Windows Vista und die Überwachung des Nutzers…

Mal wieder etwas off topic, aber ich kann weder mein Interesse an gesellschaftlich bedenklichen Entwicklungen, noch an Computern vollkommen leugnen…;-)

Denn: eigentlich klingt ja Service Pack nett. Aber im aktuellen Service Pack hat Windows den neuen Verschlüsselungsstandard der NSA (National security agency) eingebaut, der vom Nutzer weder aktiviert oder deaktiviert werden kann, sehr wohl aber durch ein Programm aus der Ferne oder unmerklich durch ein weiteres update. Die NSA ist die größte und finanziell am besten ausgestattete Sicherheitsbehörde der Welt, die vor allem ein Ziel hat: die Überwachung der Kommunikation. Die NSA hat übrigens auch für die „Sicherheit“ von LINUX gesorgt. All das muss nichts heißen, läuft teilweise auch unter dem Stichwort Systemsicherheit, kann aber natürlich auch prächtig ausgenutzt werden zur kompletten Überwachung des Nutzers und seiner Daten.

Bin doch froh, mit dem recht transparenten UNIX System meines Macs (noch) auf der sicheren Seite zu sein… Kinder, lasst die Finger von Vista!! (Nicht nur deswegen – das Ding ist ein sicherheitstechnischer (und nicht nur da) Rückschritt!! Abgesehen davon, dass es gnadenlos Mac-Ideen kopiert)

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7 Antworten zu “Windows Vista und die Überwachung des Nutzers…

  1. Also ich bin mit Vista sehr zufrieden. Was genau soll daran schrott sein?
    Abgesehen davon habe ich keine Geheimnisse, die eine Sicherheitsbehörde beunruhigen müsste.
    Außerdem: absus non tollit usum.

  2. Hi Achti, also ehrlich gesagt: genau diese Argumentation des „unbescholteten“ Bürgers macht mich sauer. Dann kann man auch überall Kameras aufstellen und biometrische Daten speichern, frei nach der Masche: ich habe ja nix zu verbergen. Ich finde es gerade als Pastor mit Schweigepflicht in manchen Dingen eben nicht erquicklich, transparent und kontrolliert zu sein. Ich finde es auch nicht erquicklich, dabei beobachtet werden zu können, wie ich Meinungen vertrete, die nicht „angenehm“ sind (wer definiert das?). Wir haben jetzt schon im Internet das Problem, dass man, wenn man Firmen beim Namen nennt und schlechte Firmenpolitik, gnadenlos überzogen wird mit Prozessen, die man nicht gewinnen kann, weil man schlicht die Kohle nicht dafür hat. Was ist, wenn ich in meinen Tagebüchern auf dem Rechner Dinge schreibe, die nicht „angemessen“ sind? Ich finde diese Frage eben nicht so leicht aus der Welt zu schaffen mit einem lapidaren: ich hab doch nix verbrochen. Die Bürgerrechte sind bis auf das äußerste zu verteidigen, ansonsten werden wir recht schnell die unangenehmen Folgen spüren…

  3. genau deswegen habe ich mir den mac gekauft. ich war nicht unzufrieden mit windows, aber sie hatten da schon gesagt, dass die NSA sehr an vista mitgewirkt hat – das wollte ich dann nicht haben. kann ich ja gleich einmal im monat ein backup ans BKA schicken…
    ich habe auch nichts zu verbergen – noch nicht. der unterschied zwischen einem christen und einem kriminellen ist nur ein gesetz.

  4. Auch ich bin sehr zufrieden mit Vista, obwohl ich Informatikstudent bin 🙂 Man kann alles schlecht reden und das wird mit Vista gerade wieder stark gemacht. Jeder der Vista nutzt wird merken, dass es durchaus ein super geniales und überaus stabiles System ist.

  5. Ich bin auch Informatiker (und nicht nur Pastor) und habe da so meine Anfragen an Vista, nur mal ein Zitat:
    Die Kopierschutzeinrichtungen lassen verstärkt Rootkits und anderen sicherheitsgefährdenden Code zu. Sobald sich ein Virus oder andere Malware dort einnistet, ist sie nicht einmal mehr mit Administratorrechten zu entfernen.
    Das kann sich als verhängnisvoll für den Verbraucher auswirken: nach den neuen Regeln für Windows Vista ist ihm nämlich nur eine zweite Installation gestattet. Ein drittes Mal kann das Betriebssystem nicht mehr installiert werden, auch nicht bei Virenbefall oder einem notwendigen Austausch von Hardwareteilen.

    Tolles System. Aber ich will hier keine Diskussion über die Qualität von Vista – mir ging es um die großen Sicherheitslücken von Vista, und wie sagte storch so treffend: der Unterschied zwischen einem Kriminellen und einem Christen ist nur ein Gesetz.

  6. Also ich bin nun gar kein Spezi und erst seit gut einem Jahr in der byte-comunity, mache mir aber keine Illusionen, dass nicht letztlich alles abzuscannen ist, was im Netz geschieht…

    Ohne mich für paranoid zu halten, denke ich wirkl., dass die Gesinnungsüberwachung eine zunehmende Rolle spielt und auch bei der sich abzeichnenden Christen-Verunglimpfung durch aggressiven Atheismus z.B. eine zukünftige „Rasterfahndung“ ein leichtes wird…

    Habe mir heute z.B. den ausführl. „Religositäts-Test“ von Bertelsmann mal angeschaut.
    Die haben mir sogar 3% R-Zuwachs bescheinigt für eine Postleitzahl, die ich mit 0000 angegeben habe – warum nicht nach Schuhgrösse, Haarfarbe und Automarke gefragt wurde… also Finger wech!
    (- verarschen kann ich mich alleine!)

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