Islamkritik: Grundlegende Unterschiede zwischen Islam und christlichem Glauben

Gestern wieder eine herausragende Kolumne von Lorenz Jäger in den Exerzitien der Franfurter Allg. Sonntagszeitung. Man muss sich durchbuddeln, denn auf sehr wenigen Zeilen ist viel Sachwissen komplex vermittelt, aber es lohnt sich, ist erfrischend sachlich und unpolemisch und man beginnt eine tiefe Freude darüber zu empfinden, Jesus kennen zu dürfen. Und: als ich die Kolumne gestern Abend zu Ende gelesen hatte, saß ich etwas fassungslos auf dem Sofa und fragte mich: darf man das so offen schreiben? Gibt das keinen Ärger? Schon schockierend, dass man sich das überhaupt fragen muss… hier der Artikel von Lorenz Jäger (wichtige Kernpunkte von mir fett hervorgehoben): 

Jesus Christus und Maria sind für die Muslime keine Fremden. Anders als das Judentum hat der Islam beide in seine Theologie aufgenommen und verehrt sie. Zusammengenommen passen die Aussagen des Korans über Jesus indes auf zwei Druckseiten. Zunächst der dogmatische Punkt, der manchem als bloßes Theologengezänk vorkommen mag: Jesus gilt den Muslimen als Gottes Gesandter, nicht als der Sohn. „Es kommt Gott nicht zu, dass er ein Kind nimmt“, sagt die neunzehnte Sure. Und insofern kann man den Islam als eine Religion der Vernunft ansehen: Die Schwierigkeiten der Dreifaltigkeitslehre werden kurzerhand beiseitegeschoben

Auch im Koran ist Jesus Sohn der Jungfrau Maria. Gott „zeugt“ ihn nicht, sondern lässt ihn durch ein Wunder entstehen: „Das fällt mir leicht . . . Es ist beschlossene Sache.“ Die historische Umwelt, die uns das Neue Testament schildert, fällt aus. Jesus, eben zur Welt gekommen, spricht zum Volk: „Ich bin Gottes Diener . . . Er hat mir das Gebet und die Abgabe anbefohlen, solange ich lebe.“

Jesus lehrt also nichts anderes als die Grundgebote des Islam. Und vor allem: In dieser Lehre erschöpft sich sein Wirken auch schon. Wenn er für das Neue Testament jener ist, der die an Leib und Seele Beschädigten heilt, so bleibt er für den Koran der Prophet. Er hat nicht am Kreuz gelitten. In der Polemik gegen die Juden sagt die vierte Sure des Korans, Gott habe das Volk der Schrift „versiegelt“, weil sie „nicht glaubten, Maria mächtig verleumdeten und sagten: ,Wir haben Christus Jesus, den Sohn Marias, Gottes Gesandten, getötet.‘ Sie haben ihn aber nicht getötet und nicht gekreuzigt, vielmehr wurde ihnen der Anschein erweckt.“ Aus der mensch-göttlichen Dramatik des Neuen Testaments wird der Kern herausgenommen, das Leiden wird so entwirklicht wie die Herrlichkeit.

Hegel, der Philosoph, hat von Allah gesagt, sein Zeichen sei die „Verhältnislosigkeit“. Menschliche Gliederungen haben vor diesem Gott nicht nur keinen Bestand, sie können schlechterdings keine Rolle spielen, wo nur der stets wiederholte Allmachtsbeweis erbracht werden muss. Allah wendet sich Einzelnen zu, die aus jedem geschichtlichen Kontext gelöst sind.

Und wie im Falle Jesu der Koran der Zuwendung Gottes ihre Konkretheit nimmt, so kann er andererseits der Gottferne, dem Hadern und Rechten mit Gott, wie es sich im Buch Hiob findet, keinen Platz in seiner Lehre geben. Wer zweifelt, leugnet. Die Schwingungsweite der Bibel zwischen Frömmigkeit und Verlassenheit erreicht der Koran nicht: Von Hiob weiß er nur, dass er „standhaft“ blieb. So ähnelt Allah dann doch eher einem Despoten, der seine Allmacht manifestiert, je willkürlicher, um so eindrucksvoller. Insofern hat die „Islamophobie“ in Europa, die vielfach beklagt wird, auch einen rationalen Kern. (Text: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 28.12.2008, Nr. 52 / Seite 11)

Hammer! Und die Zeilen machen deutlich, was wir im NT haben! Ein Gott, der in Beziehung tritt. Zu einzelnen bzw. in Gruppen versammelten realen Individuen in ihrem jeweiligen historischen Zusammenhang. Der auch Zweifeln souverän und gelassen entgegen tritt. Der in liebende Vorleistung geht.

Gleichzeitig macht die Aufzählung von Lorenz Jäger deutlich, was wir auf keinen Fall aufgeben dürfen: die Beziehung darf nicht zu einem Gebotskatalog hin abgeschwächt werden. Gottes Handeln darf nicht aus seinem historischen Kontext gelöst werden. Gott handelt konkret an und zu konkreten Menschen. Wir neigen manchmal zu sehr zur Abstrahierung Gottes und reden und leben nicht mehr in realen historisch verankerten Beziehungen, sondern in Konzepten. Zweifel müssen erlaubt sein! Wir haben Gott nicht zu verteidigen und eine Art Gottesbeweis zu führen. Es gibt Heilsgewissheit (nicht -sicherheit!). Gott ist kein Despot, dem etwas zu beweisen wäre. 

Und: wer behauptet: der Islam baut auf Judentum und Christentum auf und sie haben ja alle gemeinsame Wurzeln – dem muss Recht gegeben werden. Diese Wurzeln allerdings wurden gekappt und etwas Neues darauf aufgepfropft. Und dieses Neue bedeutet einen Rückschritt. In die Beziehungslosigkeit und in die Gesetzlichkeit eines despotischen Gottes, bei dem selbst der frömmste seiner Ewigkeit nicht sicher sein kann…

Danke Jesus, dass du uns den wahren Gott gezeigt hast. Und nun gehe ich mal in Deckung… denn das war nun nicht pc….

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17 Antworten zu “Islamkritik: Grundlegende Unterschiede zwischen Islam und christlichem Glauben

  1. Danke für den politisch nicht korrekten Artikel. Je mehr man sich mit dem Islam beschäftigt, umso mehr entdeckt man erst, was man an Jesus hat. Beziehung statt Beziehungslosigkeit – eine treffende Charakterisierung. Und Beziehung ist ja Leben!

  2. …soweit ich mich erinnere, sind die Fabeln über Jesus, er habe als Kind mal Tauben aus Lehm lebendig gemacht und irgendwelche unangenehmen Spielkumpels (tödlich) bestraft, auch im Koran beschrieben, bzw. stammen von dort – eine weitere krasse Verzerrung…

    sehr wichtig dieses heiße Eisen anzufassen, Wegi!
    diese ganze pc-mania und gezielte Aktionen, wie der „Karikaturenstreit“, sollen uns nur einschüchtern und zu einem Kniefall vor einer falschen Lehre zwingen!
    Bewusste Manipulation und Täuschung ist laut Koran erlaubt, um die Feinde zu überlisten…

    auweia – Oel ins Feuer… wuuuusch

  3. Möchte wissen, was daran unkorrekt sein sol, Bibel- und Koraninhalte zu vergleichen. Das ist nicht die Spur unkorrekt. Wen diskriminiert das? Wer wird da angegriffen?

    Darf man das etwa gar nicht mehr laut schreiben, daß Koran und Bibel Gegensätze verkörpern? Nein, das darf man, so weit sind wir noch nicht. Jeder denkende und lesende Christ sollte das erfassen können, das man im Islam die zentrale Person des Christentums umgedeutet hat.

    Ich würde behaupten, das ist soweiso Allgemeingut. Nur einige wenige akademisch verseuchte Gehirne, die aber öffentlichkeitswirksam werden, verbreiten anderes. Der normnale Bürger schreibt ja keine Artikel in Zeitungen.

  4. Also ich finde das sehr korrekt was da geschrieben steht, ja der Mohammad hat sich eben nicht auseinandersetzen wollen mit diesem Jesus, sondern wollte nur eines seinen Hass gegen diejenigen die ihm nicht wirklich den Weg zeigen konnten, ausleben.

    Der Islam ist frauenfeindlich und will nur eines versklaven das kommt schon zum Tragen wenn man die Selbstmordattentäter ansieht, denn wie menschenverachtend muss eine Religion sein, wenn sie solches Gedankengut streut.

    Man kann sich rational nicht mit dem Islam auseinandersetzen, man muss ihn verachten wegen seiner Unmenschlichkeit.

  5. @Flash: naja, das pc war auch nicht ganz ernst gemeint. Aber im allgemeinen Gelaber, dass Allah als Gottesbild im Islam und der jüdisch-christliche Gott identisch seien wird es allmählich sehr unkorrekt das Gegenteil zu behaupten. Jesus ist der einzige Weg zu Gott. Daran werden sich in den nächsten Jahren zunehmend die Geister scheiden…

    @Ulrich: willkommen auf meinem Blog. Allerdings kann man dem NT – wenn man es denn dringend falsch verstehen will und sich nicht die Mühe gibt – auch z.B. Frauenfeindlichkeit unterstellen. Und wenn in den Psalmen steht, dass die Köpfe der Kinder der Feinde an der Wand zerschmettert werden sollen… dann kann man das als authentisches Gebet verstehen, darf es aber so nicht mehr beten von Jesus, vom NT her. Es sei denn man meint die Feinde der unsichtbaren Welt. Aber natürlich: tief verankert in beiden Testamenten ist die Liebe, die Gnade, die Zuwendung und eben die deutliche Trennung zwischen Politik und Religion. Und genau dort ist ein für uns entscheidender Unterschied. Denn der Islam wird immer versuchen, auch politisch Macht und Einfluss zu gewinnen. Weil es ein Teil seiner Theologie ist.

  6. hey ich habe den post auch mit großem interesse gelesen, ich beschäftige mich gerade etwas mit muslimen und ihrer mission europa zu gewinnen, ein werkzeug dabei ist ja youtube, vielleicht kennt jemand pierre vogel ein deutscher ehemaliger boxer der zum Islam konvertiert ist und jetzt als prediger aktiv und auch scheinbar erfolgreich

  7. Sehr interessanter Artikel, allerdings habe ich immer so meine Probleme, wenn man eben auch das NT völlig losgelöst vom AT betrachtet. Direktes göttliches Handeln wird im NT fast ausschließlich über das Sprachrohr Jesus praktiziert und steht zumeist in einem krassen Gegensatz zum AT.
    Exegetisch ist das NT unter historischen Gesichtspunkten sicherlich besser zu verstehen, als man es auf den ersten Blick meinen mag.

    Gruß

    AMUNO

  8. Hi Amuno! Krasser Gegensatz würde ich nicht sagen – Jesus will das Gesetz erfüllen, nicht aufheben – sagt er zumindest selbst. Aber natürlich: in manchen Dingen geht er weit über das Alte Testament hinaus (Bergpredigt) und ist sogar schärfer. In anderen Dingen führt er das Gesetz auf den eigentlichen Sinn zurück, nämlich den Menschen zu dienen. Eigentlich schießt er auch mehr gegen ein falsch verstandenes Gesetz bei den Gesetzeslehrern… Aber Jesus war Jude und ganz in der Denkwelt des Alte Testament geschult… trotzdem gilt: es ist EIN Gott, der aber in Jesus seine ultimative Offenbarung gewählt hat. Liebe, Gnade, Wahrheit…

  9. Also Christof, ich denke in Deckung müssen wir (noch?) nicht gehen, wenn wir Dinge beschreiben, die Muslime auch selbst so formulieren. Allerdings ist die Auseinandersetzung mit dem Islam ein Thema, das uns die nächsten Jahre noch intensiv beschäftigen wird.
    Den Punkt mit dem liebevollen Beziehungsgott finde ich sehr wichtig. Vor vielen Jahren gab es mal ein Buch von einer Pakistanerin (denk ich?), in dem sie ihren Weg von Islam zum christlichen Glauben beschrieb; incl. der darauf folgenden Verstpßung durch die Familie. Der Buchtitel „Allah mein Vater“ beschrieb genau ihren Knackpunkt – durch die Bibel erlebte sie erstmals keinen Gott der Unterwerfung forderte, sondern einen liebevollen Vater. Ich denke, so eine lebendige Beziehung zu einem liebevollen Gott ist für Muslime die einzige echte Herausforderung (und ein Weg zu den Herzen) – eine bloße theologische Diskussion hin und her bringt nicht sehr weit. Mit welcher Religion man es auch vergleicht – es gibt immer wieder Grund, über die liebevolle Offenbarung Gottes in Jesus zu staunen 🙂

  10. @Christof Lenzen, Wenn du schreibst „Jesus ist der einzige Weg zu Gott.“ mag das deine Meinung und höchst wahrscheinlich die Meinung der meisten sich als Christen bezeichnenden Menschen sein. Allein: Die Bibel ist voll mit Beispielen, wie Gott auf Menschen ohne Vermittler (in Person Jesus – als der Christus oder der Mensch) zu tritt. Deine Aussage kann nur als „biblisch“ gelten gelassen werden, wenn du – a priori – von der Dreieinigkeit bzw. Dreifaltigkeit aus gehst. Selbige ist aber in der Christenheit nie Konsens gewesen und ist es Heute noch nicht. Das es ein großteil der Christenheit Heute so sieht, ist der blutigen Kirchengeschichte in Rechnung zu stellen – wo alles als Ketzer verfolgt wurde, was eine andere Auffassung vertrat.

    Fazit (für mich): Ja, ich sehe auch unüberwindliche Schwierigkeiten mir Kernaussagen des Islams mit dem Christentum. Nein, es ist nicht das Gottesbild (welches wir als Christen wie als Muslime, uns ja e‘ nicht machen dürfen), sondern in den Glauben wie oder durch was sich Gott offenbart (Bibel / Koran) und die Überzeugung was Gottes Wille sei. Da sei nur so mal willkürlich herrausgegriffen, die Überzeugung das alle Menschen ihrer (göttlichen) Natur nach gleich sind. Egal, ob sie an die Dreieinigkeit glauben, oder nicht. Somit also ein Muslim nicht besser oder schlechter ist, als ein Christ (das ist im Islam – a priori – erst mal nicht so).

    Was dann ein Mensch vor Gott rechtfertigt, ist ein komplexes Thema und es gibt darüber unter den Christen kein Konsens. Also würde ich die Kontroverse der Rechtfertigung nicht als ein Problem zwischen den Religionen gelten lassen. Es ist ein Problem der persönlichen Offenbarung, Heimsuchung, Erleuchtung oder wie auch immer man es bezeichnen will…

  11. @Olaf: danke für die vielen Gedanken. Ein paar Anmerkungen. Lassen wir mal blutige Kirchengeschichte beiseite – das ist ein Totschlagargument ohne theologische Bedeutung, so grausam diese ist. Aber immerhin: die Erstausbreitung des Christentums (bis zur „Verstaatlichung“) liegt meist friedlich ab, was man vom Islam selbst von Seiten des Gründers nicht gerade behaupten kann…
    Selbstaussage Jesu: ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater… kann man glauben, muss man nicht, vollkommen klar. Doch: ich denke das Gottesbild ist mit zentral und das Bilderverbot bezieht sich nicht darauf, sondern auf das Anfertigen von Statuen oder realen Bildern, die dann Gott gleich verehrt werden. Das innere Gottesbild verbinden wir erst in unseren Zeiten damit und so sinnig es ist, sich sein inneres Gottesbild immer wieder erweitern und korrigieren zu lassen – es gibt biblische Grundpfeiler, wie wir von Gott denken sollen (Vater, liebevoll, voller Gnade…), nicht zuletzt durch Jesus, der sagt: wer mich sieht, sieht den Vater.
    Haben Menschen göttliche Natur? Das klingt mir zu sehr nach Gnosis und göttlichem Funken. Sie haben aber Gottesebenbildlichkeit, so sehr diese verkrümmt ist durch Sünde = Gottlosigkeit. Insofern hat jeder Mensch eine Würde von Gott her. Im jüdischen Denken (Buber lässt grüßen) entsteht das eigentliche und erfüllte Menschsein aber erst in der direkten Beziehung zu Gott. Und genau an dieser sehr personalen Stelle – wie auch der FAS Artikel sagt – liegt einer der vehementesten Unterscheide zum Islam.

  12. Bitte lasst mich die Diskussion Christentum-Islam etwas mit meinen Erfahrungen ausleuchten.
    Durch meinen Vater,den ich in einer islamisch geprägten Stadt (Daressalaam) wiedertraf, entstand der Zündfunken,dem „Gott der Himmel und Erde gemacht hat“,durch den Weg des Islam zu begegnen.Also trat ich zum Islam über (allerdings ohne Beschneidungsritual) in meiner Heimatstadt Erfurt.Es begann eine Zeit der Isolation und Spaltung.Streit mit der Familie welcher durch die strengen despotischen Regeln und Richtlinien ausgelöst wurde.Die deutsche Gesellschaft war nach dem Koran „ungläubig und verabscheuungswürdig“,woraus eine radikale Hartherzigkeit entwächst.Gebet und Moscheebesuch brachten mich nicht wirklich weiter.
    Ich wurde sehr krank an „Geist und Seele“.Diese Zerwüfnisse sollen gottgewolt sein?Durch meine Krankheit kam ich in ein Kath.Krankenhaus-Gott sei Dank!Durch einen afrikanischen Missionar,der für mich betete und mir das Evangelium erörterte,mir unmissverständlich klarmachte das es sich bei „Allah“ um einen GÖTZEN handele, fand ich zu JESUS-dem König der Könige.
    Auf ein mal entsteht Begegnung,Wunden an „Geist und Seele“ heilen,Vergebung,Begleitung,Erweckung,Gemeinde.Freude,Frieden.
    Doch ein „Zweifel“ bestand noch.Ist dieser „Allah“ nicht doch weit hinten-hinter dem Horizont?Ewigkeiten von Erde entfernt?
    Bei einer Jugendevangelisation in einem Zelt räumte Chistus alle Zweifel aus.Dort stand auf einer Plane mit großen Buchstaben JESUS IST GRÖßER! Amen!
    Wenn der Muslim heute sagt „Allah ist groß.“ dann weiß ich und die erweckte Christenschar:“JESUS IST GRÖßER“.Und mein Vater ist mittlerweile auch Christ.Mit freuden singe ich nun JESU MEINE FREUDE! AMEN

  13. @Christof, Hallo!

    Ich hacke noch mal nach: Das immer wieder angeführte „Jesus ist der einzige Weg zu Gott.“ kann als Gleichnis verstanden werden. Es kommt in nur einem der Evangelien vor. Die Dreifaltigkeit wird von Jesus an keiner Stelle als Heilsrelevante Formel verkündet. Mann kann sie lediglich ableiten. So wie man auch anderes ableiten kann.

    Ich erinnere an 1. Samuel 3,8-10 als ein Beispiel von fielen: „[…] Da begriff Eli, dass es Gott war, der den Jungen rief. Und Eli sagte zu Samuel: ‚Geh! Lege dich hin! Wenn dich dann jemand ruft, sag:Rede, Gott! Dein Getreuer hört ja‘ Da ging Samuel und legte sich an seinem Platz. Und Gott kam, stellte sich hin und rief wie die anderen male: ‚Samuel! Samuel!‘ Da sagte Samuel:Rede! Dein Getreuer hört ja!'“

    Gott kann, will, hat und wird unmittelbar zu Menschen sprechen. Nicht nur durch Jesus. Nur weil der Kanon mit dem NT abgeschlossen wurde, heißt das nicht, das sich Gott nicht mehr unmittelbar offenbaren wird. Und auch nicht, das er es nur noch durch Jesus dem Christus tun wird. Diese Stelle zeigt mir übrigens auch, das Gott für Menschen immer wieder überraschend in ihr Leben tritt. Würde es tatsächlich ein richtiges Gottesbild geben, so hätte es doch Samuel haben müssen, müsste man meinen. – Oder?

    So wenig wie ich es zum Streit kommen lassen will über das „wahre Gottesbild“, so wenig bin ich geneigt, darüber zu spekulieren, worin denn nun die Würde des Menschen liegt. Ich bin aber überzeugt, das Gott jeden Menschen zu seinem Werkzeug machen kann. Ein Werkzeug was achtlos in den Dreck geworfen wird, kann seiner Mission aber nicht dienen. Deshab kann ich eine Oben-Unten-Denken oder Dazugehören-Nichtdazugehören-Denken nicht akzeptieren. In der Bibel in gerechter Sprache wird das auf Seite 2357 im Glossar zu „Gott, Gottesnamen, Gottesbezeichnungen“ sehr schön auf den Punkt gebracht: „Gottes Herrschaft anzuerkennen kann darum bedeuten, die Herrschaft von Menschen über Menschen nicht anzuerkennen.“.

  14. @Olaf: nicht viel Zeit, deswegen: nein, diese Aussage kommt nicht nur in den Evangelien vor, sondern auch in der Apostelgeschichte 4,12. Und: natürlich kann Gott (Jahwe) direkt zu Menschen sprechen, aber wer vermittelt Heil? Wer vermittelt den vaterhaften Zugang zu Gott? Jesus. Niemand sonst. Und: Glauben wir allen Ernstes, dass der Gott der Bibel, der sich seinen Menschen immer wieder neu in Sanftheit, Wahrheit, Liebe und Verlässlichkeit nähert und konkret in Geschichte Einzelner eingreift, derselbe Gott ist wie der Gott des Islams, der seine Menschen auf Distanz hält und selbst den Frömmsten nicht die Zusage geben kann, dass sie die Ewigkeit erlangen (weswegen sie zu Dingen wie dem Märtyrertod greifen)? Diese Gottesbilder klaffen auseinander und ich kann sie nicht harmonisieren und nichts anderes hat ja auch der Artikel der FAS ausgedrückt. Und ehrlich: die Bibel in gerechter Sprache ist für mich keine sonderlich gute Referenz für unideologische Bewertung theologischer Sachverhalte. Segen!

  15. @Christof, Hallo!

    Ich habe das Gefühl wir kommen vom Thema ab. Ich werde in meinem Blog mal ein Artikel schreiben und darin die ganzen angerissenen Tops ausführen. Sonst besteht auch die Gefahr, das man sinnlos an einander vorbei schreibt. Typisches Problem mit Foren: Schnell mal eine Antwort hingeknallt. Dann noch eine emotionale Antwort und der Grabenkrieg ist eröffnet. Dann geht es keinen Millimeter mehr vor und zurück.

    Ein guten Start ins neue Jahr. Viel neue Kraft für neue und alte Aufgaben.

    Olaf Radicke

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