Fröhliche Beerdigung

Morgen haben wir nach einiger Zeit wieder eine Beerdigung in unserer Gemeinde. Eine alte Dame ist nach 7 Jahren des Wachkomas gestorben. Und bei meinem Besuch bei Sohn und Schwiegertochter sah ich in lachende Gesichter, erleichtert und froh über diese Erlösung nach sieben Jahren der Belastung, mit einem geliebten Menschen nicht mehr reden zu können und das Vegetieren sehen zu müssen. Die Dame war eine wirkliche Christin und so ist ihr Tod nicht nur menschlich gesehen Befreiung, sondern vor allem Durchgang zu einer neuen Form der Existenz, zu einer Geburt in ein neues, ewiges Leben hinein, dass zwischendurch gefangen zu sein schien in einem stillgelegten Körper.

In derselben Nacht, in der die Dame gestorben ist, ist ebenfalls in unserer Gemeinde ein Kind geboren worden. Welch schöne und mich bewegende Symbolik, wie zart und mit sanftem Humor zeigt sich Gott hier uns gegenüber. Da ist kaum noch Raum für Trauer, denn der Abschied fndet schon seit sieben Jahren statt. Stattdessen: Freude über eigentlich zwei Geburten – hinein in ein neues Leben. Ein kraftvolleres Zeugnis für die frohe Botschaft kann man sich kaum vorstellen. Und so werde ich es morgen predigen. Elfriede ist frei! Sie ist geheilt! Getröstet! Und sieht staunend ihren Herrn. Wir haben Grund, uns zu freuen!

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4 Antworten zu “Fröhliche Beerdigung

  1. Schade, dass ich Deine Predigt nicht miterleben kann, muss ab morgen wieder arbeiten gehen. Freue mich aber, wenn es sie als mp3 geben wird.
    Ich wünsche Dir für morgen gutes Gelingen und Gottes Segen.

    Lieben Gruß
    Sandra

  2. Liebe Sandra,
    Leider findet der Mini-Gottesdienst schon in der Friedhofskapelle statt, deswegen wird ein mp3 wohl leider ein Wunsch bleiben…;-)

    Auch liebe Grüße

    Christof

  3. Zwei Blitzgedanken zu deinem Beitrag.
    Als Kind hat mich der Tod meines Opas mit Trauer und Freude erfüllt, da er sich ganz sicher war, nach dem Tod seine geliebte Frau wiederzusehen. Er wollte dorthin. Meine Freude darüber, dass er es geschafft hatte, habe ich niemandem mitteilen, also auch mit niemandem teilen können. Das hat mich sehr belastet, hatte ich doch für mich das Gefüh,l beides war stimmig und zuwar gleichzeitig. Die Erwachsenen, da war ich seicher, wären über meine Freude entstetzt gewesen.
    Als mein äterster Sohn geboren wurde, bin ich von Menschen angefeindet worden, dass die Geburtsanzeige in unmittelbarer Nähe einer Todesanzeige für ein Kind stand.
    Ich habe die Vorwürfe nicht wirklich nachvollziehn können, denn: so ist das Leben.

  4. Gut erkannt mona lisa! Tod und Leben gehören zusammen, aber genau diese Zusammenstellung ist für den (oder die), die glaubt, kein Problem. Denn der Tod ist nur Übergang, und Jesus geht genau diesen Weg von A-Z mit. Für die Menschen, die nicht glauben können oder wollen, ist der Tod aber immer noch schrecklicher Feind, wie man an deiner Beobachtungen von den Menschen und dem Entsetzen deiner Bekannten gut sehen kann. Traurig eigentlich.

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