Bismarck und das Leben in der Gegenwart

„Das Leben ist ein geschicktes Zahnausziehen. Man denkt immer, das Eigentliche solle erst kommen, bis man plötzlich sieht, dass alles vorbei ist.“ (Otto v. Bismarck – bei der Predigtvorbereitung entdeckt und herzhaft gelacht)

Hat doch Humor, der alte Mann. Und Recht hat er auch. Das ist der natürliche Trend im Menschen – auf eine angeblich bessere Zukunft hinzusteuern. Bis er oder sie feststellt: hey, das Leben ist schon fast vorbei. Die Verheißung der besseren Zukunft ist wie die Möhre am Stock vor der Schnauze des Esels. Unerreichbar. Begegnung mit Gott ereignet sich jetzt. Gott will sein Reich jetzt bauen. Er will mit dir arbeiten, so wie du jetzt bist – dafür ist er gestorben, dass du nicht erst so werden musst, wie du denkst, bevor du seine Vollmacht ausübst. Begegnung mit Gott ereignet sich – so C.S. Lewis – in diesem schmalen Korridor der Gegenwart – wir hängen dagegen oft gedanklich und emotional in Vergangenheit oder Zukunft fest. Aus der Vergangenheit lernen und das Gute bewahren ja. Von ihr festgehalten und gebunden werden – nein. „Ihr sollt leben, so wie lebe“ – warum machen wir es dann nicht?

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