Gesundes Selbstbewusstsein

Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, jaja. Ich kann den Spruch nicht mehr hören. Aber es ist eben kein Aufruf zum Infantilismus oder zum kindischen Glauben unter Umgehung der grauen Masse zwischen den Ohren. Kinder haben einfach einen sehr… unverkrampften Zugang zu vielen geheimnisvollen Dingen. Brunner erzählt von seinen Konfis, die einfach keine Schwierigkeiten mit der Jungfrau Maria haben wollen, die vom Heiligen Geist mit Jesus schwanger wird. Jaja. Guten Tag, Herr Lüdemann. Und ich liebe eine Geschichte, die ich gerade wieder von Tony Campolo gelesen haben. Der…

…berichtet von einem Freund, der bei einem heftigen Gewitter mit eindrucksvollen Blitzen und krachendem Donner nach seiner kleinen 4-jährigen Tochter schauen geht, weil er sich fragt, ob diese nicht so mitten in der Nacht Angst habe… er betritt das Zimmer der Kleinen und sieht sie vor der Scheibe stehen und in das Blitzgewitter heraus starren. Dabei macht sie die verrücktesten Posen. Der Freund ruft nur: „Jennifer, was machst du bitte da am Fenster?“ Die Kleine erwidert: „Papa, ich glaube, Gott versucht gerade, ein Foto von mir zu machen!“

Sie hat begriffen, wie wichtig sie Gott ist. Sie ist kein Wurm, sondern Ebenbild Gottes. Und sie begreift Gott als Papa – der muss doch einfach ein Foto von ihr in seinem Portemonnaie dabei haben, so prima wie sie ist (Adrian Plass). Und wir Erwachsenen? Schauen in den Spiegel und haben dieses kindliche Selbstbewusstsein verloren. Wahrscheinlich auch unumgänglich, den Leben in dieser Welt ist immer gebrochenes Leben. Aber wir dürfen dieses Selbstbewusstsein durch die Gnade Christi wieder gewinnen. Also doch: wenn ihr nicht werdet wie die Kinder… auch wenn ich den Satz nicht mehr hören kann…;-)

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6 Antworten zu “Gesundes Selbstbewusstsein

  1. Ja, der Satz wird schon inflationär verwendet. Aber wenn es konkrete Situationen gibt, in denen der Satz trifft, dann haut das richtig rein, weil Kinder uns Erwachsenen manchmal einiges voraus haben…

  2. Also über den Satz möchte ich mich jetzt nicht äußern, mit dem kämpfe ich persönlich noch öfters. Aber die Geschichte mit dem kleinen Mädchen finde ich einfach nur gut 🙂

  3. @Quincy: hallo und herzlich willkommen auf meinem Blog! Dein Blog habe ich gerade mal inspiziert und dann auch abonniert, sehr fein das! Freue mich über dich als neuen Gesprächspartner blogübergreifend!

  4. Die Geschichte des kleinen Mädchens finde ich faszinierend, wohltuend und heilsam, weil ich als Kind unglaubliche Angst vor Gewittern hatte, da mir beigebracht worden ist, dass der „liebe“ Gott schimpft. Warum, wieso, mit wem ließ man offen, so dass meiner Phantasie als kleinem Mädchen keine Grenzen gesetzt waren.
    Heute schaue ich mir Gewitter fasziniert an und genieße es, keine Angst mehr zu haben, sondern einem Naturschaupiel mit einer ungeheuren Kraft zuschauen zu können.

  5. @ monalisa: Tja, es hängt so viel am Gottesbild. Und wie oft ist der liebevolle und vergebende (und nichtsdestotrotz gerechte) Gott schief gezeichnet worden und man hat Kinder gegen Gott geprägt. Schade so was, aber solche Wunden können auch heilen…

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