Dochdoch - dieser Post ist durchaus ernst gemeint. Ich habe letzte Woche einen betenden Mönchschlumpf ersteigert, denn den gibt es so nicht mehr auf dem Markt. Nun steht er auf meinem Mac herum (aber natürlich nicht auf der Tastatur, wie auf dem Bild!) und erfreut das Kind in mir. Aber auch mehr - denn dieser Mönchschlumpf hat eine vorbildliche Gebetshaltung - äußerlich wie innerlich.
Er sitzt nicht in Haarwaschhaltung mit geschlossenen Augen (unsägliche Aufforderung mancher Liturgen: wir neigen uns zum Gebet! Bitte! Es gibt mehr als eine Gebetshaltung, liebe Liturgen!) - nein, unser Schlumpf steht aufrecht und blickt sogar mit wachen Augen in die Welt. Welt und Gebet gehören für ihn zusammen, Reich Gottes findet für ihn nicht nur unsichtbar statt, sondern auch sichtbar. Sein Blick ist schon fast neugierig zu nennen, als wolle er schauen, was die Welt ihm von Gott und seinem Handeln zeige…
Gleichzeitig umspielt sein Gebet ein friedliches Lächeln. Er ringt nicht mit seinem Gott, sondern genießt dieses offene Gebet und hat dabei heitere Gelassenheit (trotz (oder wegen?) Zölibat). Er kann ganz wie Luther sagen: nun sitzt ich hier bei meinem Wittenbergisch Bier und weiß: Gott handelt! Gott sitzt im Regimente, da darf man wohl im Gebet lächeln - trotz vielleicht widriger Umstände.
Dennoch - trotz aller Offenheit der Gebetshaltung - die Hände sind gefaltet, es geht hier nicht um Chaos, sondern schon um Sammlung und Konzentration - so ist der Mönchschlumpf ganz bei sich und dennoch ganz bei Gott und seiner Welt.
Möge also dein Gebet schlumpfiger werden und bitte: das ist jetzt keine Erlaubnis, blau zu beten, obwohl das besser wäre, als blau nicht zu beten. Daneben sagt aber Paulus: wir sollen uns nicht mit Alkohol abfüllen, sondern mit der Fülle des Geistes - insofern ist blau erlaubt, nur eben abgefüllt mit Gottes gutem Geist. Und jetzt Augen auf zum Gebet!
Neueste Kommentare