Wichtig für die Seele: Grenzen setzen! Nicht Mauern!

Wenn mich einer nach den zwei wichtigsten geistlichen Themen und Entwicklungen der letzten paar Monate fragen würde, dann würde ich darauf wie folgt antworten. Teil 1 jetzt – Teil 2 in einigen Tagen an dieser Stelle! Wird sonst zu lang…;-)

Hast du Grenzen? Wir leben – da sind sich Seelsorger und Therapeuten einig – in einer grenzenlosen Gesellschaft. Grenzenlosigkeit ist zum Dogma erhoben, alles aufnehmen, was kommt, alles konsumieren, koste es, was es wolle. Das Problem: dafür ist unser Herz nicht geschaffen, unser Herz benötigt zum Schutz Grenzen. Deswegen ist innere Grenzenlosigkeit ein wichtiger Hauptgrund für burn-out und Depression!

Sprüche 4,23: Mehr als alles, was man sonst bewahrt, behüte dein Herz! Denn in ihm entspringt die Quelle des Lebens.

Das Wort, dass im Hebräischen mit dem Behüten verbunden ist, hängt wiederum zusammen mit dem Wächter, der in einer jüdischen Stadt das Tor bewacht und schaut, wer hinein kommt und wer hinaus darf und geht. Wir haben eine Verantwortung für die Grenzen unseres Herzens! Nehmen diese aber nicht wahr – viel zu oft nicht! Kannst du Nein sagen? Kannst du Verantwortung übernehmen für die Dinge, die hinein kommen dürfen und die anderen abblocken? Wir werden bestürmt mit Eindringlingen. Sie kommen von außen (Anforderungen, Aufgaben, Angriffe, alltägliches Allerlei an Informationen), sie kommen von innen (innere Stimmen, die bestätigen, verurteilen).

Doch Achtung: Grenzen sind nicht Mauern! Wie viele Menschen haben schon früh im Leben Mauern um das Herz gebaut als Schutz vor Verletzungen. Wie verständlich und manchmal überlebensnotwendig. Mauern aber sind hart und statisch. Ich schütze vielleicht meine Außenwelt durch Mauern vor meinen Äußerungen – die Mauern sperren aber auch gute und aufbauende Worte in mir ein. Die Mauern mögen mich vor Verletzungen einer bestimmten Art schützen – sie blocken aber auch die guten und positiven Erfahrungen ab! Nimmst du Gott nicht wahr? Dann liegt das zu 100% nicht an Gott – sondern meist an alten Mauern um deinem Herzen. Diese sind gefährlich und machen bitter gegenüber dem Leben:

Achtet darauf, dass niemand sich selbst von Gottes Gnade ausschließt! Lasst nicht zu, dass aus einer bitteren Wurzel eine Giftpflanze hervorwächst, die Unheil anrichtet; sonst wird am Ende noch die ganze Gemeinde in Mitleidenschaft gezogen (Hebräer 12,15, fantastisch übersetzt in der NGÜ)

Man kann sich durch Mauern und die damit verbundene Bitterkeit langsam aber sicher von der Erfahrung der Gnade ausschließen! Man verletzt aber auch den Leib damit! Grenzen sind nicht Mauern. Grenzen haben Tore! Tore, aus denen z.B. Böses und Schlechtes die innere Stadt verlassen darf Richtung Gott. Tore, die Gutes aufnehmen und sich am Schönen erfreuen. Die Verantwortung für dieses Tor hast du! Du bist der Torwächter für dein Herz.

Keine Grenzen zu haben – wechselnde Grenzen zu haben – das Ich verschwimmt und ist unklar. Das Herz wird verletzt und ist ungeschützt. Das ist fatal! Gott hat uns ein Mittel gegeben, um heilsame Grenzen zu leben: die Wahrheit seines Wortes und damit verbunden das Leben aus dem Geist. So geschult kann der Torwächter endlich Verantwortung übernehmen und das Herz schützen. Doch Achtung: unsere Grenzen werden nicht heilsam funktionieren, wenn hinter der Grenze noch dicke Mauern sind. Diese Mauern müssen durch die Liebe Gottes beseitigt werden. Daran hängt zwar nicht dein Heil – aber deine Heiligung. Hast du den Mut zu diesem Weg? Ich kenne so viele fromme und „siegreiche“ Christen – die trotzdem ein Herz voller Mauern haben… ich war auch so einer. Aber in meine Mauer sind Breschen geschlagen worden – doch dazu mehr im nächsten post…

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5 Antworten zu “Wichtig für die Seele: Grenzen setzen! Nicht Mauern!

  1. „HERR, führe uns nicht in Versuchung,sondern erlöse uns von dem Bösen!“ Es wird auf der einen Seite von dem guten Schatz im Herzen gesprochen, andererseits ist das menschliche Herz „die Wurzel allen Übels!“ „Was in Deinem Herzen ist, davon fließt Dein Mund über.“ Der Hl.Geist will Eingang finden. „Schaffe in mir, GOTT, ein reines Herz u. gib mir DEINEN Hl.Geist!“ Mit meinem ganzen Leben möchte ich ein Zeugnis für JESUS sein! Alles ist Gnade u. nichts habe ich mir selber zuzuschreiben, denn „das Gesetz tötet, aber der Geist macht lebendig!“ Stellen wir uns der Nachfolge JESU u. wir werden sicher unseren Weg gehen können. Das Ziel u. auch schon die Jetztzeit ist das Reich GOTT-es. „Wo 2 oder 3 versammelt sind in MEINEM Namen, da bin ICH mitten unter ihnen!“
    Wir leben wieder im Herbst, der uns an unsere Vergänglichkeit erinnert. Aber, es gibt auch einen neuen Frühling, wenn die Knospen wieder aufspringen! Leben wir in der Gewißheit der Auferstehung. „ICH lebe u. auch Ihr sollt leben.“

  2. Pingback: Hüte dein Herz! « jugend.b19.de·

  3. Wow, sehr guter Post! Du hast sicher recht, wir leben in einer grenzenlosen Gesellschaft. „Nein“ sagen ist unpopulär. Wir sollen für alles offen sein, alles gut finden, alles mitnehmen. Man hat Angst sich festzulegen, denn was ist schon Wahrheit? Es gibt noch so viele andere Möglichkeiten und Erklärungen. Doch zwischen allen Stühlen ist es halt auch nicht bequem.
    Kein einfacher Weg, ich bin gespannt auf die Fortsetzung!

  4. Pingback: Baden-Baden - Blog - 22 Sep 2009·

  5. Ja, Heiligung ist nicht leicht zu ertragen, zuweilen untragbar. Bin zur Zeit in Meriba, dem Haderwasser angelangt. Aber an wen soll ich mich wenden, wer könnte mir noch helfen, Menschen jedenfalls nicht mehr, nur noch durchs Gebet.
    Also singe ich gegen allen Augenschein, … Keiner wird zu schanden, welcher Gottes Harrt, sollt ich sein Erste der zu schanden ward. Nein das ist unmöglich du getreuer Hirt, eher fällt der Himmel eh mich täuscht dein Wort…

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