Gelassenheit in Gottes Gegenwart leben: Verlernen, das Leben zu bewerten

Eine erhellende Weisheitsgeschichte aus dem asiatischen Raum:

Ein Mann besaß ein wunderschönes Pferd, das so exquisit war, dass selbst Könige es ihm abkaufen wollten – zu jedem Preis. Er lehnte es jedoch ab. Eines Morgens stellte er fest, dass das Pferd gestohlen worden war.
Alle Leute vom Dorf versammelten sich, um ihr Mitleid auszudrücken. Sie sagten: „Was für ein Unglück! Du hättest ein Vermögen damit verdienen können; man hat dir so viel dafür geboten! Aber du warst ja so dickköpfig und dumm. Jetzt ist das Pferd gestohlen.“
Der alte Mann lachte und sagte: „Redet keinen Unsinn. Alles was man sagen kann ist, dass das Pferd nicht mehr im Stall ist. Lasst die Zukunft kommen. Dann wird man sehen, was ist.“ Und nach fünfzehn Tagen kehrte das Pferd plötzlich zurück, und nicht nur das: Es brachte ein Dutzend wilder Pferde aus dem Wald mit. Das ganze Dorf versammelte sich. Sie sagten: „Der alte Mann hatte Recht. Sein Pferd ist zurückgekommen und hat auch noch zwölf gute Pferde mitgebracht. Jetzt kann er so viel Geld verdienen, wie er will.“ Sie gingen zu dem alten Mann hin und sagten: „Es tut uns Leid. Wir konnten die Zukunft nicht sehen und die Wege Gottes nicht verstehen. Aber du bist großartig! Du hast es wohl geahnt; du hast die Zukunft vorausgesehen.“ „Unsinn!“ sagte er. „Ich weiß nur eines, nämlich dass das Pferd mit zwölf Pferden zurückgekommen ist. Was morgen geschehen wird, weiß niemand.“
Und schon am nächsten Tag geschah es, dass der einzige Sohn des alten Mannes, der eines der neuen Pferde zureiten wollte, vom Pferd fiel und sich die Beine brach. Wieder versammelten sich alle und sagten: „Man weiß nie… Du hattest Recht! Es hat sich als ein Fluch erwiesen. Es wäre besser gewesen, wenn das Pferd gar nicht zurückgekommen wäre. Nun wird dein Sohn sein Leben lang verkrüppelt sein.“
Er sagte: „Greift nicht vor! Wartet ab und man wird sehen, was geschieht. Man kann nur eines sagen, nämlich dass sich mein Sohn die Beine gebrochen hat. Das ist alles.“ Fünfzehn Tage später ergab es sich, dass alle jungen Männer des Dorfes von der Regierung zwangsweise eingezogen wurden, da das Land in den Krieg zog. Nur der Sohn des alten Mannes blieb da, weil er untauglich war… (usw.usf.)

(Anmerkung zum Thema Weisheit anderer Kulturen: Natürlich – man spürt hier im Hintergrund das asiatische Ideal von Gleichmütigkeit, von Nicht-Anhaften (wie es der Buddhismus lehrt) – beides Dinge, die so ausgeprägt nicht dem christlichen Bild entsprechen. Doch Weisheit ist nicht rein religionsbezogen. 1.Könige 5,10 sagt: Salomo übertraf sogar die Weisen Arabiens und Ägyptens. Es gibt Weisheit außerhalb von Israel und diese wird in Israel gekannt und studiert (sonst könnte man sie nicht vergleichen!) und weiter entwickelt. Und so dürfen sich Christen an Weisheitsgeschichten anderer Kulturen erfreuen und diese auf den Glauben beziehen und weiter entwickeln oder relativieren…)

Wie leicht sind wir bei der Sache und behaupten: Das ist nun von Gott und jenes nicht. Das muss beseitigt werden, jenes nicht. Drückt diese Lebenshaltung nicht ein mangelndes Vertrauen gegenüber Gott aus? Glauben wir nicht an Seine Weisheit und Güte, uns nicht zu überfordern? Es wirklich(!) gut mit uns zu meinen? Natürlich sollen wir unterscheiden, wir sollen vollmächtig handeln, doch auf welcher Basis treffen wir Entscheidungen? Warum bewerten wir Dinge als positiv und negativ? Und sind die Negativen nach menschlichem Maßstab immer auch negativ nach göttlichem Maßstab?

Jesus spricht davon, dass wir Unkraut nicht ausreißen sollen (Matthäus 13,24-30) – weil wir damit auch viel Gutes verlieren und an den Wurzeln beschädigt werden. Jesus mahnt uns, uns auf die Gegenwart zu konzentrieren und nicht auf die Zukunft (Matthäus 6,24ff). Er führt uns zur heiligen Sorglosigkeit (Sorgen sind letztlich Gottlosigkeit!). Wir dürfen die verkrampften Hände, die alles kontrollieren und im Griff haben wollen, sinken lassen. Unser Leben ist in seiner Hand. Selbst die Versuchungen des Gegners geschehen nicht an Gott vorbei – diese Macht hat der Teufel gar nicht mehr! Wir gehören DEM Gott, der seinen Sohn aus der tiefsten Gottlosigkeit heraus in die größte Herrschaft geführt hat. Warum sollten wir uns fürchten? Warum sollten wir verkrampfen? Lass los und hör auf, alles und jedes bewerten zu wollen.

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30 Antworten zu “Gelassenheit in Gottes Gegenwart leben: Verlernen, das Leben zu bewerten

  1. Was verstehst du unter dem Unkraut aus Mt 13,24-30 ?

    Jetzt wo der Frühling kommt und ich mir meinen Garten ansehe… 😉

  2. Hi Deb: nach Jesu eigener Deutung ist ja die Welt gemeint und das Trennen zwischen Unkraut und Weizen ist Gottes Angelegenheit im Ende der Zeit. Der Teufel ist der Sämann. Wir haben also nicht über andere Menschen zu richten, ob sie gerettet sind oder nicht. Wir sollen es durchaus sehen und auch einschätzen (davon hängt ja auch ab, wie und ob ich bete), aber nicht beurteilen und die eigene Sicht nicht absolut setzen. Das ist auch kein Wort gegen jede Gemeindezucht – diese dient ja gerade der Umkehr und dem Wachstum, nicht der Zerstörung (auch wenn sie oft so praktiziert wird).
    Die Fremdsaat war übrigens ein beliebtes Mittel, um eine Ernte zu zerstören – ein böser Bauer säte seinem Feind Schilfsamen auf den Acker und dieser störte den Weizen, indem er ihm Wasser wegnahm…
    Sehr früh ist dieses Gleichnis (das ja bereits Jesus allegorisch deutet) auch auf das innere Feld gedeutet worden. Jesus macht es ja an anderer Stelle ähnlich mit dem vierfachen Acker. Hier könnte man das Unkraut auf die Eigenschaften und Prägungen unserer Seele deuten, die einem lebendigen und befreiten Glauben (noch) im Wege stehen. Fromm gesagt: die das Fließen des Geistes behindern. Meine Erfahrung und nicht nur meine ist nun, dass Gott die Weisheit und die Liebe hat, seinen Kindern Stück für Stück die Stellen zu zeigen, die er beseitigen möchte. Wenn ich selbst anfange, an mir herum zu rupfen, dann beseitige ich vielleicht mit dem Unkraut auch eine Gabe. Zudem beseitige ich das Unkraut auf eine gewaltsame Weise und verletze mich vielleicht selbst. Woher weiß ich, dass genau diese Sache gerade dran ist? Gott dagegen kann mir zeigen, was genau gerade dran ist und gefahrlos ausgerupft werden darf. Ein Beispiel: wenn ich – aufgrund von nicht vorhandenem Hintergrundwissen – meine Empfindlichkeit verachte und aufgrund dessen, weil sie mich behindert, abspalte, unterdrücke, abtöte, was auch immer – dann verletze ich mich selbst noch mehr und rupfe mit den sicherlich schwierigen Bestandteilen dieser Eigenschaft auch die vielen guten Seiten aus… Zorn trägt ja auch Energie in sich, Empfindlichkeit auch Sensibilität und Empfindsamkeit etc…

  3. Unkraut…da ging es um Menschen….

    Bittere Wurzeln…da soll man fix sein… Gelassenheit gibt da ein nettes Wortspiel:

    GEH…zum Kreuz und LASS …den Splitter der Verletzung durch Vergebung nicht über Nacht zu einer bitteren Wurzel spriessen… sie wird sonst zu einem unfruchtbaren Feigenbaum und nimmt dem guten Baum die Kraft weg….und er verunreinigt viele…

  4. Hi, Christof :

    Lass los und hör auf, alles und jedes bewerten zu wollen….

    Das ist eben in manchen Gemeinden zu einer regelrechten Krankheit geworden.
    Es ist sicher hier in deinem Zitat so als eine Art von Selbstkritik gemeint. Man findet es aber viel häufiger auf andere gerichtet. Das fängt mit dem neuen Pastorenschlips an (wie kann einer der permanent in Gottes Gegenwart lebt nur so eine Geschmacksverirrung zum Gottesdienst tragen?…). Kann aber auch bald viel verheerendere Aüsserungen formulieren.
    Zitate erspare ich dir, du kennst sie ja aus eigener Erfahrung heraus….
    Wir verhalten uns oft ziehmlich anmassend: Wenn ich Gott wäre, dann würde ich…
    Ja aber glücklicherweise sind wir nicht Gott (jedenfalls nicht in diesem Sinn).
    Und etwas Bescheidenheit würde uns auch ganz gut stehen.
    Eben, so wie du es so richtig gesagt hast fehlt uns da die Hintergrundkenntnis.
    Es wäre nun angegeben uns selbst etwas gelassener zu betrachten und keine Vergleiche mit anderen zu erstellen. „Der Diener ist seinem Herrn verplichtet“, nicht uns!
    Was geht es uns denn (selbst als Christen) an was ander machen? Soll ich mich nun ungebeten um anderer Leute Privatleben kümmern, nur weil ich Pastor bin und mich die Leute mit „Reverend“ anreden?
    Jeder sollte vor seiner eigenen Tür kehren. (Wenn mich nun mein Nachbar bittet ihm beim kehren zu helfen, ist das natürlich eine andere Sache).
    Nun zurück zu uns: Jesus hat uns geboten uns selbst zu lieben. Wenn wir das wirklich tun würden, und alles in die Hand unseres Vaters legen würden dann wären wir sicher viel gelassener und die Gemeinde wäre dann auch ein besserer Platz. Was unsere Brüder und Schwestern im Herrn so dringend brauchen ist eben Gelassenheit, Anerkennung, Wohlwollen und …bedingunslose Liebe.
    Bleibt da noch Zeit sich aufzuregen und über bedeutungslose Dinge zu meckern? Die Welt ist ja noch immer nicht so wie wir sie gerne hätten, das Leben unserer Gemeinde natürlich auch nicht.
    Wir sind alle Menschen, so wie alle anderen Leute auch (ob Christen oder Nichtchristen).
    Echte Nächstenliebe ist eben auch einzusehen dass es besser ist mit allem Quatsch aufzuhören und endlich mal loszulassen. Glaubensleben muss nicht unbedingt zu einer gezwungenen, hochnäsigen, selbstherrlichen Lebensform degenerieren.
    Wir kennen uns doch selbst recht gut, so haben wir sicher keinen Grund uns hier Illusionen zu machen. Sollten wir Hilfe brauchen, dann wissen wir ja wo wir sie in Überfülle bekommen können…
    Andere Leute sind eben dann „anders“. Das sollte man ihnen lassen. Es ist ja ihr gutes Recht. Uniform ist in christlicher Sicht anscheinend keine Tugend. Wie langweilig wäre es in einer Gemeinde wo alle das selbe sagen würden, die selbe Geschmacksrichtung hätten, die selben Bücher lesen würden , und in demselben Anzug und derselben Kravatte zum Gottesdienst erschienen! (das giebt es aber leider wirklich).
    In völlig enspanntem Zustand den Gottesdienst zu geniessen und mit Freuden einer Predigt zuzuhören in der neue Ideen, neue theologische Erkenntnisse, neue Zukunftsperspektiven auftauchen die vom Althergebrachten in neuer Richtung weitergehen, wäre doch etwas äusserst
    Wünschenswertes….(nicht nur für geistliche Feinschmecker!).

    Aber in der Zwischenzeit nicht aufgeben! Alles wird zu seiner Zeit kommen.
    Von heute ab sollten wir uns im „loslassen und aufhören“ üben, und zwar so lange bis es dann endlich klappt!
    Ich wünsche Dir viel Freude an dem was noch kommen wird.
    Gott hat dich nicht vergessen!

    Segen Dir, lieber Bruder

    Pierre.

  5. Gelassenheit in Gottes Gegenwart treu leben: Verlernen, das Leben hastig und ungerecht zu bewerten.

    Wie immer ein sehr interessanter Artikel, Christof. Gottes reichen Segen dir und gratuliere herzlich zum neuen sehr erfolgreichen Buch.

    Jesus says that we should not pull weeds, because that is God’s portfolio.
    Yes, God is sovereign and understands the best timing for everything. Our role, as good and faithful servants, always is to humbly cooperate with Him.

  6. Ein versplitterter Mensch hat immer unbewusst Angst, dass die Splitter berührt werden und wieder schmerzen….das gibt Unruhe 24/7 , die sich mit Entspannungsübungen nicht auf Dauer beseitigen lässt.

    Entspannung kann aber helfen in die Gegenwart Gottes zu kommen und sich entsplittern zu lassen.

    Jesus ist am Kreuz gestorben, dass wir Vergebung haben und unser Vergebensüberweisungsauftrag mit harter Goldwährung auf der himmlischen Bank hinterlegt ist, von deren Konto wir immer nehmen können, um die Schuldbriefe an andere zu begleichen.
    Wir müssen uns unser Vergeben zu anderen nicht aus den Rippen schneiden…wir brauchen nur per Entscheidung abbuchen.

    Segen

  7. Hi Deb: ging ja hier auch gar nicht um Heilung (die hat sich erst durch die Deutung des Unkrauts reingeschlichen…;-), sondern um Haltung. Entspannung als Flucht ist Käse. Aber die richtige Haltung kann uns wieder in Kontakt bringen mit uns selbst und dem Gott, der in uns Wohnung bezogen hat. Ich merke, wenn ich arbeite, multitaskingmäßig unterwegs bin, dann kann gerade das die Flucht sein – denn wenn ich loslasse und still werde, dann treffe ich auf erschreckende Weise auf mich selbst. Durch still sein würde uns aber geholfen – wie Gott den Israeliten sagt…

  8. Ich habe im letzten Sommer einige Tage in einem Kloster verbracht. Seit Jahrzehten erforschen die dortigen Nonnen die Gewohnheiten und Vorlieben der Pflanzen. Wenn man sagt: „Ich gehe Unkraut jähten“, dann schauen sie einen streng an und sagten: „Es gibt kein Un-kraut, es gibt nur Kraut, dass gerade mal an einer falschen Stelle wächst.“
    Es ist kein Gleichmut (obwohl es manchmal veilleicht so aussehen mag), dahinter steht ein Wille zum verstehen: was ist im welchen Zusammenhang hilfreich? Und welche Konstelationen sind behindernd? Was muss wirklich radikal geändert werden (vielleicht gar nicht so oft?) und wo reicht eine kleine Ergänzung aus?
    Es erinnert mich an einen Psychologiedozenten, der uns eindringlich davor gewarnt hat, den Schwerpunkt unsere erzieherischen Arbeit darauf legen, die Schwächen auszumerzen. Weil man dadurch eigentlich mehr Schaden anrichtet, als man je beabsichtigt hat, weil es etwas ist, womit man nie fertig wird (es kommen immer neue Schwächen zu tage)und man dadurch nie dazu kommt mit der Arbeit zu beginnen, die man eigentlich tun wollte.
    Es erinnert mich an eine Stelle aus „Herr der Ringe“, da überlegt Frodo, warum Bilbo Gollum nicht getötet hat, dieser hätte es doch verdient. Gandalf antwortet darauf: „Es wurden viele getötet, die das Leben verdient hätten. Kannst du es ihnen wiedergeben? Wir wissen nicht, welche Rolle Gollum noch spielen wird, zum Guten oder zum Bösen.“ HIer ist uns der Ausgang der Geschichte bekannt. Im unseren echten Leben ist alle Erkenntnis (und somit jedes Urteil) vorläufig.
    So, dass war der bunter Strauß an Assoziazionen zu Deinem Text 😉

  9. Mir scheint der Typ mit den Pferden konnte sich zwar über nichts richtig aufregen, aber er konnte (oder wollte) sich auch über nichts richtig freuen. Da lobe ich mir doch Leute, die beides können.

  10. p.s. das musste ja auch für die Nachbarn frustrierend sein. Vielleicht hofften sie, er würde ein kleines Fest feiern, wie die Frau in der Bibel, die ihren Groschen wieder gefunden hat. Stattdessen weist er ihre Anteilnahme nur mit lauter Ying-Yang Weisheiten in die Schranken. Mal ganz ehrlich, mich nerven solche Leute.

  11. @Horst: habe ja schon vom asiatischen Ideal geschrieben, das so nicht von uns geteilt werden muss und sollte, habe auch die Parallelen gezogen zu einer christlichen Gelassenheit, die aber eben nicht im Stoizismus enden soll – schade, dass du jetzt nur an der Oberfläche bleibst. Ich glaube, die Stoßrichtung ist hier eine andere: egal, was dir passiert, du weißt nie sofort (aus menschlicher Weisheit heraus), wie du es in Gänze bewerten sollst. Das macht demütig und wirft mich auf Gott und seine Sicht.

  12. Das muss ich noch kurz hinzufügen: Ich finde, der Mann zeigt weniger Gottesfurcht, Gottgelassenheit, oder derartige christliche Tugenden, sondern eher jenen abgeklärten buddhistischen „Einblick in die Wege des Schicksals“. Nichts kann ihn schocken, nichts kann ihn erfreuen. Das wäre so, als wenn Sie nach einem erfreulichen Untersuchungsergebnis bei Ihrer kleinen Tochter jegliche Freude mit dem Hinweis dämpfen würden, man könne ja nicht wissen, was als nächstes kommt.
    Es ist mehr die Sicht von einem eher unpersönlichen Schicksal, das es weder gut noch schlecht mit einem meint, sondern so mit ständiger YinYang Wechselwirkung vor sich hin plätschert.
    Warum nicht lieber mal richtig verzweifelt sein, wenns schlecht aussieht, und richtig ausgelassen feiern, wenns gut aussieht?

  13. Ich finde nicht, dass die Gelassenheit etwas mit Emotionslosigkeit zu tun hat. Ein gutes Beispiel für mich ist David. In den Psalmen regt er sich auf oder freut sich und trotzdem ist dort immer ein grundlegendes Gottvertrauen da, eine „heilige Sorglosigkeit“ (…mir wird nichts mangeln. Psalm 23)

    Ich empfinde diese Sorglosigkeit (und bewusst nicht Stoizismus) als ein wichtiges Kenneichen für den Glauben, denn nirgendwo sonst wird das Vertrauen in Gottes gute Führung so deutlich.

  14. @Horst: sag ich ja. Du wiederholst dich – nichts anderes habe ich gesagt, der Mann ist mir in diesem Extrem KEIN Vorbild. Trotzdem macht die Geschichte was deutlich und schlägt ein bei den Deutschen, die so gerne alles katalogisieren, im Griff haben etc…
    @toex: danke!

  15. Hi Horst – ich empfand eben den Beitrag von toex als konstruktiv und deine eher nicht. Ich sage gerne danke für deine bisherigen Beiträge zu anderen posts. Achja, wo wir schon beim Einfordern von Streicheleinheiten sind: schon mal bei mir bedankt für meine Arbeit an diesem Blog? Kostet mich auch eine Stunde pro Tag Freizeit… kannst gerne als Dankeschön mein neues Buch kaufen…;-) – so und jetzt mal zurück zum Thema…

  16. von gwenhwyr: “Es gibt kein Un-kraut, es gibt nur Kraut, dass gerade mal an einer falschen Stelle wächst.”

    … auch ein sehr nettes „Bild“ 🙂

  17. kannst gerne als Dankeschön mein neues Buch kaufen…;-)

    Mit Büchern ist es komisch. Ich hatte in einem anderen Strang angeboten, „The Covenant Grace and Christian Baptism“ zu verschenken und mich extra mit einer gewissen Stückzahl bevorratet, aber niemand greift zu.
    Vielleicht hast du ja Interesse, dann kauf ich auch dein Buch.

  18. Nee, das ist gerade wirklich nicht mein Thema und es fehlt echt die Zeit dafür… du siehst: ich bin ganz ehrlich und mache dir nix vor… – ich denke, es greifen nicht so viele zu, weil es erstens englisch ist, zweitens theologisch, drittens ein Randthema für viele… und jetzt bitte wieder back to topic….

  19. englisch, das kann ich nachvollziehen. Aber der Gnadenbund ein Randthema? Hmm …

  20. Hallo Horst, mich interessiert es, dein Buch…

    ..hab gerade eine interessante Gebetszeit gehabt und am Ende sagte der HErr: Laß dir an meiner Gnade genügen. Lass dir an MEINER Gnade genügen. LASS DIR an meiner Gnade GENÜGEN. ….

    wo finde ich deinen Strang?

  21. Deborah :
    Hallo Horst, mich interessiert es, dein Buch…
    ..hab gerade eine interessante Gebetszeit gehabt und am Ende sagte der HErr: Laß dir an meiner Gnade genügen. Lass dir an MEINER Gnade genügen. LASS DIR an meiner Gnade GENÜGEN. ….
    wo finde ich deinen Strang?

    Hey Debora, schreib eine Lieferadresse in diesen oder den Jüdisches Denken-Strang, dann steck ich das Buch in die Post.

  22. Betreffend Deborahs Kommentar, #24:
    Dieser Vers gehört zu denen – und es sind viele – die mir in bestimmten Situationen sehr wichtig sind. Allerdings mußte ich lernen, und das erst durch ausländische Bibelübersetzungen, daß Luther hier wohl sehr seelsorgerlich übersetzt hat, indem er eine Aufforderung formuliert. Der griechische Text ist plakativer: „Für dich genügt meine Gnade, denn meine Kraft vollendet sich in der Schwäche.“
    Dennoch greife ich in bestimmten Situationen auf die luthersche Version zurück – können wir nicht auch in der Verschiedenheit der Übersetzungen Geistwirken entdecken?

    Zum Thema: was wir bewerten (und warum nicht mit biblischen Worten „richten“ sagen?), hat meist mit uns selbst zu tun. Es hat in irgendeiner Form einen Einfluß auf uns, oder eine Verbindung zu unserem Leben. Wir richten nur, was uns berührt. Wir verurteilen, was uns unangenehm berührt, was uns verletzt oder an das erinnert, was wir an uns als Schwäche ansehen. Woran wir leiden, das wollen wir an uns ausmerzen – und an andern oft genug gleich mit, zumal wenn sie „fröhlich ausleben“, was wir an uns selbst mühsam eingedämmt haben…
    Ist das nicht dann wieder, was Augustin als Selbstverkrümmung beschreibt?

  23. @wolfram: weil du das Richten ansprichst….die Betonung Gottes in meinem Inneren bei „Lass dir an MEINER Gnade genügen“ gab den Folgegedanken: so wie ich Gott, dich beurteile ist das Richtige, das du glauben sollst und nicht die Verurteilungen und Voruteile der Menschen, die sich durch Verletzungen verwurzelt haben. Denn das, was uns am meisten an anderen stört, trifft doch erst mal auf Splitter in uns und gibt Resonanz.

    @Horst: janeee…wenn du keinen jesus.de-account hast, dann wird das nix. Ich schreibe doch meine Adresse nicht in Klartext ins net.

  24. Deborah :

    @Horst: janeee…wenn du keinen jesus.de-account hast, dann wird das nix. Ich schreibe doch meine Adresse nicht in Klartext ins net.

    Schade. Ich als Verleger dieses Buches kann nur sagen: Es ist das beste Buch über die Taufe, das seit langem auf dem Markt ist.

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