Über meinem Schreibtisch (besser gesagt gegenüber) hängt nun seit einiger Zeit ein Bibelvers, der mir immer wichtiger wird. Und der sich zunehmend bewahrheitet und deutlich macht: nein, es geht nicht vor allem um Wissen und Worte, es geht um die Kombination:
Worte plus Taten durch Vollmacht und Zeichen (Wunder)
Je länger und mehr ich NT lese, desto mehr wird mir deutlich, wie verkürzt eine reine Textbezogenheit intellektueller Art ist. Sie endet schnell in einem religiösen Geist und in aufgeblasenem Theoriewissen. Paulus schreibt (das ist mein Schreibtischvers):
Ich würde es nicht wagen, auf etwas anderes stolz zu sein als auf Christus, der die anderen Völker durch mein Reden und Tun zu Gott geführt hat. Ich habe sie gewonnen durch die Wunder, die als Zeichen Gottes durch mich geschahen und durch die Kraft des Heiligen Geistes (Römer 15,18.19)
Wie sind wir eigentlich je auf die Idee gekommen: lehre nur das reine, nüchterne Evangelium und die Leute finden zu Gott? Erzähl nicht von dir, mach dich nicht zum Thema! Das mag ja alles so grob richtig sein - aber es muss flankiert werden von einer Person, die das mit ihrem Leben in allem Beschränkung auch verkörpert (DU! ICH!), und die damit rechnet und es auf dem Plan hat, durch Gottes Vollmacht Wunder zu tun, kurz: mit Dingen zu rechnen, die wir sonst nicht auf dem Plan haben. Haben wir den Mut, darum zu beten? Damit zu rechnen? Oder argumentieren wir solche Stellen theologisch weg? Dabei hängt es eben nicht am Wort - sondern an der Kraft. Ich wünsche dir einen kraftvollen Wochenanfang. Und untersuche das NT auf solche und ähnliche Stellen - du wirst sie reichlich finden…
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