Wassermelonen und immer währende Freude
An Wassermelonen habe ich intensive Kindheitserinnerungen. Am Strand von Laigueglia an der italienischen Riviera, heißer Sand, der Geruch von Sonnencreme, italienischen Süßspeisen und dann der Melonen-Mann, der seinen Wagen durch den Sand schurgt und dabei: „Mälonä, Mälonä“ brüllt. Und dann in brüllender Hitze eine saftige Wasermelone für ein paar zerknitterte, sepiafarbene und eingerissene 1000 Lire-Scheine. Dann gestern einen Satz gelesen:
„Warum nehmen wir nicht Gottes großartiges Geschenk für unser Leben wie ein großes Stück Wassermelone in die Hand, lassen uns das saftige, süße Fruchtfleisch auf der Zunge zergehen und spucken den ungenießbaren Rest einfach aus? Warum knabbern wir immer trübsinnig auf den Samenkörnern und der harten Schale herum?“ (Mike Mason)
Ja, warum strecken wir uns nicht nach der Freude aus, die immer währt, wie Paulus in Phil 4,4 schreibt? Denn die ist schon da, immer während, denn es ist göttliche Freude und nicht selbst gemachte. Freude mit Ewigkeitscharakter. Stattdessen stehen zu oft die Kerne im Mittelpunkt, auf denen sich trefflich herum kauen lässt… die Kerne zu leugnen – das wäre auch krank und sinnlos, weil es die Realität verzerrt. Sie wahrnehmen, lokalisieren und dann sich bewusst für die Freude Gottes zu entscheiden, die auch Kerne überdauert – das ist entscheidend! Und dann mit Verve die Kerne ausspucken – was eine Freude an für sich ist…;-) – damit der Mund wieder leer ist für ein saftiges Stück süßen Fruchtfleischs. Mahlzeit!
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