Revival? What Revival? Heiliger Geist komm und treib uns auf die Knie!

Heiliger Geist, komm! Und was ist, wenn er schon da ist? Wovon ich ausgehe? Dieses Foto hat mich berührt – es stammt aus Texas und scheint geradezu einem Film entsprungen…

Ich habe wie so viele Christen Sehnsucht nach dem Heiligen Geist – der aber bereits da ist. Die Frage ist nicht: Will er wirken und frei machen und lebendig und auf übernatürliche Weise kraftvoll – sondern: Was in meinem Leben blockiert ihn? Auch als Christ muss das gefragt werden: Welche Gottesbilder, welche Schuld, welche Unversöhnlichkeit? Aber auch welche falschen Erwartungen an den Heiligen Geist schränken ihn ein?

Und: Warum soll und muss er emotional bewegend wirken? Ist das eine seiner Lieblings-Kategorien?

Nein. Ich rechne damit, dass er vor allem auf die Knie bringt und Umkehr auslöst. Alle Erweckungen haben so angefangen. Das ist der eine gemeinsame Nenner: Buße plus Sehnsucht nach mehr von Christus. Gottes Geist wirkt in unserem Geist – deswegen sind Gefühle und kluge Gedanken kein Maßstab oder Indiz für den Heiligen Geist. Dass diese unweigerlich vom Geist mitgerissen und bereichert werden, das steht außer Frage… diese seelischen Regungen aber zum Mittelpunkt zu machen – das wäre meines Erachtens fatal!

Zwei Predigten zum Heiligen Geist sind bereits in unserer FeG Eschweiler gelaufen – diesen Sonntag geht es weiter mit der „Freiheit durch den Heiligen Geist!“. Wie lange wird diese Predigtreihe? Keine Ahnung. Vielleicht lang. Der Geist wird es zeigen.

Quelle des Fotos (creative commons)

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14 Antworten zu “Revival? What Revival? Heiliger Geist komm und treib uns auf die Knie!

  1. Danke für diese sehr bewegenden Zeilen. Endlich mal ein Bruder, der den Nagel auf den Kopf trifft. Viele haben sich schon einen blauen bzw blutigen Daumen geschlagen. JESUS heilt

  2. Da kann man nur Amen sagen – vielen Dank! Auf die Knie gehen und Buße tun ist leider sehr unmodern geworden, es ist aber der Weg, der unserem himmlischen Vater gefällt.

  3. Dann wünsche ich Dir für Deine Predigten von Herzen, dass der Heilige sich in deine Worte kleidet, Herzen erreicht, Gedanken in Gang bringt, Augen öffnet, Umkehr ermöglicht, Jubel auslöst und dich reich segnet.
    Danke für die Erinnerung, dass die Gegenwart des Heiligen Geistes sich nicht an unserer Gefühlslage festmacht. Mir hilft der Galatertext zu dem, was der Heilige Geist in unserem Leben wachsen läßt. Das ist auf alle Fälle beziehungsstark und voll mit „Revival“.

  4. Ich hoffe, ich komme jetzt nicht zu ketzerisch rüber, aber ich verstehe diesen Beitrag nicht. Welcher Nagel, welcher Kopf?
    Was soll denn der Mittelpunkt sein, und was macht der heilige Geist? Ich wäre für eine Erläuterung für Laien dankbar.

  5. Hi Muriel, warum soll das ketzerisch sein? Man darf doch ernst gemeinte Fragen stellen, also: – wenn wir die Bibel ernst nehmen, dann ist für einen Christen der Geist der Mittelpunkt – das ist nicht der Verstand. Verstand, Gefühle, Wille – das alles sind Bereiche der Seele. Der Geist ist – so würde es ein Christ des Mittelalters beschreiben – der innere Raum, in dem der Heilige Geist wohnt und von dem her ein Christ lebt, in dem er Gott begegnet. Gottes Geist wohnt in unserem Geist. Verstand, Gefühle, Wille – das alles dient dem Geist, aber es taugt nicht zum Mittelpunkt des Lebens. So war es auch nie von Gott gedacht, sondern so ist es erst durch die Abwendung des Menschen von Gott geworden.
    Meines Erachtens besteht nun ein wesentlicher Fehler darin, dass man eine echte Erfahrung mit Gottes Geist macht, die sich dann auch in einem große Gefühl oder einem klugen Gedanken unter anderem geäußert hat. Nun geht Mensch hin und sagt: ok, dieses Gefühl ist zentral – das brauchen wir, das muss es sein. Aber das ist es nicht. Und so begrenzen wir den Geist wieder auf bestimmte seelische Äußerungen.
    Ich nenn dir mal einen Bibelvers, der er in sich hat:
    2. Korinther 3,17-18: Dieser Herr aber ist der Geist, von dem wir gesprochen haben. Und wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. Ja, wir alle sehen mit unverhülltem Gesicht die Herrlichkeit des Herrn. Wir sehen sie wie in einem Spiegel, und indem wir das Ebenbild des Herrn anschauen, wird unser ganzes Wesen so umgestaltet, dass wir ihm immer ähnlicher werden und immer mehr Anteil an seiner Herrlichkeit bekommen. Diese Umgestaltung ist das Werk des Herrn; sie ist das Werk seines Geistes.

    Aaalso: Geist=Freiheit. Wir können unverhüllt Gott schauen. Wahnsinn. Und wenn wir auf ihn schauen, verwandelt und der Geist automatisch hinein in sein Bild. Das ist Geschenk und Gnade pur – kein frommer Leistungsstress. Unsere Aufgabe ist nicht Veränderung, unsere Aufgabe ist auf Gott schauen und nicht auf uns selbst. Also: schon die eigenen Gedanken und Gefühle ernst nehmen – aber sie immer wieder und schnell auf Gott beziehen und damit aus dem Geist heraus einordnen. Wenn ich nun auf bestimmte Gefühl- oder Gedankenerfahrungen schiele und diese versuche, zu reproduzieren, dann habe ich nicht Gott im Fokus, sondern mich.

    Gottes Geist ist wie der Wind, der weht, wo er will – wir sollten ihn nicht einschränken. Was wir tun können: Blockaden für den Geist (Schuld, Gesetzlichkeit, zu enge Gottesbilder, kulturelle Barrieren) aus dem Wege räumen und auf Gott schauen.

  6. Danke für die Erklärung, wegbegleiter, ich glaube, jetzt weiß ich ungefähr, was du meinst.
    Wenn du schreibst „Wir können unverhüllt Gott schauen“, heißt das, dass z.B. du ihn jederzeit sehen kannst, oder nur, dass die Möglichkeit besteht, wenn er sich mal zeigt?
    Und, falls du noch Lust hast, das zu erläutern: Ist Gottes Geist nicht zwangsläufig überall? Wie kann man den denn einschränken?

  7. Huhu! Gott schauen ist vor allem eine innere Haltung. Er zeigt sich nicht nur manchmal, sondern spricht andauernd bei einem Christen im Geist. Wenn man still wird, beginnt zu hören und offen dafür ist, dann kann man ihn im Geist hören. Das wahre Bild Gottes findet sich in Christus. Dort ist alle Liebe, Barmherzigkeit und Gnade vereint – aber auch die Aussage: keiner kommt zum Vater, als nur über mich. Und der Geist – der wohnt im Kind Gottes, also im Nachfolger Jesu, und betet andauernd – selbst wenn ich schlafe. Alles biblische Zusagen, die echt gut tun, weil sie entlasten und keinen frommen Leistungsdruck aufbauen.
    Gottes Geist ist überall, aber er ist nicht IN allen, sondern wird denen gegeben, die dem Sohn folgen. Wenn er in einem Menschen ist, kann er gedämpft werden, wie das Neue Testament sagt. Sprich: Man soll mit ihm rechnen, man soll Sehnsucht nach ihm haben, aber vor allem Blockaden aus dem Wege Räumen: Unversöhnlichkeit zum Beispiel. Hass… was auch immer. Der Heilige Geist entspricht ja dem Wesen Gottes – d.h. er ist Gentleman, er drängt sich nicht auf und vergewaltigt seinen Träger, sondern kooperiert mit diesem. Wenn der ihn lässt…;-) – und so gibt es viele Christen, die gar nicht ahnen, was ihnen da geschenkt worden ist…

    Segen dir!

  8. Falls ich noch weiterfragen darf:
    Was meinst du, wenn du sagst, dass Gott zu einem Christen spricht? Gibt er Ratschläge, oder eher moralische Führung, oder ist es eher eine nonverbale Präsenz, die ihn mit Liebe, Barmherzigkeit und Gnade erfüllt?
    Und was passiert mit denen, die nicht zum Vater kommen?

  9. Hi Muriel – ich muss jetzt leider weg – bei deinen vielen guten Fragen sollten wir mal telefonieren, wenn du willst…;-) – kannst mir ja deine Telefonnummer mit möglichen Anrufzeiten mal übers Kontaktformular schicken. Dann schauen wir mal nächste Woche in Ruhe. Wenn du willst…;-D

  10. Das ist aber nett, dass du das anbietest.
    Nächste Woche bin ich nun gerade im Urlaub, und falls du nicht gerade Skype anbieten könntest, schlage ich vor, dass wir unser Gespräch auf die Woche darauf verschieben. Ich melde mich dann aber gerne noch mal.
    Bis später

  11. Hallo Wegbegleiter!
    Ich finde Dein Bild sehr eindrücklich. Mich erinnert es nämlich an meine Zeit in den (Süd-)Staaten. In der Gemeinde, in der ich Praktikant war, wurde Routine-mäßig immer mal wieder ein Revival abehalten, was aber meistens nach hinten losging. Es war einfach die meiste Zeit Menschenwerk, leider überhaupt nicht vom Heiligen Geist geleitet. Bei mir persönlich habe ich das auch feststellen müssen, als ich anhand von Emerging-Literatur immer wieder versuchte, neue Dinge anzupacken usw. Aber mir fehlte zu oft der Heilige Geist und seine Weisheit. Ich wollte Dinge selbständig produzieren. Aber letztlich merke ich, daß sämtliche Theorie Theorie bleibt, solange sie nicht „Spirit-driven“ ist. an dem Punkt muß ich auch immer wieder lernen. Umso ermutigender, daß ich auf dieser Reise alles andere als allein bin.

  12. @Phil: routinemäßig revival… das ist ja schon ein schmerzender und quietschender Widerspruch in sich… ja: Weisheit! Die brauchen wir. Das ist mein großer, immerwährendes Gebet. Um Weisheit. Schön, dass wir gemeinsam unterwegs sind!

  13. „Wie lange wird diese Predigtreihe? Keine Ahnung. Vielleicht lang. Der Geist wird es zeigen.“

    Gefällt mir. 🙂

  14. Hallo Wegbegleiter,

    jetzt bin ich wieder da und freue mich auf unser Telefonat. Mail mir doch bitte gelegentlich deine Nummer und ein Datum mit Uhrzeit, dann können wir.

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