Das höchste Ziel des Menschen: Gott genießen jetzt und für immer!

Frage: Was ist die vornehmste und höchste Bestimmung des Menschen?
Antwort: Die vornehmste und höchste Bestimmung des Menschen ist, Gott zu verherrlichen und ihn vollkommen zu geniessen in alle Ewigkeit.

Mit diesen Worten beginnt der Westminster Katechismus von 1648 (Hier kann man ihn sich in Gänze kostenlos anschauen)! Was für ein großartiger Gedanke, der bei näherem Hinsehen eine große biblische Weisheit ausstrahlt und unsere falschen Gottesbilder, Leistungsdenken und vieles mehr zerbersten lässt.

Die englische Mystikerin Juliana von Norwich äußerte sich ähnlich: “Die größte Ehrerbietung, die wir Gott geben können, ist die, glücklich zu leben aufgrund eines tiefen Wissens (knowledge umfasst mehr als kognitives Wissen) seiner Liebe!

DAS ist ein Gott, nach dem sich Menschen sehnen können, mit ihm Zeit zu verbringen. Andersherum: Einem Gott, von dem man sagt, dass er stinkesauer ist, wenn du falsch handelst – dem möchte man nicht freiwillig begegnen…

Hasst Gott nicht die Sünde? Ja, aber nur deswegen, weil sie uns zerstört, einengt, und unserer Bestimmung beraubt. Deswegen hat er seine größte Liebe darin erwiesen, dass sein eigener Sohn für all das gestorben ist. Eine größere Liebe hat niemand, als für seine Freunde zu sterben – sagt Jesus in Johannes 15,13. Er nennt sie Freunde – bevor sie begreifen, was am Kreuz geschehen wird… unsere Freiheit ist teuer erkauft und bezahlt worden – aber sie IST bezahlt worden! Und so, wie die Dunkelheit des Kreuzes in das Licht der Auferstehung geführt hat – so darf jeder, der sich an Jesus hängt, immer wieder durch seine Dunkelheiten hindurch ins Licht tauchen.

Psalm 16,11: Du führst mich den Weg zum Leben. In deiner Nähe finde ich ungetrübte Freude; aus deiner Hand kommt mir ewiges Glück.

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7 Kommentare zu “Das höchste Ziel des Menschen: Gott genießen jetzt und für immer!

  1. …na wie gut, dass das in einem alten Buch steht – ein heutiger Prediger wäre sofort dem Verdacht ausgeliefert, den einfachen Weg zu suchen und ein Wohlfühl-Evangelium zu verkünden… ;-)

  2. “Hasst Gott nicht die Sünde? Ja, aber nur deswegen, weil sie uns zerstört, einengt, und unserer Bestimmung beraubt.”

    Ist das nicht genial? So sehr kümmert sich Gott um mich, weil er nicht möchte, dass ich zerstört, eingeengt oder gar meiner Bestimmung beraubt werde. Mitlerweile kann ich immer schwerer Nachvollziehen, wie man als Mensch diesen Gott ablehnen kann … oder anders: es macht mich traurig zu erkennen, wie sehr sich Menschen selber schaden.

  3. @Sabina: ja, das ist echt nicht zu verstehen manchmal… da sind so viele falsche Bilder und Geschichten (ausgesprochen oder undausgesprochen) über Gott unterwegs, dass diese vielen Menschen irgendwie im Weg herum stehen, um die wirkliche Liebe und Gnade einfach zu ergreifen… das macht manchmal das Herz schwer… das Gute ist: auch Gottes Herz ist schwer, wenn sich die Menschen blockieren…

  4. Das Zitat von der Mystikerin ist genial. Leider “nur” eine Mystikerin! ;) Solche Menschen werden in vielen kirchlichen Bereichen, vor allem unter den Theologen nicht ganz ernst genommen. (Es sei denn die Leute haben nen Hang zu Öko und Eso, und Taizé – :D ) Es lohnt sich diesem Gedanken nachzugehen und bei anderen Theologen und Katechismen zu suchen (Geniessen und vor Gott glücklich leben – im Prinzip was die Bibel sagt: “wie ein Kind” – wenn man mal die Leichtigkeit des Seins in dem kindlich-sorglosen Dasein nimmt). Wer sorglos ist, muss ja deshalb nicht rücksichtslos, unrealistisch oder leichtgläubig sein. Das wird gerne in einen Topf geworfen. Aber Jesus war auch sorglos, weil er seine Basis hatte, die unverrückbar war. Gerade von dieser sicheren Basis (Vater) konnte er die Sorgen der anderen tragen, die Not der Welt realistisch sehen etc.
    Aber noch mal zu dem Gedanken. Das dürfte eigentlich nicht schwer sein, ganze Bücher damit zu füllen, was andere Kirchenväter und -mütter dazu gesagt haben, denn es ist die Folge der Gnade. Dennoch lebt der überwiegende Teil der Christenheit anders… leider! Es müßte mehr gelehrt werden… also voran alle blogger und poster und Prediger dieser Welt! :D

  5. Gott genießen – Glauben genießen. Ich mache oft die Beobachtung, dass gerade in christlichen Kreisen oft viel zu viel von der Problemseite her diskutiert wird.

    Gestern mittag hatte ich ein Lied auf den Lippen, bei dem ich aufeinmal innehalten musste: “Ja die Freude strahlt aus unsern Herzen, Gottes Liebe gibt den hellen Schein, trotz Kummer, Sorge Angst und Pein wird das Leben unser sein…”

    Hm, also theologisch finde ich daran zwar nichts auszusetzen, dennoch wurde mir aufeinmal bewusst, dass Kummer, Sorge, Angst und Pein nicht parallel neben Gott exisiteren sollten. Nein, Jesus möchte, dass wir das Leben haben und das in vollem Ausmaß. “Ich bin gekommen, damit sie das Leben und volle Genüge haben sollen.” Joh 10,10. Also, Kummer, Sorge, Angst und Pein existieren zwar, aber über allem steht doch der Zuspruch des Herrn: “Fürchtet Euch nicht!” – und wie gestern in der Predigt gehört: “Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre.” 1. Joh 3,8.

    Also, mein Fazit lautet: Weniger die Probleme betrachten und um sie herumkreisen, als viel mehr das Leben aus Gottes Perspektive sehen (oder es zumindest versuchen – darum Bitten ist ein guter Start). Dann vermag ich alles, durch den, der mih mächtig macht! Mit und durch Gottes Hilfe allein die Probleme anzugehen und die Umstände die mein Leben belasten – Umstände sind übrigens nie konstant, sie ändern sich!

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