Wenn mein Sohn mich noch mal Papa nennt, kriegt er Haue oder: ich bin ein Elter!

Ron hat darauf hingewiesen und es ist nicht zu fassen – die Schweiz will in Behörden im Rahmen des gender mainstreaming die Begriffe Vater und Mutter verbieten und statt dessen auf den neutralen Begriff „das Elter“ ausweichen. Klingt ein bisschen nach Eiter und ist auch nicht viel besser… Zitat:

Auch die Bundeskanzlei hat einen Leitfaden für die Mitarbeitenden beim Staat verfasst. Der geht sogar noch weiter. Auf 192 Seiten wird erklärt, wie man in welcher Situation geschlechtergerecht korrekt formuliert. Und auch die Liste der «diskriminierenden Wörter» ist länger. Statt Vater oder Mutter sollte man laut Bund besser «der Elternteil» oder «das Elter» schreiben. «Der Leitfaden ist für amtliche Publikationen verbindlich», sagt Isabel Kamber, Stellvertretende Leiterin Zentrale Sprachdienste, Sektion Deutsch. (alle Zitate aus diesem Artikel)

Auch Fußgängerstreifen dürfen nicht so heißen – denn sie diskriminieren Frauen…

«Mit dem Wort Fussgängerstreifen sind nur die Männer gemeint», sagt Nadine Wenger, Projektmitarbeiterin bei der Fachstelle für die Gleichstellung von Frau und Mann in Bern. Zebrastreifen dagegen sei ein neutraler Begriff.

Ok? Ja… wir haben auch keine anderen Probleme. Wie weit geht der Gleichheitswahn noch? In der Pädagogik ist die Benachteiligung der Jungen in den Schulen mittlerweile ein Riesenthema – wann hören irgendwelche abgedrehte Gleichheitsforscher endlich auf, die Wissenschaft nach ihren Axiomen zu formen und dementsprechend zu forschen, um passende Ergebnisse zu erlangen?

Männer und Frauen sind nicht gleich (das wäre mir aufgefallen). Sie sind gleich viel wert, begabt und würdig und deshalb ist es eine Schande, wenn eine Frau bei gleicher Leistung weniger verdient. Aber muss deshalb der Reiz der Andersartigkeit zwischen den Geschlechtern nivelliert werden?

Ich träume von einer Welt, in der Männer wieder Männer mit Kraft und Verantwortungsbewusstsein werden und nicht nur zu große Jungs. In der Frauen stark sind und trotzdem gerne Frau und begabt mit den spezifisch weiblichen Wegen der Lösungsfindung. Und in der die Geschlechter sich gegenseitig fördern, ihr Bestes zu erreichen und nicht gegeneinander zu kämpfen. Was wäre das spannend und dynamisch!

Vater Gott hilf – oh, pardon: Elter Gott hilf!

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21 Antworten zu “Wenn mein Sohn mich noch mal Papa nennt, kriegt er Haue oder: ich bin ein Elter!

  1. Ja, der Wahnsinn nimmt kein Ende. Da hilft nur noch Kopf schütteln und sich dem Gleichmachungswahn verweigern.
    Darf der Sohn Gottes eigentlich noch Sohn heißen?

  2. Weiss nicht so recht – aber die Menschen finden das nur dämlich – auf der Originalseite der Zeitung findet sich eine Umfrage und 96% halten das für bürokratischen Müll – umso erschreckender ist, dass die gender-Lobby eine derartige Macht als extreme Minderheit hat…

  3. So was finde ich einfach nur lächerlich – ist es gefährlich es zu ignorieren? Etwas besseres fällt mir nämlich im Moment nicht ein.

  4. Ignorieren – jein! Denn diese Politik hat ja massive Auswirkungen in den Kindergärten und Schulen und prägt damit unsere Kids… ich denke: wachsam sein und kritisch beobachten.

  5. Also, in manchen Amtlichen Dingen mag „Elter“ tatsächlich der „einfachere“ Begriff sein. Dann muss man nicht immer „Vater oder Mutter“ schreiben. Aber wo das hinführt, das will ich mir gar nicht ausmalen.

    Auf Facebook hätte ich jetzt „gefällt mir“ zu deinen Gedanken dazu gedrückt 😉

  6. Der Begriff Zebrastreifen diskriminiert Pferde, Esel und Maultiere – die müssen sowieso schon darunter leiden, dass sie keine Streifen haben. Ich protestiere aufs Schärfste!
    Und wenn schon, dann muss es ZebraInnenstreifen heißen.
    Sorry, was anderes als Satire fällt mir nicht mehr ein.

  7. Mhm….ist ja mal echt ein Ding. Eigentlich ist es doch verwirrend, in den Zeiten der allgemeinen Verunsicherung, Orientierungslosigkeit und des vermeintlichen Individuallismus solche Sachen zu vermischen.

    Doch denke ich, dass es nicht reicht sich darüber aufzuregen. Ich vermute, dass dies eine Folge der Säkularisierung und wachsenden Ferne zu Gott ist.

    Bringt es etwas, mit dem biblischen Menschenbild zu argumentieren??

    Grüße

  8. Pingback: Blogtipp: GJM aus B. « Wegbegleiter – Fährtensucher – Wellenreiter·

  9. @Gino: ich glaube nicht, dass es viel bringt, weil einfach verschiedene Axiome zugrunde liegen. Was etwas bringt: vorleben. Reife (nicht vom Alter her…;-) Männer und Frauen, als Christen engagiert in der Gesellschaft, im Beruf und in lebendigen, dynamischen Ehen mit Höhen und Tiefen – das ist ein Zeugnis.

  10. Genau….. das denke ich auch.

    Nicht Patriachal, aber auch nicht zu feministisch. Ganz so wie Jesus.
    Zumal, ganz ehrlich…..ich denke dass die Mehrheit der Bevölkerung das ebenfalls für absoluten Quark halten wird.

    Da fragt man sich doch, was die lieben Bürokraten und Beamten den ganzen lieben langen Tag machen. Werden die für solch einen Mist bezahlt?? 🙂

  11. Pingback: Vater (und Mutter) werden ist nicht schwer? » Blog Archive » Elter werden ist nicht schwer?·

  12. Scheiße. Was anderes fällt mir dazu ganz unreflektiert echt nicht mehr ein.

  13. @Christian: Hoi, schön von dir hier zu lesen!
    @Rolf (curioustraveller): Jawoll. Ist Scheiße eigentlich männlich oder weiblich? Die Sch… och, menno…

  14. Manchmal kann man das Gendering auch übertreiben. Laut diesem Leitfaden würde dann auch das Wort Großmutter und Großvater wegfallen. Somit würde die Oma und der Opa nur mehr Großelter heißen.

  15. Ja, die Endzeit dieser Welt ist überall unübersehbar. Daß die modernen Sozialpädagogen sich von ihren Kindern mit dem Vornamen anreden lassen, ist ja nicht neu und man ist daran gewöhnt, das kann unter Umständen respektvoller sein als wenn man seine Eltern mit „meine Alten“ tituliert.
    Vor 50J , als ich 13J alt war, war es in Bochum schon bei unserem 1. Pfarrer
    üblich, daß seine 6 Kinder ihn mit Gerhard anredeten, die MUtter, eine Begabte Sängerin nannten sie „Mammilein“….das war mein täglicher Umgang.Ich komme eines Tages heim und sage :“ hallo Gerhard“ —mein Vater hieß auch so (und wer jetzt ein gewisses Alter hat,kannruhig rechnen, wer gemeint ist)
    und ohne eine Erklärung bekam ich eine Ohrfeige, daß mir die Brille von der Nase flog und die Drohung:“Ich bin dein V a t e r „………..
    M ein Sohn sagte bis zum 12.L Mama, dann auf einmal „Mutter“, von sich aus, er wollte mir damit Respekt erweisen, bis heute höre ich es gerne, seine Freundin hatte ein Problem, wie sollte sie mich nennen, da sie ihre Eltern mit Vornamen anredet, also habe ich es ihr angeboten, mich Adelheid zu nennen.
    Auf dieser Erde bleiben wir Eltern, sind Vater oder Mutter -wenn nicht kinderlos, dann,haben wir aber den Status Mann oder Frau zu sein.-Darf ich so deutlich sagen, daß ich glaube, daß Jesus zunächst ein richtiger Mann war, aber nach der Auferstehung hatte er bereits den N e u e n Leib, den ich für geschlechtslos halte,denn im Himmel gibt es nicht mehr Mann und Frau, auch nicht Brüde
    r und Schwestern, sondern einen unvorstellbar neuen Körper, ohne Krankheit und Verfall- eben Ewigkeitsleib. Angesichts der nahenden Parusie- Wiederkunft
    Christi- gibt es keinen Grund, sich darüber noch zu wundern……“wenn die Zeit
    nicht verkürzt würde, würde kein Mensch selig…“ steht wo? konzentriere mich auf echte Seelsorge, daß Menschen noch zu J e sus finden.
    Adelheid Kenter Minden

  16. Also wenn das nur amtliche Schreibe und Amtssprache bleibt, dann geht es ja noch. Wie aber ist es dann, wenn der das Amt aufsuchende Mensch von Vater oder Mutter spricht?
    Fällt der dann demnächst unter ein Strafgesetz?
    Fragen über Fragen, aber wir waren doch vorbereitet – oder nicht?
    Schade, jammerschade um die herrlichen Begriffe „väterlich“ und „mütterlich“.
    Und was singen wir demnächst statt: „Mit Mutterhänden leitet er …..“, – von den vielen anderen Vater- und Mutterliedern im Gesangbuch ganz zu schweigen.
    Ich wage jetzt ein prophetisches Wort: „Diese Mode hält sich nicht!“

  17. Um es mit einem alten Spruch aus dem süddeutschen Raum zu sagen:

    „HERR, schmeiß Grind ra!!“

    übersetzt so ungefähr: „HERR, lass bitte Hirn herabregnen!!“

  18. Vielen Dank dafür, ich sehe das ganz genauso:

    „Ich träume von einer Welt, in der Männer wieder Männer mit Kraft und Verantwortungsbewusstsein werden und nicht nur zu große Jungs. In der Frauen stark sind und trotzdem gerne Frau und begabt mit den spezifisch weiblichen Wegen der Lösungsfindung. Und in der die Geschlechter sich gegenseitig fördern, ihr Bestes zu erreichen und nicht gegeneinander zu kämpfen. Was wäre das spannend und dynamisch!“

  19. deine Vision ist toll, davon träume ich auch , werd mal sehen, was ich meinerseits in diesem Leben dazu tun kann, Gott möge mir helfen.

  20. Aber Zebrastreifen gelten doch nur für Zebras – wo sollen denn dann die Leute die Straße überqueren? Werden da extra Leutestreifen installiert?

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