Gottes Stimme oder des Teufels Admiral?

Wie höre ich Gottes Stimme? Mich hat gerade in der Vorbereitung auf ein Seminar die Erkenntnis getroffen, dass ich sie an ihrem Klang erkennen kann. Ja, genau, an ihrem Klang. Gott klingt nie genervt oder ungeduldig, er klingt auch nicht enttäuscht oder sorgenvoll. Klingt Gottes Stimme so in deinem Herzen? Dann ist Er es nicht, sondern der Gegenspieler oder eben deine eigenen inneren Stimmen, die dich verurteilen und runterziehen.

Gottes Stimme hat auch keinen militärischen Tonfall, sie bellt dich nicht an, brüllt nicht herum, droht dir nicht, macht dich nicht klein. Selbst wenn sie für dich unangenehme Wahrheiten aussprechen muss, wird sie dabei liebevoll und hilfreich sein und nicht zerstörerisch. Gott winkt dir gegenüber nicht mahnend mit dem Zeigefinger (wie in dem alten Mainzelmännchen-Spot, als Det mit der Sonne spielte und Gott sagt: Nanana!) – denn Gott sieht dich, wenn du an seinen Sohn glaubst, absolut liebevoll und wie einen reinen Heiligen an – nichts stört ihn an dir! Selbst mitten in der Sünde nicht. Nichts und niemals stört ihn etwas an dir, denn er sieht dich rein – durch Jesus Christus hindurch. Natürlich will er dich korrigieren und wachsen lassen – aber aus Liebe und nicht aus Genervtsein über all deine Fehler. Und wenn du versucht hast, ihm ähnlicher zu werden, eine Sünde los zu werden z.B., eine schlechte Angewohnheit vielleicht und du hast es wieder nicht geschafft – Gott straft dich nicht, sondern freut sich über deinen ernst gemeinten Versuch, wie ein Vater sich über die ersten Schritte eines Knirpses freut und nicht über das Hinfallen entsetzt ist – denn das gehört dazu. Glaube also nicht den verurteilenden Stimmen!

Ich spüre bei mir, wie oft ich ungefiltert etwas meine, als Gottes Stimme wahrzunehmen – und dabei sind es meine eigenen Stimmen in mir oder eben: des Teufels Admiral, der mich anbellt.  Wir brauchen eine Schutzinstanz, die unsere Stimmen wahrnimmt und bewusst einordnet, bevor sie ungefiltert das Herz erreichen und dort zerstörerisch wirken können. Die Transaktionsanalyse nennt diese Instanz Erwachsenen-ICH und das trifft es gut. Denn genau das heißt wohl ein Stück im Glauben erwachsen werden: Verantwortung übernehmen für die vielen Stimmen und sie einordnen und dann – plötzlich – kann ich die heilende und heilsame Stimme Gottes hören.

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