Und Jesus mittendrin: 7 Fässer Wein, können uns nicht gefährlich sein!

Johannes 2, 11 (Übertragung „Willkommen daheim“): Mit 600 Litern besten Weines ein Hochzeitsfest zu retten – das war das erste Zeichen, das Jesus setzte und in dem seine Liebe zu den Menschen aufblitzte!“

Dieses erste(!) Wunder Jesu muss Extrempuritaner ebenso extrem nerven. Jüdische Feste dauerten und dauern Tage und sind voller gutem Essen und Trinken. Erst prüde Christen haben versucht, aus dem Wein Traubensaft zu machen (wahnwitzig – denn Alkohol diente der Haltbarkeit).

Wenn unsere Feste nur ein winzig kleiner Vorgeschmack auf die Ewigkeit mit ihrem Hammerfest sein sollen, dann sollten wir es nicht bei Hirseplätzchen und Himbeerbrause belassen. Auch Besäufnis, Betäuben, Sucht und Fressorgien haben dann nichts auf einem solchen Fest zu suchen. Sehr wohl aber eine Feier des (ewigen) Lebens und Gottes, der solch wunderbare Speisen und Getränke schenkt, ein Fest der Lebensfreude! Wer wahrhaft und bewusst (!) genießt – der schätzt damit DEN wert, der das Gute geschenkt hat. Dagegen ist jeder Fastfood-Tempel mit Massenfleisch und durch-konfektionierten „Lebensmitteln“ ein Tempel der Verachtung der Schöpfung und somit Gottes (was nicht gegen einen Hamburger dann und wann spricht).

So, nun kann man (das wäre typisch deutsch) trefflich den Zeigefinger schwenken und warnend auf die Gefahren dieser Haltung hinweisen. Ich kenne sie. Aber ich lese nirgendwo in der Bibel, dass die Gefahren des Lebens uns dazu führen sollen, auf Zehenspitzen und in permanenter Hab-Acht-Stellung durch das Leben zu mäandern.

Im Gegenteil: wir sollen mitten in der Welt sein – aber mitten in der Welt verantwortlich dem Herrn und angetan mit der Waffenrüstung Gottes und sensibel dafür, dass die Welt uns immer wieder gerne versklaven möchte, heraus aus der Freiheit der Kinder Gottes. Mut und Gelassenheit sind Zeichen der Kinder Gottes! Gedankenlosigkeit nicht – Bedenkenträgerei aber auch nicht! Dafür: Leben in und aus dem Geist.

So, und nun geht es mit zwei lieben Christen aus der Gemeinde auf einen gemütlich Abend in die schönste Zigarrenlounge Deutschlands – für zwei gute Robusto und einen schönen Single Malt. Dazu hervorragende und tief gehende Gespräche. Spurgeon – der alte Zigarren-Aficionado – hätte seine helle Freude daran…;-).

Frui deo – Gott genießen!

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4 Antworten zu “Und Jesus mittendrin: 7 Fässer Wein, können uns nicht gefährlich sein!

  1. Potzblitz – das war aber jetzt mal was, Wegbegleiter! Dazu das Thema meiner Tischrede anlässlich der Hochzeitsfeier meiner „Chaoten“ in einem Rockerlokal. Sogar Wirtin und Bedienung setzten sich dazu und ich (oder vielmehr Jesus) gewann die Achtung und Neugier von DJ Richard. Dabei hatte ich noch das Bonbon am Schluss zu erzählen vergessen: Die jungen Eheleute waren durch Jesus gleich zu einem Startkapital, einer Geschäftssgründung gekommen mit einem Weinhandel.
    Nun könnte man traurig sein, weils bis jetzt keine kirchliche Trauung gab. Aber ich freu mich einfach heute noch über die Gespräche, die plötzlich möglich geworden waren unter der Gesellschaft. Und chaotisch war es keineswegs. Eure von gestern waren andere, aber Jesus scheut keine Begegnung.
    Warum wir?

  2. „Der Tempel roch zwar nach Blut, aber er roch auch nach Braten“ – schrieb C.S. Lewis in seiner Auslegung der Psalmen. Die Tischgemeinschaft war ein wesentliche Bestandteil des Gottesdienstes. Die in Psalmen geäußerte Sehnsucht nach dem Haus Gottes ist also auch eine Sehnsucht nach Feiern in Gemeinschaft andere.
    Ich betreibe gelegentlich eine Art „Küchenseelsorge“. Es betrifft vor allem Frauen aus anderen Kulturkreisen, die wohl nie zu einenem Gesprächsabend kommen würden. Aber beim gemeinsamen schnibbeln und kneten erzählen sie von dem, was sie bewegt.
    Kennst Du den Film „Zimt und Koriander“? Es ist zwar ein sehr traurige Film über den Abschied, aber er zeigt auch auf eine sehr schöne Weise die Feierkultur, die Du hier beschreibst. Dieses geimeinsame Feiern wird auch gemeinsam vorbereitet. Während der Vorbereitungen wird man in die kulinarische Sprache eingeweiht – mit Hilfe der Gerichte und Gewürze lässt sich sehr viel sagen. Die ist uns heute verloren gegangen.

  3. An dieser Stelle nochmal vielen Dank für den tollen abend am Freitag in Deutschland wohl schönster Zigarrenlounge (ich kenne nur die eine)! Es war ein Hochgenuß!

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