Frage an dich: (An-)beten, aber richtig?!

Mir ist gestern im Hauskreis – beim Lesen von Psalm 51 – deutlich geworden, was wir alles schon haben dürfen, wonach David noch wortreich bitten musste! Wie gut, dass wir seine Worte haben – wie gut aber auch, dass Gott uns zum Beispiel nicht mehr aus seiner Gegenwart verstößt! Dass wir seiner Vergebung gewiss sein dürfen. Dass wir seinen Heiligen Geist nicht mehr verlieren können (es sei denn, man schwört willentlich ab o.ä.). Wunderbar.

Zweiter folgerichtiger Gedanke – und der kam von einem anderen Mitglied des Hauskreises -: dann brauchen wir ja nicht mehr so wortreich wie David zu bitten! Und in der Tat hat sich da was verschoben. Der Fokus des Gebets liegt doch im Neuen Bund viel mehr auf der Liebesbeziehung zwischen Kind und Gott, denn Gott weiss, was wir brauchen, er kennt unsere Bitten schon vorher – und vieles an wichtigen Dingen des Glaubenslebens ist schlicht bereits da oder: Frucht des Geistes!

Geduld, Gehorsam, Selbstbeherrschung u.v.m. – Früchte des Geistes! Ich muss also nicht darum bitten, sie wachsen nach Gottes (Zeit-)vorgaben, wenn wir auf den „Geist“ säen. Und wie oft habe ich darum gebetet! Dabei geht es mehr darum: Blockaden für den Geist aus dem Weg zu räumen und dies kann seelsorgerisch geschehen oder in einem Prozess des bewussten Sinneswandels (Buße) oder aber: im Schauen auf Christus und im Leben in seiner Gegenwart.

Gebet könnte man also als dialogische, intime Liebesbeziehung zwischen Gott und Mensch definieren – Bitten spielen da eine Rolle, aber keine dominante. Aber wie geschieht diese Intimität? Ich sag es ganz offen: ich bin kein großer Danker und Anbeter. Beim Danken bin ich nach 10 Minuten durch. Und Halleluja-Anbeten – gut und schön, es gibt Lieder, die mich zu Tränen rühren, aber oft fehlt mir schlicht die männliche Spiritualität, mir ist das zu soft und fluffig. Und wenn ich privat anfange Gott zu sagen, wie klasse er ist… äh, ist auch nach ein paar Minuten finito und ich fühle mich seltsam unauthentisch. Nun kann ja Anbetung auch ganz anders geschehen, je nach Zugang zu Gott. Wie sieht denn das bei dir aus? Machen wir doch ein fröhliches brainstorming…

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26 Antworten zu “Frage an dich: (An-)beten, aber richtig?!

  1. Sehr, sehr guter Artikel!!!!
    Will einfach erst ein bisschen still sein bevor ich meine Kommentare gebe, 🙂

  2. Also … erstmal Blitzlichter:
    – dann ist Buße ja doch nicht ganz unwichtig 😉
    – beruhigt mich gerade, dass da noch jemand ist, der beim Danken und Lobpreisen wegknickt und sich dabei unauthentisch fühlt.

    Wie sieht Lobpreis bei mir aus? Ich liebe den Lobpreis in Gemeinschaft. Alleine und zu Hause stotter ich irgendwie nur so rum, was mich persönlich schon traurig macht. Was mir aber hilft: Alleine höre ich – wie schon mal gesagt – sehr gerne Lobpreislieder, sicherlich vorgegebene Texte. Jedoch wenn sie mich anrühren, dann bin ich voll im Herzen dabei und singe unwahrscheinlich gerne mit, weil ich auch gerne singen mag und das kommt dann schon sehr tief und authentisch aus mir heraus. Melodie und Text verwurzeln sich im Herzen und das kann auch während einer Autofahrt passieren mit einer CD im Schacht.

    In Gemeinschaft zuckt es mir zudem rhythmisch im Fuß und im Blut und bremse mich, um mich dem Charakter der Ortsgemeinde anzupassen, die manchmal eher heilig erstarrt 😉
    Allerdings so ein charismatischer Tänzer bin ich nicht oder vielleicht doch, nur zu feige … kann ja auch sein 🙂

    Beim Danksagen … nun, dass kommt manchmal so ganz spontan, wenn mir irgendwie ein Impuls durch Kopf und Herz schießt und ich eine bestimmte Wahrnehmung habe. Oft entsteht dieses „Danke“ auch, wenn ich mit jemandem im Gespräch bin, der-/diejenige etwas erwähnt, dass bei mir auf eine andere „Parallelen“ weißt, dann kommt schon ein von mir gewolltes und tiefes Danke (kein anerzogenes „du musst jetzt Gott Danke sagen“). Beispiel:
    gerade Vorgestern erzählte mir jemand, dass ein Frau nach einer OP seit 20 Jahren einen Krankenhauskeim in sich trägt, viel Leid schon hinter sich hat, dann ein wenig Ruhe und nun stellt sich heraus, dass die Endoprothese im Knie in Eiter schwimmt … Grusel … Solche und noch viel mehr Geschichten anderer Mitpatienten machen mich dann absolut still, bescheiden und unsagbar Dankbar für soviel Bewahrung in meinem Leben.

    Insbesondere beim Bitten denke ich auch „Meine Güte … dieses wortreiche Geplapper … kann ich mir doch eigentlich sparen. Mein Vater sieht mich doch und weiß um alles. Klar fragt er mich ‚was willst du, dass ich dir tue‘. Aber ich muss das doch nicht zig tausendmal wiederholen.“
    … In den Momenten glaube ich einfach: das Sprachengebet würde eine andere Wende dem Gebetsleben geben. Wie man ja auch bei anderen beobachten kann …

    Nun ja, solange man nicht selber diese Gabe des Sprachengebets hat, experimentiert man also rum und dabei glaube ich lächelt jemand da oben ganz milde, aber auch traurig und denkt sich. „Was zappelt ihr euch eigentlich (mit euren Bitten) ab.“ Könnte doch sein, dass Gott so denkt?!

  3. na dann brainstorme ich mal mit 😀

    Ich halte Anbetung für einen Lebensstil, eine Grundhaltung: Gott Nr 1 und Ansprechpartner und Gedankenpartner Nr 1, also die Frucht der Besonnenheit in diesem Berreich : auf Gott besonnen/ausgerichtet leben als eine Art Standbyschaltung aus dem Geist und dem Herzen.
    Das ist da und für mich eine grossartige Wiederherstellung des zerstörten Vaterbildes.
    Ich muss nicht mehr Anbetung „machen“ oder „leisten“…….. aus dieser Basis fliesst das Lob ganz natürlich, egal ob als gedachtes, geschriebenes, gesprochenes oder gesungenes Gott-sei-Dank. 🙂

  4. aahh – ich liiiieeebe es zu erleben, wie du vom Geist immer weiter hineingenommen wirst! 🙂

    also für mich steht fest: das I-net ist doch nicht vom Tuffel und falls doch, dann hat er sich gehörig selber in den A…rm gebissen – heheh 😀

    und zum Thema nur mal soviel:

    Sabina, du hast vollkommen recht! Das Sprachengebet ist genau der Punkt, wo das unzulängliche Gestotter des menschl. Geistes durch die Fülle und den Fluß des Heiligen Geistes übernommen wird…

    ..so ist schon manch ein Plapperheimer in die Haleluja-Fraktion gewechselt.. 😉

    Segen!

  5. Aaahhh, das geht ja schon gut los. Also, gerade weil Bento von Halleluja-Fraktion spricht – da passe ich nicht rein. Ich möchte Gottes Geist und Kraft erfahren und auch in der Gemeinde genau das weitergeben und mit meinen Geschwistern zusammen erfahren – und das gleichzeitig bei einer wohltuenden Nüchternheit und bei einem Geerdetsein. Abdrehen, mit Tüchern schwenken etc. – nicht mein Ding. Ich nehme mir einfach mal Paulus als Vorbild. Schärfe der Gedanken und Klarheit – aber auch Be-geistertsein und Erfahrung des Geistes auf der anderen Seite. Wir Deutsche neigen immer zu den Extremen, ich würde gerne beides behalten und nur so denke ich, nehmen wir viele Leute mit Auch die eher „Nüchternen“ – zu denen ich mich auch zählen würde. Mein Lobpreis kann es eben auch sein, die Dogmatik von Herle zu lesen und dabei über Gottes Größe zu staunen…;-) Segen zurück!

  6. Nachschlag @Sabina: ja, ich denke weiterhin, das Seelsorge und Buße sehr wichtig sind. Denn wenn der Geist zunehmen Seele und Körper prägen soll – dann müssen auch Blockaden in der Seele beiseite geräumt werden und Traumata und schiefe Prägungen blockieren gewaltig und zwingen uns öfter als wir wollen in Spuren hinein, in denen wir schon lange nicht mehr laufen wollen. Es hilft bildlich gesprochen eben nicht nur gegen die Ratten zu kämpfen oder ihnen zu widerstehen (Teufel, Fleisch und Konsorten), sondern man muss ihnen auch das Futter wegnehmen. Danke für deine offenen Gedanken.

    @Deborah: danke für die Anbetung als Lebenshaltung. Hier kommen wir in die Nähe von einem Bruder Lorenz und seinem Leben in der Gegenwart Gottes. Alles kann zur Anbetung werden…

  7. …aber ich meinte doch gaar nicht dich, Wegi.
    du kannst ruhig weiterhin nüchtern bleiben, solange du trunken bist vom Heiligen Geist … 😀

    und die „Haleluja-Fraktion“ zu der ich gehöre, hat noch überwiegend Bodenkontakt und gar keine Fahne zuhause…
    villt. sollte ich mir mal eine besorgen? 😉

  8. Genau: nüchtern und gleichzeitig trunken im Geist – das ist die perfekte Mischung. Nüchtern heisst ja nicht trocken…;-)
    Woher willst du, Bento, ne Fahne nehmen, wenn du nicht mal ein Glas Wein trinkst…;-). Nee, im Ernst. Die Be-Geisterten können ja keine homogene Subkultur sein, es muss alle erwischen dürfen, egal, wie sie drauf sind. Deswegen stimmen mich so homogene Subkulturen immer so verdächtig… zumal wenn sie auch noch behaupten, nur sie hätten… STOP. Gottes Volk ist bunt und wir brauchen alle Schattierungen des Lebens im Geist.

  9. Iiiich denke mir hier so meinen Teil 😉 warum habe ich nur das Gefühl das …. 😉

    egal … ich suche mal lieber große Kissen, mit den man werfen kann – habe keine mehr 😀 und klammer mich dabei an Füsse auf dem Boden der Nüchternheit, gerne mit der Bereitschaft zur Trunkenheit im Geist … ich werde schon meine geistliche Natur finden und dann hole ich mir alle Kissen zurück!!

  10. … bin hier am ausloggen, streife noch mal deine Überschrift … hmmm … gibt es ein „richtiges“ Anbeten? Gibt es ein „falsches“ Anbeten? Ich glaube einfach, Jesus freut sich über eine HERZENSbeziehung mit mir und ihm, die wiederum verändert mein „altes Fleisch“ und das ist Anbetung und Zeugnis seiner Herrlichkeit. Dies passiert unter uns vielschichtig … na denn einen sonnigen Maifeiertag!

  11. Ich hab früher mal Bass in einer Lobpreisband gespielt. Da haben wir öfter mal eine Trash- Metal Version von „Gott ist gegenwärtig“ gespielt. Seit einigen Tagen gehen mir ein paar Verszeilen aus diesem echt tollen Choral nicht mehr aus dem Sinn und helfen mir „in Anbetung“ zu sein. :
    Gott ist in der Mitten, alles in uns schweige, und sich innigst vor ihm beuge.
    Ich hab gemerkt, das geht wirklich- alles in einen schweigen lassen, nicht denken, nicht nachdenken, nicht beurteilen. In Frieden sein, in seiner Gegenwart sein, und dann steigt Freude hoch. Diese allezeit- Freude aus Phil. 4. Alles wird leicht, Gott ist gut, Jesus hat`s vollbracht, der heilige Geist zeigt dir was das heißt und es ist egal ob das Wort schabada, wunderbar oder sonst wie oder nicht klingt, das aus deinem Mund kommt.
    Noch ne Strophe, die ich voll genial finde:
    Du durchdringest alles: laß dein schönstes Lichte, Herr berühren mein Gesichte.
    Wie die zarten Blumen willig sich entfalten und der Sonne stille halten,
    laß mich so still und froh deine strahlen fassen, und dich wirken lassen.

    Und wenn man dann beim Loßlassen ist, dann am Besten auch gleich sich selber und das Bild, das man von sich hat, ob nüchtern, quirlig , verkopft, emotional… egal.
    Ich glaub in der Anbetung Gottes zeigt er uns dann mal wer wir eigentlich wirklich sind- nichts von alledem. Das ist meine Ahnung…

  12. Also da habe ich wohl gar kein Gen für diese Lobpreisgeschichten. Ich kann höchstens Gott danken. Und das mache ich ehrlichen Herzens. Immer dann, wenn mir unterwegs ein schöner Hund begegnet geht mir das so. Mich freut dann so, was Gott so alles einfällt so wunderschön zu machen. Auch bei einem anstrengenden Dienst danke ich, daß mich Gott vor Fehlern bewahrt hat, denn im Streß kann das ja leider passieren. Anbetung ist wieder etwas, was so ganz tief innen bei mir abgeht, wenn ich spüre, daß Gott da ist und mich tröstet oder ablenkt. Am Sprachengebet ist was dran, habe selbst einen Tropfen davon abgekriegt, aber Gott übt mit mir leider noch ganz grundsätzliche Sachen wie Feindesliebe usw. Leider hat ER so viel Arbeit mit mir.

  13. @apassionata: kenne ich gut, dieses Gefühl: der hat so viel mit mir zu tun… mal so provokativ (auch an mich) gefragt: vielleicht hat er so viel mit einem zu tun, weil wir so wenig einfach zweckfrei Zeit mit ihm verbringen (und sei es parallel zum Beruf…Einübung ins Bewusstsein der Gegenwart Gottes)? Wenn doch selbst die Liebe eine Frucht des Geistes ist… wenn die Liebe groß wird, wo viel vergeben wurde… dann kann ich doch eigentlich nicht anders, als seine Nähe und Gnade zu suchen und so den Geist zu stärken… frage ich mich, denn ich kenne deine Gedanken nur zu gut. Mal so unter Gladbachern…;-)

  14. Jetzt möchte ich auch schreiben, wie das bei mir mit dem Lobpreis ist.

    „Gebet könnte man also als dialogische, intime Liebesbeziehung zwischen Gott und Mensch definieren“.
    Jemand etwas Liebes zu sagen fällt einem viel leichter wenn man viel liebes von Ihm hört. Zur Anbetung gehört bei mir, daß ich Gott durch sein Wort zu mir reden lasse. Ich rede hier nicht von Bibelstudium, und auch nicht von theologischen Erkenntnissen.
    Diese Dinge haben Ihren Platz, aber ich glaube weniger, als wir in unserer verkopften und aufgeklärten Zeit denken.
    Ich rede davon, daß ich den Vater berühre in seinem Wort.
    Es fiel hier schon einmal der Begriff „Offenbarungserkenntnis“
    Wenn das Wort in unserem Herzen zu leuchten anfängt. Wenn das Herz tnz.
    Das sind Folgen wenn das Leben aus dem Wort hervorkommt.
    Praktisch:

    Ich zitiere eine Einleitung von Michael Stadler, die er gegeben hat für eine Liste von Bibelstellen.

    Ausgewählte zu meditierende Schriftstellen in einer erstaunlich neuen Zusammenstellung: faszinierend und leidenschaftlich, stärkend, ehrfurchtgebietend und atemberaubend, voller Herrlichkeit und Kraft, schwindelerregend erhaben, hinreißend vollmachtsgeladen, gnadenvoll, sehr ermutigend, tief tröstend, Glauben bauend und wunderschön.
    UNSER STAND IN CHRISTUS
    UND DAS WESEN UNSERES GOTTES
    ENTDECKE DIE LANGSAMKEIT DES BIBELLESENS!
    — Pastor Michael Stadler, Gemeinde über die Grenze Salzburg, Version 2.0 – 15.11.2004
    Zugrunde liegen Revidierte Elberfelder, Revidierte Luther 1984, Hoffnung für alle, eigene Übersetzung und jeweilige leichte Vereinfachung.
    Ich empfehle 5-15 Minuten möglichst tägliches imaginatives Bibelstelle(n) betrachten und drüber brüten, gedanklich frei und mit der Bitte an den Heiligen Geist um Herzensoffenbarung und Erkenntnis (dazu die anderen Worte am besten abdecken). Vergleiche hierzu Jos 1,8; Ps 1,2; 27,4; 63,7; 77,7.12f; 119,15.27.48.78.148; Apg 6,4; Kol 3,16; Mt 16,15f; 1 Kor 2,10ff.
    Diese Übung nützt nichts, wenn sie mechanisch oder nur rational praktiziert wird, sondern bedarf der Gnade Gottes. Deshalb ist eine offene Haltung der Anbetung, ggf. mit Zungenreden und der tiefen, hungrigen Hingabe an den Herrn sehr wichtig. Proklamiere und bekenne diese Worte, sinne darüber nach, glaube sie, „geh schwanger“ mit ihnen, vertiefe, versenke dich total in sie und vor allem: Handle danach! Tränke dich mit dem Wort bis es dich findet, dich gefangen nimmt, dich einnimmt, dich bewohnt, dich erfüllt, dich besitzt, dich völlig bestimmt, ein Teil von dir wird, bis du vom Bewusstsein her eins wirst mit dem Wort und es mit dir.
    Du bist, wer Gott sagt, der du bist.
    Du kannst tun, was Gott sagt, das du kannst!

    Jetzt bin ich wieder da. 🙂
    Ich denke wir beten leichter an, wenn wir geöffnete Augen des Herzens haben.
    Der Richtige Glaubensvolle Umgang mit dem Wort ist für mich ein Wunderbarer Weg. Gott intim Kennenzulernen.
    Ich rede hier nicht in erster Linie von Bibelwissen!!!!!
    Ich verwende also sehr viel Zeit über sein Wort nachzusinnen
    Folge davon ist. Daß ich Gott erkenne. (Dieses Wort wird in der Bibel für intime Beziehung zwischen Mann und Frau verwendet)
    Jawoll, ich bin nicht nur Charismatiker, ich bin auch Mystiker. 🙂
    Theologie hat den Platz, daß man weiß, welche Worte man in sein Herz hineinlassen soll.
    Aber das ist der Anfang nicht das Ziel.
    Wichtig ist nicht welche form der Anbetung wir bevorzugen, sondern, daß wir Gott und seine Liebe erkennen.
    Dann können wir uns überraschen lassen, zu was ein verliebtes Herz fähig ist 🙂 🙂

    [Eph 3,14] Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater, [Eph 3,15] von dem jede Vaterschaft in den Himmeln und auf Erden benannt wird: [Eph 3,16] er gebe euch nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit, mit Kraft gestärkt zu werden durch seinen Geist an dem inneren Menschen; [Eph 3,17] daß der Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne und ihr in Liebe gewurzelt und gegründet seid, [Eph 3,18] damit ihr imstande seid, mit allen Heiligen völlig zu erfassen, was die Breite und Länge und Höhe und Tiefe ist, [Eph 3,19] und zu erkennen die die Erkenntnis übersteigende Liebe des Christus, damit ihr erfüllt werdet zur ganzen Fülle Gottes.

  15. Von einem rational, mechanisch erzogenen Menschen (man könnte fast „Algorithmensch“ sagen) wie mir (der sich meistens beim „Extrovertiertsein“ völlig darauf konzentriert, nicht peinlich zu wirken (was in jedem Fall nach hinten losgeht)) nur ein kleines Zitat zum Thema:

    „Es gibt eine Seele, deren Gedanken lauter starke, glückliche Geschöpfe sind
    und deren Träume lebendige Gestalt haben.
    Wenn einer zu dem Großen Denkenden spricht:
    ‚Hier ist einer deiner Gedanken: Und ich denke ihn nach‘,
    dann ist das Gebet – ein Wort an die Große Seele von einer ihrer kleinen Seelen.“
    George MacDonald (aus: Lilith)

  16. Hmm… ich mach es mir da traditionell einfach: Stundenbuch und regelmäßige Besuche in der Sakramentenkapelle.

  17. Hi Marco, man muss es dreimal lesen und viermal verstehen … das Zitat gefällt mir sehr und hat einen schönen Tiefgang.

  18. dem schließe ich mich an:
    Anbeten durch denken und handeln.

    Und wenn es durch Worte geschieht, darf es auch selbst komponiert und wohl überlegt sein, David hat das ja auch nicht so runtergequasselt.

  19. Hallo

    mir fällt zum Thema eine Aussage von H.P. Royer ein.

    „Anbetung geschieht nicht mit einem Liederbuch und Gitarre sondern ist
    ein Lebenstil.“

    hat mich persönlich Angesprochen

  20. Einigen Gedanken hier kann ich mich anschließen. Deboras Begriff der Standbyschaltung gefällt mir unheimlich gut, sozusagen die moderne Version der Aussage der Braut im Hohenlied: „Ich schlief, doch mein Herz wachte.“ Auch geht es mir wie Apassionata, dass die Freude an schönen Dingen, an Natur, an einer guten Mahlzeit, an Menschen, an Freundschaft usw. spontan nach oben kommuniziert wird als Dank. Irgendwo las ich mal: Der schlimmste Augenblick für einen Atheisten ist, wenn er danken möchte und weiß nicht, wem……
    Aber ein unerläßlicher Gesichtspunkt ist für mich die gemeinsame Anbetung. Im AT war die Anbetung mit dem Opfer verknüpft – so ist auch für mich die Anbetung mit dem Opfer Jesu verknüpft. Ich habe das Glück in einer Gemeinde zu sein, in der jeden Sonntag Abendmahl gefeiert wird und wo jeder in der dazugehörenden Anbetungszeit Gott seinen Dank abstatten kann. In diesem Opfer sind so unerschöpflich viele Aspekte des Charakters Gottes zu sehen – noch in der Ewigkeit werden wir Jesus als das Lamm anbeten! Schön, wenn dann viele teilnehmen, jeder seine Ratio, sein Gefühl, seinen Willen investiert und was sagt, betet oder ein Lied vorschlägt. Wir sind ja in Jesus ein „blutsverwandtes“ Volk geworden, und jeder sieht was anderes und gibt es den anderen auch mit in die Woche. Und mir ist es auch immer wieder ein Anliegen schon am Samstag zu beten, dass doch sein Lob ganz groß wird unter uns.
    Vom Zungenreden bin ich persönlich wieder auf Distanz gegangen, gerade auch weil ich fand, dass es mich „faul“ machte, mein HIRN anzustrengen, um meinem Gott Dank abzustatten – auch noch aus anderen Gründen, aber das gehört nicht hier hin.

  21. Lobpreis ist für mich
    – ganz still werden vor Gott oder ganz laut Lobpreislieder singen
    – ganz einfach „danke“ sagen für mein tägliches Essen oder ganz komplizierte theologische Artikel lesen (und begreifen)
    – mich allein in meinem Bett in Gottes Gegenwart einkuscheln oder auf einer Großveranstaltung gemeinsam mit Tausenden Gott applaudieren
    – den Verstand beiseite lassen und in Zungen beten oder mit meinem ganzen Verstand in der Bibel lesen
    – auf einer Bank im Stadtzentrum sitzen und mich an der Vielfältigkeit der Menschen erfreuen, die Gott geschaffen hat, oder am Strand sitzen und über die gewaltige Kraft der Wellen staunen, denen Gott ihre Grenzen gesetzt hat
    – über einer Bibelstelle meditieren und nichts tun oder in der Gemeinde mitarbeiten und viel tun
    – mich daran freuen, dass der Vater mich liebt so wie ich bin und danach streben, so zu werden, wie er mich heute schon sieht
    – Gott hineinzunehmen in mein tägliches Leben und Gott zu feiern im Gottdesdienst
    – ganz nüchtern auflisten, wofür ich Gott dankbar bin, oder ganz emotional jubeln, hüpfen und tanzen
    – mich an allem neuen Leben erfreuen, das unser lebendiger Gott erschafft und wachsen läßt, und mich von den jahrtausendealten Wahrheiten berühren lassen, die unser ewiger Gott uns offenbart hat
    – mit einer unpersönlichen Geldspende oder persönlicher Zuwendung zu einem Mitmenschen
    – wenn ich mir klarmache, dass Gott jedes winzigste Elementarteilchen auf seiner Bahn hält und jeden noch so großen Planeten
    – einen alten Altar betrachten oder mich mit einem brandneuen, christlichen Video auseinandersetzen
    – und, und, und …

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