Reflex: Die Versuchungen, das Kitzeln am Fuß und unsere Sünde.

2424777670_d3296b9cf3Tobe mit meinem Sohnemann Ole auf dem Bett herum. Ist so unser Abendritual. Heisst im Vater-Sohn-Jargon „Schwimmen“. Weil es in einer Zeit entstanden ist, als die Bettwäsche zufällig gerade blau war. Ich schweife ab.

Kitzeln gehört dazu. Schnappe mir einen Fuß von Ole und tu nur so, als ob ich ihn kitzele. Stattdessen bewegen sich meine Finger einen Zentimeter über der Fußsohle und berühren ihn gar nicht. Die Reaktion aber ist identisch. Er schmeisst sich weg vor Lachen. Dieser Versuch tut es auch ganzkörpermäßig. Ohne ihn zu berühren mache ich schwebende Krabbelbewegungen und er schmeisst sich weg… wie ein … Kitzelreflex.

Ich wusste ziemlich sofort, als ich das fasziniert beobachtete, dass das eine wichtige Metapher sein kann für unser geistliches Lebens. Zum Beispiel für Versuchungen. Eigentlich haben sie längst nicht mehr die Macht über uns, weil Kinder Gottes keine Sklaven der Sünde mehr sind! Ja, wir können sogar – theoretisch – jede Erprobung, jede Versuchung bestehen (1.Kor 10,13). Zusätzlich erreicht die Versuchung gar nicht mehr unser Innerstes, den Geist – der ist ganz und gar aus Gnade geschenkter (Begegnungs-) Raum Gottes und kann nicht verletzt oder versucht werden…

Kurz: Versuchungen sind kein Betriebsunfall des Lebens und ohne Wissen Gottes geschehen, sondern sind an Gott vorbei gegangen und sollen uns lehren und stark machen, reifen lassen…

Aber reflexartig reagieren wir trotzdem immer noch auf die Versuchung nach alter Art… und gebären Sünde. Und ähnlich wie mein Sohn genießen wir das immer noch ein bisschen?! Auch wenn parallel ein anderes Gefühl da ist: ich wäre gerne frei! Wie kann dieser Reflex unterbrochen werden? Durch Buße. Durch Kämpfen aus dem Geist und nicht aus dem eigenen Willen und der eigenen Disziplin. Der Geist soll zunehmend die alten Spuren neu prägen… Es muss quasi eine De-Sensibilisierung stattfinden, der Reflex muss unterbrochen werden… wie? Was denkst du dazu?

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19 Antworten zu “Reflex: Die Versuchungen, das Kitzeln am Fuß und unsere Sünde.

  1. In der Versuchung , neige ich solange dazu zu wollen, statt an Jesu Sieg und Liebe zu mir festzuhalten und GANZ auf sein Leben in mir zu hoffen, bis er mich ganz geschwächt und ich mich ihm in meiner völligen Hilflosigkeit überlassen kann. Er hat es uns ja gesagt, dass er in unserer Schwachheit mit uns zur Vollendung kommt. Das ist und war ein langer, einsamer, dunkler, bedrängerder aber auch sinnvoller und erfüllter Weg, jedenfalls bei mir. Jetzt wo ich mir das wieder bewußt gemacht habe, kommt ein wenig Freude trotz Bedrängnis auf::)

  2. Wie der Reflex unterbrochen werden kann?

    Wie du schon sagst, nur aus dem Geist heraus. Mit meinem eigenen Willen und mit meiner eigenen Disziplin hat es nicht geklappt (sicherlich auch stets mit Gebet begleitet).
    Im Gegenteil, es schien, der Bumerang kommt mit noch kräftigerer Gewalt zurück, um sich zu entladen. Ich muss akzeptieren, dass viele Reflexe nicht wie ein Lichtschalter ausgeknipst sind, sondern das so einiges ein Prozess ist. Gerne hätte ich oft die Abkürzung, nicht aus Bequemlichkeit, sondern weil es mir selber zuwider ist und ich nicht begreifen kann, warum „nach dem Sieg“ immer wieder Anfechtungen und Reflexe da sind. Klar … jetzt kommen Parolen wie „um stark zu werden, zu bleiben, dazu zu lernen“ etc pp.

    Aus dem Geist heraus kann es nur funktionieren, wenn ich ehrlich vor mir und vor Gott stehe und wie in einer Papa-Kind-Beziehung, diese Dinge mit ihm bespreche. Alleine schaffe ich es nicht.

    Wie es aus dem „Felsenfest Konzert“ zur Bergpredigt von Christoph Zehendner heißt: „Wie soll ich es schaffen, so wie Gott es will zu sein, mein Denken, Reden, Handeln, sind berechnend und gemein. Ich kann mich selbst nicht ändern, mir fehlt dazu die Kraft. Wenn Gott, der Herr des Lebens, nicht Neues in mir schafft.“

    … immer wieder ehrlich das Herz Gott hinhalten, bis die De-Sensibilisierung ihre Wirkung zeigt.

  3. Ich würde nicht zuerst von einer De-Sensibilisierung, sondern von einer Re-Sensibilisierung sprechen. Re-Sensibilisierung für Gott. Und damit meine ich nicht das oftmals armselige Abziehbildchen, dass wir Christen oft von Gott haben. Ich glaube, ein Hauptproblem auf unserem Weg zur Christusähnlichkeit liegt darin, dass wir Gott zu oft immer noch misstrauen und in der Tiefe unseres Herzens nicht überzeugt sind, dass seine Liebe zu uns abgrundtief ist und er uns zu einem Leben in der Fülle führen möchte, dass uns individuell wirklich entspricht. Dafür ist er bereit uns x-mal unsere Verfehlungen zu vergeben. Nur so können wir ihn im Laufe unserer Nachfolge besser erkennen und in unserer Christusähnlichkeit zunehmen.

    Darin liegt ein tiefes Geheimnis, dass Gott uns durch Christus sieht und dabei in seinen Augen ein viel wahreres und befreienderes Bild von uns liegt, als wir uns das oftmals vorstellen können. Wir hängen oft zu sehr in unserem alten Denken fest, dass uns auch in kaputten Selbstbildern gefangen hält. Seine Liebe ist grundsätzlich fördernd, wir sehen zu oft nur das Fordernde.

    Wir glauben viel zu oft, dass Gott irgendetwas von uns will, wir es ihm irgendwie recht machen müssen, indem wir uns korrekt verhalten. Wer so über den Glauben denkt, befindet sich schon im Gesetz und ist dem Tod verfallen. Deshalb ist es notwendig, Gottes Herrlichkeit und seinen Charakter ganz neu zu entdecken, zu begreifen, dass er uns und die ganze Schöpfung nicht ins Leben gerufen hat, um zu knechten, sondern weil er eine solche abgrundtiefe Herrlichkeit und Fülle in sich hat, die so unermesslich ist, dass er sich verschenken möchte zum Ruhm seiner Herrlichkeit.

    Und genau hier liegen auch Sinn und Ziel der Schöpfung. Weil Gott so ist, hat er die Fülle des Lebens in sich. Buße und Gehorsam des Glaubens bedeutet also nur eine Haltung einzunehmen, die Gott so immer wieder sieht und aus Liebe zu diesem Gott bei ihm bleiben will und fragt, „Herr was soll ich tun, damit dein guter Wille geschieht?“, und sich dabei immer wieder freuen kann über Gott. Staunen wir noch darüber, dass Gott WIRKLICH da ist (und nicht unser Abziehbildchen) und IST WIE ER IST?

  4. Auch interessant: De-Sensibilisierung für die Versuchung und die alten Reflexe durch Re-Sensibilisierung für die wahre Natur Gottes. Danke! Ein feiner indirekter Weg…

  5. Ich habe viel zum Thema „Christus in uns“ gelesen und meine, es fängt mit unserem Umdenken an, dann folgt das neue Verhalten. Paulus sagt, wir sollen uns für die Sünde als TOT ansehen. Ich habe früher immer gedacht, Christus verändert uns, sodass wir z. B. in Gottes Sinn auf Versuchungen reagieren können. Nach vielem Bibelstudium bin ich aber inzwischen der Ansicht, dass das nicht funktioniert und auch nicht biblisch ist. Wenn Christus in uns lebt, dann müssen wir IHN leben und reagieren lassen. Wir sind sozusagen nicht mehr zu Hause und sind durch die Taufe begraben. Watchman Nee nennt es das „ausgetauschte Leben“, nicht ein verändertes Leben. Wenn Jesus unsere Heiligung IST, dann ist er dafür zuständig, wie wir leben. Sofern wir ihn lassen und nicht den Reflexen des alten Menschen Raum geben. Soweit die Theorie. Praktisch kann ich leider darüber noch nichts berichten, ich bin bei diesem Thema noch in der Baby-Phase.

  6. Wenn wir mit Jesus Zeit verbringen und ihn anschauen, werden wir durch ihn in sein Ebenbild verwandelt.

    Wenn wir die (unsere) Sünde anschauen, werden wir in der Sünde hängenbleiben.

    Die entscheidende Frage ist: Wen schauen wir an?

    Oder anders ausgedrückt: Befassen wir uns mit uns und unserer Veränderung oder mit ihm und seiner Schönheit?

    Es ist alles eine Frage der Perspektive…

  7. Hi Dirk, verstehe was du sagen willst, denke aber, beides schließt sich nicht aus. Ich denke schon, ich sollte mein Herz kennen lernen und die Problemfelder benennen können. Denn dann bin ich auch bereit, Gottes Hinweise konkreter zu verstehen. Dann ist konkreter Sinneswandel möglich. Oder anders gesagt: der Wiedererkennungswert meiner Person im Spiegel des Wortes Gottes steigt…;-) – aber es darf natürlich nie zum Kreisen um die eigene Person oder gar Sünde werden!

  8. Hi Wegbegleiter,

    du hast natürlich recht, wir müssen natürlich auch unser Herz kennenlernen. Ich habe aber bewusst polarisiert, weil ich in Jahren der Seelsorge festgestellt habe, dass viele (vielleicht die meisten?) Christen bei sich selbst und ihren Problemen hängenbleiben, die Vergangenheit immer wieder hochholen und in ungesunden Selbstgesprächen gefangen bleiben.

    Sie sorgen sich zu sehr um ihre Seele und vrsuchen, ihre Probleme durch religiöse Techniken selbst zu lösen. Hier muss ein Prioritätenwechsel stattfinden.

    Wir dürfen unser Herz kennenlernen, aber die erste Priorität sollte das Kennenlernen von Jesus sein. Beim ihm finden wir alles, was wir für unser Herz brauchen, Liebe, Annahme, Vergebung, Freude, Frieden und vieles mehr.

    Ich glaube, dass dein Sohnemann so herzhaft lachen kann, weil er sich auf die Faxen von Papa konzentriert hat. Dabei hat er gar nicht gemerkt, dass du ihn gar nicht gekitzelt hast. Er hat sich an seinem Papa erfreut, das sollten auch wir tun 🙂

    Iss aber manchmal gar nicht so einfach, wenn die Sorgen drücken…

  9. Jo, Dirk, da hast du absolut Recht. Ich frage mich, bzw. bin gerade selbst dran in meiner Buchschreiberei, wie denn das Bild des Vaters und seine Worte tiefer und heilsamer in uns eindringen können. Und ich glaube, da ist die Kontemplation ein wichtiger Weg. Weil sie ohne Worte einfach so die Beziehung zum Vater lebt – und als Teil der lectio divina z.B. ist das eine phantastische Mischung! Ich sehne mich nach alltäglicher Kontemplation – dafür muss man nicht ins Kloster…;-) Segen dir!

  10. Liebe Christen,
    WAS IST Reflex-Unterbrechung durch Buße? Buße ist Sinnes-Änderung, aber sie
    wirkt nur „Geistliche Traurigkeit“, aber -bei mir- keinen Sieg über die Versuchung!
    Bitte, was ist Kampf (gegen die Versuchung), aber nicht aus eigenem Willen und eigener Disziplin, eigener Kraft, sondern aus dem GEIST >auch nicht dem Gesetz??
    WER KÄMPFT? JESUS? JESUS IN dem Versuchten? Kämpft der Jesus-Geist ALS CHRISTUS, als Hl. Geist?
    WIE kann ich IHN -durch mich- kämpfen lassen? Durch SEHEN auf IHN, den Gekreuzigten?Sehen meint nicht Beobachten, Registrieren, Gaffen usw., sondern GeWAHRen d. h. WIE ZWEI>LIEBENDE sich selbst vergessend nur SICH ALS EINES
    WAHRnehmen!!?. (Siegreicher) Kampf gegen die Versuchung aus dem GEIST
    ist Kampf aus der Liebe (zum Gekreuzigten> NICHT aus Eigen-Leistung, Verdienst, NICHT aus Angst vor Höllen-Strafe und Gier nach -himmlischer-Belohnung)!
    Ist es SO?
    Realiter gibt es (Gewahrend) dann (auf den Gekreuzigten sehend) KEINE Trennung mehr (wie bei Liebenden, die EINS und doch Zwei sind >Ihr sollt EINS >SEIN<, mit mir(Jesus dem Christus), wie ich EINS bin mit dem Vater!
    Aus DIESER Ein-s-heit aber wächst allmählich, mehr und mehr, zu Lebzeiten NIE PERFEKT- mehr und mehr Sieg über die Versuchung!

    Ist das So?

    Kann mir Jemand antworten?

    Liebe Grüße

    Peter Seifert

  11. @Peter: das geht in Richtung unio mystica, aber in diese Richtung geht ja in aller Vorsicht auch das biblische Zeugnis. Mal so meine Sicht, soweit man diese in dürren Worten überhaupt beschreiben kann, in meinem nächsten Buch versuche ich eher sprachliche Bilder zu malen:
    Der Mensch hat einen inneren Raum, genannt Geist, in dem auch Gottes Geist wohnt und zu uns spricht. Von dort aus ist Kommunikation mit Gott möglich und nötig – der Geist muss nicht mehr verbessert werden, das Fleisch kann nicht verbessert werden, es soll dagegen unter der Herrschaft des Geistes vom Geist neu geprägt und durchdringt werden. Dazu kommt unsere aktive Rolle: auf Jesus schauen, wie auf einen Geliebten, also nicht analytisch. Sachlich und unter dem Spiegel des Gotteswortes das eigene Herz barmherzig wahrnehmen und ggf. korrigieren durch Erneuerung des Sinnes. Damit ist aber nicht eine eine neue Gedankenwelt gemeint, sondern ein neues Denken. Äh… ja. Kann es gerade nicht besser beschreiben. Ansonsten bleiben eben auch viele geheimnisvolle Spannungsfelder bestehen, die ich gerade darum so gerne mag, weil in der Spannung der Sinn liegt, wir aber versuchen, diese aufzulösen. Wir in Christus, er in uns. Wir sollen aktiv werden, aber er schafft das wollen und vollbringen etc… ich liebe das! Puh… ich glaube wir sind nah zusammen.
    Und über allem ist Spiritualität immer Antwort auf Liebe – nichts anderes!

    Segen dir!

  12. Du/ich kann dem Erlösungswerk Christi nichts! hinzufügen. ES IST VOLLBRACHT! Aber wie bist du unterrichtet worden? Als wen siehst du dich?? Lies den Römerbrief unter anderem …und da steht, dass du der alten Natur gestorben bist( ersäuft in der Taufe). Da steht, dass du, wenn du in Christus bist, eine neueKreatur bist!!! Glaubst du das?Ohne Glaubenn ist es unmöglich GOTT zu gefallen. Über lange Jahrhunderte haben Christen versucht, selbst die Erlösung durch irgendein <tun zu erhalten, vertiefen oder sogar zu erzwingen….Es geht nicht!!Dein Komplettes ICH vor und in GOTT, das ist alles, was wir tun–entscheiden können. ER starb für uns als wir noch Sünder waren …..a b e r dann<. hat ER uns gerecht gemacht–nur so, wenn ich es im Glauben annehme. Betrachte dich weiter als ein Sünder und du wirst einer bleiben. Betrachte dich als Gerechten(der die Gerechtigkeit Jesu Christi geschenkt bekommen hat und angenommen hat) und du wirst ein Freier , ein Erbe der göttlichen Verheißung..ein Sohn , eine Tochter GOTTES. Die Sünde ist kein einzelner Fehltritt. Die Sünde ist ein Zustand der Losgelöstheit vom Schöpfer.Also braucht man nur SEINE GERECHTIGKEIT anzunehmen—allles andere erledigt der Heilige Geist–Ich liebe es…..-

  13. @irisdre: dein Beitrag – äh – wurmt mich etwas, denn er passt nicht so recht. Hier zweifelt niemand das Erlösungswerk an!! Hier geht es um Heiligung. Auch die ist uns geschenkt und die neue Schöpfung bezieht sich eben auf den Geist – nicht aber auf Seele und Körper. Wir werden es nie ganz schaffen, aus dem Geist zu leben und zudem kippt das dann auch gerne mal in eine Verachtung von Gefühl, Verstand und Körper um. Die hat Paulus immer vehement abgelehnt. Wir sollen dagegen danach trachten und unseren Sinn so wandeln lassen, dass wir mehr und mehr von Gottes Realität her leben können.
    Zudem ist das NT auch immer noch voll von Imperativen und das finde ich so toll: Gott möchte mit uns zusammen arbeiten. Widersteh dem Teufel, Ziehe an die Waffenrüstung (klingt nach Kampf!) u.v.m. – ich empfinde das nicht als krampfig, sondern als prima, dass Gott mit und an uns arbeitet, ganz individuell.

  14. @irisdre

    „Die Sünde ist ein Zustand der Losgelöstheit vom Schöpfer.“ Deren Tyrannei resp. Herrschaft wir im Glauben in der Tat gestorben sind. Indes ist Christof insbesondere hinsichtlich Röm 6, 12-14 nur zuzustimmen, wenn er auf die besagten Imperative hinweist. Ergo: Es geht hier nicht darum, die Gerechtigkeit aus Glauben zu ignorieren, sondern zu erkennen, daß wir angesichts unserer Schuldbedrohtheit restlos auf die Gnade Christi an- und hingewiesen sind und bleiben, darin zuversichtlich allein auf Ihn schauend (Phil 1, 6).

  15. Ja, der Weg zum Kreuz, das ist es–immer und jederzeit, denn n u r im <kreuz ist das Heil. Wenn GOTT nicht ALLES wäre, dann wäre ich hoffnungslos verloren, aber ER hat meine Schwäche in Stärke verwandelt…und SEINE Wunder sehe ich an den Menschen, die keine Kraft und Selbstdisziplin haben..Imperative hin und her..JESUS ist alles in allem. Die ERlösung die Heiligung, das Wollen und das Vollbringen….welch anbetungswürdiger ewiger starker GOTT!!!!!!!!!!!!!!!Ich liebe IHN!!! Sein Segen heißt :offener Himmel , die Möglichkeiten Gottes ausleben, indem man zu SEINEN Füßen sitzt und hört, was ER tun würde/will,dass ich tue.Es ist leicht! SEI DU (nur du bist du) VOR IHM.Der Rest ergibt sich von selbst.

  16. @irisde: ehrlich, ich finde, auf diesem Niveau kann man schlecht voran kommen. Ein ganzer Haufen frommer Richtigkeiten, die ich fast alle „irgendwie“ unterschreiben würde, aber was soll’s? Es ist nicht immer leicht! Es verlangt auch nach Durchhalten, wenn man nichts fühlt – sonst wäre die Selbstbeherrschung nicht Teil der geistlichen Gaben. Es verlangt nach Kreuzigung des Fleisches, nach Verleugung der alten Natur – und das tut auch schon mal weh! Es verlangt nach Widerstand gegen den Teufel – na, wenn das locker ist, bitte!

    Ich respektiere es, wenn du gerade so deinen Glauben wahrnimmst. Aber darf ich ganz ehrlich sein? Für einen Menschen, der mitten im Leben steht, wirkt das eher wie Drogenrausch, als wie ein Glaube, der im harten Alltag Bestand haben kann. Ich könnte deine Worte nicht der alten Christin sagen, die im Krebs liegt und gegen wahnsinnige Schmerzen ankämpft – hey, es ist leicht! Ich könnte deine Worte nicht dem jungen Mann sagen, der zum hundertsten Mal gefallen ist in eine echt problematische Sucht und der trotzdem Jesus über alles liebt und nun weint. Und nein, ich könnte ihm auch nicht sagen: du machst das einfach falsch. Sei du und hab Jesus lieb und alles ergibt sich. Nein, tut es nicht. Sorry, aber solche Kommentare sind bestimmt total lieb gemeint – aber sie bringen nicht weiter, denn du scheint nicht zuzuhören…bzw. du wischst biblische (!) Argumente mit einem „Na, und?“ zur Seite.

    Wenn Paulus sagt, dass wir andere in dem trösten sollen, wo wir Trost empfangen haben – dann scheint es ja immer noch was zum Trösten zu geben. Es ist leicht? Ja, auch. Aber nein, nicht immer. Es ist Kampf (noch so ein paulinisches Bild), für das wir eine Waffenrüstung brauchen und da muss man den Hintern hochkriegen und darf nicht nur zu den Füßen Jesu sitzen. Ich stimme dir wie gesagt in vielen Punkten zu – aber es fehlt der andere Pol des Spannungsfeldes und der ist uns genauso biblisch gegeben. Wenn du den nicht wahrnehmen willst…

  17. @irisrde
    Hallo du! Deine Statements hören sich ein bischen nach „Wort + Geist“ an. Sehr einseitig. Es stimmt, in ihm ist alles leicht. Leider leben wir aber immer noch in dieser gefallenen Schöpfung und müssen das Spannungsfeld zwischen Geist und Fleisch aushalten. Es gibt da leichte Zeiten, aber auch Zeiten von ermüdendem Kampf. Auch dann ist Gott durch seinen Heiligen Geist bei uns. In den guten Zeiten dominiert seine Freude, in den „schlechten“ Zeiten trägt uns sein Trost. Wenn Christen in ihrer Begeisterung für Jesus den Kampf völlig ausblenden, werden sie unweigerlich auf die Nase fallen. Wir müssen da wachsam sein…

    @Peter Seifert
    Wenn ich deine Frage richtig verstehe, geht es dir um die Frage, wer oder was eigentlich der Geist ist, der da kämpft. Durch die Widergeburt sind wir eine neue Kreatur, ein neuer Mensch geworden. Wir haben, wenn man so will, eine neue göttliche Identität bekommen. Dieser neue Mensch, der Geist, will gefördert und ernährt werden. Das geschieht durch die Gemeinschaft mit Jesus, durch den Heiligen Geist und das Wort Gottes. Wir leben trotz unserer Widergeburt aber immer noch in unserem alten Körper, der noch nicht erneuert wurde. In ihm klingt unser altes Wesen noch nach, die alten Begierden, die die Bibel das Fleisch nennt. Wir leben in einem Spannungsfeld, Geist und Fleisch stehen in einem Konflikt. Nach meiner Erfahrung hängt der Sieg (Geist dominiert Fleisch) allein von meiner Beziehung zu Jesus ab. Heiligung bedeutet, mit ihm Gemeinschaft zu haben, sich zu ihm hin abzusondern, sich von ihm verändern zu lassen. Wenn er mich durch den Heiligen Geist verändert, ist das nicht mehr mein anstrengendes Werk, sondern eine natürliche Konsequenz meiner Beziehung zu Jesus. In dieser gefallenen Welt wird meine Heiligung aber immer unvollendet bleiben, ich bin immer von Gnade abhängig und darf mich auf seine Wiederkehr freuen, mit der dann wirklich alles neu wird. Dann erst leben wir in paradiesischen Zuständen. Wer diese im hier und jetzt einfordert, lebt in einer Illusion, es ist (noch nicht) alles leicht. Wir gehen aber von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, dazwischen liegen die Dürrephasen. Die Frage ist, worauf fokussiere ich mich?

  18. GOTT liebt euch alle! Ihr dürft ruhig lächeln……..wie sonst als in SEINEM Geist wollt ihr Blinde sehend „machen“. Lahme gehend und den Armen das Evangelium verkündigen??Nur Mut, verändert die Welt!!!! Was geht??? A L L E S , dem der da glaubt!!!!!!!Die Glauben werden größere Dinge tun als ich, sagt Jesus. :-))). Keiner hat gesagt, es ist ein Spaziergang. Es kostet alles,ja—und ich gehöre nicht zu“ WORT und GEIST“, der HERR segne diese Gruppierung so wie euch alle Amen

  19. @irisdre: wieder mal sehr hilfreich (Ironie). Auf kein Argument eingehen und statt dessen ein paar allgemein gültige fromme Powersprüche von sich lassen. Hilft nicht, echt nicht. Ich habe konkrete und auch schmerzhafte Beispiele genannt und du reagierst mit: ihr dürft ruhig lächeln… tja, das zeugt nicht unbedingt von… aber lassen wir es, bringt nix. Und: der Herr segnet W&G nicht, diese Bewegung ist leider in ihrer Ausprägung krass sektiererisch geworden. Braucht man drumherum zu reden, hilft auch keinem…

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