn <strong><span style="color:#800080;">starke, &#8222;negative&#8220; Gefühle mich bestürmen</span></strong>? Jemand hat mich verletzt, war fies und ungerecht, ich bin ausgegrenzt worden, was auch immer&#8230; dass da Zorn hoch kommt, ist ja <strong><span style="color:#800080;">gut und absolut richtig</span></strong>! Das <strong><span style="color:#800080;">stoische sanfte Lächeln</span></strong> als Ideal kann ich jedenfalls bei Jesus und Paulus nicht finden&#8230;</p>
<p>Es gibt drei <strong><span style="color:#800080;">Reaktionsketten</span></strong> &#8211; je nach Prägung:</p>
<ol>
<li>Unrecht &#8211; starkes negatives Gefühl &#8211; Gefühl <strong><span style="color:#800080;">unkontrolliert herrschen lassen</span></strong> &#8211; zurückschlagen &#8211; zerbrochene und geschädigte Beziehungen (und: Zorn rausknallen hilft nicht gegen den Zorn, die Katharsis verstärkt ihn sogar noch!)</li>
<li>Unrecht &#8211; starkes negatives Gefühl &#8211; Gefühl <strong><span style="color:#800080;">verdrängen</span></strong> &#8211; Unrecht relativieren (war ja nicht so schlimm, ein Christ kann das ab&#8230;) &#8211; unehrliche, geheuchelte Beziehungen plus Verbitterung plus eventuell Depression</li>
<li>Unrecht &#8211; starkes negatives Gefühl &#8211; <strong><span style="color:#800080;">Gefühl wahrnehmen, seelisch, geistlich und körperlich spüren und benennen</span></strong> &#8211; <strong><span style="color:#800080;">Gnade</span></strong> gewähren, <strong><span style="color:#800080;">Gott Rächer sein lassen</span></strong>, vergeben und ggf. <strong><span style="color:#800080;">Gefühl angemessen</span></strong>,aber durchaus emotional ausdrücken &#8211; versöhnte Beziehung mit mir und anderen, in denen Wachstum geschieht&#8230;</li>
</ol>
<p>Es ist klar und versteht sich von selbst, dass man sich nur bedingt zu einem der drei Wege entscheiden kann&#8230; vieles läuft ja in diesem Bereich rasend schnell ab&#8230; sozusagen aus dem Rückenmark&#8230; <img src='http://s1.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> .</p>
<p>So ist der Weg ein zweifacher:</p>
<ol>
<li>Die <strong><span style="color:#800080;">biblische Sicht auf Gefühle und ihren Umgang vor Augen haben</span></strong>. Und im Zweifel: Mut zu Gefühlen zu haben!</li>
<li>An den <strong><span style="color:#800080;">Prägungen zu arbeiten</span></strong> und den Geist diese heilen lassen, damit <strong><span style="color:#800080;">Reaktionsmuster sich langsam ändern</span></strong>. Denn ob wir rausknallen oder verdrängen &#8211; das ist sehr, sehr früh in uns angelegt durch seelische Entscheidungen. Da benötigen wir oft <strong><span style="color:#800080;">Begleitung, Gespräch und Heilung von Verletzungen</span></strong>. Aber: Wenn Jesus mit Eiferern (Simon, der Zelot) und Emotionsbündeln wie Petrus umgehen konnte, dann wird er auch unsere Gefühle heiligen können&#8230;</li>
</ol>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/wegbegleiter.wordpress.com/2348/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/wegbegleiter.wordpress.com/2348/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/wegbegleiter.wordpress.com/2348/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/wegbegleiter.wordpress.com/2348/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/wegbegleiter.wordpress.com/2348/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/wegbegleiter.wordpress.com/2348/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/wegbegleiter.wordpress.com/2348/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/wegbegleiter.wordpress.com/2348/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/wegbegleiter.wordpress.com/2348/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/wegbegleiter.wordpress.com/2348/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/wegbegleiter.wordpress.com/2348/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/wegbegleiter.wordpress.com/2348/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/wegbegleiter.wordpress.com/2348/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/wegbegleiter.wordpress.com/2348/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wegbegleiter.wordpress.com&amp;blog=1298518&amp;post=2348&amp;subd=wegbegleiter&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">wegbegleiter</media:title>
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		<media:content url="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/c/cf/Sword_of_Anger.jpg/300px-Sword_of_Anger.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">Port-8</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Warum nur sind wir so scheiß abgebrüht gegenüber dem Evangelium?</title>
		<link>http://wegbegleiter.wordpress.com/2011/11/21/warum-nur-sind-wir-so-scheis-abgebruht-gegenuber-dem-evangelium/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Nov 2011 08:04:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wegbegleiter</dc:creator>
				<category><![CDATA[geistliches Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitfragen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe letztens &#8211; ich weiß es nicht mehr wo, sorry &#8211; diese Geschichte von Otto Bohr gelesen, die in China spielt&#8230; sie ist altmodisch geschrieben, aber berührt trotzdem das Herz&#8230; immer, wenn ich solche Geschichten lese, schaue ich in den Spiegel und frage mich: &#8222;Warum bin ich so scheiß abgebrüht und allzu oft viel &#8230; <a class="more-link" href="http://wegbegleiter.wordpress.com/2011/11/21/warum-nur-sind-wir-so-scheis-abgebruht-gegenuber-dem-evangelium/">Weiterlesen&#160;<span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wegbegleiter.wordpress.com&amp;blog=1298518&amp;post=2329&amp;subd=wegbegleiter&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignright" style="width: 170px"><a href="http://www.flickr.com/photos/86401769@N00/2589960082"><img class="zemanta-img-inserted zemanta-img-configured " title="岜沙女孩 Biasha Girl" src="http://farm4.static.flickr.com/3159/2589960082_c80bdd546c_m.jpg" alt="岜沙女孩 Biasha Girl" width="160" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Image by randomix via Flickr</p></div>
<p>Ich habe letztens &#8211; ich weiß es nicht mehr wo, sorry &#8211; diese Geschichte von Otto Bohr gelesen, die in China spielt&#8230; sie ist altmodisch geschrieben, aber <strong><span style="color:#800080;">berührt trotzdem das Herz</span></strong>&#8230; immer, wenn ich solche Geschichten lese, schaue ich in den Spiegel und frage mich: <strong><em><span style="color:#800080;">&#8222;Warum bin ich so scheiß abgebrüht und allzu oft viel zu hart und verkopft für das Evangelium? Warum habe ich das Staunen verlernt? Das Weinen? Dass still werden in der Gegenwart Gottes, das Niederwerfen vor Anbetung und Glück&#8230;, dass sich der Herr dieses Universums mir zuwendet&#8220;</span></em></strong></p>
<p>Ich wünsche mir dieses kindliche Staunen, dieses ganzheitliche Begreifen der Tragweite und der <strong><span style="color:#800080;">Schönheit des Evangeliums</span></strong>&#8230; dass Gottes Wort wieder zu Tränen berührt wegen dieser <strong><span style="color:#800080;">Zärtlichkeit und Zuwendung Gottes</span></strong> (weshalb ich nicht viel von klassischen Höllenpredigten halte) &#8211; und nicht nur den Kopf qualmen lässt über Fragen, die dem Nächsten nebenan ohne Gott keinen Deut weiter helfen&#8230;</p>
<p>Und wenn ich ab und an in <strong><span style="color:#800080;">christlichen Foren</span></strong> unterwegs bin (selten, es tut mir nicht gut&#8230;), dann kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass es darum längst nicht mehr geht (jemals ging?). Es geht um <strong><span style="color:#800080;">Rechthaberei, Konzepte, Überzeugungen, Bekenntnisse, Säulen des Glaubens</span></strong> und die werden nicht selten mit brachialer Gewalt verteidigt und vorgebracht&#8230; aber es geht nicht um:</p>
<p><strong><span style="color:#800080;">Kraft, Begegnung, Zärtlichkeit, Metamorphose, Freiheit, Staunen, Still werden&#8230; ganz still&#8230; und vielleicht sogar: weinen. Weil Gott so ist, wie er ist&#8230;</span></strong></p>
<p>Die Geschichte&#8230;</p>
<blockquote><p><em><span style="color:#800080;">Vor einigen Jahren pochte es schüchtern an meine Tür, wie mit dem zaghaften Finger eines Kindes. Ich ging rasch hin, um zu öffnen. Da stand ein kleines, weibliches Wesen, meiner Schätzung nach gerade über das Jungmädchenalter hinaus, und nach einer Fülle von Begrüßungszeremonien gelang es mir, sie zum Eintritt in das Zimmer zu bewegen, wo sie ihr Anliegen vorbrachte. »Ming möchte von deinen Göttern hören, fremder Priester«, sagte das Mädchen, »denn sie hat gehört, dass deine Götter die Frauen nicht verschmähen, die zu ihnen kommen. Aber Ming ist aus keinem guten Hause, sie ist ein Findelkind, das man aussetzte, weil es bloß ein Mädchen war. Eine habgierige Frau hat das Mädchen großgezogen, um eine billige Magd zu bekommen. Dies ist mein Leben. Und so frage ich den fremden Priester, ob seine Götter auch die Magd Ming in ihrem Dienst dulden werden.«</span></em></p>
<p><em><span style="color:#800080;">Da begann ich erst einmal zu erzählen, dass wir keine Götter haben, sondern nur einen Vater, der im Himmel ist und der im Anfang Mann und Weib schuf und auch das Weib liebte und ehrte, so wie er den Mann geliebt und geehrt hat.</span></em></p>
<p><em><span style="color:#800080;">Atemlos fast hörte sie zu und las mir die Worte von meinen Lippen. Da tat ich einen weiteren Schritt und erzählte ihr, wie er ein armes Mädchen berufen, die Mutter seines Sohnes zu werden&#8230; Als ich so weit gekommen war, erhob sie abwehrend die Hände: »Fremder Priester«, bat sie, »ich bitte dich, Ming nicht zu betrügen. Erzähle, dass es ein Märchen ist, das man bei fremden Völkern den Kindern erzählt, wenn sie weinen, damit sie wieder froh werden. Unmöglich erscheint es Ming zu glauben, dass Gott einer Frau so Großes tat.«</span></em></p>
<p><em><span style="color:#800080;">Ich aber betete in meinem Herzen und erklärte das Wunder aller Wunder, die Wahrheit aller Wahrheiten, dass unser Gott Mensch wurde aus Maria, der Jungfrau.</span></em></p>
<p><em><span style="color:#800080;">Da geschah etwas Seltsames, etwas, das mich tiefer ergriff als alles, was ich erlebt hatte. Das Mädchen Ming ließ sich auf die Knie nieder, und nach chinesischer Sitte wählte sie die tiefste Form der Anbetung. Ihre Stirn berührte den Boden. So kauerte sie lang. »O unbekannter Gott«, hörte ich sie murmeln, »unbekannter Gott, Ming dankt Dir zum ersten Mal, dass sie da ist!« Ich wagte nicht, mich zu rühren. Endlich richtete das Mädchen sich auf. Ihr Gesicht war nass von Tränen. Da wollte ich etwas sagen, aber wieder erhob sie die Hand.</span></em></p>
<p><em><span style="color:#800080;">»Fremder Priester«, bat sie, »gewähre eine Zeit der Ruhe. Denn habt ihr mehr solcher Wahrheiten, wird Ming an ihnen sterben, weil sie zu schwer sind für ihr Herz.«</span></em></p>
<p><em><span style="color:#800080;">Otto Bohr</span></em></p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/wegbegleiter.wordpress.com/2329/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/wegbegleiter.wordpress.com/2329/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/wegbegleiter.wordpress.com/2329/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/wegbegleiter.wordpress.com/2329/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/wegbegleiter.wordpress.com/2329/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/wegbegleiter.wordpress.com/2329/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/wegbegleiter.wordpress.com/2329/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/wegbegleiter.wordpress.com/2329/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/wegbegleiter.wordpress.com/2329/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/wegbegleiter.wordpress.com/2329/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/wegbegleiter.wordpress.com/2329/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/wegbegleiter.wordpress.com/2329/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/wegbegleiter.wordpress.com/2329/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/wegbegleiter.wordpress.com/2329/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wegbegleiter.wordpress.com&amp;blog=1298518&amp;post=2329&amp;subd=wegbegleiter&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">岜沙女孩 Biasha Girl</media:title>
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		<title>Von hilfsbedürftigen Frauen, feuchten Schenkeln und dem falschen Verständnis von Sünde</title>
		<link>http://wegbegleiter.wordpress.com/2011/11/16/von-hilfsbedurftigen-frauen-feuchten-schenkeln-und-dem-falschen-verstandnis-von-sunde/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Nov 2011 07:59:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wegbegleiter</dc:creator>
				<category><![CDATA[geistliches Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[häsäd]]></category>
		<category><![CDATA[Mönch]]></category>
		<category><![CDATA[Sünde]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine im besten Sinne &#8222;anregende&#8220; Geschichte: Zwei Mönche waren auf der Wanderschaft. Eines Tages kamen sie an einen Fluss. Dort stand eine junge schöne Frau mit ebenso wunderschönen Kleidern. Offenbar wollte sie über den Fluss, doch da das Wasser sehr tief war, konnte sie den Fluss nicht durchqueren, ohne ihre Kleider zu beschädigen. Ohne zu zögern &#8230; <a class="more-link" href="http://wegbegleiter.wordpress.com/2011/11/16/von-hilfsbedurftigen-frauen-feuchten-schenkeln-und-dem-falschen-verstandnis-von-sunde/">Weiterlesen&#160;<span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wegbegleiter.wordpress.com&amp;blog=1298518&amp;post=2310&amp;subd=wegbegleiter&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine im besten Sinne<strong><span style="color:#800080;"> &#8222;</span><span style="color:#800080;">anregende&#8220;</span></strong> Geschichte:</p>
<blockquote><p><em><span style="color:#800080;">Zwei Mönche waren auf der Wanderschaft. Eines Tages kamen sie an einen Fluss. Dort stand eine junge schöne Frau mit ebenso wunderschönen Kleidern. Offenbar wollte sie über den Fluss, doch da das Wasser sehr tief war, konnte sie den Fluss nicht durchqueren, ohne ihre Kleider zu beschädigen.</span></em></p>
<p><em><span style="color:#800080;">Ohne zu zögern ging einer der Mönche auf die Frau zu, hob sie auf seine Schultern und watete mit ihr durch das Wasser. Auf der anderen Flussseite setzte er sie trocken ab.</span></em></p>
<p><em><span style="color:#800080;">Nachdem der andere Mönch auch durch den Fluss gewatet war, setzten die beiden ihre Wanderung fort.</span></em></p>
<p><em><span style="color:#800080;">Nach etwa einer Stunde fing der eine Mönch an, den anderen zu kritisieren und herum zu schimpfen: ” Du weißt schon, dass das, was du getan hast, nicht richtig war, nicht wahr? Du weißt, wir dürfen keinen nahen körperlichen Kontakt mit Frauen haben. Wie konntest du nur gegen diese Regel verstoßen?”</span></em></p>
<p><em><span style="color:#800080;">Der Mönch, der die Frau durch den Fluss getragen hatte, hörte sich die Vorwürfe des anderen ruhig an. Dann antwortete er: “Ich habe die Frau vor einer Stunde am Fluss abgesetzt – warum trägst du sie immer noch mit dir herum?”</span></em></p></blockquote>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a href="http://www.flickr.com/photos/84466661@N00/2794988571"><img class="zemanta-img-inserted zemanta-img-configured" title="Monk" src="http://farm4.static.flickr.com/3168/2794988571_1b012feca1_m.jpg" alt="Monk" width="240" height="161" /></a><p class="wp-caption-text">Image by Daniel Williams via Flickr</p></div>
<p>Ein <strong><span style="color:#800080;">zölibatärer</span></strong> Mönch. Und noch einer. Der eine hilft, der andere nicht. Der eine &#8222;<strong><span style="color:#800080;">sündigt</span></strong>&#8220; (innerhalb seines Verständnisses), der andere&#8230; <strong><span style="color:#800080;">nicht</span></strong>?</p>
<p>Kreist der &#8222;brave&#8220; Mönch nicht vielleicht <strong><span style="color:#800080;">viel länger und intensiver</span></strong> um den Gedanken an die Frau mit den <strong><span style="color:#800080;">feuchten Kleidern</span></strong> auf den Schultern? Dazu noch die Sünde des gepflegten Grolls? Der Abwertung des Bruders? Der unterlassenen Hilfeleistung?</p>
<p>Letztlich mag der helfende Mönch vielleicht sogar für zwei Minuten etwas für ihn &#8222;<span style="color:#800080;"><strong>Falsches</strong></span>&#8220; gespürt haben. <strong><span style="color:#800080;">Erregung</span></strong>. Körperlicher Kontakt zu einer Frau. Zum ersten Mal nach Jahrzehnten vielleicht. Aber seine <strong><span style="color:#800080;">Idee, sein Gedanke war davon nicht bestimmt</span></strong>. Er wollte helfen&#8230;</p>
<p>Dieser Mönch hatte im Gegensatz zu seinem moralisierenden, juristisch denkenden Mitbruder <strong><span style="color:#800080;">begriffen</span></strong>: Sünde hat immer im biblischen Verständnis mit <strong><span style="color:#800080;">Beziehungsstörung</span></strong> zu tun. <strong><span style="color:#800080;">Sünde zerstört Beziehung</span></strong> zu Gott und zum Mitmenschen bzw. zur Schöpfung. Sie verletzt die Gemeinschaftstreue &#8211; die <strong>חֶסֶד</strong> &#8211; das barmherzige Miteinander, auf das man sich verlassen kann und das göttlichen <strong><span style="color:#800080;">Schalom</span></strong> atmet. Wir Westler verstehen dagegen Sünde schwarz-weiß, juristisch, entweder-oder.</p>
<p>So mag das <strong><span style="color:#800080;">Lügen der Hure Rahab</span></strong> für einen westlichen Christen (der eher griechisch geprägt ist, als jüdisch-biblisch) eine <strong><span style="color:#800080;">Sünde</span></strong> sein &#8211; ein jüdisch geprägter Mensch schüttelt darüber den Kopf: Wieso hat sie gesündigt? Sie hat Menschen gerettet&#8230; das nicht zu tun&#8230; das wäre ein Bruch der Gemeinschaftstreue gewesen&#8230; das wäre Sünde gewesen und <strong><span style="color:#800080;">Lüge dementsprechend Gott gemäß</span></strong>! Dementsprechend taucht sie dann auch im Stammbaum Jesu auf und wird als herausragender Person des Glaubens gewürdigt im Neuen Testament&#8230; eine <strong><span style="color:#800080;">lügende Prostituierte</span></strong>&#8230;</p>
<p>Diese Erkenntnis macht das <strong><span style="color:#800080;">Umgehen und Nachdenken über Recht und Unrecht</span></strong>, über Sünde und Schuld nicht leichter &#8211; aber <strong><span style="color:#800080;">biblischer</span></strong> und Gott gemäßer. Letztlich kann uns auch hier nur der Heilige Geist in alle Wahrheit führen und wir leben diese Wahrheit dann in der Gnade und der Abhängigkeit von Gott&#8230;</p>
<p>Die Gebote und Lebensregeln Gottes durch <strong><span style="color:#800080;">diese biblische Brille</span></strong> neu zu lesen&#8230; das dürfte uns nah ans Vaterherz Gottes bringen, der eben: <strong><span style="color:#800080;">Vater</span></strong> ist. Und kein deutscher <strong><span style="color:#800080;">Beamter</span></strong>, der auf Einhaltung von DIN-Normen prüft. Und einen solchen Vater <strong><span style="color:#800080;">möchte man nicht verletzen</span></strong>&#8230;</p>
<p><em>(Anmerkung: die Überschrift ist ein Augenzwinkern (1) für die Kenner des frommen Chaoten von Adrian Plass, (2) für all die humorlosen Leute, die wegen der Überschrift zum Artikel gehen und sich dann irgendwie ertappt fühlen&#8230; schade eigentlich, hm? Einfach mal drüber schmunzeln, gelle?)</em></p>
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