Hurra, ein iPad oder: bitte nicht Glaube und Religion verwechseln!

Das kommt davon, wenn man kreative Gemeindeglieder hat. Die schenken einem einen solchen, äh, iPad zum Geburtstag. Na gut, immerhin war noch ein Gutschein für iTunes drunter geklebt, aber das fand ich schon originell! Wenn auch eher nur beim Frühstück einzusetzen. In der Bambus-Ausführung, die Apple selbst vorher nicht nicht kannte…

Jenseits des Augenzwinkerns: Bitte nicht die Kopie statt des Echten akzeptieren. Jeder kennt die leeren Plastikfernseher-Attrappen in Möbelhäusern, die doch so täuschend echt aussehen. In Bezug auf den Glauben der Pharisäer bezeichnet Jesus sie als weißgetünchte Gräber, innen voller lebloser Knochen (Matthäus 23,27). Wer Glauben nur als Kopie und Attrappe lebt, der wird selbst irgendwann zur Fassade. Echter Glaube führt in die Wahrheit und befreit zur Echtheit. Falscher Glaube führt in die Irre, auch wenn er nach außen religiös aussieht und vielleicht viel edler und ernsthafter als das Evangelium, das in seinem Charakter menschlich so „unlogisch“ erscheint…

Immer wieder rutsche ich Richtung Attrappe ab. Warum? Weil erstens der alte Mensch in mir das will (Religiosität), weil es zweitens so viel leichter ist als echter Glaube und weil es drittens permanent die inneren Schutz-Mauern bricht, wenn man Evangelium lebt. Religion ist da viel praktischer. Aber sie ist eine Pest und versklavt!

Dulde sie nicht in deinem Leben. Lass neu und immer wieder neu die Sehnsucht nach dem Echten in dir entfachen! Werde echt – denn so, wie du bist, warst du bereits angenommen, bevor du es wusstest, ja, bevor du Gott überhaupt kanntest (Johannes 3,16).

Du machst mich frei von kranker Religion, von Angst und Menschenfurcht.
Du machst mich frei von meiner Illusion, von meiner Lebensflucht.
Du machst mich frei, zu staunen wie ein Kind, das aus Vertrauen lebt.
Du machst mich frei, zu tanzen wie der Wind, von deinem Geist bewegt.

Das ist die Freiheit der Kinder Gottes, das ist die Freiheit, die du uns gibst.
Das ist die Freiheit der Kinder Gottes, so ist die Freiheit, weil du uns liebst.
(Albert Frey – siehe auch hier)
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4 Antworten zu “Hurra, ein iPad oder: bitte nicht Glaube und Religion verwechseln!

  1. Neulich bei ERF gelesen: „Wenn’s weh tut – weitermachen“.
    Dieser Satz ist jetzt nicht mit einer masochistischen Note zu versehen. Nein, sondern in vielen Fällen der Hinweis: da ist Kruste drauf, auf der Seele. Die muß runter, damit Luft an die Stelle kommen kann. Damit Heilung erfolgt.
    Ich gab hier mal den Ausdruck „Zwiebelmensch“ zum besten. Stelle ich immer wieder fest: wenn Gott eine Haut von meiner Seele puhlt, eine überflüssig gewordene – weil schädliche aus der Vergangenheit (weil der alte Mensch in mir das will – perfekt ausgedrückt, Christof!) – ja, wenn Gott also so eine Schicht abpuhlt, dann folgen in den meisten Fällen Tränen. Dann sage ich mir: es tut weh – also weitermachen. Jetzt erst recht.
    Gott trägt mich da durch. Er will mich gesund machen, gesund lieben. Auch wenn das Umfeld mich ständig verändern will, mir seine Meinung aufdrängt, „wenn Du das oder das machst, ja DANN bist Du genau mein Typ“ … Gott hat mich angenommen, siehe Joh. 3, 16. Er mag mich, wenn ich echt bin.
    Trostvoll zu wissen. Deshalb tut die Ablehnung der „liebsten Menschen“ an meiner Seite trotzdem noch saumäßig weh – diesen Schmerz ertragen lernen ist wohl eine Lektion, die einen ein Leben lang begleitet.
    Dann zu lesen, daß ich bereits angenommen wurde, bevor ich überhaupt auf der Welt war – leise Stimme Gottes, sehr leise … behutsam … sensibel gesendet …
    Schön.

  2. @Heike: yes, je echter, desto besser. Es ist für Gott kein Problem, damit umzugehen, wenn man ihm sagt, dass man ihn nicht versteht, sauer auf ihn ist etc… er weiß es ja eh… und in dem Moment, wo man es ihm sagt, beweist man das größte Vertrauen.
    @Dirk: jo, ist toll, hm? Bin auch sehr, sehr froh!

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