Christlicher Glaube: wie wir erfolgreich sein könnten

  • Wir könnten mit der frohen Botschaft erfolgreicher sein, wenn sie käuflich wäre. Hochglanzbroschüren, die die Ewigkeit beschreiben und die vorrausichtlichen positiven Änderungen des Lebens. 100.000 Euro Kaufpreis für diese Ewigkeit und eine große Zahl von Menschen würde hart dafür arbeiten und Nebenjobs annehmen, um diese Ewigkeit und ultimative Lebensverbesserung zu bekommen. 
  • Wir könnten mit der frohen Botschaft erfolgreicher sein, wenn wir zu der Gnade als Basis der Glaubens noch etwas Eigenes verlangen würden. Wenn die Menschen echte Starthilfe bekämen durch Gott und dadurch auf einen starken und siegreichen Weg der Selbstverbesserung kämen, der sie und uns optimiert und leistungsfähiger macht. Und am Ende lockt die Ewigkeit voller Glück (oder nach anderen Konzepten eine weitere Runde der Selbstverbesserung mit Gottes Hilfe. Gehen Sie bitte über LOS und starten neu in einem neuen Leben voller Optimierung Richtung Heiligkeit – christliche Reinkarnation nennt man das dann wohl)

Wir könnten mit der frohen Botschaft erfolgreicher sein, aber es wäre nicht mehr die frohe Botschaft. Es wäre ein einziges Lügengebäude, denn die Ewigkeit, die hier schon beginnt, die gibt es nur kostenlos. Voller Gnade. Ohne eigene Leistung. Und es bleibt nichts übrig von aller Trennung zwischen Gott und Mensch. Da können wir machen, was wir wollen, die Gnade ist immer größer (hier werden die üblichen Einwände kommen, aber die hat Paulus schon in Römer 6 beantwortet). Solange wir uns an die Gnade hängen, dürfen wir uns mit Recht Kind Gottes nennen. Bruder des Herrn. Prinz und Prinzessin. Erbe der Herrlichkeit.

Erst die Kapitulation vor diesem gänzlich unpopulären und (menschen-)unmöglichen Konzept befähigt uns, aus dieser neuen Freiheit heraus WIRKLICH anders zu handeln und anders zu werden. Das sollen wir dann aber auch. Denn wir sollen leben!

Doch wie leicht wird die Gnade wieder verwässert und klein geredet bzw. ergänzt durch: Gnade plus… – ich behaupte: wenn es in deinem Leben nicht vorangeht, obwohl du dich im Glauben abmühst, Gutes zu tun (ich rede hier nicht von Faulpelzen, die mit dem Glauben ihre Opfermentalität und Passivität legitimieren!), dann fehlt es dir an Gnade in deinem Herzen. In deinem Herzen wohlgemerkt – denn es ist ja genug da – sie ist bereits in deinem Geist komplett und ausreichend ausgegossen worden; du kannst sie nur nicht in deinem Herzen, in deine Seele, in deinen Verstand aufnehmen. Man hat dir noch nie was geschenkt im Leben. Ohne Gegenleistung zu erwarten. Du schielst nach dem Kleingedruckten des Glaubens. Doch wenn du es suchst, bist du bereits abgewichen vom Weg der Gnade.

Entspanne dich, bade, schwimme in der Gnade, genieße die Gnade, lass dein Herz füllen vom Meer der Gnade. Und bitte Gott, dass er Blockaden in dir aufdeckt, damit das Wasser einströmen kann. Denn es ist genug da. Bereits jetzt. Habe also Acht auf dich selbst und dein Herz. Halte penetrant an der Gnade und an nichts Anderem fest. Und du wirst dich selbst retten und jeden, der das so von dir hört und vorgelebt sieht! Zu groß abgebissen? Nö. Die Tageslosung. 

Hab Acht auf dich selbst und auf die Lehre; beharre in diesen Stücken! Denn wenn du das tust, wirst du dich selbst retten und die, die dich hören. (1.Timotheus 4,16). 

(weitergedacht ausgehend von einem inspirierenden Predigtgedanken von H.M-Stubenrauch heute morgen in unserer Gemeinde, der FeG Eschweiler!)

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19 Antworten zu “Christlicher Glaube: wie wir erfolgreich sein könnten

  1. Danke sehr! Das finde ich einen sehr schönen Weg, Gnade zu beschreiben und zu verdeutlichen, was sie bedeutet!

    Nach der ersten Hälfte des Artikels wollte ich erst schreiben, dass der Glaube doch schon jetzt „erfolgreich“ ist – aber der Weg hin zur Gnade, hat ja genau das aufgezeigt 🙂

    „Gnade plus“ kann mitunter sehr heimtückisch sein, eh man feststellt, dass es sich bei einem selber eingenistet hat … Es tut gut, sich immer wieder an das „Meer der Gnade“ zu erinnern und voll reinzutauchen …

  2. Ich liebe solche Texte. Ich bin ja gerade am experimentieren, an der Gande penetrant festzuhalten und nicht nach dem Kleingedruckten ausschau zu halten. Macht das mal in aller Konsequenz und mit allen Stolperfallen des Lebens und der eigenen Geschichte. Gar nicht einfach 🙂 Erstmal entdecke ich natürlich einen Menge, wo meine Freunde und vor allem auch christlichen Freunde nicht aus der Gnade leben, immer mehr wird mir da „sichtbar“. Na ja und ich? Ich sehe auch meine Stolperecken, falle sogar in die Grube und dann kommt immer mein Griff an meinen eigenen Haarschopf. Anschließend aber auch kräftiges Kopfschütteln, wie blöd ich mal wieder war. Außerdem tut es ja auch weh, sich selbe an den Haaren zu ziehen 😉

    Einen gnadenvollen Tag wünsche ich uns allen.

  3. Wenn man`s richtig versteht, ist dem zuzustimmen, was Du schreibst.
    Die Gnade besteht darin, dass man außer dem Ewigen nichts mehr wichtig nehmen muss und damit vom Leid frei ist. Solange ich aber mich (das fleischliche Wesen und seine Interessen) und die Welt (d.h. die Liebe zu ihr und die Angst vor ihr) wichtig nehme, befinde ich mich ausserhalb der Gnade. Ich kann mich natürlich jederzeit wieder auf die Gnade besinnen und damit wieder in sie eingehen.
    Aber Du musst mir doch zustimmen, dass Du gegenwärtig noch gefährdet bist zornig, ärgerlich, traurig, ja sogar krank zu werden.
    Das alles ist Zeichen dafür, dass Du die Gnade noch nicht unverlierbar genießen kannst. Also sind in Dir noch Tendenzen da, die Dich von der Gnade wegziehen.
    Also wirst Du Zeit benötigen, bis die Gnade für Dich so attraktiv geworden ist, dass Du nur noch den Blick auf sie richtest.
    Folglich, sind die inneren Taten das, was Dich in diesem Sinne wirklich erlöst und nicht das Angebot der Erlösung.

  4. @David und Sabina: danke für eure Ergänzungen!!
    @Manfred: NEIN! Du schlabberst den Römerbrief, der deutlich macht, dass die Gnade immer größer ist als unsere Verfehlungen, du schlabberst 1. Johannes, der deutlich macht, dass, wenn unser Gewissen uns verurteilt, Gott größer ist als das! Uns ist in Christus das ewige Leben geschenkt. Nichts kann uns trennen von dieser Liebe (es sei denn wir sagen dem bewusst ab und übergeben uns so der Gegenseite). Und mit Christus ist uns das Erbe geschenkt, das ewige Leben. Und ich könnte jetzt noch 100 andere Verse zitieren, die deutlich machen: die Gnade gilt mir unabhängig von den Taten. Ich lebe nicht nur in den Gnade, wenn ich richtig handle und sonst falle ich aus ihr heraus. Mein Handeln folgt der kompletten Gnade und der Freiheit der Kinder Gottes, denn nur wer bedingungslos befreit und geliebt ist, handelt nicht aus Angst und anderen religiösen und falschen Motivationen, sondern aus Liebe. Wir sind befreit, um anders zu leben. Wir leben nicht anders, um befreit zu sein. (und so kommen Paulus und Jakobus in einer gesunden Spannung zusammen!)

    Ich bleibe dabei und ich sage das deutlich, weil du einen gefährlichen Weg gehst, wenn du das, was du da glaubst, als christlichen Glauben präsentierst: was du vertrittst, ist nach biblischen Maßstäben eine üble Verdrehung der Basisaussagen des christlichen Glaubens, was du vertrittst ist kein Weg der Erlösung, sondern Irrlehre.

  5. Achja: Ergänzung. Es war eine der bahnbrechenden biblischen Erkenntnisse, dass der gerechte Gott des NT deswegen gerecht genannt wird, weil er gerecht macht (!). Er macht gerecht, dich und mich. Denn ich versage täglich mannigfaltig. Glaubst du, er macht halbe Sache? Glaubst du, Gott sagt: ich spreche dich gerecht, aber nur wenn du perfekt lebst? Sonst bist du halt 60% gerecht? 70% gerecht? Dann ist Christus umsonst am Kreuz gestorben, wenn die Gnade allein nicht reicht, um dich gerecht zu machen.

  6. Lieber Christof,
    ich sagte ja, dass man dem zustimmen kann, was Du sagst, wenn man es richtig versteht.
    Es geht nicht um Gott, sondern um uns.
    Wenn Du Dir in den Finger schneidest, denke ich, hast Du Schmerzen.
    Wenn Du aber vorher glaubst, Du habest keine Schmerzen, wirst Du auch bei einer Verletzung keine haben.
    Das ist einmal wahrer Glaube an einem Beispiel erläutert.
    Worin besteht hier die ständig präsente Gnade? Darin, dass ich in Anspruch nehmen kann -beim genannten Beispiel – schmerzfrei zu sein!
    Ein Glaube, der keine Wirkung hat, ist Einbildung.

  7. Es geht nicht um Gott, sondern um uns. – genau falsch herum! Es geht um Gott!
    Wenn Du aber vorher glaubst, Du habest keine Schmerzen, wirst Du auch bei einer Verletzung keine haben. – äh, ich schon, den Rest überlasse ich irgendwelchen Fakiren. Ich habe nicht vor, meinen Körper und seine Signale zu negieren.
    Glaube ohne Werke ist tot. Aber das ist ein Selbstläufer, denn echter Glaube bringt automatisch und ohne Mühe Werke hervor, deswegen das Bild des Fruchtbringens im NT…

  8. Es geht in dem Sinne nicht um Gott weil er schon heil ist. Es geht um uns, dass wir heil werden.
    Genau, Glaube bringt automatisch Werke hervor. Nämlich das, was man glaubt.
    Warum sind dann so wenig Werke zu sehen? – Weil wir nicht glauben.

  9. tja lieber Manfred,
    ich schätze da hast du dir wirklich in den Finger geschnitten, und auch wenn es dir selber nicht weh tut – mir schon, wenn ich sowas lese…
    diese Welt (und damit unser Körper + Seele) wird keine schmerzfreie Zone werden in dieser Zeit, das ist überhaupt nicht Gegenstand des Glaubens. Ja, du hast in sofern recht, dass der Glaube diese Welt überwindet, dass heißt aber nicht, dass mir der Käsekuchen nichtmehr schmeckt oder ich nen Lachanfall kriege, wenn mir jmd. nen Baseballschläger auf die Rübe haut… wo hast du nur diesen Blödsinn her? Hat sich Jesus etwa amüsiert, als er angenagelt wurde oder hat er gelitten? Paulus beschreibt ausführl. seine verschiedenen Leiden und Stephanus und und und…alles Glaubensnieten oder was?

    Also ich stimme insofern zu, dass der Glaube erstaunliches bewirkt – natürlich auch übernatürlich, aber da geht es immer darum, dass Menschen erlöst werden und Gott verherrlicht wird – DAS hat „Wirkung“ – der Rest ist Einbildung…

    Segen

  10. Lieber Bento,
    es besteht ein Unterschied zwischen Jesu Kreuzesweg und uns. Jesus, als Sohn Gottes, kannte kein Leid. Er ist in diese Welt gekommen um seine göttliche Natur zu verleugnen und die menschliche Natur anzunehmen. Er machte sich also auf, unser Leiden in seiner ganzen Tiefe zu erleben. Warum? – Damit wir aus dem Leiden herauskommen! Das ist der Sinn der Sache!
    Wir kommen durch Glauben an sein Werk heraus. Und ich persönlich habe durch Glauben erlebt, dass das, was vorher schmerzhaft war dann ohne Schmerzen abging. Depression durch „Freude“ an der Erlösung zur Überwindung dieser und zu erlebter Freude wurde etc.

  11. ahaa – jo klar!
    Depressionen sind Belastungen, von denen wir frei werden können und sollen – oder von mir aus ist es auch ne Krankheit, egal – Hauptsache weg damit!
    Ja, dafür hat Jesus sich tatsächlich entäussert und gelitten, damit wir frei sind und Gott mit Freude dienen – Amen.

    du bestätigst ja jetzt, was ich gesagt habe.

  12. Eigentlich habe ich keinen Bock auf apologetische Auseinandersetzungen. Aber hier läuft einiges schief und ich habe gegen Manfreds Beiträge inzwischen ein gewisses Mißtrauen entwickelt.

    „Er machte sich also auf, unser Leiden in seiner ganzen Tiefe zu erleben.“ Nein, darum ging es nicht. Er machte sich auf, um unser aller Schuld und Sünde auf sich zu nehmen. Er, der ohne Schuld war, makellos, wurde zur leibhaftigen Sünde. Damit wir heilig, gerechtfertigt, makellos würden. Das ist der Sinn der Sache!

    „Wir kommen durch Glauben an sein Werk heraus.“ Das klingt theologisch so richtig, und doch habe ich den Verdacht, daß hier etwas gemeint ist, das am Kern der biblischen Botschaft vorbeizieht. Selbsterlösung durch Glauben – die Kraft des Glaubens holt uns aus dem Jammertal des Leidens. Danach klingt mir das, sorry, aber ich bin, wie gesagt, mißtrauisch geworden gegen Manfreds Einwürfe.

    Alles in allem stimme ich Christof zu und sehe Manfred mit seiner Meinung weit außerhalb der biblischen Plattform stehen. Manfreds Glaube scheint mir eine Mixtur zu sein, die aus biblischen Versatzstücken, ein wenig Gnosis und östlicher Religionslehre besteht. Gut, wir haben Religionsfreiheit und das Recht auf freie Meinungsäußerung. Aber muß das diesen wunderbaren Blog hier füllen? Dafür ist mir meine Lesezeit zu schade.

  13. @ Wegbegleiter
    „und du wirst dich selbst retten“ – steht so in der Tageslosung. Habe ich hoffentlich richtig verstanden.
    Wenn ich an mein Leben denke, muss ich feststellen: Ich kann mich nicht selbst retten – aber ich bin gerettet durch die Gnade Gottes. Daran darf ich mich „klammern“ und diese Rettung war/ ist mit nichts in der Welt käuflich zu erwerben. Mir gefällt Ihre Aussage, dass wir befreit sind, um anders zu leben .

  14. Okay Bento,
    nur ging das mit der Befreiung von den Depressionen nicht eins-zwei-drei und fertig, sondern es hat ganz schön gedauert, es war ein Kampf. Es mussten ja innere Einstellungen usw. verändert werden.
    (Nebenbei: Da ich ja in den christlichen Kreisen aufgewachsen bin, die mir jetzt Irrlehre vorwerfen, hatte ich natürlich zuerst nach ihren „Anweisungen“ gehandelt, also Gott in ständigen Gebeten darum gefleht, mich von den Depressionen zu befreien usw. Aber das hat nichts genutzt. Wäre ich weiter diesen „evangelikalen“ Ratschlägen gefolgt, würde es so schlimm geworden sein, dass ich jetzt ganz bestimmt nicht mehr am Leben wäre.)
    Alkoholabhängige werden ja auch nicht von heute auf morgen frei. Dann sind sie noch nicht mal richtig frei, weil sie rückfällig werden könnten, sobald sie mit ein bisschen Alkohol in Berührung kommen.
    Was damit aber mit den zwei Beispielen zum Ausdruck kommt: Jesus befreit uns nicht, wenn wir nicht glauben.
    Es könnte in der Christenheit ganz anders aussehen, wenn Christen wirklich glauben und nicht darauf warten würden, dass Jesus etwas tut. Er wird nichts tun. Er tut auch nicht etwas unabhängig von Deinem Glauben etwas Deinem Leben dazu.
    Entweder wirst Du Glauben und die Frucht der Heiligung ernten, oder Du gehst mit Deinen Unvollkommenheiten in den Tod, und wirst dort im Jenseits genauso unvollkommen sein.
    Jesus sagt: „Gehet ein durch die enge Pforte“, und er sagt, dass es n i c h t leicht ist in das Himmelreich einzugehen.
    Jesus kennt keine billige Gnade.

  15. Hans, die Sünde in Gedanken, wie sie im Paradies begann, hat gravierende Auswirkungen in Krankheit und physischen Tod.
    Die Menschen wenden sich Gott zu, weil sie leiden. Nicht weil sie sündigen! Die Sünde würde die Menschen überhaupt nicht interessieren, wenn sie nicht Leiden zur Folge hätte.
    Gott sagt uns, wenn wir zu ihm kommen: Dem Leiden liegt etwas Tieferes zu Grunde, nämlich eure Sünde, oder mit anderen Worten, eure falschen Gedanken und Einstellungen. Wenn ihr diese in Übereinstimmung mit der Wahrheit (dem Richtigen) bringt, werdet ihr von der Unwahrheit/Lüge (dem Falschen) frei.
    Die Weltmenschen erkennen nicht mal, dass sie falsch denken. Sie meinen zum Beispiel sexuelle Betätigung sei gut für das allgemeine Wohlbefinden (sagen sogar manche Ärzte!). Manche „beschweren“ sich dann sogar noch wenn sie entsprechende Krankheiten als Folge ihrer exzessiven Betätigung in dieser Richtung bekommen.
    Nein, die Irrlehre besteht darin, dass die Sündervergebung zu etwas gemacht wird, die keinen Bezug zur Realität mehr hat.
    Wenn Jesus Sünden vergab, dann wurde der Betreffende gesund. Da war spürbare Wirkung da. Jetzt aber existiert die Vergebung nur im Kopf!

  16. @Lebensnot/Lebensrettung: danke für deinen Gedanken – das ist natürlich von Paulus pointiert ausgedrückt, aber letztlich ist es so: wenn wir an der Lehre von der frohen Botschaft festhalten, sprich: die Gnade gilt dir immer, dann rettet uns das. Heisst natürlich nicht, dass wir uns damit selbst unabhängig von Gott retten. Und ja, manchmal ist es ein Festhalten, ein Klammern an Christus gegen die Erfahrung und gegen den eigenen alten Menschen. Man spürt nix, erlebt nix und hält trotzdem fest. Und gerade nach solchen Durststrecken, in denen man nicht gesehen und dennoch geglaubt hat, scheint Gott sich auf besondere und großartige Weise zu offenbaren…
    @Manfred: wie gesagt, ich schließe mich Hans an, ich habe auch keine große Lust auf apologetische Diskussionen, auch nicht die Zeit zu, ich habe hier mit realen Problemen zu tun von realen Menschen. Wichtig ist mir: meine Einschätzung der Irrlehre bezog sich auf die Lehre der Reinkarnation und der eigenartigen Vermischung aus Gnade und Werke. Damit will ich dir nicht unterstellen, dass ALLE deine Gedanken falsch sind. Auf deine Antworten müssen die angesprochenen eingehen, ich bin dann mal weg.

  17. Ja, hier kommt die menschliche Trägheit zum Vorschein, die alles schön im Nebel belassen will.
    Hauptsache, wir werden nicht in unseren Überzeugungen erschüttert. Wahrheit kann ja s o gefährlich sein!
    Dass leider ich einer der ganz wenigen bin, die Recht haben (und nicht meine Kritiker) besagen u.a. auch diese Verse:
    Phil. 2,12: “Bewirket eure eigene Seligkeit mit Furcht und Zittern”
    1. Tim. 4,7 “Übe Dich aber zur Gottseligkeit”
    Wenn man diese beiden Verse ernst nimmt, dann besagen sie, dass man o h n e konzentriertes Tun
    k e i n e Gottseligkeit erlangt. Also nichts mit billiger Gnade, wie sie überall feil geboten und als das Evangelium verkündet wird.
    Also nichts mit einer Bekehrung in letzter Minute und schwupps ist man dann im Himmel, wozu immer der Schächer am Kreuz herhalten muss, weil man nicht differenzieren kann, sondern das Wischi-waschi liebt!

  18. @Manfred: boah, du bist ja SO überzeugt von dir! Wenn du Philipper zitierst (Bewirket eure eigene Seligkeit mit Furcht und Zittern), dann auch den nächsten Vers: Ihr könnt es, denn Gott selbst bewirkt in euch nicht nur das Wollen, sondern auch das Vollbringen, so wie es ihm gefällt. Du arbeitest unseriös! In diesem Vers vereinen sich Indikativ und Imperativ. Glaube und Taten gehören zusammen, aber die Reihenfolge ist eindeutig: weil Gott in absolute Vorleistung geht, nur deshalb können wir uns verändern. Sprich: wir können es gar nicht selbst, sondern nur Gott in uns. Das ist befreiende Gnade.

    So: und wenn du weiter in diesem Sinne schreibst und uns hier billige Gnade vorwirfst, dann wirst du hier geblockt, du überhebst dich massiv! Wir versuchen, die Gnade groß zu machen, DU machst sie klein, wenn du unsere Taten als heilsnotwendig mit hinein bringst.

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