Symbole, ihre Kraft und der Glaube

Heute morgen – zwischen all den sachlichen Artikeln – ein herrlicher Satz im Feuilleton des FAZ zu einer Folk-Sängerin: Ihren Texten zu lauschen ist, als beobachte man tanzenden Staub in einem Sonnenstrahl…Und prompt spannt sich eine ganze Vielfalt von Gedanken, Eindrücken, Gerüchen, Stimmungen im Inneren auf. Bildhafte und poetische Symbole sind wichtig für eine ganzheitliche Wahrnehmung dieser Welt. Die Bibel verwendet sie verschwenderisch – unsere westliche Kultur hat sie weitgehend abgeschafft, versachlicht oder durch Technizismen ersetzt. Leanne Payne schreibt zurecht in ihren Büchern, dass wir das Symbolsystem für die unsichtbare Welt verloren haben. Die Bibel hatte es noch. Wir machen z.B. aus dem ganzheitlich sinnlichen und auch geheimnisvollen Abendmahl der Bibel eine nüchterne reformatorische Abendmahlsfeier zur reinen Erinnerung an Geschehenes. So als schaue man sich sepia-farbene Fotos vom Opa an und seufzte dabei. Dabei ist da viel mehr hinter und wir brauchen die Wiederentdeckung der Symbole – denn sie erreichen unser Herz.Man schaue nur mal in die Pfingstgeschichte, Apg2, dort tauchen Wind, Feuer und ein fröhliches Sprachenwirrwarr auf. Innerhalb von wenigen Versen. Kein theologischer Vortrag – sondern symbolreiche Aktion. Danach kommt dann der Vortrag. Das erste schließt das Herz auf (oder regt es auf), das zweite unterfüttert das Erlebte. Vielleicht brauchen wir performances und Aktionen und anschließend saftige Predigten? Aber das Wesentliche muss vorher beginnen – in der Wiederentdeckung der Symbole.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s