Ungeduld, Orientierungslosigkeit und Angst: Was wir dagegen von einem Erfinder lernen können.

James war ein Erfinder. Er hatte eine Idee, von einem neuen Produkt, dass den Haushalt erheblich vereinfachen könnte. Nur: er schaffte es einfach nicht, einen funktionsfähigen Prototyp zu bauen.

Aber er blieb dran: nach 5 Jahren und exakt 5127 Fehlversuchen hatte er einen funktionierenden Prototypen, aber keiner interessierte sich für ihn. James aber hielt an seinem Traum fest. 10 Jahre lang arbeitete er weiter an seinem Prototypen und brachte ihn dann, nach über 15 Jahren, erfolgreich auf den Markt.

Sein vollständiger Name: James Dyson. Sein Produkt: Ein Staubsauger ohne Beutel, der mittlerweile im Museum of modern art in New York steht und sich weltweit in vielen Haushalten findet (auch in unserem – optimales Ding für Allergiker).

Was kann man von einem solchen Beispiel lernen:

  • Geduld, Geduld, Geduld
  • Mut, Fehler zu machen
  • Fehler als willkommenen Fortschritt sehen und nutzen, anstatt als Feind des Ziels
  • Eine klare Vision auch gegen Widerstände

Was haben Christen?

  • Viel Zeit – nämlich die Ewigkeit und auch Gott hat Geduld, viel Geduld mit seiner Welt
  • Sie dürfen Fehler machen und straucheln und fallen – wer sonst dürfte so sehr den Mut haben, daneben zu hauen und trotzdem weiter zu machen? Aus Gnade!
  • Eine klare Vision – das Reich Gottes, das als Friedensreich voller Kraft Raum einnehmen will und wird. Gott treibt es voran – wir dürfen darin einstimmen.

Warum:

  • sind wir oft so ungeduldig?
  • balancieren wir zu oft ängstlich auf Zehenspitzen um Fehler und potentiellen Sünden herum, anstatt mutig zu leben
  • trauen wir so wenig der Vision Gottes, in die wir einstimmen dürfen – und verlieren uns in weltlichen Träumen und zerfleischen uns im innerchristlichen Hickhack?

Bitte bei jedem Staubsaugen in Zukunft bedenken und in Gebete gießen… 😉

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8 Antworten zu “Ungeduld, Orientierungslosigkeit und Angst: Was wir dagegen von einem Erfinder lernen können.

  1. Vision … im Fremdwortlexikon unter Punkt b) „optische Halluzination“. Vielleicht balancieren wir deshalb oftmals ängstlich herum, weil wir unseren inneren Eingebungen/Visionen nicht trauen? Weil wir sie als Halluzination verdächtigen? Eine Vision als etwas Zukunftweisendes wahrzunehmen – und eben nicht als optische Täuschung – so eine Klarheit ist wahrhaftig Gnade.

    Böse eingeworfen: auch Diktatoren hatten eine Vision.

    Der deutliche Unterschied: die Botschaft Gottes hat Bestand und bringt Heilung. Die Botschaften von Diktatoren sind keine Bot-, sondern Knechtschaften. An den Früchten erkennt ihr sie … aber das wißt ihr ja sicher alle selber :-).

  2. ebenfalls danke

    warum wir das (nicht) tun?????????????

    Das wüsste ich auch gerne – aber statt danach zu suchen, werde ich lieber versuchen es immer wieder neu einzuüben. 🙂

  3. Den Mut, Fehler zu machen.
    Die Geduld, an Aufgaben und Visionen dranzubleben.
    Dennoch nicht in Fehlern verharren, dennoch nicht den eigenen Kopf gegen Gottes Wünsche durchsetzen. Die Grenzen scheinen bisweilen nur wage abgesteckt.

    Aber dennoch haben wir etwas, auf das wir bedingungslos vertrauen dürfen: Gottes führende Hand. Wenn wir seiner Führung vertrauen, müen wir keine Angst vor Entsceidungen haben, keine Angst davor, das falsche zu machen.

    Selbst wenn vielleicht etwas auf den ersten Blick wie ein Fehler aussah, wer weiss, ob dies nicht genau Gottes Weg für uns war.

    Jeder lernt auf andere Weise. Manche müssen sich die Finger verbrennen, anderen genügt es, dabei zuzuschauen.
    Paulinchen verbrannte mit Haut und Haar; ihre Eltern waren nicht zu hause. Gott aber lässt uns nie alleine.

    Wer den Sprung aus dem Nest nicht wagt, wird nie Fliegen lernen. Auch wenns nicht immer beim ersten mal klappt. 😉

    Vielen Dank für deine Worte

  4. Auch auf die Gefahr hin, dass ich Weltliches, Geistliches und Geistiges vermische, versuche ich mal eine Antwort auf die Frage warum wir ängstlich auf Zehenspitzen balancieren.
    Wir leben im Weltlichen und wer hier einen Fehler macht, geht unter.
    Vielleicht kann ich es an einem Beispiel verdeutlichen, es geht nicht um den Fall der Maultaschen – eine ähnliche, fiktive Situation.:
    Im Pflegeheim XY ist es üblich, dass die Reste des Mittagessens an Mitarbeiter verteilt werden. Nun wechselt die Leitung des Pflegeheims und da wird es plötzlich zum Diebstahl wenn ein Mitarbeiter im Hause isst, er wird entlassen. Selbst wenn noch kein Diebstahl bewiesen ist (dazu bedürfte es eines Vorsatzes), ist schon eine Verdachtskündigung möglich.
    Mit dem ‚Makel‘ des vermeintlichen Diebstahls belegt, geht dieser Mensch nun in Deckung immer in Angst als Dieb an den Pranger gestellt zu werden, der schließlich selbst Schuld ist an seiner Situation.
    Der so gedemütigte Mensch kann dann leicht zu jeder Arbeit herangezogen werden.
    Die bedauernswerten Arbeitgeber finden leider gar kein gutes vertrauenswürdiges Personal.

    Ich will allerdings auch nicht bestreiten, dass es in manchen Bereichen schwierig sein kann, Mitarbeiter zu finden – aus welchen Gründen auch immer.
    Meistens ist es aber so, dass viele Leute auf einen Arbeitsplatz hoffen und keinen bekommen. Wer einen Makel – einen Fehler hat – der bekommt dann schon gar keine Chance.

    What would Jesus do?

  5. Zum Mut Fehler zu machen:
    Bei mir ist es oft so, dass ich denke, jeder Fehler könnte mich meinen Status als geliebtes Kind kosten, im Beispiel vom verlorenen Sohn gesprochen so, dass ich mich eher als Tagelöhner angenommen fühle, denn als vollwertiger wieder an- und aufgenommener Sohn, dabei weiß ichs eigentlich besser …
    Danke fürs teilhaben lassen an deinen Gedanken
    Peter

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