Zwischenruf: Kurze Einsicht zur Spiritualiät

„Wenn eine geistliche Methode, eine geistliche Übung selbst zum Königsweg wird und nicht nur zum König führen will – dann wird es grundsätzlich gefährlich für den Glauben.“

(Nur mal so zitiert aus dem zweiten Kapitel meines nächsten Buches – war mir gerade fürs Blog wichtig. Für dich.)

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8 Antworten zu “Zwischenruf: Kurze Einsicht zur Spiritualiät

  1. Ja, ein Mensch kann aber auch „üben“, um sich für Gottes Geschenk zu öffnen … Alle „Übung“ hilft nicht, wenn sie vom Ich nicht loslässt und sich Gott nicht zuwendet.

    Ich hoffe, Du argumentierst in Deinem Buch nicht gegen Kontemplation.

  2. Danke dafür! Ich fand den Spruch : „Der Weg ist das Ziel“ immer schon blöd. Der Weg ist der Weg. Punkt. Und das Ziel ist das Ziel. ABER – schönes Paradoxon: Jesus ist der Weg UND das Ziel.

  3. @j_spirit: ich glaube, ein wenig falsch verstanden. Ich bezweifle nirgendwo, dass Methoden und Übungen wichtig sind – im Gegenteil, dies wird ein wichtiger Teil des Buches werden, auch Kontemplation. Sie werden nur ratzfatz zu Selbstläufern, die sich selbst in den Mittelpunkt stellen und nicht mehr Jesus. Wie viele Leute machen aus purer Routine Stille Zeit, ohne wirklich noch Jesus zu begegnen? Rituale und Methoden sind eben praktisch, man hat sie im Griff, Jesus nicht! Jede Übung kann sich selbst zum Mittelpunkt machen und somit entleeren… Segen!

  4. Ich kann das sehr gut nach empfinden. In diesem total leeren Fass stecke ich seit geraumer Zeit und mag nicht für mich überlegen, geschweige denn praktizieren, mit welcher Methode ich da raus komme. Dieses religiöse Leistungsdenken ist mir zu wider geworden. Allerdings verbirgt sich in diesem meinen Denken auch eine Lauheit, die gefährlich werden kann. Mein Spannungsfeld.

  5. Jesus sagt:
    »Ich bin der Weg […] niemand kommt zum Vater […]« –

    Jesus ist das Ziel?

    1. Korinther 15,28:
    »Wenn aber alles ihm untertan sein wird, dann wird auch der Sohn selbst untertan sein dem, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott sei alles in allem.«

  6. @Bengele: darin besteht wohl die Kunst, zu erkennen, dass Christus hinter uns ist (historisch), vor uns ist (wir werden in sein Bild hinein verwandelt), um uns herum ist (er ist permanent an der Arbeit an uns) und sogar in uns ist! Deswegen ist sogar die frömmste Spiritualität, wenn sie zum ritualhaften Selbstzweck wird und sich selbst in den Mittelpunkt stellt, letztlich Götzendienst. Spiritualität ist auch Teil des Geheimnisses: dass Christus alles in allem ist, Weg, Ziel, Begleiter, Antriebskraft… danke für den Zwischenruf!

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