Die Mumie kehrt zurück: Wie Botox nicht nur Falten, sondern auch Gefühle verstümmelt!

Toll, was Münchener Wissenschaftler jetzt entdeckt haben. Sie haben in den USA, wo Botox in der Mittagspause injiziert wird (auch in Berlin, Stuttgart etc. gibt es mittlerweile Botox to go!), die daraus entstandenen faltenfreien Mumien untersucht.

Zur Erinnerung: Botox ist eines der stärksten Gifte und ist in höherer Dosierung tödlich. Injiziert man es in Falten auf der Stirn wie zum Beispiel Zornesfalten, werden die Facial-Muskeln für etwa ein halbes Jahr gelähmt und das Gesicht wirkt faltenfrei.

Ergebnis der Untersuchung: Wer Botox nimmt, blockiert gleichzeitig die Wahrnehmung und die Verarbeitung des damit zusammen hängenden Gefühls! Sprich: keine Falten, keine Gesichtsmimik, weniger Gefühlsregungen und damit verbunden schlechte Verarbeitung von emotional intensiven Erfahrungen. Kurz. Botox-Mumien machen sich psychisch krank.

Noch heftiger: Wir reagieren ja in Gesprächen mit Gesichtsmimik auf unser Gegenüber. Kann man deutlich bei Eltern mit ihrem Baby beobachten. Spiegelneuronen, also Nervenzellen im Gehirn verbinden zwei Gesprächspartner miteinander und sorgen dafür, dass wir mitleiden, mitlachen, unser Gesicht passt sich an und stellt so eine innere und äußere Verbindung zum Gegenüber her. Großartige Erfindung Gottes. Genau das fällt aber mit Botox weg. Auf meine Tränen und auf mein Lachen folgt jedesmal das selbe Mumiengesicht, nur mit leichten Mundbewegungen verziert. Sprich: Botox versaut Beziehungen, bzw. Empathie.

Aber was macht man nicht alles für die „Schönheit„…

Es leben die Falten! Und die Aufforderung des Paulus, ob mit oder ohne Botox: „Freut euch mit denen, die sich freuen; weint mit denen, die weinen.“ (Römer 12,15). Und Gott hat alles so geschaffen, dass das auch gehen kann…

Wenn Botox nicht wäre… oder Stoizismus, Distanz, Bitterkeit, Härte, emotionale Verkrüppelung, überzogene Ideale von Stärke und Unabhängigkeit … letztlich gilt: alles hängt zusammen in Gottes Reich. Selbst die Falten haben eine Aufgabe und sind einfach was Herrliches!

(Foto von a-n-d-y-l-e-o-s-s, hier bei flickr!)

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9 Antworten zu “Die Mumie kehrt zurück: Wie Botox nicht nur Falten, sondern auch Gefühle verstümmelt!

  1. Hallo, nur ein kleiner wichtiger Hinweis: Du solltest mit den Bildern vorsichtig sein. Ich bin mir nicht sicher, ob die Bilder hier lizenzfrei sind ? Keine Ahnung. Ich hatte gerade auf der theolounge eine Abmahnung von einem Sven Teschke, der in Wikipedia seine Abmahnfalle aufgestellt hat. Ich hatte sogar die Quelle angegeben, aber nein, es muss genau der Name des Fotografen und der Hinweis auf die GNU Lizenz sein. Völlig übertrieben das Ganze, und dann noch per Anwalt. Aber ich wollte nur mal sicherheitshalber warnen.

    Gut und wohl völlig problemlos für Blogs ist http://www.picapp.com von wordpress.

  2. @theolounge: mmhm, hast du da mehr Ahnung von? Ich benutze eigentlich nur Bilder unter creative commons Lizenz… aber da müsste man trotzdem glaube ich den Namen abdrucken? Schwierig…

  3. ich hatte schon viel von Botox gehört – aber nie gewusst wie das wirkt. Aber auch die anderen Möglichkeiten sind erschreckend.

    Botox erinnert mich mal wieder an den Zauberlehrling – wir machen Dinge, von denen wir nicht wissen wie sie wirken.

  4. Warum nimmt jemand Botox? Was steckt dahinter, glatt und makellos aussehen zu wollen?
    Ein zutiefst verstörter Mensch? Jemand, der sich nicht annehmen kann, weil er/sie nur durch das Feedback der anderen Menschen seinen Wert definiert?

    => Du entsprichst nicht dem gängigen Bild der Hochglanzillustrierten. Du bist somit weniger wert. Um mehr wert zu sein, mußt du … (setze ein: Botox; Schönheits-OPs; hungern bis zum Skelett; Brust implantieren etc.).

    Und dann dagegen die Liebe Gottes. „Du bist geschaffen NACH MEINEM EBENBILD“. Oder aus einer Liedzeile: „Du bist gewollt, kein Kind des Zufalls, keine Laune der Natur..“

    Botox, Abnehm-Horror, Schönheits-OPs verlieren erst dann ihre Macht, wenn wir uns mal vor Augen halten, daß JEDER Mensch einzigartig GEWÜNSCHT IST. ERWÜNSCHT ist.
    Laßt dem Widersacher nicht zuviel Bedeutung zukommen (aber verharmlost ihn auch nicht). Ihr seid soviel wert, daß Gott seinen eingeborenen Sohn für euch gab. Für euch! Für Kleine, Große, Dicke, Dünne, mit oder ohne Sommersprossen, Schlupflidern, Hängebusen/-Bauch, Plattfüße, blonde oder braune Haare und so weiter…
    Ich wünsche euch, daß euch das ein wenig Hoffnung und Selbstwertgefühl bringt.

    3. Mose 19,18
    …. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
    Nimm Dich an. Liebe Dich. So wie Du bist. Gott wollte Dich so. Für einen selber manchmal echt unverständlich – aber das haben nicht wir zu entscheiden. ER wollte es so. Eine Schulfreundin von mir hat jahrelang unter ihrem linken Segelohr gelitten. Sie hatte es sich nach der Schulzeit korrigieren lassen. Erst jetzt konnte sie sich selber lieben. Ich mochte sie auch mit ihrem Segelohr (ich hatte es ehrlich gesagt nie richtig wahrgenommen). Aber leider gibt es eben viele Mitmenschen, die sich auf solche Äußerlichkeiten stürzen „Ha – ich bin schöner als Du/ich bin besser als Du“. Haken dran, abgewertet. Seelisch instabile Menschen können so massiv gestört werden. Und Botox und Co. fangen dann an, eine Bedeutung in ihrem Leben zu spielen.

    Ich finde das schlichtweg pervers.

  5. und was ist dann mit den Kindern, dessen Eltern aus welchen Gründen auch immer ihre Emotionen nicht zeigen können (Krieg, Traumata, Botox o.ä.) Wie kann denen geholfen werden!?

  6. @shasta: das ist nun ein ganz andere und seelsorgerische Frage. Kurz zusammengefasst, was ich als Begleiter in einem Heilungsprozess machen würde: Bindungen, Selbsteinreden und Fremdeinreden, ja eventuell Flüche finden, benennen und ans Kreuz bringen. Dann: Blockaden und Mauern aufspüren und bewusst machen. Dann: in konkreten Situationen bewusste Tiefenbohrungen vornehmen, um zu den emotionalen Informationen vor zu stoßen. Braucht Zeit.

    Aber du hast Recht: die Kinder leiden am meisten unter emotionaler Verkrüppelung, egal wie sie entsteht, denn sie erben das Manko.

  7. habe an einer anderen Körperregion eine Botox Spritze verabreicht bekommen, um eine offene Wunde zur Heilung zu verhelfen, da die Faltenbildung die Wunde veranlasste andauernd zu nässen. Meine Familie hatte dabei nicht den Eindruck, dass ich emotional auf Krücken ging.
    Also: kleine Ehrenrettung für Botox…wenn zu sinnvollen therapeutischen Zwecken eingesetzt.
    Lieben Gruß

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