Immer neu bewegend: Gott braucht unser Gebet!

Heute ERF-Fernsehgottesdienst. Spannend und sehr aufregend. Kameras, Scheinwerfer – aber unsere Gemeinde hat sich von Anfang bis Ende gut aufgelegt gezeigt und alle haben letztlich sehr gelassen einen wunderschönen Gottesdienst geschaffen – Dank sei Gott. Wer die Predigt sehen möchte und das drumherum selbstverständlich auch (lohnt sich! Anspiel! Musikstücke!), der kann dies im ERF nächsten Sonntag ab 11 Uhr machen oder sich eben aufnehmen. Zum Thema eine Hammerstelle:

(Hes 22,28-31)):
28 Deine Propheten übertünchen alles, geben leere Visionen weiter und verkünden erfundene Botschaften. Sie sagen: Das sagt Gott, der Herr, obwohl der Herr gar nicht gesprochen hat. 29 Sogar das Volk im Land erpresst und raubt. Die Menschen unterdrücken den Armen und Schwachen und bedrängen den Ausländer mit Gewalt, obwohl das gegen jedes Recht verstößt. 30 Ich hielt Ausschau nach einem unter ihnen, der die Mauer schließt und vor mir für das Land in die Bresche springt, damit ich es nicht zerstöre, aber ich fand niemanden. 31 Deshalb werde ich meinen Groll über sie ausgießen und das Feuer meines Zorns wird sie vernichten. Ich werde sie so bestrafen, wie sie es für ihr Verhalten verdienen, spricht Gott, der Herr.
Hes 22,28-31:
28 Deine Propheten übertünchen alles, geben leere Visionen weiter und verkünden erfundene Botschaften. Sie sagen: Das sagt Gott, der Herr, obwohl der Herr gar nicht gesprochen hat. 29 Sogar das Volk im Land erpresst und raubt. Die Menschen unterdrücken den Armen und Schwachen und bedrängen den Ausländer mit Gewalt, obwohl das gegen jedes Recht verstößt. 30 Ich hielt Ausschau nach einem unter ihnen, der die Mauer schließt und vor mir für das Land in die Bresche springt, damit ich es nicht zerstöre, aber ich fand niemanden. 31 Deshalb werde ich meinen Groll über sie ausgießen und das Feuer meines Zorns wird sie vernichten. Ich werde sie so bestrafen, wie sie es für ihr Verhalten verdienen, spricht Gott, der Herr.
Diese Stelle hat mich fasziniert und der heutigen Predigt bewegt. Denn bei aller Härte gibt sie dem Gebet eine kaum glaubliche Würde und Kraft. Gott möchte nicht nur unser Gebet, er freut sich nicht nur darüber nein, er macht sich sogar davon abhängig. Hätte er eine Person gefunden, die in die Bresche springt… dieses ungewöhnliche Verhalten pflanzt sich im NT fort!
Jesus Christus legt alle königliche Würde ab und wird ganz Mensch (Phil 4). Gott hätte sich willige und gehorsame Jünger aus Steinen erwecken können – nein, er lässt sich auf fehlbare und unsichere Menschen ein. Eben auf dich und mich. Er verleiht unserem Gebet die Würde, Gottes Güter zu verteilen und anzuwenden oder eben nicht. Das begrenzt Gottes Souveränität nicht – er bleibt es weiterhin – aber er beschränkt sich freiwillig und möchte mit seinem Leib zusammen arbeiten! Ein herrliches und produktives Spannungsfeld ergibt sich da! Wir treten im Gebet und in Tat in Jesu Fußstapfen und führen sein Werk fort: „Wie der Vater mich gesendet hat, so sende ich euch (apostello)“. Sein Werk auf Erden ist abgeschlossen – er arbeitet nun durch uns weiter. Bist du dir dieser Qualität des Gebets bewusst?
Springe in die Bresche zwischen Gott und deinem Herz, deinen Mitmenschen, deiner Straße, deiner Stadt, deinem Dorf, deinem Land und bete! Bete um die Dinge, die Gott in seinem Wort verheißen hat. Prayer is not production business, it’s distribution business!
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12 Antworten zu “Immer neu bewegend: Gott braucht unser Gebet!

  1. na … dann schauen wir uns den Wegi doch mal live an 🙂 Ich hoffe, es geht dir wieder besser?!

    Bisschen unbeholfen schiele ich natürlich auf Vers 31. Möchte ich doch den zornigen Gott am liebsten aus meinem Leben für immer verbannen … Groll ausgießen … mit Feuerzorn vernichten … verdiente Strafe gemäß ihrer Verhaltens.
    Man … bin ich dankbar für die Gnade, für das „es ist längst vollbracht durch Jesus“ und für eine große Portion Heilung von einem einseitigem Gottesbild.

    Segen dir!!

  2. ..für das Land in die Bresche springt….

    z.B. sich zwischen Gott und die Menschen stellen, die selbst nicht beten können
    z.B. wie Königin Ester zum König kommen, dass die bösen Anschläge vereitelt werden und das Volk lernt sich gegen das Böse angemessen zu verteidigen mit Gottes Hilfe
    z.B. nicht in die Luft schlagen, wie Paulus es nennt, sondern zielgerichtet beten durch Hörendes Gebet: erst hören, dann beten. ….und da sind wir am Anfang des Vers 28 oben: prophetes sind übersetzt Sprecher Gottes..auch im Gebet..ihr könnt alle prophetisch reden…aber bitte nicht, ohne von IHM gehört zu haben und nur Sorgen plappern….Lösungen von Gott sind gefragt..

    Jeder einzelne ist wichtig… Elia war 1 (einer), der vor Gott stand; Jeremia war einer , Samuel war einer , Abraham war einer, Ester war eine, Debora war eine….
    bist du nicht zu deinem Königtum in Jesus gekommen für eine Zeit wie diese?

    Nur Mut !!! 🙂

    ….Wir treten im Gebet und in Tat in Jesu Fußstapfen und führen sein Werk fort: „Wie der Vater mich gesendet hat, so sende ich euch (apostello)“….

    Das Wort apostello ermutigt mich gerade sehr persönlich. Danke, Wegbegleiter, dass du dieses geschrieben hast.

    Segen
    Deborah

  3. Der Text erinnert mich an die Vernichtung von Sodom und Gomorra. Dort verhandelt Abraham mit Gott, ob Er nicht wenigstens 10 Gerechte finden kann.
    In Lukas 13 vergleicht Jesus das Reich Gottes mit einem Sauerteig der das ganze Mehl durchsäuert oder mit einem Senfkorn. Das ist für mich Ausdruck dafür, dass es nicht viel braucht um Gottes Reich zu bauen. Fehlt aber dieses eine Samenkorn, ist also keine Mensch bereit Gottes Reich zu bauen, dann wird das Land, die Stadt, die Familie etc. „untergehen“. Nicht weil Gott so viel Spaß am vernichten hat, sondern weil Gottes Heil(ung) dort nicht hingelangen kann. Jesus hat das Wohl der Welt in unsere Hände gelegt indem er uns zu seinen Händen und Füßen macht (1. Korinther). Deshalb finde ich es wichtig nicht nur im Gebet vor Gott einzustehen, sondern auch durch unser Handeln seinen Segen an die Welt zu verteilen.
    Das Gebet ist wichtig, und manchmal das einzige was wir tun können, aber wir können dort nicht aufhören. Unsere Verantwortung ist größer.

    Leider wurde ich in letzter Zeit durch Christen enttäuscht, die meinen jedes Problem wäre allein dadurch gelöst, dass sie es Gott im Gebet vorlegen.

  4. @Deborah: Danke und Segen dir!
    @toex: Ich denke auch – wir vernichten uns letztlich selbst, Gott vollstreckt nur das Urteil. Ansonsten: ich will auf keinen Fall Gebet gegen Handeln ausspielen – das wäre fatal. Ich kenne auch zu viele Christen, die nicht in Konflikte rein gehen und sie lösen, sondern statt dessen beten wollen. Das ist fromme Ummäntelung eigener Handlungsunfähigkeit. Nein, Beten und Handeln muss zusammen kommen!

  5. Da will ich doch mal noch den Luther anführen: „Ich habe viel Arbeit, also habe ich viel zu beten.“
    Demnach hat Luther seine praktische Arbeit durch praxisbezogenes Gebet vorbereitet.

    Es gibt ein fürchterliches Debakel, wenn man dort, wo man beten soll um Gottes Eingreifen, selber versucht lieber Gott zu spielen. Und andersherum wird es genauso nichts: wenn Gott einem im Gebet sagt: jetzt mach mal das und das….und man dann passiv bleibt.

    Konfliktlösung ohne Gebetsvorbereitung geht meistens in die Hose. Denn ohne dass die Herzen für das Gespräch vorbereitet sind und der günstige Kairos-Zeitpunkt erbeten ist, kann die Angelegenheit gleich die nächste Explosion hervorrufen.

    @toex: Enttäuschung wiegt schwer und tut sehr weh. Nur ohne Gebet geht dieser Frust nicht weg. Enttäuschungsheilungsgebet hat drei Facetten: sich selber vergeben, dass man sich eine Täuschung/falsche Vorstellung gemacht hat; dem anderen vergeben, dass er/sie einen enttäuscht hat; Gott danken, dass Er die Täuschung ent-tarnt hat, damit es nicht noch schlimmer wird.
    Hier ist Gebet definitiv willentliche Tat und das Geben der Heilungserlaubnis an Gott, damit Er tun kann.
    Wir handeln nicht nur mit den Händen und Füßen, sondern auch mit dem Mund.

    Segen
    Deborah

  6. @ Deborah: Die Enttäuschung ist nicht mein wirkliches Problem. Ich weiß, dass ich als Mensch nicht perfekt bin und immer wieder falschen Vorstellungen zum Opfer falle.
    Ich bin auch nicht gefrustet wegen der Enttäuschung, sondern weil ich sehe wie die Probleme immer mehr wachsen und gemachte (von der Mehrheit für gut befundene) Vorschläge nicht umgesetzt werden.
    Ich sehe den Weg zum handeln, aber einige Personen wollen lieber weiter beten.

    Und zum Handeln mit dem Mund: Der Mund ist eine mächtige Waffe, er kann auch schwer verletzen und sollte mit Bedacht eingesetzt werden.

  7. @toex: erinnert mich gerade an einen Traum, den jemand mal hatte in einer ähnlichen Situation: Leute an Bord eines Schiffes und die einen wollten losfahren und die anderen wollten im Hafen bleiben und verhinderten, dass die Leinen gelöst wurden zum ablegen.
    Ungemütliche Situation…und du kannst nichts tun…ausser beten…und erfragen, worauf sie noch warten… 😉

    Weil du gerade den Mund als Waffe bezeichnest….es ist so wichtig, dass er eine „Waffe“ der Liebe Gottes wird und ist…ich sammle gerade alles, was als geistliche Waffe in der Bibel benannt wird, sowas wie Lobpreis, Wahrheit,Wort,Schweigen,Vergebung,verliehene Autorität,Dank,Segnen….

  8. @Deborah: Erstaunlicherweise behaupten beide Seiten, dass die jeweils andere Seite die Verhinderer sind 😉

    Da steht schon eine Menge an geistlichen Waffen und Mächten in der Bibel. Und ich sehe bei vielen den Wunsch, mit solchen Waffen ausgerüstet zu werden. Leider wird dabei oft vergessen auch um die nötige Weisheit für deren Einsatz zu beten.
    Wie Spiderman’s Opa 😉 sagt: Aus großer Macht folgt große Verantwortung.

  9. Ich würde die Bitte um Weisheit und das Empfangen mit Dank auch zu den geistlichen Waffen zählen 🙂

    Seid gesegnet mit Psalm 21 ..besonders mit dem Teil, der die Hindernisse nicht im Gegenüber, sondern in einer feindlichen Strategie entlarvt.

  10. Hi Wegi,
    ich habe Euren Gottesdienst auf ERF.de angeschaut und ich fand einiges richtig gut was Du gesagt hast. Am Anfang dachte ich noch, bißchen steif, aber dann bin ich doch reingekommen 😉
    Die Stelle von (oder in) Daniel ist echt krass!
    Grüße
    Peter

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