Die wilden (Fußball-)Kerle: Regeln für echte Christenmänner und -frauen

Sohnemann Ole bekommt abends die wilden Fußball-Kerle vorgelesen. Zweiter Band: Felix, der Wirbelwind. Die Mannschaft merkt, sie muss sich organisieren und eine „Satzung“ geben, damit sie Kraft gewinnt und nicht auseinander fällt. Es entstehen folgende Regeln:

  1. Sei wild!
  2. Alles ist gut, solange du wild bist!
  3. Gib niemals auf!
  4. Wer die Wilden Kerle jemals verlässt, der ist ein Verräter!

Gute Regeln für Christen!

Schließlich folgen wir einem Herrn, der nichts hat, wo er seinen Kopf hinlegen kann.
Der uns auffordert, nicht an das Morgen zu denken, sondern in radikaler Abhängigkeit von ihm zu leben.
Der uns anweist, uns selbst und unsere alten Begierden zugunsten eines neuen Lebens zu verleugnen.
Jesus zieht uns hinein in das ganz andere Reich – das Reich der Königsherrschaft Gottes. ER dient nicht dazu, deine bestehende Bürgerlichkeit (oder welches Milieu auch immer) zu zementieren, sondern er zieht dich heraus, um dich erneut zu senden. Zumeist in das gleiche Umfeld – aber, großes ABER: nach diesem Zwischenschritt ist alles anders. Denn nun hat man keine Heimat mehr, sondern ist Reich-Gottes-Bürger und lebt wild und frei und nur noch abhängig von Jesus. Wenn man wild lebt als Mann oder Frau Gottes.
Wilde Christen sind unberechenbar – sie zeigen Barmherzigkeit und Wärme, wenn andere sich das Maul zerreißen, sie reden Klartext, wenn andere sich wegducken und das deutsche Credo beten: Man kann doch eh nichts ändern! (Dazu ein Tröt mit der Vuvuzela!)
Wilde Christen denken mannschaftsdienlich – nicht individualistisch für sich. Das Team ist der Star, nicht der Einzelne. Das Team ist Star – und Christus das Universum, von und in dem es lebt und kämpft und siegt und arbeitet und feiert.

Wird Zeit, dass wir Gottesdienste damit beginnen, uns im Kreis zu stellen und zu brüllen: „RRRAAAAAAAAHHHH!“ Ok, vielleicht doch nicht. Oder?

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4 Antworten zu “Die wilden (Fußball-)Kerle: Regeln für echte Christenmänner und -frauen

  1. Ich benutze anstattdessen lieber meine Vuvuzela (in der eigens für die WM angeschaffte Bierkiste war eine als Extra drin). Die habe ich gestern als Predigteinstieg benutzt – also die Vuvuzela, meine ich … das war ne erweckliche Predigt, zumindest zu Beginn.

  2. Das klingt doch erstaunlich ähnlich, wie die „Viking Laws“, die mir mal jemand geschenkt hat: Be brave and Aggressive, be prepared, be a good merchant, keep the camp in order (zzgl. Unterpunkte) Ich finde sie toll.
    Doch seit neuesten habe ich zu all den guten Sätzen einen weiteren hinzugefügt und es ist momentan meine Lieblingsaussage: Keine Marschroute vorgeben ohne vorher eine Standortbestimmung durchzuführen. Der Hintergrund ist folgende:
    Bei Deinen Satz: „Wilde Christen denken mannschaftsdienlich – nicht individualistisch für sich. Das Team ist der Star, nicht der Einzelne.“ musste ich schmunzeln. Während des Lesens legte ich die Betonung auf „nicht der Einzelne“, so wie ich es während der unzähligen Predigten gemacht habe, die ich während der Jahre so gehört habe. War ja auch nicht weiter verwunderlich, ich komme aus einer Gesellschaft, in der der Einzelne nicht zählte, insofern passte es. Das blöde war nur, im Alltag wurde von mir ein hohes Maß an Individualismus abverlangt. Das fand ich enorm verwirrend und es dauerte echt lange bis ich den Konten gelöst habe.

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