Krasser Vers: Dankt Gott in allen Dingen… aber wie?

Oder wie die NGÜ 1.Thess 5,18 übersetzt: Dankt Gott in jeder Lage! Das ist es, was er von euch will und was er euch durch Jesus Christus möglich gemacht hat.

Ähem. Ja. Bin gerade eben über diese Tageslosung gestolpert und sie ist krass und extrem. Vorher sagt Paulus noch Sachen wie: Freut euch, was auch immer geschieht! Lasst euch durch nichts vom Gebet abbringen. Auch nicht – räusper – unanspruchsvoller.

Nun kann man ganz schnell den frommen Relativator einschalten und sagen: „jaahaa, man muss ja aber auch authentisch sein und darf Gott auch Enttäuschung bringen und Wut und das alles.“ Ja, stimmt. Gefühle kommen halt hoch und bevor man sie versteckt oder verdrängt, sind sie viel besser in der Verbindung zum Vater aufgehoben. Der Vers spricht aber nicht die Gefühle an, sondern den Willen. Gefühle sind Frucht des Inneren. Der Vers will das Innere verändern. Reden wir uns nicht raus und relativieren die Spitze einer solchen Aussage, denn: es ist Gottes Wille! Dass wir so handeln! Da ist wenig Spielraum, herum zu lavieren.

Die Balance zu finden, ist dennoch nicht leicht – praktisch kann das so aussehen: einerseits die eigenen Gefühle wahrzunehmen, ernst zu nehmen und vor Gott zu bringen, egal, was da ist. Denn wir dürfen niemals die dunklen Seiten in uns abspalten – dann landen wir wieder in Religiosität, Gesetz und Heuchelei. Andererseits den Bogen bekommen zum Danken, zum Schauen auf Christus, zum Leben und Geborgensein in der Gnade der Erlösung am Kreuz. Denn das ist es, was uns – wie der Vers sagt – durch Christus möglich gemacht worden ist. Dieses Danken wird dann unser Innenleben verwandeln, den Geist stärken, die alte Natur schwächen – denn die macht sich von den Umständen abhängig, vom Erfolg, von Gesundheit, von Menschen. Der Geist will uns in die Freiheit führen – und die findet sich in der maximalen Abhängigkeit von Jesus, vom Vater und vom Heiligen Geist. Unser Anteil daran ist der Gehorsam Gott gegenüber – gerade im Danken.

Probier es diese Woche doch mal aus. Bring Gott die schweren Dinge, lad sie ab und wenn du deine Gefühlswelt zur Ruhe gebracht hast vor IHM: beginn zu danken für das Erlebte – auch wenn es schwere Dinge waren – und schau, was passiert… Gott will sich auch in deinen schweren Wegen verherrlichen!

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21 Antworten zu “Krasser Vers: Dankt Gott in allen Dingen… aber wie?

  1. Ist es spitzfindig zu bemerken, dass „in allen Dingen“ nicht „für alle Dinge“ heißt? Dann wäre die Frage natürlich „wofür?“ Aber wenn ich dann merke, es gibt doch noch Grund genug (Essen, Atmung, Erlösung …), ist doch schon viel geholfen.

  2. Naja, da steht „en“ im Griechischen – das kann mit in und mit für übersetzt werden. Die Einheizübersetzung hat auch „Dankt für alles“. Aber letztlich bleibt es ähnlich, natürlich soll man nicht sagen: danke Gott für die tolle Krebserkrankung. Zumal er die nicht geschickt hat. Aber ich kann Gott für all das danken, was du auch schon erwähnt hast und auch für die Möglichkeit, in dieser Situation in Christus zu wachsen und ihn zu verherrlichen. Jakobus sagt: erachtet es als Freude, wenn ihr erprobt werdet. Tja… alles kann mir zum Stolperstein von Gott weg oder zum Sprungstein werden auf Gott zu. Dankbarkeit scheint ein Schlüssel für den richtigen Weg sein… fällt mir echt schwer. Die eigenen Lebensvorstellungen stehen da doch im Wege herum…

  3. Klasse Artikel, herausfordernd und gleichzeitig auferbauend!
    Weiter so! Gottes überreichen Segen!

  4. Sagt in allem Dank! (Elb.)
    Die Frage nach „in“ oder „für“, die Andreas Wendt gestellt hat, erinnert mich an einen Satz im Wortanhang der Studienbibel. Dort wird auf die Bedeutungseigenart des Wortes Dank, das in diesem Vers gebraucht wird (eucharisteo), sehr eingegangen. Es ist ein Wort, das auf Gott ausgerichtet ist: „Es bedeutet ein Loben und Verherrlichen Gottes, welches nur durch Gott und seine offenbarte Herrlichkeit veranlasst ist.“

    Der Aufruf, in allem zu danken, erinnert mich an Paulus und Silas im Gefängnis. Da wird mir der Unterschied zwischen „in“ und „für“ sehr deutlich. Sie haben Gott nicht für das Gefängnis gedankt, sonder IHN in dieser Lage gelobt und gepriesen und das hat die Kraft Gottes freigesetzt und sie aus dem Gefängnis herausgebracht.

    Vom Wort eucharisteo leitet sich ja auch der Begriff Eucharistie ab, in der die ultimative Rettung des Menschen durch Gott gefeiert wird.

    Mir ist es also auch nicht einerlei, ob da „für“ oder „in“ steht. 🙂

  5. @Deborah: wie gesagt – nicht für das Gefängnis danken und wenn dann nur in dem Sinne, dass auch dieser Ort der Verherrlichung Gottes dienen kann – und so war es dann ja auch.

    Es gibt in der Psychologie eine Aussage, die da lautet: ich kann nur verändern, was ich angenommen habe – was ich abspalte, mache ich nur noch stärker. So ist es auch mit mit widrigen Umständen. Wenn ich mich nur gegen sie wehre, kreise ich um sie, wenn ich ich auf Gott ausrichte und damit rechne, dass er sich IN den Umständen verherrlichen kann (wie auch immer), dann passiert etwas. Ich versuche zum Beispiel trotzdem – ich bleibe also da beim „für“ – für die Menschen zu beten, zu danken, sie zu segnen, die mir das Leben schwer und machmal fast unerträglich machen. Das tut gut! Segen!

  6. @Christof @Deborah: Gute Gedanken.

    Als kleine Ergänzung mag folgender Vers dienen: „Meine lieben Brüder, erachtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen fallt, und wisst, dass euer Glaube, wenn er bewährt ist, Geduld wirkt.“ (Jak 1,2)

    Verstehe ich in Kombination mit obigem Vers so: „Hey, Herr, danke für einen neuen Tag, in dem so Manches bis Alles schief geht. Bin gespannt auf die nächsten krassen Dinge, die du daraus machst.“

    Oh nein, verinnerlicht habe ich das noch nicht. Aber ich wünsche mir, da hineinzuwachsen, das Leben so zu nehmen. Ich fürchte kein Unglück, denn du bist bei mir…

  7. Wenn man die ersten 3 Kapitel im Eph. liest, findet man ganz viele Heilstatsachen, die uns rechtlich gegeben sind,
    Wir sehen diese Wahrheiten nicht, wir fühlen sie nicht, oft sind die Augen unseres Herzens noch nicht geöffnet, so daß wir sie nicht richtig erkennen können.
    Aber es sind ganz viele Dinge, die Gott an uns getan hat.
    Wer hat Gott heute schon dafür gedankt, daß er Ihn mit jedem geislichen Segeng gesegnet hat? 🙂 Eph.1,3
    Wenn wir erst anfangen zu danken wenn es in unser Hirn passt werden wir nicht allzuviel danken 🙂

  8. Ich finds gut, dass hier über dieses Thema Austausch stattfindet und Sensibilität über die Auswirkungen von Wortwahl erhöht wird.

    Einmal habe ich erlebt, dass jemand, der ein Buch über den Vers gelesen hatte, im Mißverstehen anfing, Gott für die Taten Satans und der ungeheiligten Natur des Menschen im Leben der Familie zu danken, ungefähr so: „HErr, ich danke dir #für# die Rebellion und Ungezogenheit meines Sohnes mir gegenüber.“

    Ich hätte eher gebetet: „Herr, ich danke dir, dass Du der HErr und mein Hirte bist #in# dieser Situation und auch der HErr meines Sohnes bist und sein Herz berühren kannst. Ich danke dir, dass Du Retter und Sieger bist und deine Rettung und dein Sieg in unserer Familie sichtbar werden wird. Ich danke dir, dass Du uns durchtragen wirst durch diese schwierige Phase. Ich danke Dir für die Weisheit, die Du mir geben wirst im Umgang mit meinem Sohn….. “

    Der Focus ist in den Beispielen total unterschiedlich, obwohl in beiden Gott angesprochen wird.

  9. @Deborah: Danke! Es ist wahrscheinlich auch eine Frage des Themas, für das man betet. Ich kann sehr wohl für schwierige Menschen danken, aber wenn ich dafür danke, dass mich jemand verletzt hat oder dass mein Partner fremd gegangen ist, dann ist das doch wohl eher sehr abgedreht und weit übers Ziel hinaus geschossen. Wobei beide Situationen zum Segen werden können, aber nichtsdestotrotz grausam und schwer sind.

    Ich würde bei deinem Beispiel ganz wie du beten, vielleicht noch so: Herr, du kannst dich auch in dieser Situation verherrlichen – sie ist nicht zufällig da, beide Seiten können dir näher kommen und wichtige Dinge lernen. Leite uns uns an, wie das gelingen kann.

    So ist dann vielleicht eine zumindest positive und erwartende Grundhaltung da, dass Gott sich in allem verherrlichen kann und das alles zum Guten dienen kann – wenn man es aus dem Geist heraus angeht.

  10. „Dankt Gott in allen Dingen… aber wie?”

    Wir können Gott danken, wenn wir ihm näher kommen. Doch wie kommen wir ihm näher? Indem wir aus Taten, unseren eigenen oder anderen, begreifen und dann evtl. bereuen. Die göttliche schaukelnde Welle in uns zwischen Gut und Böse offenbart uns den Weg der Wahrheit zu unsem Vater. Wenn uns ein Schmerz etwas begreifen läßt, ist dieser kosbar. Manche Menschen oder Ereignisse bringen Opfer, gewollt oder ungewollt aber nicht umsonst. Wir werden daraus lernen – nicht mit dem Geist – mehr mit dem Herzen! So ist es und deshalb dankt Gott in ALLEN Dingen und schenkt Aufmerksamkeit in Guten und gerade auch in sogenanntem schlechtem Umfeld. Denn da ist Gott genauso und wir können dort etwas kostbares zeigen – unser Vertrauen in Gott. Grüße Marco

  11. Liebe Freunde,

    sicherlich kann man sich auch für eine Krebserkrankung bedanken! Es heißt doch ganz ausdrücklich: „Seid dankbar in ….allen…. Dingen!“ Wenn man an solch einen Befehl – es ist „leider“ keine Empfehlung – oberflächlich heran geht, da kommt man schon auf die Idee, sich für eine Krebserkrankung nicht zu bedanken. Andererseits ist es so, wenn man sich in allen Dingen dankbar zeigt, wie soll es da zu einer Krebserkrankung kommen? Dr. Taniguchi schreibt in seinem Buch: „Leben aus dem Geiste“ u.a.:

    „Wenn du allen Menschen, Dingen und Umständen mit Bejahung und Worten des Dankes begegnest, auch dem, was dir missfällt und leid ist, wird der Friede des Geistes dein Herz erfüllen. Ein friedvolles Herz aber ist auf die Wellenlänge der göttlichen Heilkraft abgestimmt, die ihm nun zuströmt und Genesung und Kraft bringt. Erfüllt der Friede des Geistes dein Herz, dann ist der Blick auf die Gegenwart Gottes in dir gerichtet und Gesund- und Vollkommenheit ist dir gewiß. Um dieses Friedens teilhaftig zu werden, gewöhne dich, alles, was auch geschieht, zu bejahen und mit Dank im Herzen entgegenzunehmen.“

    Wir Leben aus dem Geiste Gottes! Kann Gott etwa krank werden?

    Wenn mir also etwas missfällt, wie z.B. eine Krebserkrankung, dann sollte man sich auch dafür bedanken. Und Peter Hahne, den jeder Christ bzw. Gläubige kennen sollte, schreibt in einen seiner Büchlein u.a. folgendes (Überschriften zusammengefasst):

    Dankbarkeit macht reich, zufrieden und froh
    Die glücklichsten Menschen sind die, die am meisten danken
    Dank ist die größte Kraft des Lebens
    Dankbarkeit schenkt ein Leben mit Tiefgang
    Wer dankbar lebt, lernt das Staunen
    Dank gehört zum Leben wie das Atmen
    Wer nicht dankt, ist gedankenlos
    Der wahre Denker dankt, weil er weiß: Mein Leben ist reich
    Aus Dank wächst Hoffnung
    Anfangen zu danken, ist der beste Weg, trübe Stunden zu beenden
    Dank befreit aus der Ichbezogenheit
    usw. usw.

    ICH BIN dankbar für alles!

    Liebe Grüße

    Michael Huhle

  12. @Michael: deine Erfahrung in Ehren – Johannes sagt, wenn wir behaupten, wir sündigen nicht, dann belügen wir uns selber. Sprich: ein reines Leben aus dem Geist ist biblisch zu Lebzeiten nicht möglich und eine Irrlehre, die Menschen Lasten auflädt! Gott möchte häufiger heilen, als wir denken – da bin ich sicher, aber es gibt keine Garantie…. Und was Krebs angeht… soll allen Ernstes ein Mensch, der daran erkrankt sich vorwerfen lassen müssen, er war nur nicht dankbar genug vorher? Oder geistlich genug?

  13. Habe nicht alles gelesen,aber ich kann nur bestätigen,danken bringt Segen.
    Auch und gerade in schweren Situationen!!!

  14. @Wegbegleiter
    Hmmmmmmmmmm
    „Gott möchte häufiger heilen, als wir denken – da bin ich sicher, aber es gibt keine Garantie….“
    Ich glaub ich versteh was Du meinst.
    Ich finde auch jede Art von Glaubensdruck falsch.
    Aber ich möchte eine Gegenfrage stellen.
    Hat ein Homosexueller Christ, wenn er um Befreiung von Homusexualität bittet eine Garantie, das Gott Ihn befreien möchte?
    ich glaube schon, daß wir in der Regel den Willen Gottes wissen können.
    Und wenn wir seinen Willen wissen, dann wissen wir auch, das wir das erbetene haben, das wir erbeten haben.
    Der Glaube sieht, daß Gott seine Boten mit der Antwort losgeschickt hat,
    Daniel 10,12 und 13 und kann darum danken.

    Übrigens Christof, das mit dem Fasten finde ich ganz klasse!!!
    Bei allen bla bla von mir über Stellung, Sieg und Glaube, habe ich schon lange nicht mehr den Mut gehabt so lange zu fasten. :-).
    Es ist schön mit Geschwister zusammen den Weg zu gehen. 🙂

  15. @all,

    es gibt zumindest eine ähnliche Stelle, in der es klipp und klar heisst: Danksaget … alllezeit für alles.

    Auch für die Krebserkrangung die nach Meinung vieler Christen niemals von Gott kommen kann, und sehr wohl auch für den Autounfall und die Zahnschmerzen.

    Es ist sicher verständlich, wenn Christen Gott von jeder Verantwortung für Dinge, die wir schlecht oder böse zu nennen geneigt sind. Dumm ist nur, dass Gott laut Bibel für all diese Dinge die volle und alleinige Verantwortung übernimmt. Das heisst zwar noch lange nicht, dass der Mensch keine Verantwortung für seine bösen Taten hätte, aber es heisst sehr wohl, dass die Theologie hier bisweilen völlig an den biblischen Aussagen vorbeigeht:

    Schaue das Werk Gottes an, denn wer kann gerade machen, was er gekrümmt hat, sagt zum Beispiel der Prediger. Ja aber hallo, Gott krümmt etwas? Besagt nicht ein christlicher Ausspruch, dass Gott auch auf krummen Linien gerade schreibt? Wie kommt dann der Prediger zur Behauptung, Gott krümme etwas?

    Nun, vielleicht, weil er mehr von Gott verstanden hat, als so mancher christlicher Theologe? Wie lesen wir bei Mose?

    Ich töte und ich mache lebendig, ich zerschlage und ich heile und niemand ist, der aus meiner Hand errettet. Und schon vorher, in 2. Mose heisst es: Ich begnadige, wen ich begnadige und ich verhärte, wen ich verhärte. Laut Paulus ist das eine zentrale Gottesoffenbarung.

    Bevor wir also versuchen, das Krasse an dieser Tageslosung wegzutheologisieren, sollten wir uns vielleicht besser darauf besinnen, dass unser Gottesbild vielleicht doch an der einen oder anderen Stelle im Widerspruch zum Wort Gottes steht.

    Heisst es nicht in den Sprüchen: Erkenne IHN auf ALLEN deinen Wegen und ER wird gerade machen deine Pfade?

    Wenn nun Gott auf ALLEN meinen Wegen erkennbar ist und erkannt werden will und soll, wie sagen wir dann, wir sollten sicher nicht für die Zahnschmerzen und die Krebserkrankung danken?

    Sind wir dann nicht wie die Jünger, die Jesus angesichts des Blindgeborenen fragen: Wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern?

    Und was sagt die göttliche Antwort:
    Weder dieser hat gesündigt, noch seine Eltern, sondern auf daß die Werke Gottes an ihm geoffenbart würden

    Sollten wir uns da nicht lieber an Gottes Wort halten, und allezeit für ALLES danksagen, auch und gerade, wenn es nach unserem Gottesbild gar nicht von Gott kommen kann?

  16. @Nagah-Tahum: ich will gar nicht versuchen, diesem Gedankenwust Herr zu werden, nur: wichtig ist die systematische Theologie – das war schon bei den Juden so: die Schrift legt die Schrift aus, ich muss also immer das gesamte Bild der Schrift zulassen und formen und da wir Menschen sind, wird das IMMER unvollständig sein – sagt sogar Paulus von sich selbst! Gott lässt Krankheit zu und sie kann zu einem echten Weg zu Gott werden – oder aber von Gott weg, ich habe Menschen in beidem erlebt und teilweise begleitet. Aber Gott schickt nicht die Krankheit und verursacht sie meines Erachtens nicht – oder wie sollen wir einen liebenden Vater zurücklieben, der sagt: ach, ich liebe mein Kind so, ich schicke ihm mal einen superschmerzhaften Krebs…? Dass Gott das zulässt, weil Krankheit Teil dieser gefallenen Welt ist – klar. Dass Krankheit ein Weg zurück in die Arme Gottes sein kann – klar. Dass Gott die Krankheit sendet, für die er – so sagt es die Schrift mehrfach – gestorben ist in seinem Sohn – das kann ich nicht nachvollziehen.

  17. Nunja, zu dem Beispiel „Danke für die tolle Krebserkrankung…“ :
    Ich denke dafür wird keiner erstmal danken. Aber man kann doch für die Guten Versorungsmöglichkeiten der Kliniken danken, für das Personal, für Besuch der einen aufmuntert…. und vielleicht auch nachher für die Krebserkrankung, wenn man sich damit in irgendeiner Weise „abgefunden“ hat und vielleicht als Zimmernachbar einen zukünftig sehr guten Freund gefunden hat, oder gar einen Lebenspartner… das alles ist möglich. Klar, es ist sehr schwer zu danken, wenn einem gerade etwas nicht passt. aber oft kommt es vor, dass man im nachhinein irgendetwas gutes aus der situation bekommt?…

  18. @Benjamin: yes! – das „Danke für die tolle Krebserkrankung“ war auch eine Zuspitzung ins Extrem. Und ich habe Menschen erlebt, die haben im NACHhinein Gott danken können, weil sie viel gelernt haben in der Krankheit. Wie gesagt: man kann nur verändern und daraus lernen, wenn man etwas angenommen hat. Ich spreche da durchaus aus eigener schmerzhafter Erfahrung…

  19. Lieber Wegbegleiter,

    Es ist richtig, wenn wir behaupten, dass wir nicht sündigen, dann uns selber belügen. Auch nach der Übergabe an Jesus können noch Sünden auftreten…
    Aber es ist sicherlich ein Missverständnis, wenn es um das reine Leben aus dem Geiste geht. Jeder Mensch lebt aus dem Geiste, ob positiv oder negativ. Wir Leben nicht aus dem Körper oder Seele, sondern aus dem Geist. Der Eingang ist immer der Geist, dann folgt die Seele, die alles verarbeiten muss. Und was die Seele verarbeitet hat legt, sich in den Körper, also in den äußeren Erscheinungen nieder („An den Früchten sollt ihr sie erkennen“)!

    Ergänzungen zum Danken: Wenn wir wir uns nach dem großen geistigen Gesetz von Galater 6,7 bei Gott für alles bedanken, dann bekommen wir die Dankbarkeit Gottes zu spüren! Und was gibt es Schöneres, wenn sich Gott bei uns bedankt? Ein Leben in Dankbarkeit zu führen, indem wir den menschlichen Geist immer wieder zur Quelle aller Gaben erheben, erneuert den göttlichen Fluß der Liebe in unser eigenes Leben!

    Lt. Umfragen wurde festgestellt, dass nur 5% der Gläubigen danken, obwohl das – wie schon erwähnt – ein Befehl Gottes ist. Es ist also einer der größten Versäumnisse, genauer gesagt: Sünde, die wir Gläubige begehen, wenn wir nicht danken! Anstelle wird überwiegend nur gemeckert und das Negeative gesehen, obwohl doch Gott, unser Schöpfer, ausdrücklich betont: „Es ist alles sehr gut….“ Und für diese sehr guten Dinge sollten gerade die Kinder Gottes in liebevoller, demütiger, unendlicher Dankbarkeit sein! Wichtig zu wissen:

    Mit der Dankbarkeit wollen wir unsere Aufmerksamkeit der höchsten Macht, Gott, zuwenden und nicht die Aufmerk­samkeit auf uns selber lenken.

    Eine Begrüßung zu Beginn des Tagen könnte so aussehen:

    ICH BIN dankbar, was Gott mir bisher gegeben hat (Vergangenheit).
    Ich nehme alles dankbar an. (Zukunft)
    ICH BIN dankbar für alles, was ich heute in Gottes ALLMÄCHTIGER GEGENWART erleben darf. (Gegenwart)
    ICH BIN dankbar und lobe Dich, dass ich DICH gefunden habe!

    Zum Schluss zum Thema Danken und Krebs:

    Genau das ist damit gemeint, dass ein Mensch, der an Krebs erkrankt ist, sich vorwerfen lassen muss, er war nur nicht dankbar genug! (Sicherlich ist es nicht nur dieser eine Faktor, aber es geht hier um die Dankbarkeit). Die Dankbarkeit selbst ist eine sehr sanfte Kraft und enthält sehr viel Liebe. Und Gott ist Liebe! Und Gott schickt keinen Krebs! Und es gehört dazu, einen Krebspatienten sehr sanft und voller Mitgefühl zu zeigen, was bisher in seinem Leben schief gelaufen ist! Aber viele an Krebs Geheilte kommen schon selber auf die Idee, sich beim Leben bzw. bei Gott zu bedanken, dass sie wieder gesund geworden sind!

    Ich persönlich würde einen Krebskranken nie auffordern: „Nun sei mal schön dankbar für deinen Krebs.“ Zu den geistigen Sorfortmaßnahmen gehört aber dazu, ihm zu sagen, er soll sich für seine Krebsheilung vorher bedanken , egal wie es um ihn steht. Hat er eine gewisse Gläubigkeit vorzuweisen, kann er sich bei Gott bedanken und Gott loben (vor der Heilung).

    Loben zieht nach oben, (…….also nicht in den Krebskeller),
    danken schützt vor wanken, (……schützt vor wanken zum Blick auf die Materie, auf Äußerlichkeiten….)

    Gott heilt immer, und es gibt Garantien, die wir u.a. in Lukas 17,19 finden:

    Dein Glaube hat dir geholfen!

    Liebe Grüße
    Michael

  20. Glaube fest an Gott den Herrn;
    glaube an sein Walten!
    Niemals ist es unmodern,
    sich an Gott zu halten.
    Sei getrost: An Gottes Hand
    hast Du immer festen Stand!
    Friedrich Morgenroth?

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