War auf einer Tagung in Friedensau - in der Nähe von Burg - in der Nähe von Magdeburg. Absolute Pampa. Ansiedlungsverbot während der DDR-Zeit, Wohnerlaubnis nur für Studenten der Siebenten-Tags-Adventisten. Wie eine Enklave liegt das schöne Gelände mitten im Wald. Man meint den Rückzug aus der verfolgten und bedrängten Wirklichkeit immer noch spüren zu können.
Vorher Magdeburg, dort übernachtet und erschrocken. Neben den schönen alten Gebäuden und diversen Bausünden der vergangenen Jahrzehnte in Klotzbauweise vor allem Menschen, traurige Menschen, desillusionierte Menschen, leere Menschen. Ich gehe immer gerne durch die Straßen der Stadt und habe das stundenlang dort gemacht. Selten ein Lächeln, viel Härte und ganz viel Leere und geistliche Dunkelheit. Wie eine Regenwolke dunkel und schwer hing eine eigenartige Last auf mir, wie ich es sonst kaum erfahren habe.
Später erzählte mit ein sonst ganz nüchterner Christ, er würde wie eine graue Decke über der Stadt spüren, wie ein Schleier der Hoffnungslosigkeit. Eine Decke, die die frohe Botschaft fern hält, obwohl viele Menschen aller Denominationen beten und versuchen, Gemeinde zu bauen…Mich hat das frustriert - und vielleicht fehlt uns die Antenne oder auch die Methodik, um mit solchen “Decken” umzugehen!?
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