Zwischenruf: Wann gratulieren Moslems zu Ostern?

Heute in der F.A.Z: Die beiden Berliner Bischöfe Markus Dröge und Kardinal Georg Sterzinsky haben erstmals gemeinsam Segenswünsche (!) an die in Berlin und Brandenburg lebenden Muslime zum Fest des Fastenbrechens, mit dem der Ramadan in dieser Woche endet, übermittelt.

Toll. Wie weit soll die Anbiederung und die Schieflage noch gehen? Ich warte auf den Tag, an dem muslimische Verbände den Christen zum Osterfest gratulieren.

Das werden sie nicht tun, denn im Gegenteil zu Feld, Wald- und Wiesenchristen wie anscheinend auch diesen beiden Bischöfen wissen sie um die tiefere Bedeutung von Feiertagen und ihre inhaltliche Bindung an das Gottesbild und den Glauben und würden nicht ihren „Gott“ über den gekreuzigten und auferstandenen Jesus Segen aussprechen lassen. Und sie würden ihre Glaubensinhalte nicht dem Zeitgeist opfern – oder nur, wenn es dem Fortschreiten des Korans nutzte, denn die Täuschung Ungläubiger, die „Taqiya“, bzw. „Iham“, ist ja durchaus im Koran verankert (z.B. Sure 3,54).

Um richtig verstanden zu werden: Ich bin für freie Religionsausübung der Moslems, ich möchte mit ihnen friedlich zusammen leben und ihren Glauben respektieren. Aber dafür muss ich mich nicht anbiedern. Ich muss sie verstehen und respektieren. Das war’s. Man kann auch mit unterschiedlichen Meinungen vernünftig miteinander umgehen und sogar befreundet sein. Auf Dauer ist dies sogar der einzig mögliche Weg, genau das zu lernen!

Es ist eine Schande und ein Verlust, dass der kontroverse Diskurs in Deutschland unter dem Mantel der political correctness erstickt wurde. Richtig verstandene Toleranz im Wortbegriff wird so verunmöglicht. Stattdessen herrscht die Diktatur des Gutmenschen. Und erzeugt gerade so seltsame Blüten des Gegenteils. „Liebe“ ohne Wahrheit, ohne Diskurs, ohne Streit und Versöhnung ist aber beliebig und eben keine Liebe mehr, sondern romantisches Gesäusel. Davor bewahre uns Gott.

Er schenke uns Erkenntnis der Wahrheit und gleichzeitig die Liebe und Weisheit, beides in Menschenfreundlichkeit gegenüber anderen auszudrücken. Und noch was können wir tun: Für Moslems beten, eine Gebetshilfe findet sich hier.

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25 Antworten zu “Zwischenruf: Wann gratulieren Moslems zu Ostern?

  1. Mich wundert, dass Muslime, die es mit ihrem Glauben ernst meinen, die Segenswünsche der Christen so über sich ergehen lassen. Wird ihnen damit nicht ein christliches Gottesbild ungebeten übergestülpt?
    Was habe ich im Forum provoziert, wenn ich einem Nichttrinitarier den Segen Jesu bzw. des Dreieinigen Gottes wünschte. Ich nehme mal an, einen anderen Segen haben die Bischöfe auch nicht zu bieten. (Gibt es im Islam überhaupt ein Konzept von Segen?)
    Es wäre religiös toleranter, einfach frohes Fastenbrechen zu wünschen.

    Aber weißt Du was? Du motivierst mich gerade, mal wieder meinen Blog zu pflegen!

  2. @Andreas: prima – nur zu! Spannende Frage mit dem trinitarischen Segen…;-) Ich jedenfalls würde einem muslimischen Freund einfach alles Gute wünschen für diese Zeit und dann für ihn beten…

  3. Pingback: Segenswünsche, die keiner will? « Pastor Wendt·

  4. Wow, jetzt wird mein Eintrag hier automatisch als Kommentar zitiert, ohne dass man den Sinn versteht und ich es in dieser Form wollte.
    „für ihn beten“ schreibst Du. Würdest Du ihm das auch sagen?

  5. Das ist ein pingback, der kommt automatisch – kann ich aber auch löschen, wenn du möchtest? Wenn ich mit einem Moslem befreundet wäre, dann wären schon einige Diskussionen über den Glauben gelaufen und man hätte sich dann in seiner Gegensätzlichkeit irgendwann respektvoll stehen gelassen. Insofern wüsste er (oder sie) auch, dass ich für ihn oder sie bete. Schwer ist das trotzdem – denn für einen Moslem ist allein die Vorstellung eines Vater-Gottes, eines freundschaftlichen Verhältnisses zu Gott, vollkommen undenkbar und ein echter Anstoß. So habe ich das leider schon erleben müssen … 😦

  6. Ja, der Islam fordert uns heraus!
    Hier ein aufschlußreiches Video über 3 Dinge, die vielen nicht bekannt sind

    Die schrittweise Abschaffung der Meinungsfreiheit ist in der Tat auch damit verbunden.
    Aber bei allem Irrwahn, der sich vor unseren Augen abspielt, bleibt eins klar:

    Jesus ist Sieger und bleibt es auch.

  7. Danke dein Artikel und der Link hat mich wieder neu dazu bewegt für Muslime zu beten insbesondere für meine muslimischen Nachbarn…

  8. Finde ich sehr gut, wie Du schreibst, den Schwerpunkt auf die Freundschaft zu legen. Da haben wahrscheinlich alle Beteiligten Scheuklappen.
    Was den Segen betrifft:
    Auf jeden Fall ist der Kontext entscheidend.
    Geschieht es, wie im vorliegenden Fall, eher deswegen, um politisch korrekt zu wirken?
    Oder wird ein Segen ausgesprochen, der dem anderen gilt – schließlich sind wir zum Segnen berufen…?

  9. Ich verstehe die Aufregung nicht. In Berlin erlebe ich es bei allen möglichen christlichen Feiertagen – egal ob Weihnachten, Ostern oder Pfingsten, daß einem in von Muslimen geführten Lebensmittelgeschäften „schöne Feiertage“ gewünscht werden. Ich habe sogar schon zum Osterwochenende Kräutersträußchen geschenkt bekommen. Ob ich die dann auch für Pessach bekommen würde, wenn ich mich outen würde, weiß ich nicht.

    In der jüdischen Allgemeinen (Wochenzeitung, die der Zentralrat herausgibt), finden sich jedes Jahr in der Ausgabe vor dem jüdischen Neujahrsfest auch Grußbotschaften von diversen bundes- und lokalpolitischen Größen.

    Ich habe beruflich sehr viel in der Fortbildung kirchlicher Mitarbeiter (hauptsächlich PfarrerINNEN) zu tun. Aber – außer einer einzigen Ausnahme – fällt es nur einigen von denen, die im christlich-jüdischen Dialog aktiv sind ein, dass sie mir zum jüdischen Neujahrsfest oder zu Pessach einen Gruß schicken könnten. Die engagierten Muslime, die ich vom interreligiösen Dialog her kenne, vergessen keinen jüdischen Feiertag und melden sich per virtueller Grußkarte.

  10. Ein echter Wegbegleiter!
    Viele Gutmenschen bemerken nicht,dass sie in ihrer kollektiven Empörerrolle den Pharisäern,Herodianern,Sadduzäern und Zeloten in nichts nachstehen.
    Wir sehen uns…
    Swede

  11. @swedesberg: ja? Wo sehen wir uns denn?

    Ergänzung: ich habe dir privat gemailt – antwortest du mir bitte da und nicht in den Kommentaren? Beiträge hier sollten nicht zu offtopic werden…

  12. Predige das Wort, steh dazu, es sei zur Zeit oder zur Unzeit; weise zurecht, drohe, ermahne mit aller Geduld und Lehre. Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die heilsame Lehre nicht ertragen werden; sondern nach ihren eigenen Gelüsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach denen ihnen die Ohren jucken, und werden die Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Fabeln zukehren. Du aber sei nüchtern in allen Dingen, leide willig, tu das Werk eines Predigers des Evangeliums, richte dein Amt redlich aus. 2. Tim. 4,2-5

    Das oben (also im Thema) Beschriebene geht genau an der Wirklichkeit vorbei, die Gott eigentlich vorsieht – klare, unmissverständliche und konsequente Glaubenshaltung mit einem Zeugnis für den Herrn. Die Illsuion des interreligiösen Dialogs demonstriert genau das Gegenteil. Ich kann nach noch so vielen historischen Gemeinsamkeiten von Christen und Muslimen forschen. Bringt mich das auch nur ein Stück näher zu Jesus? Gottes Wort sagt uns ganz ausdrücklich, dass uns in keinem anderen Heil versprochen ist.

    Das nun immer mehr Kirchenvertreter in den Dreiklang von Politik, Medien und Integrationsbeauftragten einstimmen zeigt uns doch ganz deutlich, dass die biblische Prophetie sich erfüllt, dass sie sich tatsächlich von der Wahrheit abwenden.

    Doch wie einer meiner Vorredner schon treffend formuliert hat dürfen wir eins nicht vergessen: Jesus ist und bleibt Sieger! Hoffentlich sind solche Geschehnisse für uns ein Aufruf, von der gottgegebenen Freiheit, wie wir sie in unserem Land erfahren dürfen, mehr und mehr Gebrauch zu machen – so lange wir es noch können!

  13. Heute beginnt Rosch HaSchana, das jüdische Neujahrsfest!

    Während des Rammadan gab e in allen Zeitungen und im TV Berichte über Rammadan und das Fastenbrechen, die Ankündigung des hohen jüdischen Feiertags habe ich heute vergeblich in den Nachrichten erwartet.

    @ juebe, „Die engagierten Muslime, die ich vom interreligiösen Dialog her kenne, vergessen keinen jüdischen Feiertag und melden sich per virtueller Grußkarte.“

    Das ist sicher so!
    Liegt aber die Betonung dabei nicht auf „engagiert“?

    „Ich habe sogar schon zum Osterwochenende Kräutersträußchen geschenkt bekommen. Ob ich die dann auch für Pessach bekommen würde, wenn ich mich outen würde, weiß ich nicht.“
    Von den „Engagierten“ hast du doch wohl nichts zu befürchten, wenn du dich „outest“!

    Liebe Grüße von rika

  14. Interessant, wie ihr es haltet mit dem Spruch „richtet nicht, auf dass ihr nicht gerichtet werdet“. Und interessant, dass ihr offensichtlich ganz genau wisst, was „die Muslime“ glauben.

    Friede sei mit Euch
    Euer Gutmensch

  15. „Stattdessen herrscht die Diktatur des Gutmenschen.“ – Im Zusammenhang mit der enorm aufgeladenen Debatte um Thilo Sarrazins jüngste Thesen zur Integrationspolitik gehe ich eher davon aus, daß das Regime zeitgenössischen Gutmenschentums, kirchlicherseits geradezu exemplarisch physiognomiert durch das Träumerle Katrin Göring-Eckhardt, MdB und Präses der Synode wie Ratsmitglied der EKD, lediglich in der Wunschvorstellung insbesondere seiner medialen Protagonisten besteht. Als Sarrazin im Vorfeld des Erscheinens seines hernach mehr umrauften als diskutierten Buches verunglückt zuspitzte, witterte das medial allerorten präsente Jakobinertum unserer Tage erneut gleichermaßen Quote wie die Chance profilneurotischer Selbstinszenierung als inzwischen vor allem an der Widerborstigkeit eigenständig rezipierender Bürger kläglich gescheiterter, eben ganz gewiß nicht sachorientierter Machtausübungsversuch. Da stehen diese Brüder nun. Kastrierten Engeln gleich, um mit Hermann Hesse zu sprechen. Wen schert´s? Einen kontroversen, quasi die Möbel im Schädel auch einmal so richtig geradeziehenden Diskurs jedenfalls nicht.

  16. @Gutmensch: wir dürfen nicht richten, aber uns ein Urteil bilden, gelle? Die Bibel kennt dafür sogar eine geistliche Gabe – das Unterscheiden der Geister… Und man sollte schon die Aussagen der Heiligen Schrift der Moslems ernst nehmen dürfen, oder. Mehr wird hier nicht gemacht.

  17. Das mit dem Urteil bilden mag ja sein, ich bervorzuge es aber, zunächst den Balken aus meinem eigenen Auge zu entfernen und überlasse es lieber dem Herrn, zu entscheiden, wen er an seine Seite stellt. Für mich ist es jedenfalls ein lächerlicher Brudersteit unter Kindern. Ein weiser und liebender Vater wird doch wohl seinen 3 Söhnen nicht allen den gleichen Rat fürs Leben geben, sondern jedem individuell genau den, der ihm durchs Leben hilft.

    Ich finde jedenfalls in den Worten von Anselm Grün und Richard Rohr 1000 mal mehr Jesus als in dieser Diskussion. Aber als Katholiken sind das wahrscheinlich genau so Irrgeleitete wie „die Muslime“.

    Und nun genug, ich konzentriere mich nun lieber wieder auf die heilige Schrift, denn das ist der Rat, den der Vater mir gegeben hat.

  18. @Gutmensch: ja, dann sollten Sie aber auch biblisch bleiben!! Wenn Sie sich darauf berufen! Und nicht blind um sich schlagen und mich in die Ecke eines Katholikenhassers stellen – das ist nicht seriös. Und genau diese Bibel sagt leider sehr deutlich, dass an Christus kein Weg vorbei geht. Der Apostel Johannes sagt sogar, dass jeder, der behauptet, Christus sei nicht der Auferstandene, der Antichrist ist. Was machen wir jetzt damit? Selektieren? Rausschneiden? Was wäre das für ein perverser Vater, der dem einen Sohn sagt: ich vergebe dir in Christus und nehme dich unendlich liebevoll an und dem anderen: du musst das Gesetz erfüllen, nach Mekka pilgern und wenn du Glück hast, aber du wirst es nie wissen: nehm ich dich an und in die Ewigkeit auf. Was wäre das für ein Vater, der auf der einen Seite sagt: du darfst mich liebevoll als Papa ansprechen und dem anderen Sohn sagt: tu das nicht – du darfst es nicht, denn ich bin ein Herrscher – kein Papa, den man duzen kann! Wissen Sie was? Ein solcher Papa wäre krank und missbrauchend. Ich lese selbst gerne Richard Rohr – aber hier hilft doch ein wenig gesunder Menschenverstand und gesunde biblische Kenntnis weiter. Wenn die Bibel sagt, dass ein Mensch ohne Christus am Ziel vorbei läuft, ist es eben nicht liebevoll – wenn auch sehr postmodern tolerant – zu behaupten, alle Wege führen zu Gott. DAS allerdings ist etwas, was bei Anselm Grün bei allem Guten vorhanden ist und in Ansätzen auch bei Richard Rohr. Hier muss wohl die Entscheidung fallen: biblische Autorität oder bekannte Christen? Ich weiß, wofür ich mich entscheide.

  19. @Gutmensch

    Du magst im sich durch unerträgliche Trivialität auszeichnenden Schrifttum Anselm Grüns & Co. gleichsam den Glanz der Wahrheit aufblitzen sehen – in D e i n e n Kommentaren schimmert jedenfalls nur ein kuscheliger Schmollwinkel durch, aus dem nichts zu vernehmen ist außer verbales Aufstampfen mit dem Fuße.

  20. Das Wort hat dem Geist zu dienen, nicht der Geist dem Wort.

    Und falls sich jemand von mir beleidigt fühlt, tut es mir aufrichtig leid, das war nicht meine Absicht und soweit ich lesen kann was ich geschrieben habe, kann ich nicht entdecken, dass ich irgendwen bespielsweise als „Pharisäer“ bezeichnet hätte. Wer aber unter Euch ohne Sünde ist, der werfe gerne den nächsten Stein!

    und @Eule bezüglich „unerträgliche Trivialität“:
    Wer Ohren hat der höre!

  21. Ach, und noch was: Ich habe nicht gesagt, dass ALLE Wege zum Herrn führen. Ich sage nur, laßt IHN darüber entscheiden.

    Und wenn Ihr mir mein Christ-Sein absprechen wollt, kann ich Euch nur sagen:

    Ich bin der Blinde der nun sehen kann, ich bin der Taube, der nun hört, ich bin der Gelähmte der nun gehen kann, ich bin der Zöllner am Tisch des Herrn.

    Friede sei mit Euch

  22. @Gutmensch: ein letztes – du sprichst vom Bruderstreit. Du sprichst von einem Papa mit verschiedenen Behandlungsweisen für seine Kinder. Genau damit legst du das nahe, was wir vermuten, was du aber abstreitest. Dass Moslems und Christen Brüder sind und letztlich verschiedene Wege zu Gott führen. Genau das ist aber biblisch nicht haltbar. Ich würde jedem Moslem, der mich fragt, genau dies sagen: dass ich seinen Glauben respektiere und ich ihn wert schätze – dass ich aber glaube, dass er ohne Christus den Vater nicht sehen wird und weit unter seinen Möglichkeiten bleibt. Ich würde ihm vor Augen malen und den Mund wässrig machen wollen, wie großartig die Gnade ist… Nicht mehr und nicht weniger. Das ist kein Urteilen, sondern Gottes Gebot, dass wir Zeugnis geben sollen von Christus der Hoffnung…

  23. @wegbegleiter: Nicht dass ich das letzte Wort haben wollte, aber was Du geschrieben hast, bewegt mich doch zu sehr, um es ohne Erwiderung lassen zu können.

    Ich gebe Dir insofern recht, daß Jesus tatsächlich dazu aufgerufen hat, die Heilsgeschichte allen Völkern zu verkünden. Der Haken dabei ist nur, daß Du dann in der Sprache des Volkes reden mußt, dem Du es verkünden willst (damit meine ich nicht türkisch oder arabisch). Denn wieviel Leid und Zerstörung wurde schon verursacht, indem das nicht berücksichtigt wurde.

  24. @Gutmensch: Gegessen – da sind wir eine Meinung, Inkulturation ist notwendig und kein heute ausgebildeter Missionar läuft noch mit dem Schwert herum und brät den Leuten den Glauben über. Keiner, den ich kenne – sagen wir es so. Ansonsten gehst du leider nicht auf meine Anmerkungen in den letzten beiden Kommentaren ein, das finde ich schade. Wirkt für mich wie weg ducken… so long, ich muss arbeiten.

  25. Ein Zwischenruf, der nach Lage der Dinge aus und von ihr zum Dauerruf befördert werden dürfte. In „Einigkeit und Recht und Doofheit“ (Thomas Wieczorek) wird offenbar wieder einmal die Selbstvergessenheit unserer Nation zur Leitkultur erklärt, aus der heraus nunmehr die Frage, ob der Islam zu Deutschland gehöre, ihre jämmerliche Antwort finden soll. Er ist Teil unserer Gesellschaft, nicht unseres kulturellen Erbes, wie man es ja fast schon physisch in Kulturstätten wie Weimar oder Dresden erspüren kann, ohne sogleich eine exakte Definition des Begriffs der Leitkultur vor den jakobinischen Vorstreitern des Gutmenschentums insonderheit aufsagen zu müssen. Deutschlands Kulturgüter reden sich selbst – entgegen den armseligen Versuchen, das Grundgesetz zu ihrer nahezu einzigen Komponente zu stilisieren – als das, was sie unveräußerlich sind: Leitpflege der natürlichen Fähigkeiten unseres Volkes in der Gestaltung seiner ereignis- und kulturgeschichtlichen Entwicklung. Nähern wir uns ihr so unbefangen an, wie es einst Friedrich Nietzsche tat:

    „Unser letztes Ereignis ist immer noch Luther, unser einziges Buch immer noch die Bibel.“

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