Oder für die musikalisch Interessierten Leser auch: crisis! What crisis? Passt genauso, denn ich nehme eine Krise des Gebets bei vielen überzeugten Christen wahr. Der alltägliche, selbstverständliche Umgang mit Gott ist eben das nicht mehr: selbstverständlich. Stattdessen ist Gebet oft nur noch der Notnagel wie in dieser herrlichen Karikatur. Gott will aber jede Minute unseren Lebens Reich Gottes bauen. Mit diesem Bauen dringen wir aber in einen Krieg ein, der unsichtbar unter uns tobt. D.h. Gegenwehr ist zu erwarten, ja, ist logisch! Dann ist aber genauso logisch, dass Gebet einfach not-wendig im wahrsten Sinne des Wortes ist. Vielleicht verdirbt auch nur eine falsche, materialistische Weltsicht die Freude und die Notwendigkeit des Betens…
Prayer! What prayer?
9 01 2008Kommentare : 3 Kommentare »
Tags : Gebet, Reich Gottes
Kategorien : Gebet, Zeitfragen, geistliches Leben
Beten nach Schlumpfart
26 10 2007
Dochdoch - dieser Post ist durchaus ernst gemeint. Ich habe letzte Woche einen betenden Mönchschlumpf ersteigert, denn den gibt es so nicht mehr auf dem Markt. Nun steht er auf meinem Mac herum (aber natürlich nicht auf der Tastatur, wie auf dem Bild!) und erfreut das Kind in mir. Aber auch mehr - denn dieser Mönchschlumpf hat eine vorbildliche Gebetshaltung - äußerlich wie innerlich.
Er sitzt nicht in Haarwaschhaltung mit geschlossenen Augen (unsägliche Aufforderung mancher Liturgen: wir neigen uns zum Gebet! Bitte! Es gibt mehr als eine Gebetshaltung, liebe Liturgen!) - nein, unser Schlumpf steht aufrecht und blickt sogar mit wachen Augen in die Welt. Welt und Gebet gehören für ihn zusammen, Reich Gottes findet für ihn nicht nur unsichtbar statt, sondern auch sichtbar. Sein Blick ist schon fast neugierig zu nennen, als wolle er schauen, was die Welt ihm von Gott und seinem Handeln zeige…
Gleichzeitig umspielt sein Gebet ein friedliches Lächeln. Er ringt nicht mit seinem Gott, sondern genießt dieses offene Gebet und hat dabei heitere Gelassenheit (trotz (oder wegen?) Zölibat). Er kann ganz wie Luther sagen: nun sitzt ich hier bei meinem Wittenbergisch Bier und weiß: Gott handelt! Gott sitzt im Regimente, da darf man wohl im Gebet lächeln - trotz vielleicht widriger Umstände.
Dennoch - trotz aller Offenheit der Gebetshaltung - die Hände sind gefaltet, es geht hier nicht um Chaos, sondern schon um Sammlung und Konzentration - so ist der Mönchschlumpf ganz bei sich und dennoch ganz bei Gott und seiner Welt.
Möge also dein Gebet schlumpfiger werden und bitte: das ist jetzt keine Erlaubnis, blau zu beten, obwohl das besser wäre, als blau nicht zu beten. Daneben sagt aber Paulus: wir sollen uns nicht mit Alkohol abfüllen, sondern mit der Fülle des Geistes - insofern ist blau erlaubt, nur eben abgefüllt mit Gottes gutem Geist. Und jetzt Augen auf zum Gebet!
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Tags : Gebet, Gebetshaltung, Reich Gottes, Schlumpf
Kategorien : geistliches Leben
Ist Beten immer einfach?
18 10 2007Bei Storch hat sich über seine feinen Ausführungen zum Vers “Betet ohne Unterlass” eine kleine Diskussion ergeben, die mir zu schnell abzusaufen droht, deswegen hier der Versuch einer Fortführung bei meinen Lesern und vielleicht können die ja bei Storch auch mitreden. Denn wir haben ein spannendes Thema der Glaubenspraxis vor uns: wie leicht fällt uns Gebet? Gebet ist großartig, wir können mit dem Vater und Schöpfer reden und auf dem Gebet ruhen bombastische Verheißungen. Soweit die bekannte Theorie. Trotzdem leiden viele mir bekannte Christen immer wieder einmal unter Gebetslosigkeit oder empfinden das Gebet als trocken und unfruchtbar. Liest man nun die Kommentare, könnte der Eindruck hochkommen: hey, ist doch alles easy. Genug Geist und die richtige Einstellung und Beten ist t-o-t-a-l einfach.
Von der Theorie stimme ich dem zu: bist du mit Gottes Geist erfüllt mit zum Rand, dann sollte das Gebet keine Pflichtübung mehr sein, sondern schlicht Freude und Bedarf… und trotzdem ertappe ich mich immer wieder dabei, dass ich schneller den Rechner hochfahre, als mir vorher noch Zeit zu nehmen, bei einem Tässchen Kaffee mit Gott zu reden und so den Tag zu beginnen (und nun sag nicht, storch, es läge am Kaffee…;-). Und viele andere langjährige Christen berichten mir auch von ihren Kämpfen und Niederlagen. Sind wir nicht siegreich genug in unserem Glauben? Haben wir was nicht kapiert? Nicht genug Geist? Das sind so die Fragen von einem, der Gebet liebt und unendlich viel darüber gelesen hat - aber immer noch kämpft… wie geht es dir?
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Tags : Gebet, geistlicher Kampf, Heiliger Geist, Spiritualität
Kategorien : Gebet
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