Wellness für die Seele: das Lachen

Vorbemerkung: diese Texte sind Entwürfe für Radioandachten im WDR. Das erklärt den eher ungewöhnlichen Stil für dieses Blog. Sie werden so oder ähnlich gesendet in der Woche zwischen dem 27. Juli und dem 1. August. Für das Wegi-Blog ist die Anrede nur von „Sie“ nach „du“ mutiert…;-)

Hat Jesus eigentlich gelacht? Ja, jetzt lachen Sie! Was für eine dumme Frage! Warum sollte er nicht? Und trotzdem: im Mittelalter war diese Frage durchaus umstritten. Im legendären Film „Der Name der Rose“ nach dem Roman von Umberto Eco ist genau dieses Thema Grundlage eines Streitgesprächs zwischen dem grimmigen Abt und dem fröhlichen Franziskaner William von Baskerville. Schon für die Kirchenväter war die Frage wichtig, ob Jesus gelacht haben könnte, denn mit dieser Frage suchte man eine Antwort darauf, ob Jesus wahrer Mensch oder wahrer Gott gewesen ist. Da man sich Gott nicht lachend vorstellen konnte, war das Lachen in Klöstern unüblich und galt als unchristliche Narretei. Aber es gab auch kräftige Gegenstimmen. Gott sei Dank!
Zwischendurch gefragt: Lachen Sie viel? Kinder jedenfalls lachen bis zu 450 Mal am Tag. Erwachsene nur noch 15 Mal. Lachen ist Wellness für die Seele – das ist unumstritten. Deswegen haben sich sogar Lachclubs gegründet, in denen Lachen eingeübt wird. Aber kommt dieses Lachen wirklich aus dem Herzen? Mir kommt das immer ziemlich verkrampft vor…
Zugegeben: Es gibt eben nicht immer etwas zu Lachen. Das Leben ist kein Ponyhof, wie ein lieber Freund von mir gerne seufzend bemerkt. Wohl wahr. Umso wichtiger ist es, dass wir begreifen, dass Jesus gerne gelacht hat! Denn er sagt ja von sich: wer mich sieht, sieht meinen Vater! Gott selbst! Und da wir Menschen als seine Ebenbilder geschaffen sind, hat unser Gottesbild so weit reichende Konsequenzen auf unser Leben. Hat Jesus gelacht? Lacht Gott?
Die Bibel weiß in ihrer Weisheit, dass „das Weinen seine Zeit hat und das Lachen“ (Prediger 3). Es geht also nicht um ein permanentes Dauergrinsen. Eine Art christliches positives Denken. Das würde auch dem Leben nicht gerecht und machte eher krank! Aber ein Paulus kann mitten in der Gefangenschaft seinen Zuhörern schreiben: Freuet euch und noch einmal sage ich euch: Freuet euch! Und dann lesen wir von den rauschenden Festen und Mahlzeiten, die Jesus mit Außenseitern und Freunden gefeiert hat. Wer jüdische Feste schon einmal beobachtet hat, der weiss, wie bunt, sinnlich und überschwänglich in ihrer Freude diese sind!
Natürlich hat Jesus gelacht! Er hat mit seinen Jüngern Witze gerissen und hat sich den Bauch gehalten vor Lachen. Jesus war eben ganz Mensch. Und trotzdem der Sohn Gottes. Das kriegen wir nicht zusammen und müssen es auch nicht – aber in diesem Geheimnis liegt der tiefste Grund der Freude: im Osterlachen. Dieses wurde im späten Mittelalter am Ostersonntag in der Kirche angestimmt. Weil der Tod besiegt ist, weil das Leben triumphiert. Und weil Jesus diesen Weg zuerst gegangen ist. Wenn das kein Grund zum Lachen ist! Manchmal mitten in schweren Zeiten.
2482142114_464e58a87b_mHat Jesus eigentlich gelacht? Ja, jetzt lachst du! Was für eine dumme Frage! Warum sollte er nicht? Und trotzdem: im Mittelalter war diese Frage durchaus umstritten. Im legendären Film „Der Name der Rose“ nach dem Roman von Umberto Eco ist genau dieses Thema Grundlage eines Streitgesprächs zwischen dem grimmigen Abt und dem fröhlichen Franziskaner William von Baskerville. Schon für die Kirchenväter war die Frage wichtig, ob Jesus gelacht haben könnte, denn mit dieser Frage suchte man eine Antwort darauf, ob Jesus wahrer Mensch oder wahrer Gott gewesen ist. Da man sich Gott nicht lachend vorstellen konnte, war das Lachen in Klöstern unüblich und galt als unchristliche Narretei. Aber es gab auch kräftige Gegenstimmen. Gott sei Dank!
Zwischendurch gefragt: Lachst du viel? Kinder jedenfalls lachen bis zu 450 Mal am Tag. Erwachsene nur noch 15 Mal. Lachen ist Wellness für die Seele – das ist unumstritten. Deswegen haben sich sogar Lachclubs gegründet, in denen Lachen eingeübt wird. Aber kommt dieses Lachen wirklich aus dem Herzen? Mir kommt das immer ziemlich verkrampft vor…
Zugegeben: Es gibt eben nicht immer etwas zu Lachen. Das Leben ist kein Ponyhof, wie ein lieber Freund von mir gerne seufzend bemerkt. Wohl wahr. Umso wichtiger ist es, dass wir begreifen, dass Jesus gerne gelacht hat! Denn er sagt ja von sich: wer mich sieht, sieht meinen Vater! Gott selbst! Und da wir Menschen als seine Ebenbilder geschaffen sind, hat unser Gottesbild so weit reichende Konsequenzen auf unser Leben. Hat Jesus gelacht? Lacht Gott?
Die Bibel weiß in ihrer Weisheit, dass „das Weinen seine Zeit hat und das Lachen“ (Prediger 3). Es geht also nicht um ein permanentes Dauergrinsen. Eine Art christliches positives Denken. Das würde auch dem Leben nicht gerecht und machte eher krank! Aber ein Paulus kann mitten in der Gefangenschaft seinen Zuhörern schreiben: Freuet euch und noch einmal sage ich euch: Freuet euch! Und dann lesen wir von den rauschenden Festen und Mahlzeiten, die Jesus mit Außenseitern und Freunden gefeiert hat. Wer jüdische Feste schon einmal beobachtet hat, der weiss, wie bunt, sinnlich und überschwänglich in ihrer Freude diese sind!
Natürlich hat Jesus gelacht! Er hat mit seinen Jüngern Witze gerissen und hat sich den Bauch gehalten vor Lachen. Jesus war eben ganz Mensch. Und trotzdem der Sohn Gottes. Das kriegen wir nicht zusammen und müssen es auch nicht – aber in diesem Geheimnis liegt der tiefste Grund der Freude: im Osterlachen. Dieses wurde im späten Mittelalter am Ostersonntag in der Kirche angestimmt. Weil der Tod besiegt ist, weil das Leben triumphiert. Und weil Jesus diesen Weg zuerst gegangen ist. Wenn das kein Grund zum Lachen ist! Manchmal mitten in schweren Zeiten.
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3 Antworten zu “Wellness für die Seele: das Lachen

  1. Das ist der Titel eines ( dicken) Kinderbuches. Ich habe es an einem Nachmittag in einem Rutsch liegend durchgelesen. Dadurch bekam ich einen steifen Nacken
    ( durch meine Haltung). Das Buch hatte mich so sehr fasziniert. Einem fröhlichen Knirps wird vom Teufel das Lachen gestohlen, auf ganz raffinierte Weise.
    Ich selbst soll solch fröhlicher Knirps gewesen sein. Dann begann meine Nervenkrankheit. Ich wurde ernst u. schweigsam! Bis heute ( mit 53 Jahren) bin ich immer noch nicht „über den Berg.“ Z.Zt. ist es das Schwanken zwischen Rauchen u. Nichtrauchen, süchtig werden u. abgewöhnen. Depression ist die Folge. Führt GOTT wirklich nicht in Versuchung? Darf ich mich nicht ganz ungezwungen u. unverkrampft verhalten? „Erlöse uns von dem Bösen!“ Was ist das Böse? Ist es die Versuchung bzw. Zigarette?
    Ich frage lieber: „Wer ist der Böse?“ ICH selber? oder der Teufel? oder
    Beides zusammen?
    Das zweitgrößte Gebot ist: „Liebe Dich Selber!“ und dazu: „LIebe genauso Deinen Nächsten!“
    Das größte Gebot ist: „DU sollst JEHOVA über alles Andere am meisten lieben!“
    Das ist SEIN Wille! Wie sieht mein Gehorsam aus? Ich bin keine Marionette, aber mir sind auch Schutzpfähle gesetzt, damit ich nicht abstürze, die Gebote GOTT-es!
    Liebe GOTT u. DU wirst wissen, was SEIN Wille für DICH ist!

  2. @Konrad: viele seelsorgerische Fragen. Ich habe auch manche schwere Zeit hinter mir und kann sagen: Gott erprobt manchmal – damit wir wachsen. Aber er führt uns nicht in Versuchung (Jak 1). Ich darf ungezwungen zu ihm kommen, wenn selbst der verlorene Sohn das darf. Jesus Christus ist der Schlüssel zu diesem ungezwungenen Kommen. Gehorsam ist eine Frucht des Geistes – genau wie Selbstdisziplin! Diese kommen aus dem Geist und den erhalte ich, indem ich in der Nähe Jesu bleibe. Deine Wortwahl klingt so nach Jehovas Zeugen… da erwarte ich keine Freiheit, dafür habe ich schon genug Opfer von ihnen kennen gelernt. Ohne Jesus als Sohn Gottes keine Rettung. Und ganz ehrlich: lieber Gott von Herzen lieben und sich ab und an eine rauchen, als knochentrocken und hart im Herzen. David war ein Mann nach Gottes Herzen – ein Mörder und Ehebrecher! Ich will Süchte nicht verharmlosen, aber ich besiege sie nicht, indem ich gegen sie kämpfe, sondern indem ich auf Jesus schaue und meine Schwäche ihm hinhalte, damit er sie in Stärke verwandelt. Segen dir, Konrad!

  3. Also ich lache sehr gerne!!! Ach wenn ich das Leben nicht leicht nehme und mir alles sehr zu Herzen geht, hat mich der liebe Gott mit einer großen Portion Humor und den Sinn dafür ausgestattet. Dafür bin ich IHM sehr dankbar.

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