Larry Crabb: Welche Bücher er zur Trinität empfiehlt…

Seminartag in Karlsruhe mit Larry Crabb. Irgendwann die erstaunliche Aussage: Er wolle sich wohl den Rest seines Lebens mit der Trinität beschäftigen und vor allem mit ihrer Rolle für den einzelnen Christen und für die Gemeinden.

Dass die Trinität (Dreieinigkeit) Gottes in den letzten Jahren zunehmend als Modell, Inspiration und auch als Geheimnis für die Christenheit entdeckt wird, ist nur zu begrüßen! Vieles wertvolles lässt sich daraus ableiten und ich werde mich im Sommer auch vermehrt damit beschäftigen (wofür hat man Sommerurlaub und Strand und Abende auf der Terrasse mit Rotwein, wenn die Kinder im Bett sind und alle lesen…;-)

Drei Bücher hat Larry zum tieferen Einsteigen empfohlen – logischerweise alle auf Englisch, dafür aber (bis auf das letzte) recht bezahlbar. Wer gute Ergänzungen hat, kann diese gerne in den Kommentaren kundtun!

Darrel Johnson – Experiencing the trinity

Robert Letham – The holy trinity

Stanley Grenz – The social god and the relational self

Dazu empfiehlt Crabb alles von Jonathan Edwards zur Trinität…

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12 Antworten zu “Larry Crabb: Welche Bücher er zur Trinität empfiehlt…

  1. Letham bringt in seiner Einführung einen guten geschichtlichen Abriss von der dogmatischen Entwicklung der Trinitätslehre, und dem Bemühen der frühkirchlichen Konzilien, Irrtümer diesbezüglich zu vermeiden.
    Wenn er schreibt
    „Western Trinitarianism has been based on the priority of the one divine essence and has had some difficulty doing justice to the distinctions of the three persons“,
    so ist das insofern zu relativieren, als dass es zum Repertoire reformierter Theologie zählt, zwischen der ontologischen Trinität und der ökonomischen Trinität zu unterscheiden (eines göttlichen Wesens, aber mit verschiedenen innertrinitarischen Aufgaben im Heilshandeln Gottes).

    Der Empfehlung von Jonathan Edwards‘ Werken schließe ich mich vorbehaltlos an.

    Zu empfehlen von meiner Seite (ganz neu):

    Thomas K. Johnson: „What Difference Does the Trinity Make? A Complete Faith, Life, and Worldview“ (VKW, ISBN 978-3-938116-78-4).

  2. p.s. etwas philosophischer, aber extrem interessant fand ich das Buch „The One and the Many“ von Roussas John Rushdoony.

    Er leitet ausführlich durch die gesamte Philosophiegeschichte, angefangen bei den Assyrern, Persern, Vorsokratikern, über Kant, Hegel, Schopenhauer bis hin zu Heidegger, Sartre und Marcuse, unter dem Gesichtspunkt, was jeweils zum philosophischen Grundthema ‚Einheit und Vielfalt‘ gedacht und gelehrt wurde. Dann beschreibt er die soziopolitischen Auswirkungen der jeweiligen Sichtweise.
    Ziel des Ganzen ist herauszustellen, dass die christliche Lehre von dem transzendeten, dreieinigen Gott die einzige Sichtweise ist, der es gelingt, Einheit und Vielfalt gleichgewichtig und parrallel stehen zu lassen, da beide in Gottes Wesen verankert und daher gleichermaßen endgültig sind.

  3. Mich freut es natürlich zu lesen, dass Larry Crabbs Lektüreauswahl Calvinisten-lastig ist.
    Darrel Johnson war Lutheraner, Robert Letham ist Calvinist (sein Buch erschien bei P&R), Stanley Grenz war Baptist, Jonathan Edwards Calvinist. (;-)

  4. @David: der letzte Kommentar war nun nicht sehr informativ. Ist ja schön, dass du dich freust, aber: wat soll denn dat? Jut, dass der Larry einen weiten Horizont hat und sonst nicht nur Bücher liest, die von Unterschreibern der Chicagoer Erklärung geschrieben sind…;-) – und bitte jetzt diesen Post nicht offtopic machen. Ich freue mich über weitere Ergänzungen (nicht nur von David) zum Thema Trinität…

  5. wegbegleiter :
    Jut, dass der Larry einen weiten Horizont hat und sonst nicht nur Bücher liest, die von Unterschreibern der Chicagoer Erklärung geschrieben sind…;-)

    dass sie unterschreiben würden, kann ich mir von Johnson und Grenz gut vorstellen, Letham sowieso, und zu Edwards‘ Zeiten gabs da noch keine Zweifel.

    wegbegleiter :
    und bitte jetzt diesen Post nicht offtopic machen.

    keine Sorge! Aber ich kann mich doch mal kurz freuen.

  6. wegbegleiter :
    Jut, dass der Larry einen weiten Horizont hat und sonst nicht nur Bücher liest, die von Unterschreibern der Chicagoer Erklärung geschrieben sind…;-)

    Was meinst du, würde Larry Crabb das unterschreiben:

    „We believe that the Bible is God’s authoritative and inspired Word. It is without error in all its teachings, including creation, history, its own origins, and salvation. Christians must submit to its divine authority, both individually and corporately.“?

  7. @David: du bewegst dich auf dünnem Eis. Ich hatte dich gewarnt. Warum sagst du „Keine Sorge“ und machst dann doch weiter? Respekt? Es interessiert mich nicht, was Larry wo und wie unterschreibt, denn nirgendwo steht in der Bibel: um ein vollwertiger Christ zu sein, musst du an die 7 Tage glauben und ein Papier unterschreiben. Und jetzt finito, sonst ist ganz schnell mit deinen Kommentaren finito.

  8. Ich habe es schon mal als Kommentar auf einem anderen blog hinterlassen, aber ich werde niemals müde, meine Leib- und Magen-Schriftstellerin Dorothy L. Sayers zu empfehlen: „Homo Creator – Eine trinitarische Exegese des künstlerischen Schaffens“, Schwann Verlag 1953 (leider vergriffen, aber über Antiquariate zu bekommen). Eine ganz außergewöhnliche, aber brilliante Sicht auf die Dreieinigkeit Gottes. Sayers bedient sich dabei der Analogie vom Künstler und seinem geschaffenen Werk. Präzise gedacht, hochwertig geschrieben.

  9. @Susi
    Danke für Deinen Tipp, Dorothy Sayers ist tatsächlich brillant und das Lesen ihre Werke erweitert die Horizonte ungemein. Ich war schon lange auf der Jagd nach diesem Buch, Dein Post hat mich dazu bewogen erneut danach zu suchen. Erfolgreich:-)

  10. @David: abschließend und du wirst verstehen, was ich meine: Larry hat mir im persönlichen Gespräch gesagt, dass er überhaupt keine email hat und auch nicht surft – insofern sind solche spams unter fremdem Namen nervig und peinlich. Ich möchte dich bitten, das zu unterlassen. Oder muss man in deiner theologischen Richtung Menschen und ihre Bitten nicht respektieren?

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