Bei Storch hat sich über seine feinen Ausführungen zum Vers “Betet ohne Unterlass” eine kleine Diskussion ergeben, die mir zu schnell abzusaufen droht, deswegen hier der Versuch einer Fortführung bei meinen Lesern und vielleicht können die ja bei Storch auch mitreden. Denn wir haben ein spannendes Thema der Glaubenspraxis vor uns: wie leicht fällt uns Gebet? Gebet ist großartig, wir können mit dem Vater und Schöpfer reden und auf dem Gebet ruhen bombastische Verheißungen. Soweit die bekannte Theorie. Trotzdem leiden viele mir bekannte Christen immer wieder einmal unter Gebetslosigkeit oder empfinden das Gebet als trocken und unfruchtbar. Liest man nun die Kommentare, könnte der Eindruck hochkommen: hey, ist doch alles easy. Genug Geist und die richtige Einstellung und Beten ist t-o-t-a-l einfach.
Von der Theorie stimme ich dem zu: bist du mit Gottes Geist erfüllt mit zum Rand, dann sollte das Gebet keine Pflichtübung mehr sein, sondern schlicht Freude und Bedarf… und trotzdem ertappe ich mich immer wieder dabei, dass ich schneller den Rechner hochfahre, als mir vorher noch Zeit zu nehmen, bei einem Tässchen Kaffee mit Gott zu reden und so den Tag zu beginnen (und nun sag nicht, storch, es läge am Kaffee…;-). Und viele andere langjährige Christen berichten mir auch von ihren Kämpfen und Niederlagen. Sind wir nicht siegreich genug in unserem Glauben? Haben wir was nicht kapiert? Nicht genug Geist? Das sind so die Fragen von einem, der Gebet liebt und unendlich viel darüber gelesen hat - aber immer noch kämpft… wie geht es dir?
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