Fasten ist fein!

Tja, da bin ich nun schon im vierten Fastentag und seit dem zweiten Tag ist der Hunger weg und die Kraft wieder voll da. Schön. Und wieder einmal sehr bereichernd. Es stellt sich eine innere Ruhe und Kraft ein, die sonst einfach nicht vorhanden ist. Kaum beschreibbar. Und dennoch kein Wunder: die Verarbeitung von Nahrung nimmt mehr als die Hälfte der Körperenergie in Anspruch – und die hat man plötzlich für alle anderen Sinne! Weniger Schlaf ist nötig, eine ungewohnte Wachheit stellt sich ein. Die wenigen Produkte, die man zu sich nehmen darf (Gemüsesaft, Brühe) schmecken ungleich intensiver und sind ein wahres Fest der Sinne.

Und: der innere Schweinehund, bzw. die eigenen Nahrungsabhängigkeiten treten deutlich zutage. Vor allem der Kohlenhydratschub Abends zur Belohnung und Entspannung nach vieler Arbeit. Noch schnell ein Glas Wein, Knabberkram oder ein leckeres Käsebrot – das haut rein! Und hat mit realem Hunger bzw. Genuss auch nur noch wenig zu tun. Insofern ist Fasten eine spannende Form des Kreuzigens des eigenen Fleisches – wie Paulus sagen würde. Denn Essen sollte Genuss sein und Freude – und nicht Befriedigung einer Sehnsucht mit unlauteren Mitteln…

P.S. zum Fasten habe ich auch in meinem Buch ein ausführliches Kapitel geschrieben – allerdings weniger technisch als geistlich. Wer Tipps zur Praxis braucht, kann mich gerne anmailen. Wir werden in der Gemeinde wahrscheinlich im Herbst eine gemeinsame Fastenerfahrung durchziehen…

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4 Antworten zu “Fasten ist fein!

  1. In der Fastenzeit trinken die Bayern weder Gemüsesaft noch Brühe, sondern Starkbier!

    „Das Starkbierfest wird jedes Jahr während der Fastenzeit im Paulaner-Festsaal in der Hochstraße 77 veranstaltet. Es beginnt um den Josefi-Tag (19. März) und dauert 17 Tage, in München oft als Starkbierzeit oder Fünfte Jahreszeit bezeichnet.“
    (http://de.wikipedia.org/wiki/Nockherberg)

    Salve pater patriae! Bibas, princeps optime!

  2. Jaja, die Bayern. Aber dort ist ja die Fastenzeit auch eher eine in Anführungszeichen… neee, da würde beim richtigen Fasten die Galle verrückt spielen, gestern hatten wir Leitungskreis – und da haben wir es uns zur Angewohnheit zu machen (fast) immer eine Flasche Sekt gemeinsam zu leeren (naja, zu 6 Personen keine Leistung) – meinen wänzigen Schlock habe ich aber dermaßen gemerkt…;-)

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