Warum nur?

„Gott spricht zu uns. Wir spüren, wie diese Begegnung mit Gott Kreise in unserem Leben zieht – wie auf einem ruhigen See. Doch die Welt wirft gedankenlos Steine in unser Leben, die diese Bewegung zerstören. Und wir lassen es zu. Als Folge verlieren wir die Vision, die Gott uns für diese Welt und für unsere Rolle darin geben kann. Zu rasch und oft ohne uns zu wehren, machen wir statt Geschichte lieber Geld, tauschen Leben gegen Beruf, leben für das Wochenende statt für Gott. Wir verzichten um des Erfolgs willen auf Sinn und Bedeutung und machen Jagd nach Oberflächlichkeiten wie akademische Würden, Haus, Wagen, Aktienportfolio, statt im Großen zu leben. Wir werden gerettet, aber nicht gepackt; erlöst, aber ohne Drang.“ (James Emery White, Hart gegen den Wind, R. Brockhaus Verlag, Seite 10)

Warum nur machen wir nicht ernst? Was steht uns im Wege? Mutmaßungen: Wir haben schiefe Bilder von Gott, vom Leben, von uns selbst. Wir müssen weniger machen, mehr loslassen. Wenige ich, mehr wir. Weniger wir, mehr Gott. Zeit auskaufen. Ernst machen. Und dabei spielerisch bleiben – denn das Leben ist eine Choreographie, eine Liturgie (=heiliges Spiel) Gottes. Was denkst du?

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3 Antworten zu “Warum nur?

  1. Schöner Beitrag und gute Frage Christof!

    Während wir in den Augen Gottes bereits eine neue Kreatur sind, müssen wir dennoch die Waffen des Lichtes erst „anziehen“ (Röm.13,12); obwohl wir den alten abgelegt, und den neuen Menschen angezogen haben, muss dieser doch ständig „erneuert werden“ zur Erkenntnis (Kol.3,10); während unser Herz ein neues geworden ist, müssen die Gedanken darin erst erneuert werden, um unsere Verwandlung zu bewirken (Röm.12,2) ; nachdem Jesus uns von unserer Blindheit geheilt hat, sollen wir dennoch nicht wieder „in das Dorf zurückkehren“(Mk.8,26) uswusw…

    „Wir müssen weniger machen, mehr loslassen.“ – wie wahr isses!!

    Dieses Spannungsfeld des „sowohl – als auch“ ist Teil der Nachfolge und der Schlüssel ist bei allem auf Jesus zu schauen und an seiner Hand zu gehen, um nicht im aufgewühlten Wasser zu versinken…

    Segen

  2. Amen. Dem Kommentar von Bento schließe ich mich gern an.

    Warum haben die Israeliten das goldene Kalb angebetet, obwohl sie Gottes Gegenwart täglich sahen und schmeckten? Der Mensch is a Sauhund (bayerische Erkenntnis).

  3. Naja, Kierkegaard meinte ja wir wären immer zwischen den beiden Extremen. Dem Alles und dem Nichts.
    Irgendwie hat er da nicht unrecht. Heil heißt ja ganz, vollständig sein. Im Kopf sind wir schnell einsichtig und wissen, wie es eigentlich sein sollte, nur der Rest ist im Nachvollzug so langsam, dass er von jeder Schnecke in die Hacken gebissen wird.
    Es ist immer die Frage, ob wir Inkarnation wirklich wollen.

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