WillowCreek-Kongress 2010 (3): IKEA, Johannes Reimer, relevanter Gemeindebau und kleine Boshaftigkeiten

Prof. Johannes Reimer war für mich der zweite Höhepunkt von Willow. Er hatte nicht so viel Zeit wie die anderen Referenzen, aber nutzte sie bestens, war witzig, tiefgründig und kompetent.

Er prägte den 8000 Leuten ein: ekklesia – die Gemeinde – das ist ursprünglich der Begriff für die griechische Versammlung, die sich um den Ort kümmerte und um dessen Belange. Ist das Zufall? Nein – auch wir sollen nach dem Willen Jesu die Gesellschaft transformieren. Weil wir den Menschen dienen sollen und wollen. Dann wird das geschehen, was in der Apostelgeschichte steht: die ekklesia war angesehen im Volk!

Stattdessen, so fuhr er bissig fort, gehen Gemeinde in Industriegebiete… das ist praktisch, da sind Maschinen, mit denen muss man nicht reden, die stören nicht und stellen keine kritischen Fragen…

Bibelschulen… die sind fast immer auf irgendwelchen Bergen… auch das sei ja toll, da könne man sich mit Hirschen unterhalten… und nicht mit Menschen, denen man eigentlich dienen soll.

Seine Erkenntnisse sind für die Freunde der missionalen Gemeinde, der emergent church sicherlich nicht neu – dass sie nun in die Breite gebracht werden, ist wichtig und gut! Dabei ist Johannes Reimer immer auf das Heil der Menschen ausgerichtet – er predigt kein social gospel.

Gemeinden verändern die Welt um sich herum. Was ist die soziale Gestalt deiner Gemeinde? Was benötigen die Menschen um die Gemeinde herum? Diese beide Fragen beantworten und anpacken – das ist relevanter Gemeindebau. (Wie schön und bereichernd, dass er nun auch Dozent am Theologischen Seminar der FeGs ist… – das auf einem Berg liegt, seufz… – die DVD mit seinem Vortrag ist bei Willow erhältlich oder bei mir ausleihbar…;-)

Was war nun mit IKEA? Achja, auch so eine kleine, augenzwinkernde Boshaftigkeit. Die haben in der Vergangenheit die guten Möbelserien nach schwedischen Orten benannt und die Billigprodukte nach dänischen… (gefunden heute in der F.A.Z.)

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19 Antworten zu “WillowCreek-Kongress 2010 (3): IKEA, Johannes Reimer, relevanter Gemeindebau und kleine Boshaftigkeiten

  1. Danke für deine kleinen Boshaftigkeiten. Das wusste ich noch gar nicht.

    Mich hat es auch schon immer gestört, dass viele Gemeindegebäude in Industriegebieten angesiedelt sind. Leerstehende Fabrikhallen schienen ideal für die Anforderungen zu sein. Doch was waren denn die Anforderungen? Welche Bedürfnisse wurden berücksichtigt?
    Die Gemeinde an sich sind ja Menschen und die leben nicht in diesen Gebieten. Und wenn die Arbeiter aus den Werkstätten etc. nach Hause gingen und Wochenende hatten traf die Gemeinde ein, um sich zu versammeln. Das zeigt schon und fördert glaube ich auch ein Getrenntsein von der Stadt oder dem Ort.

  2. Warum viele (freie) Gemeinden in Industriegebiete zu finden sind? Natürlich, weil dort die Mieten günstiger und größere Räume leichter zu finden sind! Das finde ich verständlich, da sich eine freie Gemeinde nur von Spenden der (meist nicht so vielen) Mitglieder finanziert. Schöner wären natürlich Räumlichkeiten in der City. Aber wie gesagt eine reine Preisfrage und sicherlich nicht einfach „Dummheit“ der Gemeindeplaner.
    Die evang. und kath. Kirchen sind da übrigens sicherlich besser gelegen, leider werden diese aber m.E. nicht optimal genutzt.

  3. @Stef: Schlaumeier, darauf wäre ich ja gar nicht gekommen…;-) Es gibt aber auch durchaus Randlagen, wo man durchaus auch den Menschen der Umgebung dienen kann und die trotzdem preiswert sind. Mir scheint aber, dass dieser Aspekt gegenüber dem rein monetären gar nicht groß Beachtung findet!

  4. Johannes Reimer liegt total auf meiner Wellenlänge. Gut, dass er die Botschaft so packend vermitteln kann.

    Ich glaube auch wie Stefan, dass es zumeist finanzielle Aspekte sind, die manche Gemeinden in die städtischen Randlagen bringen.
    Aber dahinter steckt noch mehr als Geld: Es ist der feste Wille, die eigenen Gemeinderäume höher zu schätzen als den Dienst für die Stadt, die Problemkieze – besser: für die Menschen dort.
    D.h.: Die Prioritäten stimmen nicht.

    Und im Kern könnte man spitz nachhaken:
    Vielleicht haben die meisten Christen und Gemeinden vergessen, dass Jesus nicht sagte „Bleibt hier stehen und ladet die Menschen ein – wenn sie denn vorbeikommen!“
    Sondern: „Geht hin…“

    Das ist etwas, das mich immer wieder umtreibt, gerade, wenn ich mir anschaue, welche Punkte wir betonen (ich beziehe mich ein):
    Zu Recht erarbeiten wir eine biblische Sexualethik und bemühen uns sehr, darauf zu achten, dass diese gelebt wird.
    Unser Argument?
    Im Wort Gottes steht es so und wer es anders lebt, der sündigt.
    Aber könnte es sein, dass wir mindestens ebenso oft sündigen, eben weil wir nicht „hingehen“?

  5. Wenn das finanzielle Problem bekannt ist, warum regt sich dann z.B. Prof. Reimer darüber auf?
    Ich denke nicht, dass die „stadtferne“ Gemeinderäumlichkeiten eine „stadtnahe“ Mission unbedingt verhindern müssen (solange die Räume nicht allzu weit weg sind von der City). Gelegenheitsbesucher wird man so oder so kaum haben. Wichtiger finde ich die persönlichen Beziehungen der einzelnen Gemeindemitglieder. Und da spielen nicht die Gemeinderäumlichkeiten die ausschlaggebende Rolle, sondern eher die Wohnorte der Christen (man kann sich ja auch zu Hause oder im Café treffen oder so)
    Bzgl. Bibelschule: Auch hier finde ich es nicht so wichtig, wo sich diese befindet (auch wenn stadtnah sicherlich praktischer ist; andererseits kann auch mal die Angeschiedenheit vom Trubel der Stadt geistlich gesehen ganz hilfreich sein). Denn diese besuchen doch sowieso nur relativ wenige Leute (z.B. angehenden Pastoren). Das „Volk“ wird ja hoffentlich vor Ort gelehrt 😉

  6. @Stef: Es wäre echt schön, wenn du die Antworten auf deine Kommentare liest, denn ich habe genau wie dikosss geschrieben, dass dieses finanzielle Argument eben nicht (!) immer das einzige ist, sondern dass man mit ein bisschen Mühe und Kreativität durchaus auch preiswerte Orte unter Menschen finden kann, zum Beispiel in Vororten und Randgebieten, aber der Aspekt ist eben nicht im Blick. Wie dikosss sagte: es steckt mehr dahinter als Geld. Warum hacken wir jetzt unproduktiv darauf herum? Außerdem habe ich nirgendwo geschrieben, dass sich Reimer aufgeregt hat – er hat eine kleine bissige Randbemerkung gemacht, die ich sehr passend fand und die Reaktion im Publikum, das ja nicht gerade arm an Freikirchlern war, war dementsprechend verständnisvoll amüsiert. Und ja: wir versuchen hier unserem Teil von Eschweiler zu dienen und dies wird sehr honoriert von den Menschen und sie schauen auch in unsere Gottesdienste und andere Veranstaltungen hinein und öffnen sich.

  7. @wegbegleiter:
    Doch, die anderen Kommentare hatte ich gelesen. Ich kann mir nur nicht vorstellen, dass eine Freikirche „freiwillig“ bzw. „aus Bequenlichkeit“ in ein Industriegebiet zieht.
    Auch war nicht meine Absicht auf diesem Thema „herumzuhacken“. Ich empfinde die Aussagen von Prof. Reimer (zumindest so wie Du ihn zitiert hast) als etwas arrogant. Es kommt so herüber, als wenn die Freikirchen solche Überlegungen überhaupt nicht anstellen würden. Ich finde es zumindest legitim an den Räumlichkeiten zu sparen soweit das möglich und (noch) sinnvoll ist.

  8. Schade ist nur, wenn die kleinen Boshaftigkeiten fast alles sind was gesagt wird. Ich kann es nicht mehr hören was wir alles falsch machen und nicht können….

  9. @daniel: Boah, das kommt aber gesammelter Frust durch, hm? Nur durch augenzwinkernde Seitenhiebe (die ja durchaus ein Augenöffner für lange eingeschliffene Verhaltensweisen sein können und auch waren) wäre der Vortrag für die 8000 Leute kaum so gut gewesen, dass Reimer den längsten Applaus bekommen hat, nein er hat – wie in seinen Büchern konkret nachzulesen – aufgezeigt, wie es positiv gelingen kann, Gemeinde zu bauen und ich habe es bereits angedeutet, was er in seinen 5 Schritten ausführlicher beschreibt. Die soziale Gestalt der eigenen Gemeinde wahrnehmen (da scheitert es meistens schon), dann das Umfeld kennen lernen, in Dialog treten, die Menschen wahrnehmen und ihre Probleme, dazu die eigenen Kapazitäten und Fähigkeiten und dieses dann zusammen bringen. Das muss gar nicht viel sein. Bei uns startet auf dem Gemeindevorplatz im Winter die Kindergartennikolauswanderung. Wir bieten vorher einfach überraschend Kaffee an. Den Menschen dienen… durchaus auch strategisch geplant zum Wohle der Stadt, des Viertels etc. – wenn das nicht positiv und konstruktiv ist!

  10. Gut, wenn Christen nicht vergessen, sich in ihrer jeweiligen Umgebung zu engagieren!
    Herr Reimer sollte dafür aber lieber auf fragwürdige Begründungen mit Wortstudien verzichten; „ekklesia“ bedeutet weder „Herausgerufene“ noch kann man aus dem Begriff selbst (eindeutig) ableiten, dass sich die christliche Gemeinde in der Stadt engagieren soll. Herr Reimer könnte ganz einfach eine solche klar formulierte Forderung aus der Bibel zitieren. Solche linguistisch zweifelhaften Begründungen und Suchen nach einer „tieferen“ Bedeutung eines Wortes kommen leider (zu) häufig vor, auch in Gemeinden, wenn Menschen die einfache und klare Texbotschaft ein wenig aufpeppeln wollen oder aber ein Wort schlichtweg nicht ganz verstehen.
    Dagegen bin ich leider allergisch, daher mein Mahnen. Das von Herrn Reimer geforderte Umdenken will ich dadurch nicht relativieren.

  11. @Viktor: meines Wissenstandes vom Griechischen kommt ekklesia ursprünglich von ek und klätos und kann damit zumindest ethymologisch als herausgerufen übersetzt werden. Selbst wikipedia zeigt an: Die Ekklesia (griech.: ἐκκλησία ekklēsía, lat.: ecclesia; die „Herausgerufene“)

    Dass die ekklesia die griechische Volksversammlung war und für die Stadt zuständig und dass man daraus sehr wohl schließen kann, dass die belegte Verwendung ausgerechnet dieses Wortes für die Gemeinde nicht ganz zufällig war, davon kann man schon ausgehen.

    Ich glaube nicht, dass Reimer es nötig hat, biblische Botschaft aufzupeppen (wie sie wahrscheinlich meinen…).

  12. Hallo,

    danke für deine freundliche Rückmeldung!

    Ich habe nicht Herrn Reimer unterstellen wollen, dass seine Botschaft es nötig hätte „aufgepeppt“ zu werden. Das ist nur ein Versuch meinerseits solche sprachlichen Erklärungsversuche in manchen Bibelauslegungen zu deuten. Was die eigentlichen Motive sind, bleibt mir letztlich verschlossen.

    Meines Wissens hat sich seit mindestens vierzig Jahren auch in der Bibelwissenschaft die linguistische Einsicht durchgesetzt, dass Etymologien einen relativ geringen Wert haben, um Wörter zu definieren. (Das dürfte spätestens seit James Barr der Fall sein.)

    Was ein Wort früher bedeutet hat (diachronischer Ansatz) sagt noch nichts darüber aus, was es heute bedeutet. Das lässt sich an vielen Beispielen zeigen. Ganz banal: Wenn mein Kollege mir erzählt, sein gestriger Abend war „geil“, so werde ich nicht schlussfolgern dürfen, dass er Sex o.ä. hatte, weil es das vor einigen Jahrzehnten bedeutet haben dürfte. Da sind synchrone Ansätze (wie wird ein Wort typischerweise in meiner/jeweiligen Sprachgemeinschaft verwendet?) weitaus angemessener und meines Wissens Standard in den Sprachwissenschaften.

    Das bedeutet in der Konsequenz: Wörter – so wie „ekklesia“ -, die aus zwei oder mehreren Wörtern zusammengesetzt scheinen, können nur bedingt aus ihren einzelnen Bestandteilen erklärt werden. Auch wenn es häufig zu passen scheint, wie bei „ekklesia“, aber häufig stimmt es dann doch nicht. Hauptsächlich im Blick ist keine „Erwählung“ durch Gott, sondern eine „Versammlung“ oder „Menschenansammlung“.

    Speziell zur Begründung mit „ekklesia“ hätte ich spontan zwei Anfragen. 1. Schon in der griechischen Übersetzung des hebräischen Alten Testaments wird das Wort „ekklesia“ eingesetzt, für das Volk Israel. Also nicht erst bei Paulus für die Gemeinde Christi. Hier könnte man weiter überlegen, ob die Schlussfolgerung von Herrn Reimer dennoch plausibel wäre. 2. Mit „ekklesia“ wurde die hellenistische Versammlung aller Vollbürger einer Stadt bezeichnet – man könnte theoretisch schlussfolgern, dass „ekklesia“ auf die Gemeinde bezogen wird, um hauptsächlich auszudrücken: das wahre „Volk“ Gottes ist die christliche Gemeinde.

    Sorry für die vielen Zeilen.
    Viktor

  13. @Viktor:
    man, da scheint sich ja jemand wirklich gut auszukennen! (ist ernst gemeint)
    Schön, dass es sowas heute noch gibt…;-)

  14. Hi Christof,
    unser Pastor ist auch recht begeistert von Johannes, vor allem, wie er auch unter Moslems sehr einfallsreich missioniert. Nun haben wir Godi Leiter sein Buch „Gott in der Welt feiern“ als Hausaufgabe bekommen, bin schon mal gespannt.
    Denke, er ist ne dolle Bereicherung fürs TSE, je nachdem, wie lange sie ihn aushalten 🙂
    LG Holger

  15. Und bei all dem tollen theologischen Wissen haben wir noch immer nicht herausgefunden, weshalb so viele Gemeinden in Industriehallen Ihren Gottesdienst feiern.

    Abgesehen von den Gemeinden, die so groß sind, dass sie einfach nicht genug Platz innerhalb der Stadt finden (so ab 300 oder 500 Leute) gibt es ja viele andere, die auch schon mit 50 ins Industriegebiet ziehen.

    2 Gedanken habe ich dazu.

    1. Für große Gemeinden ist es doch okay ins Industriegebiet zu gehen, wenn sie so etwas wie eine Dependance in der Stadt selbst haben. Für die Gestaltung und die Nutzung derselben gibt es sicherlich genug Möglichkeiten.

    2. Bei den anderen (also kleineren) Gemeinden sehe ich als Grund für den Umzug ins IG dass sie das Grundprinzip von Gemeinde in dieser Welt nicht verstanden haben. Anstatt in die Welt zu gehen, schotten sich viele in ihrem sicheren Hafen ab, wo sie alleine und ungestört machen können was sie möchten. Dazu gibt es ein sehr gutes Youtube Video. http://www.youtube.com/watch?v=arxfLK_sd68

    Achja und Reimer finde ich absolut Klasse. Meiner Meinung nach hat er genau den richtigen Ansatz um Gemeinden zu gründen und zu bauen 🙂

  16. Hi Alex,

    Zu 1) ich denke, deswegen muss man nicht ins Industriegebiet gehen, da reicht die Vorstadt und da kann man Menschen prächtig dienen…;-) – ich denke, es sind eher pragmatische Gründe, weil es eben im IG noch ein wenig billiger ist, aber eine solche Gemeinde wird immer eine Komm-Mentalitöt haben, da sie nicht einmal zu Fuß zu erreichen ist, wird sie Menschen ausgrenzen, die kein Auto haben – die Zukunft liegt aber sicher in der Geh-Hin-Mentalität. Eine Dependance in der Stadt ist dann immerhin noch eine Chance, der Sprung, sich dann Sonntagsmorgens ins Auto zu setzen ist aber weiterhin groß…

  17. Hi Alex,

    Zu 1) ich denke, deswegen muss man nicht ins Industriegebiet gehen, da reicht die Vorstadt und da kann man Menschen prächtig dienen…;-) – ich denke, es sind eher pragmatische Gründe, weil es eben im IG noch ein wenig billiger ist, aber eine solche Gemeinde wird immer eine Komm-Mentalitöt haben, da sie nicht einmal zu Fuß zu erreichen ist, wird sie Menschen ausgrenzen, die kein Auto haben – die Zukunft liegt aber sicher in der Geh-Hin-Mentalität. Eine Dependance in der Stadt ist dann immerhin noch eine Chance, der Sprung, sich dann Sonntagsmorgens ins Auto zu setzen ist aber weiterhin groß… feines Video!

  18. in einem Beitrag bei idea fand ich folgenden Text zu dem Vortrag von Johannes Reimer:

    „Das Wahrnehmen sozialer Verantwortung sei eine Voraussetzung dafür, dass sich Menschen dem Evangelium öffneten. Wo Christen Verhältnisse änderten, fragten Menschen nach ihren Beweggründen. Das bewirke Gemeindewachstum.“

    Ich habe Johannes Reimer vor vielen Jahren bei einer Jugendevangelisation im westfälischen Hamm persönlich kennengelernt, und denke, ich weiß wie er „tickt“. Aber solche Formulierungen wie der oben tragen schnell zu Missverständnissen bei, ich denke folgendes sollte beachtet werden:

    1. Gemeindewachstum bedeutet nicht immer, dass Menschen das Heilsangebot Gottes angenommen haben. Es gibt auch solche (gerade bei Gemeinden die „überzeugend“ agieren) die sich zu dieser Gemeinschaft „bekehren“. Man sieht dies häufig in manchen Megachurches, wo es oft vorrangig um Attraktivität geht, nicht aber um die lebensverändernde Verbindung von Menschen mit Christus. Es hat schon Fälle gegeben wo Personen aus solchen Kirchen (z.B. bestimmten Megachurches) nicht in der Lage waren grundlegendste Glaubensinhalte zu formulieren!!

    2. Das Wahrnehmen sozialer Verantwortung ist nicht motiviert dadurch, dass Menschen sich dem Evangelium öffnen, sondern zweckfreier, das Widerspiegeln/Weitergeben der Liebe und Gnade Gottes die wir erfahren gegenüber unserer Umwelt. Dass Menschen Christen werden, ist vor allem etwas zwischen dem Menschen und Gott, ich denke der Beitrag (sowohl im Negativen wie auch im Positiven) von Christen/Gemeinden hierzu wird in evangelikal geprägten Kreisen oft überbetont auf Kosten des souveränen Handeln Gottes. Natürlich wird ein glaubwürdiges Handeln von Christen/Gemeinden nicht ohne Spuren bei anderen bleiben, aber sowohl die Gewichtung als auch die Frage was ist eigentlich unsere Intention und Motivation sollten hier klar bleiben.

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