1. Fastentag: Loslassen und ein mächtiger Kater

Wie immer ist der erste Fastentag der schwerste. Morgens abführen und dann geht der Hunger los – der wird im Laufe des morgigen Tages verschwinden und dann wird es besser. Bis dahin: Kopfschmerzen, wie nach zu viel – äh – Sangria oder billigem Lambrusco. Warum? Koffeinentzug. Ich trinke zwar nur so 4 Tassen bzw. Espressi pro Tag, aber das reicht schon für einen heftigen Dröhnschädel. Nun also: Kräutertee. Und: loslassen. Nicht nur Darminhalt, sondern auch kleine Süchte. Zum Beispiel nach einem getanen Stück Arbeit zur Belohnung nach einem Riegel dunkler Schokolade oder einem Stück Käse grabschen. Oder: beim Essenkochen (was ich weiterhin mache), abschmecken und naschen und abschmecken und naschen….;-)

Fasten ist spannend: es offenbart in kürzester Zeit die kleinen Alltagssüchte und wenn man dran bleibt und Gott um seine Hilfe bittet – dann werden sie gebrochen und der Geist gewinnt an Kraft. An tiefe geistliche Erkenntnisse ist am ersten Tag kaum zu denken – aber das Gefühl kommt langsam: ich bin sehr bei mir (was eine gute Voraussetzung für Gottesbegegnung ist – besser als außer sich sein) und eine seltsame Form der Konzentration stellt sich ein. Zwischendurch Hungerattacken. Morgen geht es weiter.

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12 Antworten zu “1. Fastentag: Loslassen und ein mächtiger Kater

  1. Ich bin tief beeindruckt und wünsche Dir Kraft und Segen, Bruder! Ich krieg allein schon beim Gedanken an eine Fastenwoche Kopfschmerzen und Herzkammerflimmern. Gilt das schon? 😉 Nee, im Ernst: ich muß aufpassen, daß ich Christa nix von Deiner Fastenzeit erzähle, sonst kommt sie auf schlimme Gedanken … ;-))

  2. Die Kopfschmerzen als Begleitphänomen kann ich unter diesen Umständen sehr gut nachvollziehen – auch die, die sich einstellen, wenn man einmal kräftiger den Humpen zu Brust nahm ;). Das Hungergefühl ist dann in der Tat zumeist am zweiten oder dritten Tag soweit unter Kontrolle gebracht, daß sich – damit einhergehend – der Geist in große Tiefen begibt. Ja, und nach so einer Phase weiß man die Segnungen des Schöpfers umso mehr zu bestaunen, zu genießen – auch das Stückchen Käse ;). Ich wünsche Dir Gottes liebende Nähe und damit viel Kraft, Christof..

  3. Danke euch! Ach, ich hab das ja nun schon ein paar Mal gemacht und immer wieder ist der erste Tag eine Mischung aus Spannung und Genervtsein. Denn der Hunger ist heftig und die Kopfschmerzen… tja. Aber morgen ist es schon besser und heute Abend gibt es einen Humpen Gewürztee… zum Warmwerden. Mahlzeit. Ach, Hans, wenn ihr demnächst bei uns weilt, werde ich das Thema beiläufig fallen lassen…;-))

  4. Ich bewundere das echt mit dem Fasten!!! Aber ich muß körperlich schwer arbeiten, da kriege ich das nicht gebacken. Ich sollte mehr an Gott denken und beten. Weiß nicht, was ich beten soll, weil ich so total müde bin und mich um meinen Mann sorge, der sehr krank ist.

  5. @apassionata: ach , wie gerne würde ich jetzt mit dir mal privat auf einen Kaffee reden können. Das würde vieles erleichtern. Ich kann nur sagen: deine Sorgen sind bereits Gebet, dein Herz hebt es vor Gott. Wenn du müde bist -dann lege dich schlafen wie ein Kind in den Armen des Vaters. Auch das kann dir zum Gebet geben. Alles kann zum Gebet werden, wenn du es mit einem kleinen Nebengedanken – in der Gegenwart Gottes tust. Jesus spricht: ich bin bei dir allezeit – rund um die Uhr. Nicht nur in der Stillen Zeit. Atme, schlafe, sorge, lache, arbeite in ihm. Er tut es schon längst in dir.

  6. Liebe Apassionata,
    ich habe es auf meinem Blog ja auch schon angerissen, aber nicht so schön und vorallem auch nicht so richtig wie Wegi formuliert.

    Es ist aber so!! Auch ich habe sicherlich viele Jahre des Loslassen erfahren müssen, bis ich begriffen habe, dass ich auch einfach müde und schlapp auf Gottes Schoß krabbeln kann. Dieser Druck, ich bete nicht richtig, ich bete falsch, ich bete nicht zentriert, nicht Gott orientiert, nicht auf Knieen, nicht nach „dein Wille geschehe“ etcpp und überhaupt: ist ja klar, dass ER mich straft, weil ich ungehorsam bin … diese Gedanken kommen NICHT von Gott, jedenfalls nicht, wenn sie einen so sehr gefangen nehmen und sich als Virus auf der Festplatte eingebrannt haben und irgendjemanden in ein geistliches Burn out katapultiert. Wo war noch gerade geschrieben, der Teufel macht Überstunden … hat es Wegi selbst gesagt?

    Mein Tipp: sei einfach du, wie du bist und genieße die Ostertage in SEINEM Schoß. Male dir vor deinem fantasievollen Augen Psalm 23 aus, schmücke es aus, genieß die Wiese, die Auen, den Trost, den gedeckten Tisch nur für dich und deine Feinde werden vor Neid erblassen, denn du bist würdig vor ihm … vor deinem himmlischen Papa. Und du weißt … ich mag dich und freu mich, dass es dich gibt, aber Gott noch viel mehr, als ein Mensch es vermag 🙂

    Sehr persönlich dieser Kommentar und ich überlegte, lieber zu mailen … möchte aber gerne so stehen lassen und ich hoffe, ich darf das.

    … ich muss euch allen mal sehr schöne Cds empfehlen, wenn ihr experimentieren wollt, in des Vaters Schoß die Geborgenheit schmecken zu wollen. Wenn ich Feierabend habe, dann krame ich mal im Regal.

    Sabina

  7. Die „Geliebte Kindserie“. Worte aus dem Herzen Gottes (Worte aus der Bibel) mitten durch den Gehörgang mit Vollgas ins Herz.

    Stimmlage und meditative Musik, die verändert. Jetzt kann man mich natürlich „anklagen“ mit Suggestion und „woher ich denn wüsste, warum gerade dies von Gott kommt, jene harten Botschaften aber nicht“. Nun … dann ist alles Suggestion, auch die einfachste Predigt „manipuliert“. Auf der Ebene würde ich nicht diskutieren wollen und erhebe dann auch nicht den Anspruch Siegerin zu sein. Aber ob Muskelentspannung nach Jacobsen oder eben bewusst meditative Worte Gottes als Pandon zu falschen Erziehungsmethoden, harten Stimmen und falschen Lügen … empfehlenswerte Cds, um heil zu werden.

    Segen Euch und ein wunderbares Osterfest „…es ist vollbracht – er ist auferstanden.“

    Hörproben sind auf der Seite erhältlich.

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