Archiv

Artikel getaggt mit ‘Fasten’

Countdown läuft: Fasten vor Ostern

3 April, 2009 wegbegleiter 4 Kommentare

Ok, bald geht es los und ich bin schon hochgradig gespannt wie jedes Mal: 5 Tage Fasten Montag bis Oster-Samstag… dann das Fastenbrechen und nach dem Osterfrühgottesdienst in aller Dunkelheit die erste richtige Mahlzeit (ein Brötchen).

Das Schöne: diesmal machen wir das in der Gemeinde mit ein paar Leutchen zusammen und treffen uns zum Beten und Austauschen. Bisher war Fasten jedes Mal eine wirklich intensive, wenn auch wahrlich nicht immer einfache Zeit – die 40% Körperenergie,die die Verdauung normalerweise beansprucht (mindestens), ist eben für andere Dinge bereit, die Antennen sind ausgefahren, die Sinne geschärft, großartig, aber auch anstrengend. Ich wünsche und hoffe, das Gott mir seine Liebe in dieser Zeit zeigt, Abhängigkeiten aufdeckt und zerbricht, Weisung erteilt. In dieser Zeit entstehen meine Osterpredigten. Und ich werde euch täglich informieren und euch einen Einblick geben in die freiwillige Wüstenzeit… Montag geht’s los!

Kategorien:geistliches Leben Schlagworte: ,

Fasten ist fein!

11 April, 2008 wegbegleiter 4 Kommentare

Tja, da bin ich nun schon im vierten Fastentag und seit dem zweiten Tag ist der Hunger weg und die Kraft wieder voll da. Schön. Und wieder einmal sehr bereichernd. Es stellt sich eine innere Ruhe und Kraft ein, die sonst einfach nicht vorhanden ist. Kaum beschreibbar. Und dennoch kein Wunder: die Verarbeitung von Nahrung nimmt mehr als die Hälfte der Körperenergie in Anspruch – und die hat man plötzlich für alle anderen Sinne! Weniger Schlaf ist nötig, eine ungewohnte Wachheit stellt sich ein. Die wenigen Produkte, die man zu sich nehmen darf (Gemüsesaft, Brühe) schmecken ungleich intensiver und sind ein wahres Fest der Sinne.

Und: der innere Schweinehund, bzw. die eigenen Nahrungsabhängigkeiten treten deutlich zutage. Vor allem der Kohlenhydratschub Abends zur Belohnung und Entspannung nach vieler Arbeit. Noch schnell ein Glas Wein, Knabberkram oder ein leckeres Käsebrot – das haut rein! Und hat mit realem Hunger bzw. Genuss auch nur noch wenig zu tun. Insofern ist Fasten eine spannende Form des Kreuzigens des eigenen Fleisches – wie Paulus sagen würde. Denn Essen sollte Genuss sein und Freude – und nicht Befriedigung einer Sehnsucht mit unlauteren Mitteln…

P.S. zum Fasten habe ich auch in meinem Buch ein ausführliches Kapitel geschrieben – allerdings weniger technisch als geistlich. Wer Tipps zur Praxis braucht, kann mich gerne anmailen. Wir werden in der Gemeinde wahrscheinlich im Herbst eine gemeinsame Fastenerfahrung durchziehen…

Kategorien:Alltägliches, geistliches Leben Schlagworte: