Das Loch nach der Anspannung – und der Weg hinaus?

Wieder mal passiert: da ist eine wichtige und an die Nerven gehende Aufgabe geschafft und prompt ist sie da: die Erkältung. Passiert mir diesen „Winter“ nicht zum ersten Mal. Es ist ein Phänomen, das ich auch in anderen Menschen-Berufen wahrnehme, wie zum Beispiel bei (engagierten) Lehrern – sie halten durch bis zu den Ferien, fahren in Familienurlaub und werden krank. Weihnachten? Krank. Das Loch nach der Anspannung oder sollte man besser sagen: Überlastung?
Und? Was sagt das? Keine Ausgewogenheit im Lebensstil. Kein täglicher, wöchentlicher und monatlicher Ausgleich für die Überlastung. Zu wenig Gespür für die frühen Signale des Körpers und der Seele, wie zum Beispiel Verspannungen, Magen- oder Verdauungsprobleme, Kopfschmerzen. Die haben alle auch seelische Gründe und Wurzeln im Lebensstil. Pausen wahrnehmen, Sabbat halten, Frei-Zeit ohne Druck einplanen, Spielen – all das kann vielleicht helfen. Aber: was vor allem fehlt, ist das Gespür für die Signale. Das natürliche Empfinden: hier musst du zurückfahren und dich schützen, hier musst du anders dosieren, hier musst du mal seelsorgerisch arbeiten mit einem Vertrauten zusammen, hier muss ich Schuld vor Gott bekennen, die mein Herz verseucht. Wie sagte David – frei übersetzt: als ich dir die Sünde verschweigen wollte, verdorrten meine Glieder…
Achtsamkeit im guten, nichtesoterischen Sinne lernen – das ist auch eine christliche Tugend. Und: wenn wir uns selbst nicht mehr ganzheitlich wahrnehmen können, wie sollte das bei anderen und bei Gott gelingen? Dann aber wandeln wir nicht in der Wahrheit, sprich: Wirklichkeit und Realität, sondern in einem Zerrbild. Und das kann nur krank machen. Was sind deine Hilfestellungen, um mehr Gespür zu entwickeln und sorgfältiger mit Seele, Körper und Geist umzugehen?

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Eine Antwort zu “Das Loch nach der Anspannung – und der Weg hinaus?

  1. Ich versuche einmal am tag etwas bewusst zu machen, was mir gut tut: spazieren gehen, lesen, yoga machen, ein gutes Gespräch führen, bewusst den Vögeln zuzuhören morgens nach dem aufstehen oder einfach nur tief und bewusst durchzuatmen, früh schlafen zu gehen, jedenfalls früher als sonst.
    Wichtig dabei ist das, was du mit achtsamkeit meinst, es darf nichts sein, was man „nebenbei erledigt“. Die Regelmäßigkeit führt dann dazu, dass man eher die Chance hat, seine Grenzen einzuhalten.

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