Burn-out: Checkliste am Beginn des neuen Jahres…

In der aktuellen Christsein-Heute ist das Schwerpunkt Thema Burn-Out, ein Mode-Ding ohnegleichen, das aber anscheinend in einer immer komplexeren Welt mit immer mehr verletzten Menschen normaler wird. Droht burn-out? Eine Checkliste von Frank H. Berndt hilft, das zu entlarven und sorgt vielleicht für so manchen Aha-Effekt. Gerade zwischen den Jahren nicht das Schlechteste, das eigene Leben mal darauf hin abzuchecken… – also: äußere Faktoren, die den burn-out begünstigen:

  1. zu hohe Arbeitsbelastung
  2. mangelnde Ressourcen (personell, finanziell, ideell)
  3. kein oder wenig positives feedback
  4. ständige Konfrontation mit Problemen
  5. keine klare Abgrenzung zwischen Privatleben und Beruf
  6. zu starke Involvierung in die Problemlage der Einrichtung/des Unternehmens
  7. hohe oder unklare Erwartungen und Zielvorgaben (wann ist genug?)
  8. Zerrissenheit zwischen Erwartungen
  9. problematische Strukturen und Rahmenbedingungen
  10. schlechte Teamarbeit, Kompetenzgerangel
  11. Fehlen sozialer Unterstützung
  12. Überforderung durch zu komplexe Aufgaben
  13. geringer Verdienst (Botschaft: deine Arbeit ist nicht viel wert)
  14. ständiges Einstellen auf neue Situationen und damit verbunden Unsicherheit
  15. drohender Arbeitsplatzverlust

Und? Wie viel Punkte treffen bei dir zu? Ich komme auf 13 von 15 Punkten. Hey, gar nicht schlecht. Und hier stellt man schon fest, dass burn-out vor allem in Organisationen wie Schulen, Kirchen, Altenheimen, Kindergärten etc. droht…, aber auch schlicht im Hausfrau/Hausmann-Dasein.

Und nun die inneren Faktoren, die einen burn-out begünstigen:

  1. Hohe Ideale
  2. Perfektionismus
  3. Unfähigkeit, Nein zu sagen
  4. Angst vor Ablehnung und Kritik
  5. Angst, Erwartungen nicht zu entsprechen
  6. Angst vor Gesichtsverlust – wenn etwas schief geht
  7. Angst vor hereinbrechendem Chaos
  8. Angst vor Sicherheitsverlust
  9. Angst vor Versagen
  10. Angst, als Verlierer da zu stehen
  11. Angst, ein Niemand zu sein
  12. Angst, es nicht zu schaffen
  13. der Wunsch, gut zu sein oder „der Beste“
  14. der Wunsch, Anderen etwas beweisen zu wollen
  15. der Wunsch, Menschen wirklich zu helfen
  16. der Wunsch nach Wertschätzung
  17. der Wunsch nach materieller Sicherheit

Und? Bist du der Checker? Hast du mal geprüft, wo du stehst? Meine Punktzahl ist immerhin gesunken, ist aber noch immer im zweistelligen Bereich…

Was denkst du darüber? Was sind deine Tipps, wie es weiter gehen kann? Was tut gut gegen drohenden burn-out? Womit ich irgendwie wenig anfangen kann, sind Sprüche wie: mehr auf Jesus schauen… (so wahr das ist…). Also: fröhliches Kommentieren!

Advertisements

18 Antworten zu “Burn-out: Checkliste am Beginn des neuen Jahres…

  1. Hi Wegbegleiter,
    kenne ich gut. Glücklicherweise ist meine „Burn-Out-Phase“ weitestgehend hinter mir (ich lebe mittlerweile auch ein anderes Leben)).
    Depressive Phasen holen mich – vor allem jetzt im Winter – dennoch ab und zu wieder ein. Bei mir helfen da tatsächlich (lediglich) ein oder zwei gute Cappuccini und das Schlimmste ist weg! Oft kann ich dann aber nachts nicht mehr gut schlafen und dann ist der nächste Tag hin :-(.
    In meiner Burn-Out-Phase (Erschöpfungsdepression) habe ich viel (Klage-)psalmen gelesen (ich habe mittlerweile eine ganze Liste von solchen Bibelstellen). Und ich habe oft Musik von Xavier Naidoo gehört (ist tlw. so schön melancholisch). War aber mehr Trost als Heilung. Da gilt dann wieder der alte blöde Spruch: Was dich nicht umbringt, macht dich stark. Oder biblischer: in Schwachheit sind wir stark.
    Das Leben ist leider oft kein Zuckerschlecken, aber ohne den Glauben an Gott m.E. völlig sinnlos (wenn man ehrlich ist). Und unser Glauben ist tatsächlich unser größter Schatz (vorausgesetzt natürlich wir leben danach 😉 )
    Gottes Segen und guten Rutsch!

  2. PS: Ach ja, was mir noch immens in meinen Depressionen viel geholfen hat: Erwartungen an mich selbst drastisch herunterfahren. Und zwar in ALLEN Bereichen (auch geistlich). D.h. mir ging es nur noch um das Überleben (menschlich und geistlich gesehen).
    D.h. NICHT, dass mir jetzt Gott und seine Gebote egal geworden wären. Das hieß aber, dass ich mir bewusst machte, dass Gott offensichtlich in meiner damaligen Lage nicht so hohe Erwartungen an mich hatte als ich an mich selbst (Gott kennt ja unsere Situation und will uns nicht überfordern; Er leidet mit uns).
    Praktisch hieß das, dass ich mich mehr um mein eigenes menschliches und geistliches Wohlergehen kümmerte und Abstriche machen musste an meine Hilfe für andere.
    Herumsitzen und nichts tun war ok in meinen depressiven Phasen. Ausruhen war ok. Sich an Gottes Liebe und Fürsorge (auch in harten Zeiten) sich einfach erfreuen (sofern es emotional ging) war ok. Sonne genießen (sofern sie schien) war ok etc.
    Und es war nicht so wie mancher vielleicht denkt, dass dadurch meine Liebe zu Gott und mein Wunsch ihm gehorsam zu sein abnahm. Im Gegenteil, es hat mich umgehauen wie viel mir Gott „gönnte“ und das machte mich immer freier und freudiger, etwas für Gott und meine Mitmenschen zu tun (so viel eben ging).
    Man muss seine Grenzen kennen (lernen) und sie nicht einfach überschreiten. Das ist nicht immer leicht, aber das gehört zu einem verantwortungsvollen Leben dazu. Wie will ich denn andere lieben können, wenn ich mich selbst nicht genug liebe?
    Und zum Schluss: die Predigten von Johannes Chrysostomus haben mir die Liebe Gottes gezeigt und mich immer weiter eingeführt in echtes geistliches Denken…

  3. Tja, mein Tipp wäre, auf den Körper zu hören. Der sendet normalerweise deutliche Warnsignale. Ich bekomme bei Überlastung z.B. Hautausschlag, Schlafstörungen, mein Augenlid fängt an zu zucken usw. Da weiß ich dann, dass ich wieder einen Gang runter schalten muss.
    Da meint mancher vielleicht, dass er das in seiner Lage nicht machen kann, aber ich denke doch, dass das möglich ist, bzw. möglich sein muss. Man muss nur die Prioritäten richtig setzen, sich auch mal bewusst dafür entscheiden, eine Sache mal nicht zu tun. Manchmal ist es wichtiger, zu entspannen, als produktiv zu sein. Denn wenn man überlastet ist, dann nimmt die Arbeitsleistung immer mehr ab und man vollbringt insgesamt weniger, als wenn man sich zwischendurch mal ausgeruht hätte.

    Und dann natürlich die Freizeit wirklich zum Entspannen nutzen. Aber manche Leute können nicht in sich gehen, haben Angst vor der Stille und müssen sich ständig mit irgendwas ablenken, beschäftigen, betäuben. Dabei ist das gerade die Zeit, in der man Gott am Besten begegnen kann.

    Das Problem bei vielen Leuten, die von einem Burnout betroffen sind, ist wohl auch die Einstellung dazu.
    Manche tragen das dann wie eine Trophäe als besondere Arbeitsleistung vor sich her. „Endlich der Beweis, dass ich was geleistet habe“, denken sie sich vielleicht. Und dann erwarten sie und bekommen vielleicht Bewunderung aus ihrem Umfeld. Ich bewundere diese Leute aber nicht. Denn ein Burnout ist das Zeichen einer deutlichen Fehlleistung, nämlich dass man seinen Körper über einen langen Zeitraum überlastet hat und dass man mit den begrenzten Ressourcen, die einem zur Verfügung stehen, nicht umgehen kann. Vielleicht würde das jemand helfen, wenn man das mal deutlich sagt. Denn wenn man Mitleid zeigt, werden sie nur darin bestärkt, einen Burnout herbei zu führen. Ich kenn auch einen, der da extrem gefährdet ist und ich weiß echt nicht, wie ich mit ihm umgehen soll.

    Ich bin eher der Typ, der zu einer inneren Ausgeglichenheit neigt, was ich schon auf Jesus zurück führen kann. Sorry, das musste ich jetzt erwähnen, weil das nicht meine Leistung ist, sondern seine. Ohne ihn ist das nicht so, aber teilweise liegt das natürlich auch an meinem Charakter. Ich bin ein typischer Phlegmatiker, was auch negative Seiten hat, aber in dem Fall empfinde ich das als positiv.
    Deshalb kann ich kann diese Burnout-Menschen nur schwer verstehen, bzw. nur schwer an sie heran kommen.

    Ich wünsche auch einen guten Rutsch,
    Philip

  4. Hi Stef und Philip: danke für die ehrlichen und wertvollen Hinweise – bin gespannt, was noch von Anderen kommt… ein Burn-Out Faktor gerade im geistlichen Bereich scheint mir auch falsche Religiosität zu sein. Statt Beziehung… Pflichten, Gesetze, Zwänge…

  5. Tja.. die untere Checkliste… ich kreuz mal alles an.
    Interessant wie nah die Ängste am Burnout liegen…
    Da wundert mich nu gar nichts mehr.

    Was ich dagegen tue, oder wie ich damit umgehe:

    Mir immer wieder bewusst Gutes tun.
    Allen meinen Gefühlen zum Trotz, das Gute sprechen und tun.
    Täglich neu überwinden.
    Ich lasse mir auch die Haare wachsen… 🙂
    Weil alles im Leben mit Wachstum verbunden ist. Es ist mir ein Zeichen, dass so wie die Haare natürlich wachsen, auch die Kraft und Freiheit wächst.
    Das Reich Gottes entfaltet sich und ich bin mit dem Leben in Bewegung.

    Ich wünsche Dir allen Segen, auch für das Jahr 2009.
    Gott weiter mit Euch allen!

    LG
    Stella

  6. Saufen wäre vielleicht nicht schlecht. In der Bibel steht doch irgendwo: Den Bekümmerten gebt Wein.

    Bei Checkliste 1 komme ich auf 10 Punkte. Habe ich damit schon einen Burn-Out gewonnen? Der Hemmschuh sind tolle Sozialkontakte, da kann man ja nie geregelt ausflippen!

    Für Liste 2 bin ich mir gegenüber zu unehrlich.

    So, jetzt mal im Ernst: Die Gründe, warum ich noch nicht vollkommen durchgedreht bin, sind:

    – Tolle Ehe
    – Geregeltes Abschalten bei guter Musik
    – Genussinseln: Bewusst mal gut essen gehen oder auch gut daheim essen, einen guten Wein, Whiskey (Single Malt, bitte!) oder ein leckeres Hefe trinken, Geschmackserkennungswettbewerbe mit den Gästen zelebrieren.
    – Memento Mori!
    – Dinge wegschmeissen
    – Andere loben und unterstützen (da bin ich noch auf dem Anfängerlevel)
    – Stille
    – PDA zum Organisieren verwenden und kreativ reagieren
    – Sonntags nix (ich weiß, das Thema ist ein Reizthema für Pastoren. Wie wäre es dafür mit Mittwoch nix, aber auch gar nichts?

  7. hmm – also wovon man keine Ahnung hat, dazu sollte man auch nix sagen, gelle 😉
    aber ich denke, du hast da im letzten Statement was sehr Entscheidendes angesprochen, Wegi!
    ..das könnte wohl gemeint sein, wenn es heißt:
    „Alles bei euch geschehe in Liebe!“

    Segen@all

  8. @Stella: danke dir, sehr schönes statement!
    @Thorsten (wessnet): hey, gute Punkte. Mir scheint bei schlechten Phasen wichtig, bei sich zu sein und nicht außer sich. Denn nur wer bei sich ist, der kann auch Gott begegnen, denn wer begegnet Gott dann sonst, wenn ich außer mir bin? Huch, klingt kompliziert, aber lustig. Und ich meine es ernst. Genuss, Entschlacken, Nichtstun, Musik – das können alles Dinge sein, die im besten Fall mich wieder zu einer besseren Selbstwahrnehmung führen. Und so helfen gegen Erschöpfung, die mich von mir selbst wegzieht. Segen euch!

  9. Hmm, wenn ich mir die Liste so ansehe, dann besteht sie eigentlich direkt oder wenigstens indirekt aus so ziemlich allen Punkten, die in der Psyche bzw. im Handeln bzw. den „Umständen“ überhaupt schieflaufen können. Nicht zuletzt deshalb ist der Begriff des „Burn-out“ wohl fast schon so inflationär geworden wie der Begriff „Depression“ (sofern hier nicht eine eng gefaßte medizinische Diagnose vorliegt).

    Allerdings ist diese Checkliste (wie auch im Bereich der Depression, wo letztlich auch alles und nichts hineinspielen kann) immerhin ein wirklich guter Gradmesser dafür, was Leben insgesamt behindern kann – was dann in manchmal klaren, oft aber doch auch eher vagen Diagnosen wie „Burn-out Syndrom“ oder „Depression“ mündet.

    Ergebnis: wenn ich mir dieser „Gefahren“ bewußt bin und dementsprechend achtsam lebe, ist insgesamt schon einmal viel gewonnen!

    In diesem Sinne vielen Dank für den Beitrag – und vor allem einen guten Rutsch! 🙂

  10. Hallo zusammen,

    wenn ich mir eure Komentare durchlese, kommt mir teilweise das Grauen. Da reden Leute davon, ob sie jetzt `n BurnOut gewonnen haben. Ich glaube, dass die Leute, dir sich hier verewigt haben, gar nicht wissen, in welche Phasen man bei einem „richtigen“ BurnOut kommen kann. Und da hilft auch nicht, dass man sich „die Haare wachsen lässt“.

    Und nun mal zur Sache: Ich bin ein betroffener Ehepartner, d.h., dass meine Frau in tiefsten Stadium des Syndroms ist und unter akuter Suizid-Gefahr steht, hervorgerufen durch die starken Depressionen (…und wir haben eine gute Ehe (29 Jahre) und sind seit jahrzehnten tiefgläubige Christen).

    UND ICH BRAUCHE HILFE!!!

    Also – wenn da irgendjemand ist, der die Ernsthaftigkeit dieses Syndroms erkennt und mir helfen kann mit Infos über Therapieplätze (christliche) usw, der möge sich bitte melden. Er kann vielleicht damit ein Leben retten. Und das ist nicht nur so daher gesagt!

  11. @Tom: ich bin durchaus schon an der Kippe zu dem gewesen, was man burnout nennt und wenn man das Ganze nun – in einer etwas besseren Phase und mit einer gewissen Ironie betrachtet, dann dient das nur der Distanzierung davon, sollte aber auf keinen Fall verletzen. Wenn es das getan hat, tut es mir leid. Nein, burn out ist keine Trophäe und ich weiß auch, wie sich eine handfeste Depression anfühlt.
    Die klassische christliche Klinik ist die HoheMark. Ich finde auch de’Ignis gut (www.deignis.de) – da kann man sicherlich persönlicher ankommen. Einfach mal anrufen. Ansonsten hilft der Facharzt und vermittelt eine ambulante Notfalltherapie für das erste… das kann aber nur ein erster Schritt sein. Noch weitere Fragen? Ich werde mich bemühen, sie zu beantworten.

  12. Lieber Wegbegleiter,
    nein -nein durch dich oder deine website habe ich mich keines wegs verletzt gefühlt. Auch nicht durch die diversen Kommentare (aber man kann sich ja leider hier im Web nicht aussuchen, mir wem man komuniziert…)
    Die De’Ignis-Klinik kenne ich, kommt aber von der Struktur nicht in Frage. Ideal wäre eine Auszeit mit intensiver Betreuung und Gesprächstherapie in ruhiger Lage, mit „Familienanschluß“ unter Aufsicht eines christlichen Psychtherapeuten (am Besten an der Nordsee…) – aber das wäre wohl die legendäre „eierlegende Woll-Milch-Sau“.
    Fakt ist, dass meine Frau jetzt von selbst dazu bereit ist, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ohne der eigenen Bereitschaft und Erkenntnis ist ein Erfolg ohnehin nicht denkbar.

    Mir hilft es auch, sich einfach mal mit jemanden auszutauschen, der erfassen kann, welche Situation gerade den größten Einfluss auf uns bestimmt.

    Danke also für deine Rückmeldung und Info.

    Gruß, DerTom

  13. Hallo Tom !

    Ich hatte auch ein Burnout (jedoch nicht so schlimm wie deine Frau), mir hat die Biomeditation sehr geholfen ! Alles Gute für sie !

    Liebe Grüße von der Blume!

  14. @blume: willkommen auf dem Blog – aber das klänge mir als Christ erheblich zu esoterisch (Während der Biomeditation wird nur die höchste Energieform des Universums weitergegeben, das ist die Kraft und die Liebe Gottes). Nun denn…

  15. Der Begriff „Burn Out Syndrom“ wird inflationär benutzt, weil er in Internetforen wie diesem trivialisiert und tot gequatscht wird.
    „Burn Out Syndrom“ ist eine medizinische Diagnose und als solche von einem Arzt zu stellen. Daher mein Tip: Die o.g. Listen zur Kenntnis nehmen, ernsthaft für sich selbst beantworten, soweit dies als „Burn Out Syndrom“ Betroffener überhaupt noch möglich ist und bei positivem Ergebnis sich in ausschließlich professionelle Behandlung begeben.
    Die Diagnose stellt ein Arzt. Am Besten ein Facharzt für Neurologie und Psychiatrie. Die Therapie wird durch den Arzt eingeleitet und in der Regel durch einen Psychologen unterstützt. Betroffenen Angehörigen empfehle ich den Patienten dazu zu bewegen sich in ärztliche Behandlung zu begeben. Und wenn die Therapie christlich geprägt sein muss, bin ich mir sicher, dass es verantwortliche Christen gibt, die als Psychater und Psychologen einen guten Job machen. Gruß Kalle

  16. Hallo, lieber Wegbegleiter!

    ich bin seit 3/4 Jahr täglicher Lesegast Deines Blogs, auf den ich mich mal „zufällig“ verlinkt, aber keineswegs bereut habe!!!!
    Danke für gute inspirierende und unbequeme, aber herausfordernde Themen.

    Hallo, lieber Tom!

    ich verstehe Dich in Deiner schlimmen Situation und erkenne Angst und Ohnmacht.
    1.
    Meine Mann und ich erleben B.O. grad bei dem Mann eines befreundeten Ehepaars mit. (sie tun seit über 10 J. Gemeindegründungsarbeit)
    2.
    deswegen kann und will ich verstehend und helfen Dir und Deiner Frau folgendes empfehlen:
    3.
    dem Kommentarschreiber „Kalle“ stimme ich voll zu!
    4.
    unser Freund war von Juni bis Dez. 08 in der christl. Klinik „Hohe Mark“ -Kosten trägt die Kasse!
    -die ersten drei Wochen Kontaktsperre! (überlebbar!)
    -umfangreiche Therapien (auch für freikirchl. geprägte Christen)
    5.
    wir haben mit ihnen den Jahreswechsel begangen;
    und haben ihn positiv verändert erlebt; er ist auch selbst sehr sehr dankbar für die Therapiezeit dort – auch wenn nicht alles lustig und schön war, sondern „harte“ (seelische) Arbeit, die zu Hause nun mit unterstützenden Konzepten weitergehen muss, ebenso im ambulanten Psychologengespräch und alles unterstützend mit Antidepressiva.
    6.
    Depressionen haben wesentlich schwächere Phasen, es kommt aber noch vor, dass er einfach anfängt zu weinen, und kann keinen konkreten Grund nennen.
    Das Arbeitsverhältnis muss noch auf weiteres zu 100% ruhen.

    Lieber Tom,
    weil Deine Frau Einsicht zur stationären Therapie signalisiert, ist schon ein großer Schritt und SIEG gewonnen!
    Finde mit Freunden und Verwandten Wege für die Dinge, die Prioritäten haben. z.B. Kinder?
    Frag nach Hilfe und nimm sie an.

    Ich wünsch Dir viel Kraft und Mut und Zuversicht, denn: wenn wir das Mögliche tun, tut Gott das Unmögliche! Das ist nicht Macht, sondern Allmacht Gottes!

    Herzlichst
    Angelika

  17. @Kalle: JA! Zustimmung in allen Bereichen. Keine Feld, Wald- und Wiesenmöglichkeiten bei psychischen Erkrankungen. Auch kein netter Urlaub mit ambulanter Betreuung bei echtem Burn-out.
    @Angelika: danke fürs Mitlesen und nun auch Kommentieren. Toll, dass du mein Blog bereicherst!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s