Achtung: Blog-sabbatical bis zum 1.1.2010

Hiermit verabschiede ich mich für 2 Monate aus dem aktiven Bloggen – werde noch hier und da meinen Senf auf anderen Blogs mit kommentieren, aber ich denke, es ist mal wieder dran.

Was bewegt mich dazu? Viele liebe neue Leser sind dazu gekommen und haben wirklich tolle Komentare geschrieben, die meine Wahrnehmung hinterfragt und und mein geistliches Leben bereichert haben, im Augenblick wird dieses Blog zwischen 12.000 und 15.000 mal pro Monat angesteuert, wirklich schön. Aus privaten Zuschriften weiss ich, dass manche bewegt sind von den Themen und dass meine Gedanken hier und da weiter geholfen haben. Bzw: Gott hat meine Gedanken zum Segen eingesetzt. Warum also Pause?

Ich spüre, dass ich für eine gewisse Phase weniger produzieren, stattdessen mehr aufnehmen möchte – ich halte weiterhin Predigten und jeder kann sie anhören. Man kann mich anschreiben über die Kontaktfunktion bei direkten Fragen. Aber ich muss und will auf die Balance aus Abgabe und Aufnahme achten.

Auf einem anderen Blog, dessen Namen ich hier nicht nennen werde, wurde gerade wieder aufgrund meines Beitrags zum Christlichen Individualismus meine Person in eine bestimmte Ecke geschoben und diffamiert. Ein anderer Blog hat seinen Gegenartikel, der auch sehr verletzend war, wieder zurück genommen – danke und es hat Vergebung statt gefunden. Dafür bin ich dankbar. Ich bin mir bewusst, auf diversen Atheistenblogs lächerlich gemacht zu werden, damit kann ich leben. Wenn ein Christ aber unkorrigiert dermaßen um sich schießt, dann tat und tut mir das weh, in der Gemeinde und auch hier. Mir zumindest. Ich bin keine deutsche  Eiche, an der alles abprallt und halte es auch nicht für erstrebenswert. Wer Blogs schreibt, macht sich verletzlich, das versteht sich von selbst – aber irgendwo ist die gerade aktuelle und persönliche Grenze erreicht.

Nur falls jemand auf diesen anderen Blog stößt (ich bin schon per mail angefragt worden): Nein, ich lösche keine kritischen Kommentare! 3 (in Worten: drei!) Leute sind auf meinem Blog als spam markiert und deren Beiträge bemerke ich gar nicht, weil sie von wordpress vorher ausgefiltert werden. Warum? Weil diese auch nach mehrfacher Aufforderung zur Mäßigung diffamierend und unter der Gürtellinie gearbeitet haben und so etwas muss ich in meinem virtuellen Wohnzimmer nicht haben. Aus keinem anderen Grund (es sei denn die üblichen: rassistisch, abwertend etc…)

Wer dieses Blog mitliest, weiß, dass hier durchaus kontrovers diskutiert wird. Dabei reagiere ich je nach Tagesform auch schon mal empfindlich – das ist eine meiner Schwächen, an denen ich arbeite, ohne hoffentlich die Sensibilität, die ich auch habe und benötige für meine kreative Arbeit im Reich Gottes, zu verlieren. Ich möchte mich an dieser Stelle herzlich bei allen bedanken, die meine kleinen Marotten ausgehalten haben und mir mit einem positiven Grundbild begegnet sind. Ich bin es aber gerade auch ziemlich satt, zur Projektionsfläche für den Gemeinde- bzw. Leiter-Frust einiger weniger Leser zu werden. Gott sei Dank ist es die Ausnahme – aber ich kann es gerade nicht so gut ab. Deswegen Pause. Und ich freue mich auf ein Wiedersehen bzw. -lesen im neuen Jahr.

Euch gesegnete zwei Rest-Monate in 2009!

 

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19 Antworten zu “Achtung: Blog-sabbatical bis zum 1.1.2010

  1. Hallo Christof!

    Kann Deine Beweggründe für das „Blog-Sabbatical“ gut nachvollziehen – mir geht es oft sehr ähnlich!

    Ich wünsche Dir für diese zwei Monate, daß Du Verletzendes, gerade in Hinblick auf Deinen Beitrag zum christlichen Individualismus (die negativen Reaktionen darauf habe ich ebenfalls als verletzend und rundum unmöglich empfunden), gut verarbeiten kannst und nach und nach wieder einen freien Kopf fürs Bloggen bekommst – ich freue mich jedenfalls sehr auf Dein Blogger-Comeback!

    Gottes Segen Dir und viele Grüße,
    Tobias

  2. Schade für uns Leser – und doch gut und richtig. In unserer unruhigen Welt, die sich immer schneller dreht, sind die Pausen um so wichtiger.
    Segen Dir!

  3. Wirklich schade! Werde deinen Bloge vermissen. Wer sehr anregend bei dir mitzulesen und ab und an auch mal meinen Senf dazu abzugeben.

    Ich wünsche dir Gottes Segen und viel neue Kraft!

  4. Ich wünsche dir eine gute Pause, Erholung und viel Kraft. Danke für deine Gedanken und die ganze Zeit die du hier investiert hast. Möge deine Seele tanken und bei Gott Frieden finden, möge die Zeit die du hier sparst, Segenszeit sein, wo du Gott begegnest.

  5. Hallo,
    ich möchte mich hiermit mal für die vielen klaren & weisen Worte bedanken. Dieser Blog ist in den letzten Monaten für mich immer wichtiger geworden. Die Texte geben mir Kraft, korrigieren bzw. ermahnen mich und dienen mir auch als Leitfaden zu schwierigen Themen. Darum empfehle ich ihn auch immer öfters weiter. Warum ich das jetzt hier schreibe? Weil ich eher selten kommentiere (vielleicht auch zu selten) und es mal Zeit wurde danke zu sagen. Danke!
    Die Pause kann ich übrigens nachvollziehen. Alles hat/braucht seine Zeit (Prediger 3).

    Liebe Grüße und Gottes reichen Segen,
    Finx

  6. Tolle Entscheidung! Nicht für uns Leser – aber ich achte es hoch, wenn jemand seine Prioritäten auch mal verschiebt, um mehr aufzutanken von Gott.
    Du bist gesegnet!

  7. Lieber Wegbegleiter,

    auch von mir herzlichen Dank für deine Blogs. schade, daß du pausierst – aber auch ich kann die Gründe sehr gut verstehen.

    LG

    shasta-cor

    P.S. Und danke für deine gute Antwort letztens.

  8. Respekt vor deiner Entscheidung. Ein paar gute „Balsam-Wochen“ für deine Seele, erfrischende und ermutigende Begegnungen mit Gott wünsche ich dir!

  9. Ja, lieber Christof, ich verstehe Dich auch. Mir geht es ähnlich – irgendwie wird alles zuviel. Slow life ist angesagt. Weniger ist mehr. Sei gesegnet und finde in dieser Zeit ein fettes Stück vom Schalom Gottes.

  10. Ich wünsche Dir den Segen des Schweigens. Denn Schweigen ist mehr als nur ein Fehlen der Worte. Schweigen hat ein eigenes Wesen und nur in der Stille werden die Worte der Schöpfung hörbar. In der Stille kann man die Gedanken einfangen. Es ist kein einfaches unterfangen, erinnert ein bisschen an den Versuch kleine, in der Luft wirbelnde Federn zu fangen. Je mehr man mit den Händen wedelt, um so mehr Wind produziert man und umso schwieriger wird das Ganze in Folge. Man muss sich still hinsetzen, dann fallen die Federn auch runter. Dann wirst Du sie einsammeln können und beginnen ein Muster zu legen. Ich wünsche Dir Staunen über das, was entstehen wird. Schalom

  11. Wie schön, dass Du jetzt diese Kommentare bekommst. Du hast eine mutige, weise und gesunde Entscheidung getroffen. Weißt Du, der David hätte auch mit allen Mitteln gegen seinen Feind Saul kämpfen können,… aber nein, hat er eben nicht gemacht, sondern er hat sich zurück genommen und ist geflohen. Und Gott war mit ihm. Gott ist auch mit DIR. ER geht mit Dir diesen Weg in die Stille und will Dein Wegbegleiter sein. Ich freue mich schon auf das Neue Jahr,- weil Du mit Segnungen für uns zurück kommen wirst.
    Sei IHM anbefohlen!

  12. Außerdem: „Man kann nicht nicht kommunizieren!“ (Paul Watzlawick). Wir werden Deine Gedanken spüren und Du unsere.

  13. Lieber Christof, du hast hier so schöne Kommentare bekomme … ein Wellnessbad pur.
    boah … und besonders der von gwenhwyr 🙂 … wie fein.
    Ich habe dir einen Irischen Segen mitgebracht und sende dir freundschaftliche Grüsse:

    „Geh´ deinen Weg ruhig – mitten in Lärm und Hast,
    und wisse, welchen Frieden die Stille schenken mag.
    Steh´ mit allen auf gutem Fuße, wenn es geht,
    aber gib dich selbst nicht auf dabei.
    Sage deine Wahrheit immer ruhig und klar und höre die anderen auch an,
    selbst die Unwissenden, Dummen – sie haben auch ihre Geschichte.
    Laute und zänkische Menschen meide.
    Sie sind eine Plage für Dein Gemüt.
    Wenn du dich selbst mit anderen vergleichen willst wisse,
    dass Eitelkeit und Bitterkeit Dich erwarten.
    Sei du selbst – vor allem:
    Heuchle keine Zuneigung, wo du sie nicht spürst.
    Doch denke nicht verächtlich von der Liebe, wo sie dich wieder regt.
    Sie erfährt soviel Entzauberung, erträgt soviel Dürre
    und wächst doch voller Ausdauer, immer neu, wie das Gras.“

    … das passt so sehr zum Profil deines Blogs. Segen!

  14. Tschüß und Segen Dir, ich lese immer gerne Deine Blogs, auch wenn ich seltener bei Dir schreibe.Gesegnete Weihnachten Dir und viel Gutes im Neuem Jahr. Hoffentlich ist Dein Töchterlein wohl auf, das ist doch für Dich der Angelpunkt Deiner Gedanken oder?! War bei meinem verstorbenen Mann auch so, und doch muß man dann loslassen. Man muß Gott alles anheim stellen. Also noch mal tschüß, du weißt ja wie das so unter Gladbachern geht.Apassionata

  15. „Denken ist Reden aus der Zukunft“, lautet Eules Wort zum St. Hastdunichtgesehen. Gottes Segen, reichlich Erhellendes bei allem, was Dir auf und durch den Geist geht, lieber Christof.

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