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Artikel getaggt mit ‘Freude’

Wassermelonen und immer währende Freude

21 November, 2008 wegbegleiter 14 Kommentare

An Wassermelonen habe ich intensive Kindheitserinnerungen. Am Strand von Laigueglia an der italienischen Riviera, heißer Sand, der Geruch von Sonnencreme, italienischen Süßspeisen und dann der Melonen-Mann, der seinen Wagen durch den Sand schurgt und dabei: „Mälonä, Mälonä“ brüllt. Und dann in brüllender Hitze eine saftige Wasermelone für ein paar zerknitterte, sepiafarbene und eingerissene 1000 Lire-Scheine. Dann gestern einen Satz gelesen:

„Warum nehmen wir nicht Gottes großartiges Geschenk für unser Leben wie ein großes Stück Wassermelone in die Hand, lassen uns das saftige, süße Fruchtfleisch auf der Zunge zergehen und spucken den ungenießbaren Rest einfach aus? Warum knabbern wir immer trübsinnig auf den Samenkörnern und der harten Schale herum?“ (Mike Mason)

Ja, warum strecken wir uns nicht nach der Freude aus, die immer währt, wie Paulus in Phil 4,4 schreibt? Denn die ist schon da, immer während, denn es ist göttliche Freude und nicht selbst gemachte. Freude mit Ewigkeitscharakter. Stattdessen stehen zu oft die Kerne im Mittelpunkt, auf denen sich trefflich herum kauen lässt… die Kerne zu leugnen – das wäre auch krank und sinnlos, weil es die Realität verzerrt. Sie wahrnehmen, lokalisieren und dann sich bewusst für die Freude Gottes zu entscheiden, die auch Kerne überdauert – das ist entscheidend! Und dann mit Verve die Kerne ausspucken – was eine Freude an für sich ist…;-) – damit der Mund wieder leer ist für ein saftiges Stück süßen Fruchtfleischs. Mahlzeit!

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Von echter Freude (die man auch merken darf!)

27 Oktober, 2008 wegbegleiter 16 Kommentare

So, wieder da. Leitungstagung auf Langeoog. Sehr feine Impulse. Sehr durchwachsenes Wetter. Tochter mit Magen-Darm bei Notarzt. Trotzdem in der Summe gut. Bis auf manche Menschen auf Langeoog. Nicht nur mir fiel es auf: bis auf wenige glorreiche nette Ausnahmen, die uns schon fast vor Dankbarkeit auf die Knie fallen ließen waren die Menschen in der Geschäften unfreundlich bis pampig. Nicht norddeutsch zurückhaltend – das kenne ich ja nur zu gut. Sondern unfreundlich. Höhepunkt: Betreten eines Spielwarenladens der eher altmodischen Art. Verkäuferin: wollen Sie was kaufen oder sich nur aufwärmen? Äh… ja. Wir gingen dann mal und hinter uns wurde demonstrativ die Tür laut geschlossen. War schon oft auf Langeoog, aber das war der Hammer dieses Jahr. 

Wie geht man damit um? Eine Dame aus unserer kleinen Reisegruppe vermutete persönliche Probleme und wollte Barmherzigkeit walten lassen. Ich halte es eher mit Lee Iacocca, der muffelige und unfreundliche Bedienungen fragte, warum sie eigentlich ihren Job machen? Wenn sie ihn machen, dann vernünftig und dazu gehört Kundenfreundlichkeit. Wenn die nicht vorhanden ist: Job verfehlt. Wer einmal in Amerika war, weiß, dass diese Mentalität funktioniert und wohltuend ist. Authentizität erwarte ich nicht von einem Verkäufer oder einer Verkäuferin. Sondern Fachwissen und Freundlichkeit (also bitte nienienie bei Saturn oder Mediamarkt elektronische Geräte kaufen).  

Und doch: ich war schnell wieder bei unseren Gemeinden und ihrer Anziehungskraft und bei mir selbst. Immerhin ist nach Galater 5,22 die Freude, die von innen kommt (also aus dem Geist), eine echte Frucht des Geistes direkt an Platz 2 nach der Liebe. Wenn man hinter der Liebe einen Doppelpunkt setzt, dann sogar auf Platz 1. Strahlen wir das aus? Also kein künstliches Dauergrinsen, sondern ein inneres Strahlen. Manchmal mitten im Leid, sogar mitten in der Depression. Also ich nicht. Aber diese Freude ist uns verheißen. Und sie wäre ein proprium von Christen! Das haben andere nicht. Warum ist es also so schwer? Haben wir diese Form der Freude noch nicht gefunden? Dann machen wir unseren „Job“ schlecht… und verpassen gleichzeitig wohl etwas sehr Schönes…

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