Wichtig für die seelische Gesundheit: alles Kacke außer Jesus!

Jaja, Fäkalsprache. Steht da aber nun mal wörtlich. Ein englischer Kommentar redet vom von Paulus gewollten „shock value“ des griechischen Wortes auf die damaligen Leser. Bitte!

„Ich betrachte überhaupt alles als Verlust im Vergleich mit dem überwältigenden Gewinn, dass ich Jesus Christus als meinen Herrn kenne. Durch ihn hat für mich alles andere seinen Wert verloren, ja, ich halte es für bloßen Dreck. Nur noch Christus besitzt für mich einen Wert.“ (hier die sanftere Gute Nachricht) – Philipper 3,8

Gestern ist mir wieder deutlich geworden, wie gefährlich es ist, sich an etwas Anderes als an Jesus zu hängen. Nein, ich rede nicht von Drogen, Fernsehen, Kaffee, Sex, Macht etc… (komische Zusammenstellung b.t.w.) – ich rede von richtig guten und frommen Dingen!

Da sind zum Beispiel fromme Projekte, kurz: die Arbeit für Gott. Kann ja passieren: Funktioniert nicht, läuft nicht, geht ein, läuft in die Sackgasse. Und? Belastet das deinen Glauben? Greift es dein Gottesbild an? Mir geht das manchmal so und eine der wichtigsten Aufgaben geistlicher Gesundheit ist es, das auseinander zu bekommen! Wichtig! Aber schwer in einer Leistungsgesellschaft.

Oder nehmen wir fromme Menschen. Die trotzdem verletzten und verlassen und enttäuschen und einfach doof drauf sind. Soll ja vorkommen. Bei mir zumindest. Was macht das mit deinem Glauben? Zieht es ihn herunter? Übel. Oder hängst du dich umso mehr an Gott? Toll!

Bonhoeffer hat den krassen Satz gesagt, dass wir schnell enttäuscht werden müssen von Gemeinde, damit wir wieder alles von Christus erwarten. Heute ist man (manchmal zurecht!) enttäuscht von Gemeinde, weil man ein Idealbild hatte, das die Bibel nie hat (sonst gäbe es die Paulusbriefe nicht oder wesentlich kürzer), und rennt weg. Zieht sich zurück, äußerlich oder innerlich. Tja… schade.

Denn man nimmt sich immer mit und wird wieder von Projekten und Menschen enttäuscht werden und das auf Gott projizieren. Aber: Menschen oder Projekten Macht über sich zu geben, ist letztlich Götzendienst. Wir beten an die Macht der Außenwelt. Hier gilt es, gesunde geistliche Grenzen zu setzen und lernen, sie zu verteidigen: denn nur Jesus Christus gehört in den Mittelpunkt, alles andere ist – äh – Kacke!

Advertisements

16 Antworten zu “Wichtig für die seelische Gesundheit: alles Kacke außer Jesus!

  1. supi Kommentar, danke, auf diesen Punkt bin ich auch gerade geführt worden und merke erst mal im krassen Gegenzug was alles an Kacke in mir sich regt dabei….und werf mich gerad kräftig vor Gott nieder, weil ich merk, ich komm damit allein ned klar, die Freundin oder Therapeut kratzen auch nur an der Oberfläche rum, die Gemeinde kämpft mit demselben herum ,manchmal frag ich mich, bemerken sie es überhaupt….und so klar wie nie zuvor ( und das zum Glück schon nach nur ca. 3 Jahren Bekehrung), darf ich diese Wahrheit erkennnen und mir von Gott zeigen lassen, wie es weitergehen soll, Wie geh ich damit um, Innerlich mit meinem Alten und den Altis um mich rum und für was will Gott mich eigentlich hier haben, Thema Berufung, steht im Raum. So wie es jetzt ist, ist es unerträglich, da braucht es Jesus-Schubleistungen. Welch Segen, dass ich heut beim Bibel in die Hand nehmen, klack, den Jeremia 30 ff. zu Gesicht bekam, ist Papa nicht lieb und gnädig im trösten und verheissen, ich staune immer wieder über die Weisheit und Liebe und Wegführung. Das Aushalten, und durchhalten des Prozesses von No Peil wie es weitergehen soll und das besch…. Jetzt differenzieren, was ist Gnade und was ist Kacke wo es Veränderung braucht, hilft die Achterbahnfahrt auszuhalten samt Angstattacken und dämlichen neg. Gedanken, die prompt kommen, kaum dass ich im Geist Kraft und Erbauung geschenkt bekam. Viel denk ich an deinen Schwarz-Weiss-Auflösungsapell, voll korrekt, darf ich auch zunehmend erkennen, und was mich darin halten will. Also, die Freude und Gelassenheit, die Paulus dabei hatte, die fehlt mir noch. Ich hab eher Bange, dass mich die Kacke total runterfrusten kann, Absturzgefahr lauert und kämpf gegen an. Aber wie schon gesagt, Gott hilft unentwegt und schickt mir Trost, Kraft, Halt und Hoffnung als Ausgleich. Was sich bei mir wann im Aussen verändern wird….ehm, jo, des weiss nur der Herr Gott. Ich geh mal davon aus, dass er sowohl mich als auch meinen Weg vorbereitet derzeit. Wann dann der Tag X kommt und ich was Sehen darf, eh, werd ich seh. Bereit sein zum Erkennen und Annehmen ist dann gefragt und damit des geschehen kann, bedarf es erst mal innerlicherer Klärung und Veränderung und dies tut saumäßig weh, jawohl, kein jammern, Tatsache. Obwohl Jesus eh des Meiste für mich tut und trägt. Da siehste mal wieder, wie hauchelig ein Menschlein in Wahrheit ist, Pustekuchen auf Bodybuilding. Huck, ich hab gesprochen.

  2. Deine Formulierungen finde ich sehr gelungen. Bonhoeffer hat viele gute und wichtige Sätze gesagt. Aber trotzdem würde ich gerne da einhaken. Wir müssen, sollen, und dürfen schon von Gemeinde enttäuscht werden. Aber wir sollen es auch genießen wenn mal was klappt und dankbar annehmen. Manchmal versteh ich uns Christen so schlecht, bei denen alles gleich wieder ins negative gedrückt werden muss.
    Die zweite schöne Aussage von dir : Wir beten an die Macht der Aussenwelt… ich finde das trifft es auch ziemlich gut.

    Was mich persönlich gerade beschäftigt ist unsere letzte Predigt in der es um Phil. 3.8 ging. wandelt aber in den guten Werken die Gott zuvor für euch bereitet hat. Da geht es vor allem um den guten Kontakt und die Bereitschaft hinzuhören. Vergleiche auch Paulus und Hananias, Jerima am Bach Krit oder Petrus mit dem römischen Haupmann (unreines Essen Traum) Das waren alles ziemlich krasse Bsp. was Gott arrangiert hat um seinen Plan mit unserer Hilfe durchzusezten. Meine Aufgabe ist es ein offenes Herz und Ohr zu haben um mitzubekommen was dran ist.

  3. Ja wie wahr.
    Das erinnert mich an ein Poster.“Alles geht im A….,Jesus bleibt“.
    Manchmal sinds halt durchaus die deftigeren Worte die Dinge gut auf den Punkt bringen.
    Und ja,vieles im Leben enttäuscht,Jesus nie.Genial ist das.
    LG
    Alfruna

  4. @Steffi: wow, kraftvolle und kreative Worte – danke!
    @Quincy: und warum riecht sie nicht? Und wie kriegt man sie zum riechen?
    @ullibauermann: ja, klaro – ich bin der letzte, der es nicht genießt, wenn etwas gelingt. In unserer Gemeinde ist in den letzten Jahren sooo viel passiert, das kann man nur bewundern und ich denke, das ist – wenn man genauer hinschaut – in gar nicht so wenigen Gemeinden so. Mir geht es auch eher darum, dass wir den negativen Dingen den Stachel rauben, was unseren Glauben angeht. Der sollte nicht davon abhängig sein – dass Gemeinde verletzen kann, das ist eben eine Tatsache und damit muss man umgehen lernen… aber du hast eben auch Recht: die andere Seite ist es, das Gute mehr wahrzunehmen!

  5. Guten Morgen und danke für die guten und krassen Worte. Ich bin froh, dass gott Menschen gebraucht, die das aussprechen, was ich denke- unverblümt. Heute Morgen hatte ich dich auf WDR5 gehört 🙂
    gesegneten Tag noch
    Blumenwiese

  6. >> und warum riecht sie nicht?<< hmm weil wir in einer gefallenen Welt leben und der "alte" Mensch ein gefallenes Wesen ist? Ich denke darüber oft nach und meine, dass es Jesus mit dem Bild vom Samen gut ausdrückt, der zwar in gutem Boden gefallen ist, aber von den Sorgen und Begierden der Welt erdrückt wird.

    Da hilft wohl nur gärtnern und das Zeug ausreißen :). Hmm obwohl – da müsste man jetzt wieder bemerken, dass da was wächst was nicht hingehört.

    Nene – das schaffen wir nich – da muss Jesus ran …

  7. Hi Christof – „und warum riecht sie nicht?“ Ich meine, sie riecht. Aber: Selbst der parfümierteste Haufen Scheiße verliert für eine empfindsame Nase irgendwann seinen kuriosen Geruch ;-).

  8. Was auch manchmal Kacke ist, sind Reste von „Ich“, die weniger wiedergeboren , als man (ich) wahrhaben oder wahrnehmen will, dem Wunsch hinterherjagen, durch strecken, quälen, biegen und disziplinarisches hingeben seinen Eigengeruch (nach K**** ???) zu veredeln …..

    Das war ein schönes Wort zu einer passenden Zeit von Dir!
    Danke
    Peter

  9. Die zitierte Aussage von Bonhoeffer über Gemeinde, das hat mir mal auch sehr geholfen.( übrigens Kacke hat unterschiedliche Varianten zu riechen).

  10. Gestern ist mir wieder deutlich geworden, wie gefährlich es ist, sich an etwas Anderes als an Jesus zu hängen.

    Für mich spielt Jesus keine Rolle im Leben, und was ist jetzt daran so gefährlich?

    Und ich frage mich eigentlich, ist es überhaupt möglich, Jesus immer im Mittelpunkt stellen zu können?

    denn nur Jesus Christus gehört in den Mittelpunkt, alles andere ist – äh – Kacke!

    Ich halte diese unüberlegte Aussage für eine Beleidigung aller Nichtchristen (4,7 Mrd.) die auch ohne Jesus ein erfülltes Leben haben.

  11. @Oolon: ich finde es immer spannend, wie viele Atheisten (hier vom blasphemieblog) sich auf christlichen Blogs herum treiben, obwohl sie doch Gott unwichtig finden…. tja… interessant, wie etwas, was nicht existiert, dermaßen die Energie und das Interesse binden kann…

    Nur kurz, nicht viel Zeit: ich rede aus der Perspektive eines Christen, der den Heiligen Geist in sich trägt (wie jeder Christ) – für jeden anderen gelten die Worte des Paulus nicht. Ich wünsche dir weiterhin ein tolles erfülltes Leben. Schön, dass meins erheblich länger dauert. Also: zieh dir den Schuh nicht an, er steht in der Bibel, die findest du unwichtig, so what? Und ich meckere doch auch nicht gegen deine blasphemischen Beiträge, die eine Beleidigung aller Christen sind – also nimm es bitte ähnlich entspannt. Trotzdem: Segen!

  12. @wegbegleiter

    interessant, wie etwas, was nicht existiert, dermaßen die Energie und das Interesse binden kann…

    …und das ganze nennt man Religion. 😉

    Und ich meckere doch auch nicht gegen deine blasphemischen Beiträge, die eine Beleidigung aller Christen sind

    Wahrscheinlich weil du sie nicht gelesen hast. Meine Beiträge im Atheist Media Blog bestehen zu 96,7489% aus seriösen Pressemeldungen die ich ungefiltert zum Kommentieren veröffentliche. Darunter sind auch Artikel die von Christen geschrieben worden (zBsp. pro-medienmagazin.de) sind oder Beiträge über Scientology und Islam, und deshalb glaube ich nicht, dass diese Artikel eine „blasphemische Beleidigung“ aller Christen ist! Sollte ich die Götter beleidigt haben, sollen die sich bei mir persönlich beschweren.
    Interessant wäre dann zu erfahren, in welche Hölle ich dann komme.

  13. @Oolon: irgendwie nicht verstanden, hm? Ich wähle diese Bindung ja mit Freude und Absicht (wobei Jesus Christus der Bindungspunkt ist und nicht „Religion“ – die ist in der Tat ein versklavendes System, ups, nun beleidige ich wieder haufenweise Menschen, gut, dass wir noch freie Meinungsäußerung haben!) – du lehnst die Bindung ab, drehst aber doch thematisch dauernd um Gott und Glaube und machst sogar ein Blog dazu… das finde ich bei den Atheisten immer so seltsam… und psychologisch interessant… aber lassen wir das. Passt scho.

  14. Moin!
    Kurz nachgefragt: Wo findet man den diesen krassen Satz bei Bonhoeffer?
    Über eine Quellenangabe wäre ich sehr dankbar!
    Gruß!

  15. Hi Mitleser! Entweder ist es die „Nachfolge“ oder es ist „Gemeinsames Leben“ – die beiden. Ich tippe auf gemeinsames Leben… Segen!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s