Wellness für die Seele: Gemeinschaft

Vorbemerkung: diese Texte sind Entwürfe für Radioandachten im WDR. Das erklärt den eher ungewöhnlichen Stil für dieses Blog. Sie werden so oder ähnlich gesendet in der Woche zwischen dem 27. Juli und dem 1. August. Für das Wegi-Blog ist die Anrede nur von “Sie” nach “du” mutiert…;-)

„Freunde hat man in unserem Alter nicht mehr!“ So hat mir mal eine ältere Dame gesagt. Und in mir hat alles aufgeschrien: das darf doch nicht wahr sein! Klar, man wird anspruchsvoller, vielleicht eigensinniger. Es wird schwerer, sich neu auf einen anderen Menschen einzulassen. Eine Jugendliche sagte letztens zu mir: „ich habe viele so genannte Freunde – aber hintenrum reden sie über mich und hauen mich in die Pfanne.“ Jeder scheint immer mehr für sich zu kämpfen… und sie schloss mit den Worten: „ich muss hart sein, um durch zu kommen.“
Es ist in den letzten Jahren viel geschrieben und diskutiert worden über die Vereinsamung, die Vereinzelung. Über die wenigen authentischen Beziehungen, die viele Menschen haben. Über den Mangel an tröstenden Schultern, herzlichen Umarmungen. Und die Therapeuten haben Wartelisten von einem halben Jahr. Mindestens. Peter Fox singt in seinem Lied „Schwarz zu blau“: Jeder hat n‘ Hund aber keinen zum Reden! Bitter.
Und dennoch regt sich Widerstand, der mir Hoffnung macht. Es ist eine Wiederentdeckung der so genannten Postmoderne, in der wir leben, dass wir begreifen und vielleicht auch begreifen müssen, dass alles miteinander verbunden  ist. Der Mensch ist keine Insel, er ist auf andere angewiesen. Einzelkämpfer zerbrechen irgendwann an der Kälte ihres Weges. Soziale Netzwerke kommen neu in den Blick. Gut so!
Krasser Themenwechsel – vermeintlich: Kennen Sie eines der häufigsten Wörter des Neuen Testamentes? Gut, versuchen wir es: Liebe, Gnade, Vergebung… alles richtig! Aber ich rede von einem kleinen unscheinbaren Wort, auf das man nicht so leicht kommt. Das sich irgendwie klein und grau in die Ecke drückt und dort ein Schattendasein führt, obwohl es für die Seele so wichtig ist…
Es ist das Wort „Einander“. Einander lieben, ermutigen, hinterfragen, aufbauen und vieles mehr. Die Autoren der Briefe im Neuen Testament fordern uns dazu auf! Es geschieht nicht von selbst – es ist manchmal harte Arbeit! Aber so hat sich die Bibel Gemeinschaft gedacht! Und es gibt eine Sache, die dieser Gemeinschaft zwischen Menschen Flügel verleiht. Die Gemeinschaft mit Gott. Weil wir diese erfahren dürfen – ganz alltäglich – können wir sie auch weitergeben. Wir können lieben, weil wir geliebt sind, wir können ermutigen, weil Er uns ermutigt. Wir können auf gute Weise korrigieren, weil Er das bei uns tut…
So entsteht eine heilsame Gemeinschaft, die geradezu Wellness für die Seele ist. Vertikal, zwischen Gott und Mensch und horizontal, zwischen Mensch und Mensch. Gut zu wissen, dass Gott auf die Sehnsucht unserer Zeit gute Antworten kennt. Und auch noch in Vorleistung geht und Gemeinschaft stiftet! Einfach so! Folgen wir ihm in ein wachsendes Netzwerk der wohltuenden Gemeinschaft!
Bild 1„Freunde hat man in unserem Alter nicht mehr!“ So hat mir mal eine ältere Dame gesagt. Und in mir hat alles aufgeschrien: das darf doch nicht wahr sein! Klar, man wird anspruchsvoller, vielleicht eigensinniger. Es wird schwerer, sich neu auf einen anderen Menschen einzulassen. Eine Jugendliche sagte letztens zu mir: „ich habe viele so genannte Freunde – aber hintenrum reden sie über mich und hauen mich in die Pfanne.“ Jeder scheint immer mehr für sich zu kämpfen… und sie schloss mit den Worten: „ich muss hart sein, um durch zu kommen.“
Es ist in den letzten Jahren viel geschrieben und diskutiert worden über die Vereinsamung, die Vereinzelung. Über die wenigen authentischen Beziehungen, die viele Menschen haben. Über den Mangel an tröstenden Schultern, herzlichen Umarmungen. Und die Therapeuten haben Wartelisten von einem halben Jahr. Mindestens. Peter Fox singt in seinem Lied „Schwarz zu blau“: Jeder hat n‘ Hund aber keinen zum Reden! Bitter.
Und dennoch regt sich Widerstand, der mir Hoffnung macht. Es ist eine Wiederentdeckung der so genannten Postmoderne, in der wir leben, dass wir begreifen und vielleicht auch begreifen müssen, dass alles miteinander verbunden  ist. Der Mensch ist keine Insel, er ist auf andere angewiesen. Einzelkämpfer zerbrechen irgendwann an der Kälte ihres Weges. Soziale Netzwerke kommen neu in den Blick. Gut so!
Krasser Themenwechsel – vermeintlich: Kennst du eines der häufigsten Wörter des Neuen Testamentes? Gut, versuchen wir es: Liebe, Gnade, Vergebung… alles richtig! Aber ich rede von einem kleinen unscheinbaren Wort, auf das man nicht so leicht kommt. Das sich irgendwie klein und grau in die Ecke drückt und dort ein Schattendasein führt, obwohl es für die Seele so wichtig ist…
Es ist das Wort „Einander“. Einander lieben, ermutigen, hinterfragen, aufbauen und vieles mehr. Die Autoren der Briefe im Neuen Testament fordern uns dazu auf! Es geschieht nicht von selbst – es ist manchmal harte Arbeit! Aber so hat sich die Bibel Gemeinschaft gedacht! Und es gibt eine Sache, die dieser Gemeinschaft zwischen Menschen Flügel verleiht. Die Gemeinschaft mit Gott. Weil wir diese erfahren dürfen – ganz alltäglich – können wir sie auch weitergeben. Wir können lieben, weil wir geliebt sind, wir können ermutigen, weil Er uns ermutigt. Wir können auf gute Weise korrigieren, weil Er das bei uns tut…
So entsteht eine heilsame Gemeinschaft, die geradezu Wellness für die Seele ist. Vertikal, zwischen Gott und Mensch und horizontal, zwischen Mensch und Mensch. Gut zu wissen, dass Gott auf die Sehnsucht unserer Zeit gute Antworten kennt. Und auch noch in Vorleistung geht und Gemeinschaft stiftet! Einfach so! Folgen wir ihm in ein wachsendes Netzwerk der wohltuenden Gemeinschaft!
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6 Antworten zu “Wellness für die Seele: Gemeinschaft

  1. In der Gemeinde hat man Geschwister mit denen man reden kann und durch die auch Gott zu mir sprechen kann. Freundschaft, denke ich, ist ein Sahnehäübchen, nicht selbstverständlich. Die Gemeinschaft von Gott gestiftet ist tiefer und dauerhafter als sonst eine Beziehung. Mich spricht, lieber Wegbegleiter, dieses Thema sehr an. Freue mich auf die Begegnung in der Burg, wo wir uns sehen und erhoffe mir eine gesegnete Begegnung unter Geschwistern. ( andererseits warum fühle ich mich bei meiner nicht christlichen Freundin wohler und kann mich fallen lassen, mit ihr reden. Und unter Geschwistern in der Gemeinde muß man den moralischen Zeigefinger fürchten?) Ich weiß, daß das etwas einseitig und überspitzt gesagt ist, aber ehrlich, ich empfinde es nicht selten so.

  2. danke fuer diese gedanken.
    Es stimmt, vereinsamung ist im absoluten vormarsch, das geschieht wohl auch, weil die zeiten immer stressiger werden, weil man kein vertrauen mehr hat zu niemanden, weil wir oft dazu geneigt sind, unsere „privatssphaere“ zu behalten, weil auch glauben uns oft etwas zu persoenliches scheint, all zu persoenlich als man davon spricht….weil ehrlichkeit ein fundament ist, das genauso zur liebevollen annahme gehoert……wo ist eigentlich das wort „ehrlichkeit“ geblieben? Ein wort, das zu einer freundschaft gehoert, zu einem miteinander…..
    eine freundschaft ist ein echtes geschenk, doch oft beginnt es auch bei uns selber, will ich es wagen ein freund/freundin jemandem zu sein? Will ich ein teil der aufgabe uebernehmen? Will ich vertrauen wagen? Bin ich bereit zu vergeben und selber um vergebung zu bitten?
    will ich mich daran erinnern…ist Gott fuer uns, wer kann wieder uns sein….?
    frage, wenn wir uns selber nicht mehr ueber den weg trauen, wie sollen wir Gott vertrauen?

    Gott schenke euch allen echte freunde, auch in der gemeinde

    fiorini

  3. Hi fiorini – und Gruß nach Italien, wie komme ich denn zu der Ehre, aus meinem Lieblingsland beehrt zu werden…;-). Es gibt sooo schöne Worte in Partnerschaft und Freundschaft. Ehrlichkeit hast du genannt. Ich würde noch Verantwortung aufnehmen. Verantwortung übernehmen und Freund sein und nicht nur versuchen, Freund zu sein. Gerade stehen für den Mist, den man baut. Den anderen höher schätzen als sich selbst… bei näherem Licht betrachtet bietet uns das christliche Gemeinschaftsmodell eine tolle Antwort auf hochaktuelle Fragen. Aber das setzt eben das Beschenktsein durch Gott voraus…

  4. danke wegbegleiter

    mit deinem artikel hast du bei mir den nagel auf den kopf getroffen, darum einen lieben gruss aus italien, und zwar vom suedesten sueden.^_^
    Auch bei meinen kindern, die zwar schon gross sind, versuche ich, den wert des lebens, der freundschaft mit zu geben. Komunizieren ist da unbedingt angebracht. Es ist eine riesige not in der heutigen zeit.
    Gottes freundschaft zu uns ist enorm! hat aber nicht unbedingt mit partenschaft zu tun, sie ist anders, viel kompleter und tiefer….sie ist perfekt.

    ja stimmt, Verantwortung uebernehme, auch gerade stehen, fuer den mist den mein gegenueber baut, wenn er/sie es nicht kann, mein gegenueber zu verteidigen, auf seiner seite stehen, immer, ob im recht oder unrecht.

    ich schrieb, versuchen ein freund zu sein, weil es auch bei einer freundschaft immer zwei braucht, ein gegenueber und ich….wenn ich das was ich dazu beitragen kann tue, auch mein gegenueber hoeher schaetzte als mich selbst, aber mein gegenueber nicht, kann ich es eine zeitlang tun, aber irgend wann geht es einfach nicht mehr, da geht die kraft aus, die freundschaft verlaeuft auf einem gleis

    Bei Gott ist es fast aehnlich, ER ueberschuette uns mit SEINER wunderbaren, goettlichen freundschaft. Wenn wir sie nicht annehmen, laeuft auch diese freundschaft nur auf einem gleis (und wir sind soviel aermer!) – nur, der kleine, grosse unterscheid, ER gibt uns nicht auf, ER wird dennoch nicht muede, er bleibt uns weiterhin auf den fersen
    aber noch etwas das ich auch vergessen habe anzufuegen, ist, versuchen, den anderen zu verstehen….sich in seine situazion hinein zu versetzten, sich mit dem gegenueber zu identifizieren……vielleicht ist es auch dies, was heut zu tage fehlt?
    Wollen wir es ueberhaupt?
    ja Gott hat uns durch Jesus eine tolle, wunderbare, goettliche freundschaft vorgelebt….ER ist unser freund, nicht nur wegweiser und vorbild

    wie reich sind wir doch, die echte freunde haben!!!!!das wuensche ich jedem

    Gottes segen
    fiorini

  5. Hallo Wegbegleiter
    Ich lese ihre Artikel sehr gerne. Sie berühren mich sehr. Da kommt ein wunderbares Freundschaftsgefühl hoch. Viele liebe Grüsse und DANKE !!!!!
    wi.ri

  6. „…und Gemeinschaft stiftet!“ Ja, ohne Vor- und Folgebedingungen stiftet Gott den Neuen Bund als Kommunikationsgemeinschaft: „Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden (!), denen, die an seinen Namen glauben (!)“ (Joh 1, 12). Christ sein – Christ werden, in einem Freiraum, den wir nicht schaffen, in dem wir indes als Neugeschaffene neugeschaffen werden, in einem Raum jenseits des Kerkers „der Werktätigen und Selbermacher“ (Bernhard Kaiser).

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