Schutzengel, die gelangweilt in der Nase popeln…

Kann es eigentlich sein, dass unsere Schutzengel sich häufig langweilen? Ich stell mir dann vor, wie sie auf einer unsichtbaren Wolke herumhängen und in der Nase bohren… gut, sehr anthropomorph gedacht, aber warum nicht? Ich habe diese Frage in der Predigt vom 14.9. über die Herrlichkeit Gottes in Anlehnung an Mark Batterson gestellt und sie lässt mich nicht los. Denn wenn ich eins im Augenblick besonders wahrnehme aus den Neuen Testament, dann ist es das: wir sind als Christen Bauer des Reiches Gottes nach Seinem Bauplan, wir stimmen in sein Werk ein, wir folgen dem Ruf und der Anweisung des Schöpfers des ganzen Universums. Ein Leben als Christ sollte also eigentlich alles andere als langweilig sein.

Meine Beobachtung ist aber: vieles Christliche läuft sehr brav und gutbürgerlich ab. In einer beschleunigten und komplexen Welt wird gerne der Rückzug ins Private und vermeintlich Sichere gesucht. Die Testfrage lautet: wenn Gott seinen Heiligen Geist aus deinem Leben abzieht, was verändert sich? In dir? Und auch wichtig: von außen wahrnehmbar in deinem Leben und deiner Lebensgestaltung? Und anders herum gefragt: wie kann das verwegene Leben eines Gotteskindes Realität werden im Rahmen der ganz normalen Verpflichtungen, die der Alltag mit sich bringt? Ist das überhaupt eine realistische Herausforderung, die uns da gestellt wird? Schutzengel haben eine Aufgabe – sie sollten sich nicht langweilen müssen…

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8 Antworten zu “Schutzengel, die gelangweilt in der Nase popeln…

  1. Aber Herr Pastor, was ist das denn für ein Titel … tz 🙂

    „Ein Leben als Christ sollte also eigentlich alles andere als langweilig sein.“ – stimmt, da sollte der Bär steppen.

    … ich brauch noch schnell dein Buch bis Samstag als Geburtstagsgeschenke, ich geh‘ mal morgen schnell kaufen … kam mir gerade so, als geniale Idee.

    Übrigens dein Mönchschlumpf und der Artikel dazu … auch klasse.

  2. @Sabina: wieso denn das..? Wenn Engel schützen sollen und es nix zu schützen gibt?? Muss öde sein… so arbeitslos… doch die spannende Frage ist: wie kann ein Leben in den ganz alltäglichen Zwängen: Kinder, Beruf, Pflichten… dennoch spannend und vielfältig sein? So’n Paulus war eben unverheiratet und ungebunden und konnte so richtig loslegen. Gut, das macht auch nicht jeder automatisch in dieser Situation, aber noch schwerer wird es halt im schnöden Alltagsgeschäft. Oder nicht?

    Oder die Alten. Mich fragte letztlich eine nette fast 80jährige in unserer Gemeinde: wir werden als Alte toll von der Gemeinde getragen – du ermutigst aber ja selbst uns Alte, noch Einsatzmöglichkeiten im Reich Gottes zu finden, aber an was denkst du da? Wir haben doch kaum noch Kraft? Tja, was sagt man da… Ich habe gesagt: Gebet, kleinen Kindern ohne Opas und Omas was vorlesen. Ab und an jemanden einladen aus der Gemeinde und was weiter geben von den eigenen Erkenntnissen und der Gemeindegeschichte… was noch? Spannend diese Frage, wie das Leben in den Limitierungen des Alltags spannend bleiben kann..

    Schlumpfige Grüße! (und danke für den Buchkauf…;-)

  3. … ich habe nur über den Ausdruck „Nase popeln“ gelacht… – fand ich einen guten Aufhänger für einen aussagekräftigen Text.

  4. Es lebe die nonverbale Kommunikation …

    Der nette, freundliche Mann in der christlichen Buchhandlung meines Vertrauens hat übrigens zu deinem Titelbild auf dem Buch gesagt „… das sieht ja lecker aus“ 🙂

    Du warst ja beim Friseur … steht dir gut 🙂
    Und noch was … wenn der nächste Mallorca-Urlaub noch so weit ist, die Bilder von Jörn in meinem Blogroll sind neu verpackt.

  5. @sabina: Oliven – auja, die mag ich gerne, aber ist Geschmacksache, ich habe allen Ernstes Leute gehabt, die haben das Buch deswegen lieber nicht gekauft. Oliven polarisieren…;-)

    Frisur: das nachhaltigste Ergebnis meines Fernsehauftrittes bei Bibel-TV war die Maskenbildnerin, die mit ein paar Handgriffen und ein wenig Spezialgel (unsichtbar) etwas aus meiner normalen Frisur gemacht hat. Also: Styling ist nicht alles, aber nett! Danke für das Kompliment!

    Mallorca: da bin ich Ende Februar wieder!!! Die Bilder schaue ich mir an!

    b.t.w.: sollen wir uns mal gegenseitig im Blogroll aufnehmen?

  6. aah … ich bin würdig, adoptiert zu werden :-)) Na, klar! Gute Idee.

    Wir sind Mitte Oktober in Can Picafort, sofern der Mann meiner Freundin wieder gesund wird. Ich hoffe sehr auf Soooooooooooonne.

  7. Nette Frage am Festtag der Erzengel.
    Ich denke nicht, dass sich die Engel langweilen, im Gegenteil.

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